Marktwirtschaft? Wie denn? Wo denn?

Ich könnte mich irren. Aber kann es sein, dass diese Bankster und die Politik nicht mehr alle Latten am Zaun haben? Ist die Eu jetzt vollends zum Selbstbedienungsladen für verblödete und dummdreiste Kriminelle geworden, die den Steurerzahler dauerhaft abzumelken versuchen, wie der Bauer seine Hochleistungsmilchkühe? Wenn ich das Wort Bank nur höre, wird mir so schlecht, dass ich am liebsten die nächste Filiale, welcher Bank auch immer, aufsuchen möchte, um allen dort in den Chefetagen sitzenden Schwachmaten aber sowas von in die Fresse zu hauen, dass außer einem Haufen Zähnen am Boden nich mehr allzu viel übrig bleibt! Was ist das nur für ein Drecksladen, der sich Europäische Union nennt, der nichts weiter auf die reihe kriget, als unter irgend welchen fadenscheinigen Vorwänden das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen diesen Idioten in den Konzernen nachzuschmeißen und zwar je mehr desto besser?`Wie kann es sein, dass die vielo beschworene Marktwirtschaft derart ausgehebelt wird, dass der einfache steuerzahlende Bürger für die ökonomischen Fehlentscheidungen und völlig sinnlosen Spekulationen überbezahlter Vollidioten aufkommen muss? Die Pharmaindustrie plündert derweil die Krankenkassen, die Banken lassen sich mit Steuerknete „retten“ um anschließend einfach so weiter zu machen, wie bisher?

Soll das die vielbeschworene Marktwirtschaft sein, die sich selbst reguliert? Das, liebe Freunde, ist Scheiße hoch drei! Das ist die Aushebelung marktwirtschaftlicher Prinzipien mit den Mitteln des Staatkapitalismus!

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Wenn ich einmal reich wär´…

Ach es ist ein Graus. Was man den armen, armen Aktionären da zumutet, ist einfach nicht zu fassen! Während sich das faule, chipsfressende und fussballglotzende Prekariat in der sozialen Hängematte suhlt, sich den Kaviar nebst Champagner aus der Staatsschatulle bezahlen lässt, muss der Aktionär für seine beschissen geringe Dividende kämpfen, während sich die Vorstandsvorsitzenden auf dem Podium hinter ihren erstarrten Masken und der aufgesetzten Heuchelei in Floskeln ergehen und so tun, als seine sie an der Aufklärung der Skandale wirklich interessiert. Dabei geht ihnen der ganze Rummel sowas von am parfümierten und gebleachten Arschloch vorbei, dass man es kaum beschreiben kann! Und Schuld sind immer nur die andern. Nicht nur die Aktionäre, denn die wollen Geld sehen. Nicht nur die Mitarbeiter, denn die wollen neben Löhnen auch noch bezahlten Urlaub und Krankengeld, was ja an und für sich genommen schon eine bodenlose Frechheit ist. Das mittlere Management ist auch Schuld, denn die wollen auch nur Geld, anstatt die unerfüllbaren Forderungen und Versprechen des Vorstands zu erfüllen. Nur der Vorstand, der ist nicht Schuld. Der weiss nichts, hat nie irgend etwas veranlasst und Kontrolle ausüben tut er schon zweimal nicht! Schuld ist nur der Pöbel. Schuld sind die, die sich keinen Porsche leisten können und den wenigen anständigen Reichen das Leben schwer machen, anstatt zu arbeiten! Jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn das Pack studiert und anständige Berufe gelernt hätten, dann könnten sie auch in besseren Verhältnissen leben! Immer diese verdammten Neid-Diskussionen! -.-

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TTIP mal wieder

Nie habe ich einen größeren Scheiß erlebt, als diesen Tanz um´s güldene Kalb des Kapitalismus, den „Frei“handel. Frei sind ja dabei nur die Konzerne, die Banken, die Versicherungen, die Nutznießer eben! Alles, was die Arbeiterklasse in mehr als einem Jahrhundert erkämpft hat, will man dem Kapital zum Fraß vorwerfen. Und selbst wenn TTIP wirklich scheitert, was wir alle nur hoffen können, niemand schützt uns davor, dass in zehn Jahren nicht eine neue Version zur Verabschiedung ansteht. Dazwischen liegen dann zehn weitere Jahre intensivster Lobbyarbeit, in Deutschland (zum Beispiel) zwei Bundestagswahlen, sowie einige intensive Kampagnen zur Volksverdummung und Verschleierung (und ich meine nicht die Islamisierung der Bundesrepublik durch den Zwang zum Tragen eines Kopftuchs). Ihr könnt mich für einen Pessimisten halten, aber ich behaupte: Nach der Ablehnung von TTIP ist vor der Neuverhandlung von TTIP 2.0 (oder ist das schon 3.0 und keiner hat was gemerkelt). Wir dürfen niemals private Schiedsgerichte akzeptieren, wir haben bereits ein (meist) recht gut funktionierendes Rechtssystem! Wir brauchen auch keine Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte, damit sich US-amerikanische Konzerne hier besonders wohl fühlen! Was wir brauchen ist Selbstbestimmung, Menschenrechte und Freiheit! Aber erklärt das mal den Idioten die sich für wert- oder gar nationalkonservativ halten, oder den Wählern von SPD, Grünen und den „besorgten Bürgern“ in Pegida und AfD!

