Ist Muddi die bessere SozialdemokratIn?

Ich fräge mich schon die ganze Zeit, ob nicht die Muddi aus der CDU aus und in die SPD eintreten sollte. Dann hätte die SPD wenigstens ein ganz klein bisschen sozialdemokratisches Profil zurück gewonnen, die CDU könnte sich mit der CSU und den Rechtsaußen der Spezialdemokraten zu Fides-Dschörmänie zusammen schließen und der NPD Konkurrenz machen. Jedenfalls würde dann zusammen gefügt, was zusammen gehöert – so wie zwei Arschbacken, zum Beispiel, die sich um ein braunes Arschloch drängen, wenn ihr versteht, was ich meine! Danach könnte man dann versuchen, links von dem, was von der ausgemerkelten SPD noch übrig ist, eine richtige, eine echte Linke Sammlungsbewegung gründen, die dann auch mal linke Ziele, linke Visionen hat und vor allem auch endlich mal Politik für die einfachen Menschen in diesem Lande machen könnte (sollte!).

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Wie gehts weiter, SPD?

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und, dafür sollte wir von ganzem Herzen und mehr als dankbar sein, erst recht nicht (mehr) schwarz auf gelb, die SPD ist eine Volkspartei ohne Volk und ohne Wähler!

Woran das liegen mag? Sicher nicht an den Wählern, oder am Volk. Die Ursache mag eher eine Sozialdemokratie sein, die nicht nur all das verraten hatte, was Sozialdemokratie noch in den 60er und 70er Jahren ausgemacht hat: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (noch heute oft auf der traditionsreichen SPD-Fahne freudig erregt vor sich her getragen) und das Wissen um die Tatsache, dass es in Deutschland eine Arbeiterklasse gibt, die einen politischen Arm braucht, deren Interessen zu vertreten und für deren Rechte zu kämpfen, sondern die einfach negierte, dass es eine Arbeiterschaft und die Notwendigkeit, für deren Rechte zu streiten, überhaupt noch gibt!

 Damit war es spätestens mit dem „Genossen der Bosse“ vorbei. Die SPD warf all ihre Traditionen über Bord und verneinte plötzlich alles, wofür sie einst stand und einstand und damit ja niemand auf die Idee kam, man könne dorthin zurück, wo man einst hergekommen ist, sägte man die eigenen Wurzeln ab und erklärte sich forsch zur neuen Partei der Mitte, weil es ja eine Arbeiterklasse an und für sich nicht mehr gäbe – jedenfalls nicht in dem Ausmaß, dass man deren Interessen noch vertreten müsste!

Ein grober Irrtum, wie sich mittlerweile herausgestellt hat! Während die SPD mit einem ganz seicht links angehauchten Wahlprogramm und einem rechten Spitzenkandidaten in die Scheiße fuhr, schwang sich Muddi, zwar ohne irgendein Wahlprogramm, aber wenn, dann mit deutlich sozialdemokratischen Aussagen (wenn auch in völlig belangloser und nicht ernst zu nehmender Form) zu einem atemberaubenden Höhenflug startete. So veraltet können sozialdemokratische Standpunkte aus der Sicht des Wählers also doch noch nicht sein.

Und so sehen wir mit grausen, dass die Stimmen, die der SPD regelmäßig bei Wahlen fehlen, der CDU zum Sieg verhelfen. Und die Tatsache, dass die SPD sich wie ein verhaltensgestörtes Huhn ständig von der Linken distanziert, die in ihrer Mehrheit ehemals linke SPD-Anhänger sind, lachen sich die Konservativen Kräfte halbtot über die Dummheit, mit der im Willy-Brandt-Haus Politik zu machen versucht wird, manchmals sogar Wahlkampf. Der Dilletantismus feiert ein ums andere Mal fröhliche Urständ!

Und weil man einfach nicht einsehen will, dass man Fehler gemacht hat und zwar verheerende Fehler, versucht man nun halbherzig an den desaströsen Folgen der Agenda 2010 und den hartz-Gesetzen herumzudoktern und ein kleines bisschen zurück zu rudern – mit demselben „Spitzen“personal, dass genau dieses Debakel für die Arbeiterschaft und die kleinen Angestellten zu verantworten hat!

