Die Armen sind Schuld! Die Griechen auch!

Ja nun, was sagt man dazu? Die Armen zahlen die Zeche für die Reichen? In den Krisenstaaten, besonders in Griechenland wächst die Kluft zwischen arm und reich, wegen der Extrem-Sparpolitik? Als ob das in Deutschland anders wäre. Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher und wenn jemand den Mindestlohn befürwortet, oder gar Lohn- und Gehaltserhöhungen, dann droht der Untergang des Abendlandes! Wenn es um Erbschaftssteuern geht, dann bricht die Wirtschaft zusammen, weil die notleidenden Erben mit ihren notleidenden Betrieben die Steuern nicht aufbringen können! Wenn der Ölpreis sinkt, dann ist das nur zum Teil gut für die Wirtschaft. gerne nimmt man die niedrigen Energiekosten als Konjunkturpaket für sich in Anspruch, bedauert aber gleichzeitig, dass die Aktionmärkte und die Energiekonzerne darunter litten. Für die Umwelt ist das auch schädlich, weil der Pöbel meint, er könne bei niedrigen Spritpreisen mir nichts dir nichts mehr Auto fahren und die Umwelt verpesten! Gelobt seien die Nutzer von Dienstwagen. Die zahlen nur marginale Steuern auf die private Nutzung der Fahrzeuge und egal ob der Sprit billig ist oder teuer, sie fahren immer zwei- oder dreihundert tausend Kilometer im Jahr! Wenn die Immobilienpreise sinken, dann heulen die Investoren, die Grundbesitzer und vor allem die Spekulanten und Miethaie. Wenn die Mieten durch die Decke schießen, dann heulen nur die Mieter und bitte, mit welchem Recht eigentlich? Mietwohnungen sind nun mal zum Abkassieren gedacht, nicht zum drin wohnen und wohl fühlen! Da kann man auch schonmal einfach die Mietpreisexplosion einfach leugnen oder gleich ganz weglügen, kann mit einem Rückgang der Neubauten drohen und weinend auf die vollkommen überflüssige (weil leider wirkungslose) Mietpreisbremse hinweisen. Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder Mieter angemessenen Wohnraum leisten könnte? Das wäre ja Sozialismus…

Und den Sozialismus versucht man ja in Griecheland gerade wieder einzuführen. Durch die Hintertür und mit Hilfe der Rechtsradikalen. Aber das wird man dem fauen Pack im Süden Europas schon austreiben. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, die BLÖD-Zeitung hetzt, was das Zeug hält und Sch(r)äuble fühlt sich mal wieder beleidigt – wobei man sich bei der Gelegenheit vielloeicht mal daran erinnern sollte, wie der Herr Minister mit seinen Mitarbeitern umzugehen pflegt! Wer nicht passt, wird passend gemacht, indem man ihn zusammen faltet. Und zwar vor versammelter Mannschaft. Was sein muss, muss schließlich sein und dient der Disziplinierung unbotmäßiger Schwachköpfe in den eigenen Reihen!

Und dann kommt da ein Griechenlümmel mit Namen Varoufakis daher, der nicht mal eine anständige Krawatte trägt und will dem rollenden Wolfgang erklären, wo der Bartel den Most holt? Ey, von was träumt ihr denn des nachts?

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Wer zahlt für Krisenstaaten? Die mit den schlechten Karten…

…und zwar Steuerkarten! Ja natürlich weiß ich, dass es keine Steuerkarten mehr gibt. Aber Du und ich, er und sie, Hinz und Kunz, sind die Deppen, die ihre Staaten mit den mehr oder weniger freiwillig gezahlten Steuern am Laufen halten, fragt niemand, ob sie es schick finden, wenn mit ihren Steuergroschen Pleitegeier über Irland, Portugal, Spanien, und nicht zuletzt Griechenland oder auch Zypern abgefüttert werden.

Man setzt das Einverständnis des Steuerzahlers einfach voraus und zwar als selbstverständlich, während man jene, die für gewöhnlich jede sich nur bietende Gelegenheit zur Verringerung ihrer Steuer“last“ nutzen und, wenn irgend möglich, ihre Einkünfte am liebsten vor dem Finanzamt verschleiern und enorme Summen an Steuern einfach hinterziehen, mit solchen Lappalien, wie der Rettung von Krisenstaaten in übergroßer Herzensgüte bislang verschont hat!

Da traf mich heute morgen die bahnbrechende Erkenntnis der Bundesbank fast wie ein Hammer, als ich, gerade im Autos sitzend einen leckeren Apfel vor mich hin kauend, im Radio hörte, eben jene Bundesbank habe vorgeschlagen, vor der Rettung von Krisenstaaten doch erst einmal in die Taschen der reichen zu greifen, bevor man dann die EU, mithin also uns, zur Kasse zu bitten!

Woher die Bankster diese bahnbrechende Erkenntnis nehmen, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, lässt aber doch tief blicken – zumindest, wenn man davon ausgeht, dass auch unsere Politiker diese Idee schon mal ins trübe Auge gefasst haben könnten. Äußert die (meist linke) Opposition den Wunsch, das Vermögen der Reichen wenigstens ein kleines bisschen zu versteuern und davon z. B. die Bildungsrepublik Deutschland zu finanzieren, bekommt man meistens die lapidare Auskunft, die Einnahmen würden bei weitem nicht die Kosten decken, die durch das Eintreiben der Steuern entstünden! Wer´s glaubt wird selig…

Wer aber glaubt, der Staat und seine Politiker würden sich um ein bisschen mehr Steuergerechtigkeit bemühen, einfach weil dieses System so ungerecht ist und die Leute schröpft, die fleissig jeden Tag zu einer oder mehreren Arbeitsstellen gehen, um ihr Leben zu fristen, der irrt gewaltig. Eher friert die von den christlichen Politikern so oft und gern beschworene Hölle zu, eh in Deutschland ein Steuersystem eingeführt wird, das sowohl leicht verständlich,. als auch gerecht ist!

Ach ja, ist das Eintreiben von Steuern nicht eigentlich per se schon eine Zwangsenteignung? Und wenn der einfache, ehrliche, Steuerbürger rechtmäßig zwangsenteignet wird, warum dann der reiche, unehrliche, Steuerbetrüger nicht?

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