Schaut euch das Video an. Kurz und knapp auf die entscheidenden Punkte gebracht! Sollte täglich mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt werden, quasi als Gegenpol zu der sonst üblichen weichgespülten Is-doch-alles-nich-so-schlimm-und-ich-will-das-Wohlfühlscheiße aus dem KanzlerInnenamt und dem Wirtschaftsministerium!

Auch wenn das Auto qualmt und stinkt, den Bossen stets ihr Bonus winkt!

Also bitte ja? Wenn die Autokonzerne sich freiwillig zu etwas selbst „verpflichten“, vor allem wenn´s Geld kostet, dann muss man das ja auch erstmal irgendwo her nehmen. Am besten man lässt ihnen so viel Zeit wie sie eben brauchen, bis sie der Politik klar gemacht haben, dass die Kosten nur dann zu stemmen sind, wenn man dafür die Produktivität deutlich erhöht, die Lohnnebenkosten senkt, die dadurch überzähligen Mitarbeiter dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt und den Aktienkurs konsolidiert hat! Man muss ja auch mal sehen, dass die ganzen Fahrzeuge mit den überhöhten Abgaswerten schließlich auch nicht an einem Tag verkauft wurden! Und weil man ja immer noch nicht weiss, wer Schuld an dem Desaster ist, weder bei Opel, noch bei VW, oder sonstwo, kann man die Schuld auch niemandem in die Schuhe schieben. Also bleibt nur eins: Mitgehangen, mitgefangen! Was bedeutet, die Belegschaft muss eben ausgedünnt werden, damit die Manager weiter ihre fetten Boni nach Hause tragen dürfen! Das, liebe Freunde, nennt sich Kapitalismus. Ich glaube ich hatte das schon mal erwähnt. Aber man sollte ruhig noch öfter darüber sprechen!

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Alles nur Commerz?

Dieses Affentheater dulden die diversen Finanzministranten diverser Bundesregierungen schon seit Jahrzehnten, obwohl auf die Problematik beständig von fleissigen Beamten hingewiesen wurde. Niemand wollte den Reichen und den Banken den Goldesel weg nehmen, kein Eichel, kein Steinkrück, kein Sch(r)äuble und wer auch immer! Und ausgerechnet die Commerzbank, die vom Staat gerettet werden musste, damit sie den Arsch nicht zukneift, tritt den Steuerzahler dermaßen in den Arsch, dass das Steißbein zerbröselt? Und anschließend gibts noch auf die Cum/Cum-Geschäfte einen Cumshot obendrauf, weils so schön war! Ich sehe das schlicht und ergreifend als Beweis dafür, dass weder die Marktwirtschaft funktioniert, noch der Kapitalismus! Großkonzerne sind per se kriminelle Organisationen, die darauf aufgebaut sind, sich an keinerlei Regeln zu halten und darüber hinaus stets nach Möglichkeiten und Schlupflöchern zu suchen, um zwecks Gewinnmaximierung Gesetze zu brechen und Recht zu beugen, wenn es nur Profit verspricht – aber nicht Profit für viele, sondern ausschließlich für diejenigen, die derart viel Geld und Vermögen besitzen, um sich den Arsch damit zu abwischen und ihre kubanischen Zigarren anzuzünden…

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Das endlose Elend mit TTIP

Als ich heute morgen das Fernsehen einschaltete, geriet ich, Zufall oder nicht, sofort in die Präsentation der geleakten TTIP-Papiere durch Greenpeace und sah sofort meine schlimmsten Befürchtungen, die ich und die meisten anderen kritisch denkenden Menschen bis heute gehegt hatten, umgehend bestätigt!