Ein Elefant bleibt ein Elefant, auch wenn man ihn rosa anstreicht. Und Peer Steinbrück ist genau dieser Elefant, der als Spitzenkandidat mit dem Charm einer vollgekackten Kloschüssel plötzlich (halb)linke Ideen propagierte, die er noch vor Kurzem vehement bekämpft hatte.

Wie wenig überzeugend er dabei war, zeigt das zweitschlechteste Wahlergebnis der SPD bei einer Bundestagswahl!

Und einen echten Wahlkampf gegen die Unionsparteien, Muddi und die Marktradikalen der FDP musste man auch lange suchen, ohne ihn jedoch zu finden. Er fand nicht statt, ganz gleich, welche Vorlage die politische Gegner von CDU/CSU, oder die gelben Sumpfdotterblumen des zur Staatsdoktrin erhobenen Wirtschaftslobbyismus auch lieferten.

Für viele, zu viele, sah das nach einem bewussten Streben nach der muffig-warmen Großen K(l)oalition aus und in der Tat scheint sich dies nun zu bewahrheiten. Wohl hat Steinbrück dies mit leicht mürrischem Gesicht stets kategorisch bestritten, aber wirklich polarisieren konnte und wollte er im Wahlkampf nicht. Zu sehr überschneiden sich doch die Programmatik der gewendeten SPD mittlerweile mit dem ebenso inhalts-, wie programmlosen „Merkeliamismus“ von Muddis Gurkentruppe!

Die SPD braucht eine Erneuerung, programmatisch und erst recht personell! Und sie braucht eine Rückkehr zu ihren Wurzeln als Partei des kleinen Mannes, bzw. der kleinen Frau! Das erfordert eine innerparteiliche Auseinandersetzung bis aufs Messer, eine Abrechnung mit der Ära Schröder und den Seeheimern, die viel zu lange die Richtung der Partei bestimmt haben!

Jetzt ist die Zeit gekommen, um abzurechnen mit Marktradikalismus, staatlich verordneter Armut, unzulänglicher Gesundheitsfürsorge und Zwei-Klassen-Medizin, Bildungschancen, die abhängig sind vom Umfang des elterlichen Geldbeutels. Es muss Schluss sein mit unbezahlbaren Mieten, Massenarbeitslosigkeit und Kriegseinsätzen im Ausland, deren Ziel es ist, die strategischen Interessen der USA zu schützen. Es kann nicht sein, dass Menschen sich Energie nicht leisten können, dass ihnen ihr Lohn nach einem Monat Arbeit nicht reicht um sich und ihre Familien damit zu ernähren und zu kleiden! Es muss Schluss sein mit den Tafeln, bei denen sich Arme und Kranke mit dem Müll ernähren müssen, der von den Wohlhabenden und/oder Unternehmen weggeschmissen wird!

Und endlich muss der Primat der Wirtschaft über die Politik gebrochen werden! Politik muss für diejenigen gemacht werden, die die Regierungen wählen und nicht von Unternehmen, die unsere Mandatsträger kaufen, bestechen und beeinflussen!

Aber vermutlich wird das mein, unser Wunschdenken bleiben. Bislang sieht es nicht wirklich danach aus, dass der Wille zur Veränderung innerhalb der SPD nun Raum greifen könnte. Das Gesindel an der Spitze der FDP hat den Bettel schin hingeschmissen. die sind sowieso so überflüssig, wie ein Kropf, oder wie dem Papst seine Eier. Die Führungsriege der Grünen hat ebenfalls das Handtuch geworfen und wird sich wohl nun in der Hauptsache mit ihren innerparteilichen Erfahrungen zum Thema Pädophilie auseinandersetzen. Und Du, alte Tante SPD? Wo willst Du hin? Wie geht es mit Dir weiter?

Frau Aigner und der Umweltschutz!

