Grüne Revolution

Theoretisch ist ja jetzt gerade Frühling. Auch wenn uns die Realität eines Besseren belehrt und uns neuerlich an der Behauptung zweifeln lässt, die Erde befände sich in einer Phase der menschengemachten Klimaveränderung, bzw. Klimaerwärmung. Überall sind leere Flächen zu finden – Beete, Rabatten, Waldränder, Brachen, Blumenkästen und Pflanzgefäße, sowie Verkehrsinseln. Macht Euch einen Sack voll Samenbomben (in Fachkreisen Seed Bombs genannt), nehmt immer ein, zwei Hände voll in der Tasche mit, wenn ihr das Haus verlasst und schmeisst sie dort hin, wo ihr gerne Blumen oder Gemüsepflanzen sehen und gelegentlich mal abernten wollt! Es kostet nicht viel und ist gut für Eure Seelen und die Umwelt.

Wer besonders rabiat und revolutionär eingestellt ist, der kann sich des nachts, oder in der Dämmerung auf die ungewaschenen Socken machen und sich im Guerilla Gardening versuchen. Pflanzt Obstbäumchen, Beerensträucher, oder andere Gehölze dorthin, wo es Euch gefällt. Aber lasst Euch nicht erwischen, denn es ist illegal sinnvolle Dinge für Natur und Umwelt, oder gar für sich und seine Mitmenschen zu tun!

Probierts einfach mal aus! Rebelliert gegen den Beton und die Betonköpfe in den Stadtverwaltungen! Sucht nach Mitstreitern in Eurer Nachbarschaft oder führt Euren Kampf allein und aus dem Untergrund heraus…

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Lest euch schlau – und handelt!

Vor einiger Zeit fand ich einen interessanten Blog, der sich einem meiner Lieblingsthemen widmet – der Permakultur. Es handelt sich um PermaculturePower, in dem sich sehr viel interessante Postings zum Thema finden lassen.

Eine besonders wichtige Ressource fand ich in dem Artikel „100 Best Permaculture & Homesteading Books: The Ultimate Reading List for Sustainable Living“, welcher am 5.12.20122 veröffentlicht wurde und eine dicke Liste Literatur über die Permakultur umfasst. Zwar sind die Werke in englisch geschrieben, aber mit etwas gutem Willen und dem Google-Übersetzer, kann man äußerst wichtige Informationen extrahieren und in seinen Projekten umsetzen.

Die Liste findet Ihr auch direkt unter Permaculture Media Blog und darin enthalten sind echte Klassiker von Masanobu Fukuoka, Bill Mollison und David Holmgren. Einige sind im Vottext zu lesen, andere als kostenlose eBooks down zu loaden, insgesamt mehr als 60 Stück. Also greift zu und informiert euch. Fangt an, Eure Umgebung nachhaltig zu verändern und Euch von der industriellen „Nahrungsmittel“produktion abzukoppeln. Mit Eurem Geld könnt Ihr doch sicher besseres anfangen, anstatt es bis zum letzten Cent den großen Konzernen in den gierigen Rachen zu schmeissen, um deren großtechnisch erzeugten Genfraß zu erwerben und Euch daran krank zu essen, oder?

Die Wälder erobern Europa zurück…

…konnte man heute in einem Artikel der Welt Online lesen. Darin wird beschrieben, wie die Wälder in den meisten europäischen Staaten immer mehr Fläche bedecken. Damit können sie ihre wichtigen Funktionen, beispielsweise als die grünen Lungen unseres Planeten immer besser ausüben. Das heisst, das könnten sie, wenn nicht zeitgleich am Äquator die letzen Regenwälder mit einer Geschwindigkeit abgeholzt werden, dass es einem vor Angst übel wird!
Schwarzwald zwischen Pforzheim und Calmbach

Niemand im tropischen Regenwaldgürtel scheint auch nur einen müden Gedanken an die wichtige Funktion der Wälder sowohl für das Klima, als auch den Sauerstoffgehalt in der Luft zu verschwenden. Die Bäume eines Waldes sind fantastische biologische Luftfilter, die ungeheure Mengen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern und diese dem Waldboden als Nährstoffe zuführen. Jeder Wald bildet ein eigenes Ökosystem, das in sich praktisch geschlossen ist und besonders empfindlich reagiert, wenn Teile davon abgeholzt werden.

Sehr schöner, alter Baum am Bahnhof in Gäufelden (Württ.)