Mir, und sicher auch einigen anderen Leuten, ist ofort klar geworden, warum sowohl diese Papiere, als auch die gesamten Verhandlungen geheim bleiben sollten! Sie zerstören unsere sowieso schon in Auflösung begriffene Demokratie und ignorieren vollkommen unsere Rechte und Interessen als Verbraucher, ja sogar unsere Menschenrechte. Hier wird ganz klar der jetzt offengelegte Versuch unterneommen unsere (relativ) hohen Standards auf allen wirtschaftlich in irgendeiner Form interessanten Gebieten, nicht nur zu senken, sondern so konsequent abzusenken, dass sie als solche nicht mehr zu erkennen wären. Und der Grund liegt ausschließlich in der Tatsache begründet, dass US-amerikanische Großkonzerne, eifrig unterstützt von ihrer Administration, nach neuen Märkten und Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte suchen, ohne auf irgend jemandes Interessen und Befindlichkeiten rücksicht zu nehmen!

Wie ich auf diese Idee komme? Ich will es gleich so kurz wie möglich erläutern. In der gesamten 240-jaährigen Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, hat es nch nicht einen einzigen Vertrag mit einem anderen Land gegeben, der die Belange der US-Wirtschaft nicht berücksichtigt hätte und diese etwa im Ausgleich mit den Interessen anderer Staaten gar zurück genommen hätte: Nach wie vor gilt in Amerika das Mott: America first! Und das betrifft alles, was der Meinung amerikanischer Politiker nach die nationalen Interessen der USA berührt. Und was würde diese mehr berühren, als die Profite amerikanischer Konzerne zu mehren? Die USA führen Krieg in den Staaten des mittleren Ostens, um ihren Einfluss auf die Ölquellen der Welt zu sichern. Die USA führen Stellvertreterkriege in Afrika und Asien, um Rohstoffe zu kontrollieren, die sie als strategisch erachten und nicht zuletzt wollen die Amerikaner den Absatz ihrer (und nur ihrer) Waren sicher stellen. Denn was hätte amerikanische Außenpolitik und Politik überhaupt für einen Sinn, wenn sie nicht amerikanischen Interessen diente?

Schaut man sich die sogenannten „Verhandlungspositionen“ an, welche in den TTIP-Papieren niedergelegt sind, wird sofort klar, dass hier Positionen aufgebaut wurden, die keine anderen Möglichkeiten zulassen, als die Aufgabe der europäischen Verhandlungspositionen zugunsten US-amerikanischer Wirtschaftsinteressen. Ist ja kein Wunder, dass die Verhandlungs“partner“ auf europäischer Seite – und natürlich auch nicht die Profiteure aus den USA – nicht wollen, dass das jemand mitbekommt, bevor die Verhandlungen abgeschlossen, in trockenen Tüchern also, und unumkehrbar geworden sind.

Wir können an einigen Beispielen sehen, wohin zum Beispiel die sogenannten privaten „Schiedsgerichte“ führen werden, die ja „Streitigkeiten“ zwischen US-Konzernen und jenen Staaten „schlichten“ sollen, die wegen wirtschaftlicher Differenzen (womöglich der Verabschiedung von Gesetzen, die den Profitinteressen von US-Konzernen nicht genehm sind oder gar entgegen stehen) angerufen werden können. So der Plan! Angeblich! Rumänien zum Beispiel hatte nach dem Abschluß eines Investitionsschutzabkommens (ähnlich den Investitionsschutzgarantien die bei TTIP vorgesehen sind) einem kanadischen Bergbaukonzern Abbaulizenzen für die Gewinnung von Gold im Tagebau erteilt, die nach Protesten von rumänischen Gerichten wieder kassiert wurden! Dabei spielten Umwelt- und Naturschutz, sowie die Interessen der Betroffenen in dem Gebiet eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nun hat der kanadische Konzern den Staat Rumänien vor einem in Amerika ansässigen Schiedsgericht auf Schadensersatz für entgangene Gewinne verklagt. Es steht ein Schadenersatz von etwa 4 Milliarden US-$ im Raum! Und das ist schon ein Wort für ein Land wie Rumänien!

Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass das in anderen Ländern Europas anders ablaufen wird, wenn Regierungen souveräner Staaten Gesetze erlassen, die mit US-Interessen nicht kompatibel sind? Glaubt andererseits jemand, dass Konzerne aus der EU auch nur den Hauch einer Chance hätten, vor Schiedsgerichten in Amerika ihre Interessen durchzusetzen? Wenn dem so wäre, stünden die Schiedsgerichte nicht im TTIP-Vertrag. Wir haben eine unabhängige Justiz (jedenfalls halbwegs unabhängig) und wir haben juristische Traditionen, die teilweise über Jahrhunderte gewachsen sind, bzw. von den Völkern auf der Straße blutig erkämpft werden mussten!

