Esperito Santo und der unheilige Geist des Kapitalismus!

Wir haben es immer geahnt. Der Kapitalismus ist ein Gesellschaftssystem, das darauf angelegt ist, Verluste zu sozialisieren und Profite, das klingt angemessener als das Wort „Gewinne“ zu privatisieren. Es wäre ja auch ein nachgerade unerträglicher Vorgang, wenn ein Unternehmer, der sich für sein „Risiko“, das er zu tragen bereit war und für das er sich meist selbst eher mehr und seltener weniger fürstlich zu entschädigen pflegt, dieses auch noch selbst zu tragen hätte!
 

Wo wäre denn der Spaß bei all dem Risiko, wenn man sein Vermögen verlöre, nur weil man sich mit solchen Banalitäten wie dem Markt und seiner künftigen Entwicklung, oder so unbedeutenden Dingen wie der Entwicklung zukunftsfähiger und/oder nachhaltiger Produkte beschäftigen müsste, statt Luftschlösser zu bauen und das Geld von „Investoren“ einzusammeln und nach Herzenslust auszugeben?

Genauso ist das auch mit Banken und Versicherungen. Sie leben von dem Geld, dass sie anderen Menschen, gewöhnlich solchen Leuten, wie Du und ich, abnehmen mit dem vollmundigen Versprechen, es mehren und sicher anlegen zu wollen. Bisweilen sind zwar auch richtige Reiche dabei, aber das ist eher selten der Fall. Reiche legen ihr Geld nicht bei einer Bank an…

Aber, und auch das ist eine Binsenweisheit, Banken erwirtschaften ihre „Profite“ mit dem Geld anderer Leute und auch nur dadurch, dass sie es gegen Zins und Zinseszins weiter verleihen, jedoch nicht an die ursprünglichen Besitzer zurück geben. Je länger sie das Geld kontrollieren, desto höher sind die zu erwartenden Profite! So wird auch das Bestreben verständlich, welches die Banken umtreibt und uns die Verantwortung über unser Geld entreißen soll – man würde nämlich sehr gern durchsetzen, dass jeder, der halbwegs solvent erscheint, seine geschäftlichen Transaktionen über eine Kreditkarte abwickelt. Deswegen schmiert man dem Besitzer eines Arbeitsplatzes Honig ums Maul und erklärt ihm mit Engelszungen, es sei doch viel praktischer, wenn man statt großer Mengen Bargeldes, einfach eine Plastikkarte mit sich herum trägt, die man – und das sei natürlich absolut sicher, Ehrenwort – zum bezahlen nutzen kann, wo auch immer man sich gerade aufhalte…

Das kann man glauben, oder auch nicht! Fakt ist, wer kein Bargeld in der Tasche hat, kann eben doch nicht überall bezahlen. Die Kreditkarte kann einem gestohlen, die PIN-Nummer entwendet, oder ausgespäht, womöglich sogar gefälscht werden und, das dürfen wir niemals außer acht lassen, man kann uns vollständig überwachen, wo wir uns bewegen, was wir einkaufen, Uhrzeiten, Interessen, und dergleichen mehr! Lauter Informationen, die man besser für sich behalten möchte, wenn man auch nur ein klein wenig Wert auf Privatsphäre legt. Aber genau das wollen die Konzerne, allen voran die Banken und Versicherungen nicht zulassen. Sie wollen, sie fordern den gläsernen Menschen, dessen Daten für sie frei zugänglich sind und, da eine wertvolle Ressource (wie uns die Aktivitäten von Google, Facebook und Twitter offenbaren), auch meistbietend verkauft werden. Sie sind also bares Geld. Und vor allem wollen sie nicht, dass der Verbraucher, Du und ich also, überhauot weiss, dass und wozu sie alle Deine Daten sammeln, speichern und verwenden oder meistbietend weiterverkaufen. 

Wir dürfen und müssen davon ausgehen, dass Unternehmen, die sich für unsere persönlichen Daten interessieren oder für unsere Gewohnheiten, Vorlieben und Bewegungsmuster, dies ausschließlich deshalb tun, weil sie damit Profit machen wollen. Keinesfalls ist es ihr Bestreben, uns etwas Gutes zu tun, noch uns Vorteile oder Sicherhiet zu verschaffen! Versicherungen verdienen nur an den Policen, die nicht in einem Schadensfall enden, der in der Auszahlung der versprochenen Summe gipfelt!

Trotz allem, sieht die Politik nicht ein, warum sie es den Unternehmen so schwer wie möglich machen sollte, Daten zu sammeln und zu speichern, sowie diese weiter  zu verwenden oder zu versilbern. Dies ist das Ergebnis intensiver Lobbyarbeit und massiver Einflussnahme. Den Unternehmern geht die Freiheit allerdings nicht weit genug. Lange nicht weit genug. Und darum streben sie nach noch mehr „Freiheit“, natürlich für sich selbst und sonst niemanden!