Wer das Klima retten will, der muss zu allererst die Wälder retten. Ohne Wald wird es keinen Regen mehr geben und das Land und seine Menschen werden verdorren. Aber das scheint, wie gesagt, bis in die Äquatorialregion noch nicht vorgedrungen zu sein. Dort wird abgeholzt, als gäbe es kein Morgen! Das muss gestoppt werden! Es darf kein illegal geschlagenes Tropenholz mehr verkauft werden, noch fertige Produkte aus diesem Holz. Die Waldfrevler müssen mit aller Härte des Gesetzes verfolgt, zur Strecke gebracht und unnachsichtig bestraft werden! Es geht uns alle an! Denn die grünen Lungen Gaias nutzen der Menschheit nur dann etwas, wenn sie mehr oder weniger gleichmäßig über den Planeten verteilt sind!Nicht nur Masanobu Fukuoka hat sich für die Aufforstung einst bewaldeter und schon in der Antike abgeholzter Gebirge eingesetzt und genau dafür seine Seesballs entwickelt, die er z. T. mit Flugzeugen und Hubschraubern über den entwaldeten Bergzügen Griechenlands ud Portugals ausbringen ließ. Auch anderweitig finden sich sehr eifrige menschen, die ihre ganze Kraft für die Begrünung von Wüsten und die Wiederaufforstung einst bewaldeter Gebiete einsetzen. Sie verdienen unsere vollste Unterstützung
Plan-Verde e. V. in Peru, der grüne Plan
Als Beispiel möchte ich hier Plan-Verde e. V. nennen, eine Initiative, gegründet von Elke und Stephan Krüger, die in Peru dafür arbeiten, dass die völlig verarmten menschen dort eine Zukunft bekommen, die lebenswert ist. Ihr Mittel gegen die furchtbare Armut ist die Aufforstung von Wüstengebieten mit schnell wachsenden, schattenspendenden und als Rohstoffquelle dienenden Neem- oder Niembäumen, einem Mahagonigewächs und Moringa oleifera, auch wunderbaum genannt, ebenfalls ein sehr schnell wachsender Baum. Solche Initiativen gibt es viel zu wenige auf der Welt, denn das Elend ist so weit verbreitet, dass der Kampf dagegen eine wahre Sysiphusaufgabe ist!
Plan-Verde e. V. zeigt den Menschen, wie
sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen
können
Menschen wie Elke und Stephan haben unsere vorbehaltlose Unterstützung verdient und wenn der ein oder andere ein paar Euro entbehren kann, so sind sie bei Plan-Verde e. V. nicht nur willkommen, sondern auch sehr gut angelegt…zum Wohle der armen Landbevölkerung in Peru!
Elke Krüger von Plan-Verde e. V. bei der
Ernte in einem 5 Jahre alten Neembaum
Wälder bedeuten also nicht nur Luft zum Atmen, einen wahren Schatz an unersetzbaren Ressourcen an Flora uns Fauna, Regen, sie sind auch eine natürliche Klimaanlage, deren Funktion für unser Überleben auf diesem Planeten wichtig ist. Wälder bedeuten Leben! Und ganz nebenbei liefern sie auch noch Holz, Rohstoffe, Nahrung und, sie binden Unmengen des klimaschädlichen CO2 in der Biomasse. Das ist allemal ungefährlicher und sicher auch sinnvoller, als dieses Gift in der Erde unter unseren Füßen zu verpressen, wie man es in Deutschland vorhat.

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Wir müssen den Wald retten, sonst vertrocknet der Planet!