Wir haben es nicht nötig uns vollkommen an die USA und deren Wünsche auszuliefern und ich werde für meinen Teil nicht auf dem Sofa sitzen bleiben und abwarten, ob sich die USA dazu bequemen gelegentlich auch den Interessen ihrer „Partner“ entgegen zu kommen. Darauf werden wir vergeblich warten. Und ich will, wenn ich in den Supermarkt gehe, auf den Verpackungen der Produkte nachlesen können, was und in welcher Menge darin enthalten ist. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob die Deklarationen der Wahrheit entsprechen (tun sie das nicht, dann ist das, unabhängig von der Gesetzgebung eine kriminelle Handlung, die mit der Härte unserer Gesetze zu ahnden ist!). Ich will auch keine gentechnich veränderten Organismen in unserer Umwelt verteilt wissen. Denn so kühl-technokratisch sich die Forderung der Amerikaner nach dem wissenschaftlichen Nachweis der Schädlichkeit, bzw. der Gefährlichkeit gentechnisch veränderter Organismen auch anhört. Wenn sie erst einmal in die Umwelt gelangt sind, lassen sich die GVO´s nicht mehr zurück holen, selbst wenn man plötzlich den wissenschaftlichen Nachweis in Händen hält, dass GVO´s eben doch nachweislich schädlich und potenziell gefährlich sind! Aber genau das wissen auch die Amerikaner! Und darum dreht sich´s in diesem TTIP-Vertrag!

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The Art of Monkeywrenching

Ja, es ist eine Sache, ob man Recht hat, oder ob man Recht bekommt. In aller Regel ist es in unsererkapitalistischen und vom Geld geprägten Gesellschaft so, dass meist jener Recht bekommt, der sich den besten Anwalt leisten kann und nicht derjenige, der das Recht auf seiner Seite hat.

Wir sollten uns nichts vormachen. Selbst wenn in irgendwelchen Gesetzen in wunderbaren, schön gesetzten und nahezu unverständlich formulierten Sätzen das Recht auf eine saubere Umwelt, eine saubere, geschützte Natur, gesunde Luft, reines Wasser und der Schutz vor Giften und Verschmutzung festgehalten wurde, genießen in unserem System immer wirtschaftliche Interessen den Primat über Menschenrechten. Nicht umsonst nehmen Wirtschaftsverbände mit Hilfe von hochbezahlten und eloquenten Lobbyisten besonders Ernst, um Einfluss auf alle Entscheidungen zu nehmen, die ihre Interessen irgendwie gefährden könnten.

Jeder hat schon mitbekommen, dass Ministerien sich nur allzu gerne, von der Wirtschaft bezahlte Mitarbeiter als ins Haus holen, damit diese ihnen die ungeliebtesten Arbeiten abzunehmen. Dazu gehört auch und vor allem die vermaledeite Arbeit, Gesetze zu formulieren. Der MInisterialbeamte weiß nicht nur nicht, wie der das bewerkstelligen soll, der Lobbyist befürchtet, dass die Gesetzestexte nicht den Erwartungen seines Auftraggebers entsprechen und darum formuliert man die gewünschten Texte außer Haus, um sie dann, mit treuherzigem Augenaufschlag den gestressten Ministerialen zur Verfügung zu stellen. Ganz uneigennützig und nur und ausschließlich im Interesse der Gesellschaft und getragen von der sozialen Verantwortung der Großkonzerne gegenüber dieser Gesellschaft.

Und dann kommt, was kommen muss. Ohne das nötige Verständnis und meist auch ohne die notwendige Aufmerksamkeit gegenüber möglichen Fallstricken in den juristisch ausgefeilten Texten, reicht man diese an die Minister weiter, welche sie dann in die Gesetzgebung einfließen lassen, möglichst unauffällig (und zu Zeiten, zu denen ihnen nur wenig Aufmerksamkeit sicher ist) wo sie dann meist ohne Wenn und Aber durchgewunken werden. Kommt dann dennoch mal der Verdacht auf, es könnte sich um Gesetze handeln, die nicht nur den eigentlichen Sinn und Zweck umkehren und einseitig Wirtschaftsinteressen bevorzugen, findet sich immer ein gut geschmierter Vertreter der Regierung, der sich mit Verve für die Konzerne in die Bresche schmeißt und die Interessen der Wirtschaft mit vorgefertigten, auswendig gelernten Argumenten vertritt.