Das fuereinebesserewelt-Blog machte am 10.2.2009 in seinem Artikel „100 Tage Aigner und kein gutes Haar“ auf die Probleme aufmerksam, die mit der Ernennung dieser CSU-Dame zur Chefin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor allem für die Umwelt und die Verbraucher verbunden sind.

Einige hatten es ja schon vorher vermutet. Nun zeigt sich, dass die Befürchtungen nur zu berechtigt waren. Frau Aigner stellt sich als eines der zuverlässigsten Sprachrohre sowohl für den Bauernverband als auch die Agrarlobby heraus. Außer den bekannten Sprüchen hört man nichts Neues von ihr. Wer geglaubt hat, mit dieser Dame würde ein frischer Wind durch die angestaubten Hallen des Ministeriums wehen, sieht sioh bitter enttäuscht. Klare Aussagen zu Gunsten des Umwelt- und Klimaschutzes? Fehlanzeige! Einsatz für die Interessen der Verbraucher? Wozu?

Aigner erweist sich einmal mehr als eine Marionette in den Händen der grauen Eminenzen der CSU und man braucht sich keiner Hoffnug hinzugeben, es würde sich daran etwas ändern. Vermutlich wäre sie niemals an diesen Posten gelangt, wenn auch nur der geringste Verdacht bestanden hätte, sie verfüge über ein eigenes Rückgrat.

Sich aus allem raushalten, nirgends anecken und immer schön nach der Pfeife derjenigen tanzen, die die dicksten Geldbörsen haben – nur so kann man offenbar in diesem Land als Politiker sein Auskommen sichern. denn auch wenn man (für eine Politikerin) ziemlich jung ist – und 45 ist ja nun wahrhaftig noch kein hohes Alter – muss man doch auch an die eigene Zukunft denken und daran, was nach der Wahl möglicherweise kommt.

Wenn die bösen Roten, oder die „Umweltterroristen“ von den Grünen (wo sind eure hehren Ideale geblieben, als ihr in Hamburg mit der Union koaliert – oder sagt man in diesem Fall kollaboriert – habt?), oder sogar die halbrote und fastschwarze SPD (die ja überhaupt kein eigenes Profil mehr hat und ohne die Hilfe anderer Parteien vermutlich nirgends mehr mitregieren wird können!), die Wahlen für sich entscheiden können, dann muss man als profilneurotische CSU-Dame schauen, dass man einen gut dotierten Job in der „freien Wirtschaft “ abkriegt.

Bei dem Engagement „für“ den Umwelt- und Naturschutz, bei all diesem Einsatz für gentechnikfreie Nahrung, biologische und natürliche Landwirtschaft, empfehle ich einen Beratervertrag bei Monsanto in Erwägung zu ziehen! Da hat man doch was und ist abgesichert, wenn man beizeiten dafür sorgt, dass der Gentechnik in Europa – und in Deutschland im speziellen – nicht vorzeitig die Luft ausgeht! Und da ist sie sicher auf einem guten Weg. Wenigstens etwas!

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Wo wird das alles enden?

Im Gefolge der Finanz- und damit verbunden der Wirtschaftskrise, hervorgerufen durch die Gier und die Geldgeilheit der kriminellen Banker nahezu sämtlicher großer Kreditinstitute, werden Jobs abgebaut, das einem das kalte Grauen kommen könnte!

Nicht alle Unternehmen, die einem großen Teil ihrer Mitarbeiter den Stuhl vor die Tür setzen, sind wirklich ernsthaft von den sinkenden Absatzzahlen oder Insolvenz betroffen. Manche nutzen wohl einfach nur die Gunst der Stunde, wie das in solchen Fällen immer geschieht. Mal schnell „ein paar überflüssige Mitarbeiter“ loswerden, die „Produktivität der übrigen Mitarbeiter steigern“ (das heisst im Klartext, die verbleibenen Menschen bis an die Grenzen der körperlichen und seelischen Leistungsfähigkeit auszulutschen und manches mal auch darüber hinaus!), damit man auch weiterhin als Manager einen dicken Scheck am Monatsende zur Bank tragen und den Aktionären ein paar Cent Dividende mehr zahlen kann! Langfristige Überlegungen spielen dabei keine Rolle. Alles ist auf den kurzfristigen Gewinn ausgerichtet. Von strategischen Planungen keine Spur! Jeder will soviel wie nur irgend möglich – in möglichst kurzer Zeit – für sich heraus holen. Denn man ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass man mit solchem Geschäftsgebahren über kurz oder lang jedes Unternehmen an die Wand fährt – und dann will man ja vorgesorgt haben!