Bereits im Jahre 2005 hatte eine verheerende Dürre den Regenwald im Amazonasbecken schwer geschädigt und große Flächen des Waldes zum Absterben gebracht. Im darauf folgenden Jahr blühte der Regenwald dann verstärkt auf, wie Wissenschaftler erstaunt festgestellt haben.
Auch 2010 war für den Amazonas-Regenwald kein gutes Jahr. Eine monatelange Trockenheit von Juli bis Oktober vertrocknete den halben Urwald und auch diesmal könnte das Folgejahr sich durch vermehrtes Wachstum der verbliebenen Baumbestände auszeichnen.
Es darf allerdings bezweifelt werden, dass diese Art des Klimawandels im Endeffekt einen positiven Einfluss auf das Wachstum des gesamten Waldes und auf seine CO2-bindende Wirkung haben könnte. Vermutlich wird es den Regenwald nachhaltig schädigen, wenn er längerfristig und öfter, als in der Vergangenheit durch Phasen großer Trockenheit belastet wird.
Die Agrarindustrie, die sich in Südamerika und anderswo der Regenwälder bemächtigt haben, mit Duldung der jeweiligen Regierungen, werden sich ins Fäustchen lachen, und die vertrockneten Flächen flugs komplett rasieren. Dann lassen sich darauf mit Hilfe von Unmengen Dünger, Roundup ready von Monsanto, riesigen Maschinen (und entsprechendem Energieeinsatz) und den entsprechenden gentechnisch veränderten Saaten Biospritpflanzen, Soja, oder Mais zu gewinnen und sie den besorgten Europäern als Ökotreibstoff anzudrehen!
Und alle schreien Halleluja zu diesem ökologischen Wahnsinn und fahren weiter Auto, dass einem der kalte Schweiß ausbricht!
Verdorrte Wälder sind in jeder Beziehung wertlos. Das Holz ist nicht zu gebrauchen und oft von Schädlingen zerstört. Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch, was zur Folge hat, dass auch keine vollwertigen Wälder nachwachsen können, selbst wenn man die Natur sich selbst überließe. Die CO2-Bindung ist natürlich auch nicht mehr gewährleistet und infolgedessen richten sich die Begehrlichkeiten profitgieriger Konzerne auf diese riesigen brach liegenden Flächen!
Die Ursachen für die Trockenheit der letzte Jahre liegen sicher in den allgemeinen Klimaveränderungen, möglicherweise haben sie auch mit dem El-Nino-Phänomen zu tun, welches in immer kürzeren Abständen zu ungeheuren Überschwemmungen auf der einen Seite der Welt und zu großflächiger Trockenheit und Dürre auf der anderen Seite führt!
Ich glaube, man kann dem Klimawandel am besten dadurch begegnen dass man den CO2-Ausstoss begrenzt und mehr Wälder pflanzt. Wir müssen begreifen, dass wir die letzten Urwälder schonen müssen und bei der Neupflanzung von Wäldern und Wiederaufforstungen nicht nur in eindimensionalem Kosten-Nutzen-Denken verhaftet sein dürfen, sondern zu aller erst von der klimatechnischen Bedeutung der Wälder ausgehen müssen.
Masanobu Fukuoka, der kleine weise Mann aus Japan, der völlig neue Prinzipien in die natürliche Landwirtschaft einbrachte, sagte einmal sinngemäß: „Es ist nicht so, dass die Bäume verschwinden und dann die Wüste kommt. Erst verschwinden die Bäume, anschließend bleibt der Regen aus und dann kommt die Wüste!“
Die Ursachen für die zunehmende Trockenheit liegen also nicht in der Austrocknung und der Zerstörung der Wälder, sondern in der brutalen und rücksichtslosen Abholzung des Regenwaldes seit 5 Jahrzehnten!
Der Schlüssel zur Rettung des Klimas ist der Wald!

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    Hunger!

    Eine der Geißeln der Menschheit ist der Hunger. Weltweit verhungern jeden Tag Menschen, vor allem Kinder in den Ländern der sogenannten Dritten Welt (eine . Die Gründe sind unterschiedlich. Meist hängt die Unterernährung der Bevölkerung eines Landes mit geographischen, meterologischen oder anderen (z. B. logistischen) Bedingungen zusammen, die dafür sorgen, dass nicht genug Nahrung im eigenen Land erzeugt werden, oder die Verteilung vorhandener Nahrungsmittel nicht sichergestellt werden kann. Aber selbst da, wo genug Nahrung vorhanden wäre, kommt es im Zuge der Finanz- und Wirtschaftkrise immer öfter vor, dass Menschen  in Ermangelung eines  ausreichend hohen Einkommens nicht in der Lage sind, die notwendigen Lebensmittel zu kaufen.

    Einer der Gründe, warum in den Dritte-Welt-Ländern die Landwirtschaft nicht leistungsfähig genug ist, liegt in der Tatsache begründet, das diese Länder meist in den tropischen Breiten der Erde liegen und entweder von Regenwäldern bedeckt sind, oder aber im Wüstengürtel liegen (der zeichnet sich bekanntermassen durch einen starken Mangel an Niederschlägen und Oberflächenwasser in Form von Seen und Flüssen aus). An und für sich gesehen wäre das kein größeres Problem, wenn nicht die ursprüngliche einheimische Landwirtschaft in diesen Ländern zu großen Teilen von der industriellen westlichen Form der Landwirtschaft verdrängt worden wäre. Zusammen mit den Segnungen der westlichen Medizin und der enormen Geburtenrate in diesen Ländern, ergibt sich eine explosionsartig wachsende Bevölkerung, die mit den herkömmlichen Methoden der Landwirtschaft nicht mehr und mit der industriellen Landwirtschaft nur unter hohem finanziellen Aufwand ernährt werden könnte.