Ganz genauso und besonders extrem laufen diese Verfahren dann ab, wenn es um Umwelt- und Gesundheitsschutz der Bevölkerung geht. Nehmen wir zum Beispiel das Fracking, wobei unter Einsatz jeder Menge Chemie, Energie und hohem Druck unterirdische Gas- und Ölvorkommen ausgebeutet werden sollen – natürlich mit möglichst geringen Kosten für die daran beteiligten Konzerne und mit möglichst vielen Ausnahmeregelungen, die die Rechte der Bevölkerung drastisch einschränken. Freilich hat man schon in den USA deutlich gesehen, wohin das Fracking ohne Grenzen führt, aber das interessiert hierzulande niemanden. Etwa dass das Grund- und Trinkwasser verseucht wird, weil die paar unbedeutenden Regelungen einfach nicht eingehalten und im Übrigen auch so gut wie garnicht kontrolliert werden. Weil die Betroffenen nachweisen müssen, dass und welche Unternehmen warum Schuld sein sollen. Weil Wasser aus Wasserhähnen kommt, dass man anzünden kann. Weil Menschen in den Gebieten, in denen Fracking betrieben wird, „aus unerklärlichen Gründen“ erkranken und sterben, genauso wie Vieh auf den Weiden, dass aus Bächen oder Seen Wasser trinkt!

Der Versuch, sich dagegen zu wehren, führt meist binnen kurzer Zeit zum völligen Ruin derer, die den Aufstand gegen die mächtige Lobby und die Regierungen wagen, mit denen sie um Bunde stehen. So wird also von allen Seiten verschwiegen, vertuscht und geleugnet, bis die Betroffenen tot oder fort gezogen sind und mit den Spätfolgen ihrer oft schweren Erkrankungen so zu kämpfen haben, dass sie den Widerstand aufgeben. Die Interessen der Natur, der Umwelt, der Wildtiere vertritt sowieso niemand. Ab und zu protestieren vielleicht ein paar umweltbewegte Idealisten, die man gern als Ökospinner bezeichnet, meist aber sogar als Kommunisten (denn die sind ja immer an allem Schuld) verunglimpft, weil sie die rechte der Allgemeinheit gefährdet sehen und gegen die Allmacht der Konzerne ankämpfen.

Aber was soll man tun, wenn man mit seinen beschränkten, friedlichen Mitteln einfach nicht weiter kommt? Was hat man für Möglichkeiten, sich gegen die Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen und den Konzernen das Leben schwer zu machen? Zunächst einmal muss man sich organisieren, am Besten dezentral und möglichst breit aufgestellt. Graswurzelbewegung heisst das Schlagwort. Und wie Gras wächst und sich ausbreitet, unterirdisch und unbemerkt, können solche Bewegungen wachsen und am Ende werden sie zur Graswurzelrevolution – hoffentlich.

Wir können uns auch noch gut an die Anti-Atomkraft-Bewegung erinnern, die in Wackersdorf auf die Barrikaden ging, die gegen das Kernkraftwerk in Wyhl kämpften, gegen Atommülltransporte und gegen die Startbahn-West in Frankfurt. Die Menschen standen auf gegen die Stationierung von Atomraketen in Deutschland und Europa. Die Protestbewegung hat eine lange und kämpferische Geschichte! Und immer kämpfte sie nicht nur gegen das Unrecht und die Großkonzerne, die von der Willfährigkeit der Politik profitierten, sondern auch gegen die Politik selbst, die die Protestbewegung kriminalisierte, dämonisierte und mit Repression malträtierte. Immer und seit dem Anfang der Bundesrepublik standen die jeweiligen Regierungen auf Seiten und in Diensten der Wirtschaft und ihrer Interessen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Meist aber mehr, so wie heute!

Darum muss der Kampf gegen die Profiteure der Umwelt- und Naturzerstörung auf allen Ebenen und mit fast allen Mitteln geführt werden! Guerilla Gardening in den Städten, Graffiti (am Besten mit Moos-Graffiti, das ist umweltfreundlich und lässt sich von den benutzten Oberflächen wieder ohne Probleme entfernen). Natürlich kann und will ich hier nicht der Gewalt das Wort reden, weder gegen Dinge, noch erst Recht gegen Menschen. Aber man kann sich über Aktionen informieren, mit denen man die Aktivitäten weitgehend, oder doch teilweise unterbinden kann, die Mensch und Tier gefährden, schädigen und krank machen, deren Lebensräume zerstören und Umwelt und Natur verschmutzen. Manchmal ist ein wenig Nachhilfe nötig. Ein wenig Druck. Informiert Euch hier…

