Nichts ist so uninteressant wie das Wahlergebnis von gestern!

Wie lange eigentlich dürfen wir uns jetzt das Geheule des neuen FDP-Chefleistungsträger Lindner anhören, bis er wieder die Schnauze hält? Bis zu den nächsten Wahlen vielleicht? Oder kann mir einer nen vernünftigen Grund dafür nennen, wieso diese kapitalistischen Vollpfosten einen solch breiten Raum in der deutschen Medienlandschaft erhalten, der ihrer parlamentarischen Bedeutung in keinster Weise entspricht? Liegt es am Interesse der Medien und des Wählers/der WählerIn, dass man den abgesoffenen Liberalismus aus seiner feuchten Gruft herauf ans Tageslicht hebt? oder liegt es vielmehr daran, dass die Wirtschaft aus Eigeninteresse und purem Eigennutz und unter Einsatz monetärer Motivation dafür Sorge tragen möchte, dass marktradikales Gedankengut unters Volk gebracht wird nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“? Die FDP ist da, wo sie hingehört und zwar am Arsch und dort soll sie gefälligst auch bleiben! Marktradikalismus haben wir in der Politik schon genug, da brauchen wir die Kapitalfetischisten und Marktfundamentalisten der FDP ganz sicher nicht auch noch!

Und wenn einem schon nichts anderes einfällt, besinnt man sich auf althergebrachte Traditionen und beginnt mal wieder mit dem Hohelied auf die Steuersenkungen, die man schon immer wollte und nie erreichte. Jedenfalls fast nie, es sei denn es ging um ganz bestimmte FDP-nahe Klientel wie die notleidenden und systemrelevanten Hoteliers und dergleichen. Wenigstens wissen wir nun, woran wir sind, wenn die FDP wieder Einzug in den Bundestag halten sollte – möge uns dieses grausame Schicksal erspart bleiben!

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Her mit der Kohle!

Hermann-Otto Solms soll die Kassen wieder füllen. Das wird ein langer Weg durch die Vorstandsetagen der DAX-Unternehmen, bis man erklärt hat, wie man für viel Spendengeld, nochmehr als bisher für die Wirtschaft tun kann…wenn man mal wieder in den Bundestach einzieht. Aber ein etwas älteres Mitglied der neuen Boy- und One-Girl-Group an der FPD-Spitze bringt sicher genug frischen Wind in die angestaubten Hallen des Liberalismus und Hermann-Otto Solms soll es nun richten. Die entsprechenden Kontakte zu betuchten Kunden des marktradikalen Liberalismus dürfte er sicher noch haben. Und bestimmt findet man auch noch einen Job für den kampferprobten Jägermeister Rainer Brüderle – der Job als Weingott is noch frei, seit Bacchus sich totgesoffen hat…

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…und alle hassen die arme FDP!

Hier schreibt Jan Fleischhauer einen sehr bemerkelnswerten „Abgesang“ auf den Untergang der FDP bei den Bundestagswahlen und zwar dergestalt, dass mir der Spiegel aus der Hand gefallen wäre, wenn ich ihn denn als Druckerzeuchnis in der Hand gehalten hätte. Hab ich aber nich und sicher werd ich mir auch keinen kaufen, wenn ich damit rechnen muss, dass wir auch fürderhin in dem einstigen linken politischen Avantgardemagazin mit solchen Kolumnen erfreut werden. Natürlich war die FDP an nichts schuld. natürlich hat sie nur ein bisschen arschgegkrochen und ebenso natürlich sind alle andern mehr schuld am Dilemma des deutschen Sozialstaates, als ausgerechnet das gute liberale Gewissen der Wirtschaft. Sieht man einmal vom völligen versagen aller Minister ab, die die FDP stellte, haben sie wirklich brillante Arbeit geleistet – ich weiss nur nicht worin und womit! Aber das is mir auch völlich egal. Wenn die Spiegel Redaktion nun direkt dem Focus auf dessen eigenem Terrain Konkurrenz machen will, dann kann ich ihm nur Bonne Chance wünschen und werde mir ansonsten vielleicht eher den Blick in dessen Artikel verkneifen müssen.

Es wird wohl einen Grund gehabt haben, außer dem, dass der Wähler mal wieder völlich uninformiert über die famosen Leistungen der FDP gewesen is und dass er einfach nich zu schätzen weiss, was da hinter den Kulissen geschoben und bewecht wird. Ein solches Bohai hätte ich aus berufenem Munde ma gern zu den Wahlniederlagen der SPD gehöert, die sich mit großem Schritt und Seit´ an Seit´ in Richtung der 20%-Marke bewegen. Aber danach kräht kein Hahn, wie mir scheint.