    Einheitliches, gentechnisch verändertes Saatgut (von Monsanto, Pioneer, Bayer oder BASF usw.), Kunstdünger, Hochleistungsnutztiere (Rinder, Schweine, Schafe usw.) sowie die dazu notwendigen schweren Maschinen, die leider nicht mit Urin angetrieben werden, sondern mit teurem Dieseltreibstoff. So sieht die industrielle Landwirtschaft aus. Wer sie betreiben will, der braucht viel Geld um all das zu bezahlen.

    Weil das Geld nicht vorhanden ist, vergibt man „großzügig“ Kredite an kleine Bauern, die einen großen Teil der Ernte abliefern müssen, um den Kredit zu bezahlen. Fällt die Ernte aus, weil das Wetter nicht mitspielt, oder die Gensaat von Ungeziefer befallen und aufgefressen wird, stehen die Bauern vor den Trümmern ihrer Existenz. Die großen Konzerne können sich dann das ganze Land unter den Nagel reissen und in eigener Regie bearbeiten.

    Während die verarmten Bauern dann auf Lebensmittelhilfen angewiesen sind, die aus den reichen Industrieländern stammen wo sie unter Zahlung von Subventionen erzeugt werden (und zwar in solchen Mengen, dass sie dort nicht verbraucht werden können!). D. h. also, die Industrieländer ernähren mit subventionierten Nahrungsmitteln Menschen in den Ländern der Dritten Welt, die wegen des Geschäftsgebahrens der Großkonzerne nicht mehr in der Lage sind, selbst Nahrung in ausreichender Menge anzubauen. Dabei muss erwähnt werden, dass ein guter Teil der sogenannten Entwicklungshilfe, der in die „Entwicklung“ der Landwirtschaft investiert wird, in den Taschen der Großkonzerne landet. Business as usual also!

    Man will den Entwicklungsländern nicht wirklich helfen, sonst würde man ihnen helfen, ihre alten landwirtschaftlichen Methoden wieder einzuführen und sie weiter zu entwickeln. Man könnte nachhaltige Landwirtschaft fördern, die sich an den jahrhundertealten Traditionen und Erfahrungen orientiert. Man könnte die Menschen davon überzeugen, dass es sinnvoller ist Permakultursysteme zu schaffen und auch unorthodoxe Methoden der Landwirtschaft einführen, die ohne Dünger und Bodenbearbeitung auskommen (siehe die natürliche Kandwirtschaft des Masanobu Fukuoka). Was macht man jedoch? Man liefert diese armen Menschen einer Technologie aus, die auf der Verschwendung von Energie, dem Einsatz von Maschinen und jeder Menge „Pflanzenschutzmitteln“ beruht und abhängig ist von der Gnade der großen Konzerne!

    So hat jeder was davon, nur nicht die Menschen, in den Entwicklungsländern! Letztlich ist alles nur eine Frage des Geldes. Wer keins hat, der hat eben auch nix zu essen. Wenn man es mal aus der Sicht der Konzerne betrachtete, würde man von einem Prozess des „Gesundschrumpfens“ sprechen. Und in dieser Ausdrucksweise findet sich dann nichts menschliches mehr, was einem vielleicht Gewissensbisse verursachen könnte. Genauso machen´s die Konzerne in den Industrieländern, wenn sie Personal abbauen, sie schrumpfen sich gesund – auf Kosten der Menschen. Aber wen interessiert das schon? Shareholder Value, CostCutting, Dividenden, sonst zählt nichts und schon gar kein Menschenleben in den Entwicklungsländern!

    Als wäre das noch nicht genug, bauen die Großkonzerne auf dem „erworbenen“ Land dann Palmölplantagen und andere Energiepflanzen an. Würden sie Lebensmittel erzeugen, könnte man dafür noch ein gewisses Verständnis aufbringen. Aber damit ist nicht annähernd so viel Geld zu machen, wie mit „Bio“sprit. Darum haben die Menschen in den betreffenden Ländern einmal mehr Pech gehabt. Und weil das alles immer noch nicht reicht (der Energiehunger der westlichen Industriestaaten ist mit Öl kaum, mit „Bio“sprit garnicht zu stillen), rodet man die letzten Regenwälder – die Lungen unserer Mutter Erde – um noch mehr Platz für Plantagen, Energiepflanzen und Weideflächen für die Rindviecher von McDonalds und Burger King zu schaffen. Wohlgemerkt bringt ja auch das Holz der Regenwälder, die ja sonst „ungenutzt“ (das ist für jeden Konzernmanager ein Graus und für jeden Angehörigen der Holzmafia geradezu unerträglich) in der Gegend herum stehn und nur Platz wegnehmen würden, noch ein paar Euro ein!