Ecodefense: A Field Guide to Monkeywrenching

…was ihr alles tun könnt. Und ich betone nochmals eindringlich, sich keiner illegalen Aktivitäten zu bedienen, um unsere Ziele zu erreichen. Damit schadet man unserer Sache. Aber es gibt genug Aktionen, die man durchführen kann, um sich gegen die Konzerne zur Wehr zu setzen, die Aufmerksamkeit erregen und mehr Menschen für den Kampf gegen die totale Ökonomisierung der Welt zu mobilisieren. Wer möchte kann den Field Guide ausdrucken und an Mitstreiter verteilen. Der Link darf auch geteilt werden, um zu verhindern, dass die Informationen irgendwie verloren gehen. Besonders gefragt dürfte der Field Guide in Ländern sein, die unter einem totalitären Regime zu leiden haben. Also macht was daraus!

Tschernobyl und kein Ende

Heute feiern wir! Und dafür gibt es einen Grund. Ein Jubiläum quasi. Denn vor nunmehr 30 Jahren flog der Reaktor in Tschernobyl in die Luft und verseuchte ein Gebiet so groß wie Polen. Obwohl das ja eigentlich unmöglich war, weil die Wahrscheinlichkeit so verschwindend gering war (und nach Aussage der Atomkraftbefürworter noch immer ist), dass eine solch verheerende Havarie nur alle 10.000 Jahre – oder so – möglich ist.

Nun gut, dann haben wir also die nächsten zehntausend Jahre Ruhe? Brauchen wir keine Angst vor einem Atomdesaster mehr zu haben, weil wir das ja sowieso nicht erleben werden? Jedenfalls nicht persönlich, weil wir dann schon längst tot sind (und weil wir auf Grund des unter das Existenzminimums abgesenkten Rentenniveaus bereits deutlich vorher verhungert sein werden)? Das Problem mit der Wahrscheinlichkeit ist halt, dass nicht nur in zehntausend Jahren das nächste Atomkraftwerk in die Luft fliegen muss, sondern dass dies auch schon morgen (und woanders) passieren kann. Aber lassen wir uns davon nicht irre machen. Glauben wir einfach dem Geschwätz der Wissenschaftler, die die Kernenergie für eine sichere Sache halten, weil sie dafür bezahlt werden. Und sicher ist sie ja auch – todsicher.

Also feiern wir am 26. April das 30-jährige „Jubiläum“ von Tschernobyl und den dreißigsten Geburtstag des atomaren Desasters. Sicher werden wir nicht allein sein. Ehrwürdige Wissenschaftler, mit stolz geschwellter Brust in blendend weißem Laborkittel feiern sicher mit und beteuern ein um´s andere Mal, dass man das so ja nie hatte voraus sehen können und dass letztlich alles nicht nur unmöglich, sonden außerdem eine äußerst unglückliche Verkettung unglücklicher Umstände gewesen sei, die noch dazu durch menschliches Versagen ausgelöst und aus dem wohl kalkulierten Ruder gelaufen war. Ganz genau so, wie zum Beispiel die unsinkbare Titanic, die eigentlich garnicht hätte sinken können, nein dürfen, wenn nicht menschliches Unvermögen dazu gekommen wäre. Aber das kann man ja mathematisch nicht ausreichend genau kalkulieren, weswegen man es erst garnicht versucht. Oder es doch zumindest so manipuliert, dass dieses Risiko vertretbar erscheint.

Wieviele Kinder wurden missgebildet geboren und starben unter Qualen nach einem mehr oder weniger kurzen und dennoch kaum erträglichen Leben als Zombies der nuklearen Apokalypse? Wie viele Menschen erkrankten in der Folge an Krebs und siechten dahin, bis sie jämmerlich verröchelten, ohne dass die Regierung jemals die Verantwortung dafür übernommen hätte und sich um die Heilung und wo das nicht (oder nicht mehr) möglich war, wenigstens um eine Linderung der Leiden und eine angemessene Versorgung der Opfer und Hinterbliebenen gekümmert hätte?

Nun ja, man hängte den mutigen Männern und Frauen, die mit lumpigen Blechschaufeln bewaffnet in die havarierten Reaktorblöcke geschickt wurden, um die hoch radioaktiven Abfälle, den Schutt und die Brennstäbe zusammen zu schaufeln mit Orden aus purem Blech und überließ sie anschließend der Strahlenkrankheit. Das Gebiet um den Reaktor wurde großflächig zur Sperrzone erklärt und im Nachhinein gesehen ist das ja ein wahres Glück gewesen. Jedenfalls für den bald im Ostblock eingezogenen Kapitalismus. Denn so kann man heute für satte 80 € pro Nase einen Tagesausflug in die Stadt am Prypjat machen, zum sich gruseln. Das schafft wenigstens ein paar Arbeitsplätze und der morbide Charme der Ruinen ist sicher eine passende Kulisse für jeden Zombiestreifen.