Und auch, wenn Herr Fleischhauer das nich einsehen will, ich bin froh, dass die FDP das zeitliche gesegnet hat und ich bin froh, dass neoliberales Gedankengut vielleicht doch eine Spur weniger das politische Tagesgeschäft bestimmen wird, als bisher! Marktradikalismus darf keine Zukunft haben in einem reichen Lande, dessen Wohlhabende mit der Staubzuckspritze verwöhnt werden, während das untere Drittel der sozialen Leiter bereits so tief in der Scheiße steckt, dass es besser ist, sich an den Geruch zu gewöhnen, statt sich der trügerischen Hoffnung hinzugeben, sich aus eigener Kraft jemals daraus befreien zu können…

Nun mag mach einer vielleicht behaupten, man rede nicht schlecht über Tote. Aber dem muss man entgegen halten, dass die FDP ja (leider) noch nicht ganz tot ist – in den einigen Bundesländern zuckt sie ja noch ein wenig in der Agonie ihres furchtbaren Todeskampfes. Wie dem auch sei. Die FDP ist (fast) tot, es lebe der institutionalisierte Wirtschaftslobbyismus!

 

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Kinderspiel…

Das ist ja auch alles kein Ding, solange die Pädophilen bei den Grünen verortet werden und man sie deswegen an die Wand nageln kann und gleichzeitig ihre Umweltschutzthemen vom Tisch zu wischen vermag! Pädophile bei den marktperversen Liberalen, das ist (k)ein Thema, das keine Sau interessiert. Das wird mit viel Geld und Einfluss unter den Teig des liberalen Geschwurbels gehoben und kommt erst später (leider zu spät, wie man sieht) wieder an die Oberfläche, wie eine verfaulende Wasserleiche!

Hei, was war das für ein gar lustiges Kesseltreiben gegen die von den Grünen in den 80er Jahren betriebene Befreiung der Sexualität. Tabus sollten gebrochen werden, alte Zöpfe abgeschnitten und die Sexualität, gleich welcher Spielart, aus ihrer Schmuddelecke geholt werden. Kein Wunder war das Thema bei den Grünen gut aufgehoben.

Gerade frisch gegründet und offen nach allen Seiten (*hust*) fand jede noch so abwegige Forderung Eingang in irgendein Pamphlet, ein Wahlprogramm, oder in ein Grundsatzpapier. Aber das war´s dann auch schon. Im Rahmen parlamentarisch-demokratischer Selbstreinigungsprozesse wurden solche Themen meist relativ achnell ausgemerzt, die Protagonisten verliessen die Partei und versuchten sich anders wo aufzugeilen und zuu befriedigen – beispielsweise beim Kinderschutzbund, den gewisse pädophile Kreise geschickt zu unterwandern versuchten. und das mit einigem Erfolg, wie neulich erst fest gestellt wurde!

Und jetzt also die Liberalen, die Marktverfechter, die edlen Ritter des freien Marktes und der „Eigenverantwortung“, von manchen jedoch böswillig als politisierende Lobbyhuren der Wirtschaft geschmäht und natürlich völlig zu Unrecht der Käuflichkeit bezichtigt. Nun wirft man auch ihnen vor, sich der Kinderfickerei und dem Mißbrauch Schutzbefohlener hingegeben zu haben.

Keine Frage dass die betreffenden Personen längst nicht mehr in der Partei sein sollen. Ansonsten wäre es wohl kaum zu solchen Veröffentlichungen gekommen. Schade nur, dass dieses Thema erst jetzt hochkocht (vermutlich nicht ganz ohne Absicht). Vor der Bundestagswahl hätte das zu einem Desaster für die FDP führen können! Wie gut, dass auch die anderen Themen und die völlige Inkompetenz der Liberalen in nahezu jeder sozialen, wirtschaftlichen und außenpolitischen Frage – und da stehen sie der Kanzlerpartei CDU/CSU in nichts nach – ausgereicht hat, um den Einzug in den Bundestag zu verindern!

Nun haben sie wenigstens ausreichend Zeit, in sich zu gehen, sich zu sammeln (was noch vorhanden ist) und geläutert und mit neuem Elan, dazu versehen mit einer neuen Boygroup an der Spitze, dem Marktradikalismus einmal mehr Bahn zu brechen – falls bei der nächsten Bundestagswahl der Wiedereinzug in den Bundestag gelingt. Mögen uns die Götter gnädig sein und uns davor bewahren!

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