    Was wir also als „sauberen“ Biosprit in unsere Autos tanken, ist eigentlich das Brot, dass die Menschen in der Dritten Welt essen sollten. Denkt mal drüber nach!

    Und während hier die Kinder zu fett sind, streitet man sich darüber, wer das frische Obst und Gemüse bezahlen soll, dass man ihnen kostenlos in der Schule anbieten will („Länder wollen Schulobst nicht zahlen – Bundesrat schickt EU-Projekt in Vermittlungsausschuss“; Artikel auf heute.de vom 10.7.2009). Darum bleiben sie einstweilen erstmal übergewichtig, weil solange niemand die Kosten trägt, gibts nichts und schon garnicht umsonst. Bleibt nur zu hoffen, dass man hier nicht gentechnisch verändertes Obst und Gemüse verteilt, weil vielleicht Monsanto und Konsorten auf die glorreiche Idee kommen, die Aktion zu sponsorn!

    weiterführende Links:

    Window Garden

    Bei einer meiner endlosen Reisen durch das WorldWideWeb habe ich eine interessante Seite gefunden, die sich mit den Methoden des Hydroponic Gardening beschäftigt, also der Anbaumethode für Nutz- und Nahrungspflanzen, die man in Deutschland für gewöhnlich mit Hydrokultur beschreiben würde. Es scheint aber so, dass die Bedeutung von Hydrokultur mehr das Aufziehen von Nutz- und zierpflanzen meint, Hydroponic dagegen eher das Heranziehen von Nahrungspflanzen wie z. B. Salate, Basilikum, oder auch Bohnenpflanzen und Kiwi meint. Die Seite heisst Window Farm und ist englischsprachig.

    Es gibt auch zwei Videos, die ich hier verlinke, damit Ihr Euch mal einen Eindruck von der Idee machen könnt.

    und

    Die Idee, die dahinter steckt, ist genial, ja genial einfach, kann man sagen. Sie beruht im Prinzip auf dem Gedanken des Home Farming, über den ich schon das ein oder andere Mal berichtet habe. Allerdings ist diese Art der Nahrungserzeugung schon etwas aufwändiger, da man sowohl ein Bewässerungssystem benötigt, als auch Pflanzcontainer, die entsprechende Beleuchtung, gegebenenfalls Belüftung und eine Portion handwerkliches Geschick. Beim Window Garden sieht es anders aus. Hier handelt es sich um eine Vereinfachung der Ideen des Home Farming. Die notwendige Beleuchtung wird dadurch gewährleistet, dass man die zur Verfügung stehenden Fenster  seiner Wohnung nutzen kann – daher auch der Name. Als Pflanzcontainer finden alte Plastikwasserflaschen Verwendung, die mit Hilfe eines Teppichbodenmessers leicht zurecht geschnitten werden können (Aber denkt daran, wenn Ihr mit so einem scharfen Messer hantiert, schützt bitte Eure Hände, damit nicht hinterher die Finger abgetrennt auf dem Boden liegen und Ihr mir die Schuld gebt).

    Die Seite WindowFarms hat angekündigt, ab etwa Mitte eine Website zu launchen, auf der man lernen kann, wie eine Window Farm gebaut wird und auf der man seine Erfahrungen mit anderen Window Farmern teilen kann. So kann man leicht den Einstieg finden in das weite Feld der Hydroponic. Denn wie gesagt – wenn wir unsere Umwelt erhalten und die Natur schützen wollen, müssen wir Mittel und Wege finden, die uns von der konventionellen Landwirtschaft zu befreien. Nebenbei bringt das den Vorteil, dass man genau weiss, was in dem selbst gezogenen Gemüse drin ist. Nämlich genau das, was man ihm während des Heranziehens zugeführt hat.

    Also, überlegt mal, ob Ihr nicht auf diese Art und Weise in die „Landwirtschaft“ einsteigen könnt!

    weiterführende Links:

    Wu Wei, das Prinzip des absichtslosen Handelns!

    Will einer die Welt an sich nehmen
    und an ihr handeln –
    Ich sehe, dass es ihm nicht gelingt.
    Nun,
    die Welt ist ein heiliges Gefäß
    und nicht etwas, woran man handelt.
    Wer handelt, scheitert dabei.
    Wer festhält, verliert´s.

    (Daodejing 45/1)