Was das Thema Wahrscheinlichkeit in Theorie und Praxis angeht, so können wir, um das ganze dumme Geschwätz der Energiekonzerne auf der ganzen Welt zu entlarven, noch kurz auf ein paar weitere mehr oder weniger große Havarien verweisen, die nach der Wahrscheinlichkeit auch noch nicht hätten passieren dürfen – und trotzdem eintraten…

  • am 28.3.1979 kam es im Atomkraftwerk Three-Miles-Island bei Harrisburg in Pennsylvania/USA zu einer partiellen Kernschmelze. Die Katastrophe wurde mit INES 5 eingestuft (INES von International Nuclear and Radiological Event Scale). Es gibt 7 INES-Stufen, wobei INES 7 die höchste Stufe ist, mit der katastrophale Unfälle in atomaren Anlagen eingeschätzt werden. Ursache war menschliches Versagen!
  • am 26.4.1986 ereignete sich im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine/UdSSR ein katastrophaler Unfall (oder ein Super-GAU), der nach INES 7, also der höchsten Stufe eingestuft wurde – mit den oben geschilderten katastrophalen Auswirkungen. Aber das war noch nicht alles. Bereits im Jahr 1982 hatte es eine Havarie der Stufe INES 5 gegeben. Hier, wie auch bei dem genannten Super-GAU, waren neben technischen und konstruktiven Mängeln in erster Linie menschliches Versagen die Ursachen!
  • am 11. März 2011 kam es im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in Japan infolge eines Seebebens mit anschließendem Tsunami zu einer katastrophalen Havarie der gesamten Atomanlage wegen Stromausfalls. Das Unglück wurde zunächst in INES 5 eingestuft, musste später aber auf INES 7 erhöht werden.

Dies sind nur die allerschwersten atomaren Katastrophen der letzten Jahrzehnte weltweit. Die komplette Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen kann auf Wikipedia eingehend studiert werden. Wer sich das antut, kann sich wirklich nur verwundert die Augen reiben, ob der Dummheit der menschlichen Spezies. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung menschlichen Versagens, oft gepaart mit technischer Unzulänglichkeit und am Anfang mit schlichtem Unwissen und bodenlosem Leichtsinn. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass die Folgen zum einen durch ein totalitäres System zu verantworten waren, zum anderen durch den Kapitalismus und das damit verbundene grenzenlose Profitstreben.

Die Propaganda der Energiewirtschaft machte aus der hochgefährlichen Atomenergie eine „saubere“, „effiziente“ und „umweltfreundliche“ Form der Energiegewinnung und verschwieg geflissentlich, dass a.) die Entwicklung, der Bau und der Betrieb von Atomkraftwerken staatlich gefördert und damit hoch subventioniert wurde, b.) die Gewinne des künstlich verbilligten Atomstroms in die Kassen der Konzerne flossen und c.) die finanziellen Risiken (für Rückbau, Entsorgung, Wiederaufarbeitung und Endlagerung), sowie die Folgen für Gesundheit und Umwelt auf die gesamte Gesellschaft abgewälzt wurden und werden!

Gerade heute, wo regenerative Energien immer konkurrenzfähiger werden und die Bundesregierung (zumindest in Deutschland) den Atomausstieg, nach langem Hin und Her und gegen den verzweifelten Widerstand der Energiekonzerne, bis zum Jahr 2022 beschlossen hat, versuchen sich die Energiekonzerne aus ihrer finanziellen und gesellschaftlichen Verantwortung für ihre atomaren und radioaktiv verseuchten Hinterlassenschaften zu stehlen, in der Regel durch betriebswirtschaftliche Tricks!

In anderen Ländern ist man lange noch nicht so weit, sondern baut eifrig weiter aus, was sich als verheerender Fehler der technologischen Entwicklung erwiesen hat – mit genau denselben Begründungen wie das die Energiewirtschaft in Deutschland jahrzehntelang auch getan hat. Die Unfälle, die sich bis heute ereignet haben und deren Folgen über die Jahrzehnte und bis in die ferne Zukunft hinein kaum einer abzuschätzen vermag, werden bagatellisiert und geleugnet. Noch jeder Energiekonzern behauptet bis heute, steif und fest den Stein der Weisen gefunden zu haben (nämlich das sichere Atomkraftwerk) und noch immer verweist man auf die „Wahrscheinlichkeit“, die es nur einmal alle zehntausend Jahre zulasse, dass es zu einem schweren Unfall in einem Atomkraftwerk kommen könne. Und man verschweigt mit einer ans Unverschämte grenzenden Frechheit, dass dieser Unfall (auch nach der Wahrscheinlichkeit) schon morgen geschehen kann und nicht erst in zehntausend Jahren.

