Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr!

Das ist jetzt dann doch sehr, sehr nobel von den Abgeordneten, nicht wahr? So hübsch bescheiden. Jeder Normalbürger würde von dieser Lohnerhöhung vermutlich moralisch überfordert. Und die Damen und Herren Abgeordneten, getragen von Selbstdisziplin und Rücksichtnahme, wollen nur schlappe 250 Euro mehr! Zwar ist, was für den einen ein riesiger Sprung auf der sozialen Leiter wäre, ist für den andern eben nur ein kleiner, bescheidener Schritt! Und wenn wir ehrlich sind, was sind schon 9.336,- €/Monat an Diäten? Genau, ein Nichts! Ach ja, da fällt mir gerade ein, dass ein Gutteil dieser Leute und natürlich die gesamte Wirtschaft mit ihren Speichelleckern und Lobbyisten, noch vor ein paar Tagen der Meinung waren, der Mindestlohn müsse, wenn schon nicht ausgesetzt, so doch wenigstens abgeschafft werden. Und für die Flüchtlinge sollte selbst dieser Mindestlohn ausgehebelt und auf den Müll geschmissen werden. War doch so, oder?

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Arbeitnehmerrechte? Wozu das denn?

Die Wünsche der Arbeitgeber zur Weihnachtszeit? Weg mit den festen Arbeitszeiten! Her mit mehr Flexibilität! 8 Stunden am Tag? Wozu das denn? Wer soll denn bitteschön in den 16 Stunden arbeiten, wenn der Arbeiter zu Hause ist, um sich von dem zu entspannen, was er als Arbeit betrachtet und der Arbeitgeber als die Freizeit, die der Arbeiter in einem Unternehmen verbringt, mit dem Versuch, sich vor der Arbeit zu drücken! Und damit soll man nun den Anforderungen des globalisierten Marktes begegnen? Quatsch! Der Arbeiter soll so lange in der Firma bleiben (müssen) bis es ihm so langweilig wird, dass er vor Verzweiflung anfängt wirklich zu arbeiten.

Aber wenn wir schon mal dabei sind, sollten wir auch gleich über die Unverschämtheit reden, für die Anwesenheit im Betrieb auch noch Geld zu verlangen! Lohn! Für was eigentlich? Dafür, dass die Unternehmer in ihrer Selbstlosigkeit den Menschen (mehr oder weniger) sinnvolle Beschäftigung geben und so dafür sorgen, dass sich Ehepaare nicht gegenseitig an die Gurgel gehen, weil sie sich auf den Sack gehen? Ein paar Essensgutscheine würden es doch auch tun, oder?

Stellt Euch einfach mal vor, wie viel einfacher es wäre, wenn man den Lohn einfach in Sachleistungen ausgäbe? Wie schön könnte es sein, wenn die Wirtschaft die Menschen nicht mit Geld, sondern mit dem bezahlen, was gerade so herum liegt und nicht gebraucht wird. Bei entsprechender Qualität versteht sich!

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Was wollt Ihr von uns?

Ich scheiß auf die Meinung der Ökonomen! Wen interessiert dieses Geseire? Es geht hier nur darum, den arbeitenden Massen nich nur ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn die seit Jahrzehnten massiv steigenden Profite auch nur um eine Winzigkeit geschmälert werden könnten, durch die unverschämte Forderung der Lohnabhängigen, den Kaufkraftverlust ihrer Einkommen ausgleichen zu können, sondern sie schieben den abhängig Beschäftigten auch noch gleich die Verantwortung für Fehlinvestitionen, Korruption und kriminelle Energien in den Managementebenen in die Schuhe! Und das kann ja wohl nicht wahr sein! Ich lasse mir von gierigen Idioten, kriminellen Wirtschaftsführern und korrupten Politikern nicht sagen, ich sei unverschämt, solle für meine Altersbezüge endlich selbst „Verantwortung übernehmen“ und gefälligst so lange arbeiten (zum Wohle der Unternehmer, versteht sich) bis ich gleich nach dem Eintritt in den Ruhestand sozialverträglich frühverrecke! Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen und unter Berufung auf meinen guten, alten Freund Götz von Berlichingen, sage ich Euch Ökonomen und dem anderen Lumpenpack:“Ihr könnt mich alle im Arsche lecken!“

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