Hier eine „kleine“ Liste der Unternehmen, die gerade in den letzten Tagen den massiven Abbau von Stellen beschlossen haben. Und viele davon haben bereits im letzten Jahr einemTeil ihrer Belegschaft den Laufpass gegeben. Noch sind die meisten dieser Unternehmen US-Konzerne, aber mit SAP und Hertie springen auch vermehrt deutsche Firmen auf den Zug auf und versuchen lästige Mitarbeiter wieder „dem Arbeitsmarkt zuzuführen“:

  • Caterpillar, der weltgrößte Baumaschinenhersteller, -20.000 Mitarbeiter.
  • Pfizer, der Pharmariese steht trotz der Krise finanziell sehr gut da. So gut, dass er den Konkurrenten Wyeth kurzerhand kaufen und im Zuge von „Synergieeffekten“ mal eben einen Teil der Mitarbeiter an die frische Luft setzt; -20.000 Mitarbeiter.
  • Sprint Nextel, ein US-Telekommunikationskonzern, -8.000 Mitarbeiter (14% der Belegschaft!).
  • Home Depot, eine US-Baumarktkette, -7.000 Jobs (2% der Mitarbeiter!). Wem das Häuschen zwangsgeräumt wurde, der hat vermutlich keine große Lust mehr darauf, dort auch noch Hand an zu legen!
  • General Motors, mal eben wieder -2.000 Mitarbeiter.
  • IBM, der IT-Konzern baut trotz guter Quartalszahlen Stellen ab, -2.800 (laut Angaben der Gewerkschaft Communications Workers of America).
  • Texas Instruments, -3.400 Mitarbeiter.
  • Circuit City, US-Elektronikkette, ist Pleite und wird liquidiert, -30.000 Mitarbeiter.
  • Microsoft, der Software-Gigant baut Stellen ab, -5.000 Mitarbeiter. Da bekommt der Microsoft-Slogan… „Where do you want to go today?“ – zum Arbeitsamt natürlich!…eine ganz neue Bedeutung!
  • Conoco Phillips, Energiekonzern, schmeißt  Mitarbeiter raus, weil der Ölpreis sinkt. -1.350!
  • Schlumberger, ein Erdöl-Explorationsunternehmen, macht ebenfalls wegen des niedrigen Ölpreises für einen Teil der Belegschaft Schicht im Schacht. -5.000 Mitarbeiter.
  • Boeing, der Dreamliner kommt nicht aus den Startlöchern, oder von der Startbahn weg und nun sollen es weniger Mitarbeiter endlich auf die Reihe kriegen? -5.000 Mitarbeiter.
  • United Airlines, -1.000 Mitarbeiter, nach 1.500 bereits in 2008.
  • General Electric, -7.000 Mitarbeiter (9% der Belegschaft) in der Finanzsparte.
  • Autovermieter Hertz, -4.000 Mitarbeiter.
  • AMD, -900 Mitarbeiter.
  • Motorola, -4.000 Mitarbeiter, davon 3/4 in der Mobiltelefonbranche.
  • Alcoa, ein Aluminiumkonzern, -13.500 Mitarbeiter (13% der Belegschaft).
  • Starbucks, -1.000 Mitarbeiter (den Leuten ist wohl der Appetit auf Kaffee vergangen?).
  • SAP, der deutsche Softwarekonzern, spürt nach eigenen Angaben die Absatzkrise, steht aber gar nicht so schlecht da, wie behauptet wird, prophylaktisch mal eben -3.300 Mitarbeiter.

Die Daten habe ich einer Aufstellung von telebörse.de entnommen und das Ganze firmiert dort unter dem Titel „Adagio für Streicher – Rezession kostet weltweit Jobs“.