Wieviele Menschenleben wird es noch kosten, bis man bereit ist zuzugeben, dass die Entwicklung und der Bau von Atomkraftwerken ein fataler fehler war? Wieviele weitflächige Gebiete müssen noch zur Sperrzone werden, bis klar wird, dass unsere Erde ein Planet mit Grenzen ist? Nur zwei Dinge scheinen grenzenlos zu sein auf unserem Planeten – die Gier nach Profit und die menschliche Dummheit!

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Ach was muss man oft von bösen…

…Winterkörnern höern und lesen?

Wie zum Bleistift hier von dem,

Den wir auf dem Bilde sehn!

 

Einst war er der Held von Volkswagen, dann aber, ahnunglos wie ein neugeborenes Kind, riss ihn der Dieselskandal mit sich hinfort, der von einem Tag auf den anderen über das verrußte Antlitz dieser Erde fegte.
Gestern noch auf stolzen Rossen, heut´ schon durch die Brust geschossen! Zwar gar nicht einmal so schlecht bezahlt, aber doch die Verantwortung scheuend, für Vorgänge in seinem Konzern die, bei aller Liebe, nicht ein übereifriger Hausmeister, oder ein paar verwirrte Ingenieure mal so eben beschliessen und durchführen konnten, versprach er eben noch volle Transparenz, nur um morgen schon seinen Hut zu nehmen und sich in Harm und Altersarmut zu verabschieden! Und nun will man ihn auch noch ans Kreuz des Transaxleprinzips nageln und ihn seiner ganzen Macht berauben? All seiner automobilen Penisverlängerungen mit hunderten und aberhunderten von PS?
So wird er wohl dahin gehen. Mit zitterndem Unterkiefer und leise sabbernd. Und wenn in hundert Jahren eine neue Religion entsteht, von picklig-pubertierenden Polo-Tunern aus der Taufe gehoben, dann wird er ihr Heiland sein!
Heute aber ist es nicht mit einem Winterkorn getan, um diese Schmach von Volkswagen abzuwaschen. Da ist schon ein Doppelkorn nötig!
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Managed ihr noch oder kollabiert ihr schon?

Tja, wenn Hinz und/oder Kunz ein Schwächeanfall erleiden, dann geht das einer großen Zahl von Leuten deutlich sichtbar am parfümierten Arsch vorbei. Besonders jenen, die die gesetzlichen Krankenversicherung am liebsten zugunsten der Privaten abgeschafft wissen möchten und die die Kassenleistungen auf das reduziert haben, was sich derzeit augenscheinlich noch nicht ganz auf den Müllplatz des Sozialstaates fortschaffen lässt.

Diese Deppen in den Managementetagen haben nicht nur Geld wie Heu, sondern auch noch keine Zeit es auszugeben und sei´s für die eigene, ach so wichtige Gesundheit? Ja dann habt ihr eben Pech gehabt, ihr Trottel, wenn´s euch schmeisst!

Wenn ich im Dienst einen Herzinfarkt erleide, dann schreibt auch keiner einen Artikel darüber (außer ich selbst vielleicht in meinen Blogs, wenn ich es denn noch kann). Ich darf mir höchstens zu allem Überfluss auch noch anhören, wieso ich mich denn in die körperliche Krise gearbeitet hätte! Auf ein Dankeschön für die Überstunden, auf deren Ausbezahlung, oder gar den Satz, „Es tut uns aufrichtig leid, dass wir sie so überlastet haben, vielleicht sollten wir die 30-Stunden-Woche einführen, zum Wohle unserer Mitarbeiter“, warte nicht nur ich bislang, und wohl auch bis ins Grab, bedauerlicherweise vergeblich!

Naja, aber wir müssen an dieser Stelle auch ehrlich eingestehen, dass wir sicher nie so malerisch auf offener Bühne und noch dazu auf der IAA auf die Bretter gehen würden. Eher irgendwo an einem Schreibtisch, wo keine Hilfe zu erwarten ist und man uns erst findet, wenn wir zu unserem Dienstjubiläum nicht pünktlich erscheinen, oder es in den benachbarten Räumen gealtig anfängt zu stinken!

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