Was aber tut die Bundesregierung? Das, was sie in solchen Fällen immer zu tun pflegt, wenn sie nichts tun will. Sie spricht von Eigenverantwortung, von der Verpflichtung jedes Einzelnen, die eigenen Daten gefälligst selber zu schützen, denn man könne leider nichts tun, gegen den Missbrauch. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn der Diebstahl von Daten ist zwar strafbar, und auch die Nutzung von Daten, die durch Diebstahl, oder das Hacken von Internetseiten „erworben“ wurden, nicht jedoch der Handel damit! Aber da man von Regierungsseite nur ungern der Untätigkeiten in Dingen geziehen wird, die dem Bürger (und Wähler) wichtig sind, prüft man nun. Wir dürfen aber mit Gewissheit davon asugehen, dass man nichts unternehmen wird, was den Unternehmen gegen den Strich geht. Man wird ein bisschen was veranlassen und damit das Gekammer und Geschrei der Konzerne provozieren, aber die Massnahmen werden den Unternehmen nicht wirklichw eh tun. Wenn man das wollte, hätte man längst schon geeignete Hürden gegen den massenhaften Missbrauch von gesammelten Daten aufgebaut!

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Wer glaubt da noch an Zufall?

Das Eis der Arktis schmilzt so rasant dahin, wie die sprichwörtliche Butter in der Sonne, so schnell, dass man praktisch dabei zuschauen kann. Darauf weist der Artikel hin, den ich bei Spiegel-Online unter dem Titel: „Rasante Erwärmung: Arktisklima könnte unwiderruflich gekippt sein“ gefunden habe.

Da mutet die wachsweiche Haltung gegenüber dem Krisengewimmer der Automobilindustrie geradezu lächerlich an. Aber da die Politik bekanntlich nix über´s Knie bricht weil sie dazu auf Grund der ewigen Diskutiererei gar nicht in der Lage ist (hier tut die monetengeschwängerte Lobbyarbeit der Großkonzerne ihr – für die Industrie – segensreiches Werk). Man ist sich aus den genannten Gründen weder eins, noch überhaupt grün und kann sich darob nur zu halbgaren Kompromissen durchringen, die vor allem eines tun: niemandem weh! (Der Umwelt vielleicht, oder den vom Klimawandel betroffenen Menschen, aber wen interessiert das schon? Ein paar Ökospinner, so wie ich einer bin. Die Industrie jedenfalls nicht!)

Was bleibt uns zu tun? Auch wenn in der Arktis offenbar schon der „point of no return“ erreicht worden ist, d.h. jede Änderung in den Wirtschaftkreisläufen, die zu Gunsten der Umwelt, des Klimas und der Natur ergriffen werden, können die bereits geschehenen Veränderungen nicht mehr rückgängig machen. Aber dennoch müssen sie stattfinden, denn sonst geht der ganze Planet und die gesamte Menschheit vor die Hunde – auch diejenigen, die heute noch der Industrie und denKonzernen das Wort reden. Denn wenn unsere Mutter Erde sich gegen ihre Vernichtung zu wehren beginnt und Anzeichen dafür gibt es bereits zur Genüge, dann sind auch diese Idioten betroffen. Und darum müssen wir nicht nur Maßnahmen ergreifen, um die Umwelt, Flora und Fauna zu schützen, sondern auch die Menschen vor sich selbst und vor ihrer Dummheit. Ich möchte nicht in einer Welt leben, ihn der Krieg um die letzten Wasserreserven geführt und Menschen wegen Ölquellen entrechtet und ermordet werden!

Gaia ist der wertvollste Besitz der Menschheit. Die Zeit, uns einen neuen Planeten zu suchen, auf den wir bei Bedarf umsiedeln könnten, reicht nicht aus. Außerdem würden wir diesen genauso zum Raub der Konzerne werden lassen, wie wir es mit unserer Mutter Erde bereits getan haben. Wenn dieser verantwortungslose Weg der Zerstörung, der Vernichtung, der Vergewaltigung, der American Way of Life, das einzige ist, wonach die Menschen streben, dann knipsen wir uns bald selber das Licht aus. Das es jedoch auch anders geht, beweisen unsere Wissenschaftler jedne Tag auf´s neue. Unsere Zukunft liegt in den regenerativen Energien wie Sonne, Wind und Wasser und Erdwärme. Einen Überblick über das, was derzeit technisch möglich und machbar ist, findet Ihr auf dem engerynet-Blog (sehr aufschlußreich mit vielen interessanten Artikeln). Es zeigt auf jeden Fall eines – wir brauchen keine Atomkraftwerke, wir brauchen auch keine neuen Braunkohlekraftwerke! Wir brauchen Ideen und den Mut zu einem Energie-Neuanfang! Dazu sind unsere Politiker aber nicht in der Lage, weil viel zu „beschäftigt“ vor allem mit sich selbst und dem Versuch, ihre Verbindungen zur Industrie vor ihren Wählern zu verschleiern und geheim zu halten. Denn wie gesagt, ich habe schon früher in dem ein oder anderen Artikel in diesem Blog darauf hingewiesen – der eigene Arsch ist einem Politiker immer am nächsten! Un d den will er nach Abschluß seiner politischen Karriere wenn irgend möglich auf einem weichen, ledernen Fauteuil, in einem warmen Büro, standesgemäß platt drücken!

Darum gibt es für uns nur eines zu tun. wir müssen die Politiker in ihre breiten Hintern treten und das mit möglichst spitzem Schuhwerk. Nur so bringen wir sie dazu, sich zu bewegen – in die Richtung die wir wollen!