Diese Liste wird sich in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch ein ganzes Stück nach unten fortsetzen.

Wo, so frage ich mich, soll das enden? Wer fühlt sich  in den Vorstandsetagen überhaupt noch für die Mitarbeiter oder gar für die Gesellschaft verantwortlich? Hier kann man echt den Eindruck gewinnen, dass erst die Banken das Geld verzockt haben, dann den Staat (also den Steuerzahler) um Hilfe angehen, aber selbst keine Veranlassung sehen, für sich Konsequenzen zu ziehen. Danach gerät die gesamte Wirtschaft ins Wanken, weil die eben mit Milliarden gestützten Banken keine Kredite mehr vergeben, die Automobilindustrie gerettet werden muss, weil sie sehenden Auges in den Untergang steuerte (Autos völlig am Markt, den Bedürfnissen der Verbraucher und der Umwelt vorbei entwickelt und produziert und was weiss ich noch alles falsch gemacht hat) und nun am Tropf des Steuerzahlers hängt (sog. „Umweltprämie“ für Altautos hin oder her). Und weil das alles noch nicht genügt, drückt man dem Steuerzahler auch noch die Verantwortung für die hunderttausenden entlassenen Mitarbeiter auf´s Auge!

Es ist übrigens äußerst bemerkenswert, dass die Kinder in Deutschland dem Staat eine „Sonderzahlung“ von einmalig 100,- € wert sind, ein altes Auto aber 2.500,- € – was für eine Schande für eines der reichsten Länder der Erde! Aber Politik wird hier konsequent gegen das Volk genacht, sonst wäre es nicht zu erklären, dass man Kindern von Hartz IV-Empfängern (jaja, ich weiss, die sind alle arbeitsscheu!)  in unserem Lande nur 60% des Regelsatzes eines Erwachsenen zugesteht. Obwohl Kinder einen hohen Verschleiß an Kleidung haben, obwohl sie ausgewogen und vernünftig ernährt werden müssten – mit 210,- €/Monat? Das diese Regelung gesetzwidrig ist, war der Regierung bewußt. Denn sonst hätte sie nicht im Vorgriff auf das gestrige Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel die Regelsätze im Rahmen des Konjunkturpaketes um 10% (lächerlich! Meine persönliche Meinung!) erhöht!

Bleibt abzuwarten, welche Lügen uns nun im Superwahljahr von den Parteien aufgetischt werden, damit man ihnen die Stimme geben möge. Ich bleibe dran und werde berichten.

weiterführende Links:

  • „Weltsozialforum: Protest gegen Armut und Klimawandel“ (Artikel auf Spiegel-Online vom 27.1.2009); so schnell kann´s gehen, gestern noch einen guten Job in einem großen Unternehmen und heute schon – auf die Strasse gesetzt – kann man sich nicht mal mehr den Zweitwagen leisten? Ich will damit sagen: Der Wohlstand, auf dem unsere Gesellschaft aufbaut ist in einem mehr als fragilen Gleichgewicht – immer mehr Arbeitslose bedeuten immer weniger Steuereinnahmen und dass, derweil man den Konzernen das sauer vom Steuerzahler erpresste Geld mit vollen Händen hinterherschmeisst!
  • „Hartz IV-Urteil – Die Arbeitslosen nagen am Gordischen knoten“ (Artikel auf sueddeutsche.de am 27.1.2009). Bei den Regelsätzen von Hartz IV bleibt den Arbeitslosen auch nix anderes übrig, als am Gordischen Knoten zu nagen, zum Sattessen reicht das Geld sowieso nicht! Hartz IV ist meiner Meinung nach ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!

Die Hessenwahl ist gelaufen!

Und wie! Ein Debakel sondersgleichen für die SPD, die Linke wackelt um die 5%, die FDP schlägt sich offenbar mit der SPD (23,5%) künftig um den Status einer Volkspartei, weil sie um 17% liegen soll. Während die CDU kaum bis garnicht von den desaströsen Verhältnissen in der SPD profitieren konnte und nahezu unverändert bei 37% liegt, konnten auch die Grünen deutlich zulegen.Zu Grunde liegen hier die Prognosedaten des ZDF.

Freilich ist dies nur eine erste Prognose, aber schon beginnt Guido Westerwelle laut zu frohlocken! Wer könnte es ihm verdenken?

Hier nun die erste ZDF-Hochrechnung um 18:15 Uhr, die da besagt:

CDU 37,6%

SPD 23,5%

FDP 16,8%

Grüne 13,3%

Linke 5,0%

restliche Parteien 3,3%

Für den Umwelt- und Naturschutz muss dieses Wahlergebnis nicht unbedingt etwas gutes bedeuten. Es besteht die Gefahr, dass gerade erst errungene Fortschritte unter Mitwirkung der FDP wieder gekippt oder zumindest in Frage gestellt werden! Das dürfen wir nicht zulassen! Wenn auch den Hessen eine stabile Regierung zu gönnen ist.

Und weil ich immer versuche ein fairer Demokrat zu sein, gratuliere ich Herrn Koch/CDU für den Wahlsieg, ebenso der FDP und den Grünen für deren grandiose Ergebnisse.

Frau Ypsilanti, die das ganze Chaos, das gesamte Debakel der SPD zu verantworten hat, betritt gegen 18:20 die Bühne und gesteht die Niederlage der SPD ein. Resignieren wolle sie zwar nicht, aber die Verantwortung übernehmen. In diesem Zusammenhang erklärte sie ihren Rücktritt

Obwohl einige Zuhörer klatschen, dürfte dies vermutlich auf die Erleichterung zurück zu führen sein, wenngleich dieser Rücktritt ein Jahr zu spät erfolgte!

Sonntagsfrage?

Natürlich weiss sogar ich, dass heute Donnerstag ist und nicht Sonntag. Aber bei meinen Flügen durch das Netz, bin ich bei web.de auf das Politbaromenter gestossen. Eigentlich nix neues, aber doch immer wieder interessant zu lesen.

Also war die Frage, wenn Sie wählen würden, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären? Die Antwort erstaunt nicht wirklich.

SPD:  26% (viel schlimmer geht´s nimmer – bald gehören die Sozialdemokraten auf Grund ihrer Sinn- und Identitätskrise zu den unbedeutenden Randerscheinungen der deutschen Politik!)

CDU/CSU: 39% (eine echte Volkspartei sieht anders aus! Vorbei die Zeiten, in denen die Union – wie sie sich damals stolz zu nennen pflegte – bei Wahlen die absolute Mehrheit erringen konnte. Noch Anfang des Jahres lag die CDU/CSU deutlich über 40%. Heute ist die Partei der Schwarzkittel auf jeden Fall auf einen oder gar mehrere Koalitionspartner angewiesen und die Macht zu teilen, das fiel den Damen und Herren noch nie leicht. Aber noch schwerer ist es, der Macht zu entsagen und den breiten, lederpolsterverwöhnten Arsch auf die harte Oppositionsbank zu drücken!)

Grüne: 9% (die Kämpfer für eine ökologische Zukunft dümpeln seit geraumer Zeit unter der 10% Marke. Irgendwie scheinen die Konzepte, so sie denn überhaupt vorhanden sind, nicht sehr überzeugend zu sein! Und dann noch die Koalition mit der CDU in Hamburg? Wenn das mal nicht nach hinten losgeht.)

FDP: 11% (Phönix aus der Asche? Zu Beginn des Jahres bei 8%, jetzt schon bei 11%. Man traut der FDP offenbar einiges zu, besonders in wirtschaftlich schweren Zeiten wie diesen, mit Finanzkrise und Rezession! Die Frage ist nur: wird die FDP bei den nächsten Wahlen lediglich ein Anhängsel der CDU/CSU sein oder ein eigenständiges Profil  besitzen?)

Linke: 10% (es gibt offenbar immer noch Menschen, die die SED-Diktatur für eine gute Sache halten, z. B. Oskar Lafontain mit seinem unsäglichen Geschwafel, dass ihn schon seinen Job bei der SPD gekostet hat. Aber die Roten als Auffangbecken abgewatschter Dummschwätzer, tut was sie tun kann und bietet wirklich jedem Sozialromantiker ein Forum für seine idiotischen Visionen!)

Wen soll man also wählen bei den nächsten Bundestagswahlen, die ja 2009 anstehen? Das weiss ich doch nicht! Und ich werd auch keine Empfehlungen abgeben!

Aber eines hab ich noch, was Euch vielleicht interessieren wird. Ich will das jetzt hier nur erwähnen, um zu verdeutlichen, wie die Politik, insbesondere die Regierung zu den drängenden Problemen der Zeit steht. Und das drängendste Problem derzeit, dürfte der sich unaufhaltsam anbahnende Klimawandel sein. Auf die Frage, „ob angesichts der Wirtschaftskrise die Klimaschutzziele aufgegeben werden sollten, gab es folgende Antworten:

Ja, Korrekturen sind sinnvoll: 24% (dabei dürfte es sich um die sozialen Schichten handeln, die bis gestern noch mit Oberklasselimousinen durch die Gegend rauschten und sich nun um die „Früchte ihrer Arbeit gebracht“ sehen!).

NEIN: 72% (wohl die Menschen, die erkannt haben, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, denen der Wandel sicher nicht leicht fällt, aber die vernünftigerweise verstanden haben, dass wir etwas tun müssen, wenn wir eine Zukunft auf dieser Erde haben wollen).

Weiß nicht: 4% (da sag ich jetzt mal nix zu. Wer bis heute noch keine Position bezogen hat, der lebt wohl seit geraumer Zeit hinter dem Mond oder wo auch immer. Vielleicht ist es aber auch nur ein Manager in einem Großkonzern der Schwerindustrie oder Energieversorgung, der seinen offensichtlichen Widerspruch zu den Klimaschutzplänen nicht allzu offen zu zeigen wagt!)

Das Handeln der Regierung steht diesem Wünschen ziemlich genau auf der anderen Seite gegenüber. Die Wahlen im nächsten Jahr werfen offenbar ihre Schatten sehr weit voraus. Und die Regierungsparteien wollen sich die sprudelnden Geldquellen für Parteispenden vor dem Urnengang nicht selbst zuschütten so scheint es. Also macht man der spendablen Industrie in vorauseilendem Gehorsam haufenweise Zugeständnisse! schließlich soll man nicht auf die Hand scheißen (oder wie hieß der Spruch doch gleich?), die einen füttert, nicht wahr?

Was ist das Wort eines Politikers wert?

Nachdem die Landtagswahl in Hessen nun endlich abgewickelt schien, geht das Gezerre um den Job des Ministerpräsidenten munter weiter. Andrea Ypsilanti will nicht mehr kandidieren oder vielleicht doch, Roland Koch aber will weiterhin regieren, kann aber keine Mehrheit finden. Kurt Beck, der Oberfuzzi der SPD, hat nun eingesehen, das seine Öffnung nach links vielleicht doch ein ganz klein wenig „ungefickt eingeschädelt“ (hach dieser Freud´sche Versprecher musste sein, er passte einfach zu gut!) ungeschickt eingefädelt war.
Natürlich gab es, wie üblich, bei dieser Wahl nur Sieger. Der einzige Verlierer scheint – wie so oft – der dumme Wähler zu sein, der einmal mehr dem Geschwätz der Politiker auf den Leim gekrochen ist! Und um das Mass voll zu machen, tönt jetzt Beck vor der Presse, er schließe eine Zusammenarbeit mit den Linken auf Bundesebene kategorisch aus. Nun ja, wer´s glaubt! Um an die Macht zu gelangen ist wohl jeder Politiker bereit seine Prinzipien, so er denn überhaupt welche hat und seine Wähler zu verraten. Aber das ist in dem Geschäft ja nix neues. Schon der olle Konrad Adenauer hat seinerzeit lauthals verkündet:
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“
Wer´s glaubt – wenn die Macht der SPD davon abhinge, wäre dieser kategorische Ausschluss genauso schnell im Orkus verschwunden, wie jeder andere bisher auch.