Alles Scheiße oder was?

Ach es ist ein Elend mit den Deutschen. Zuerst gibts keinen Ökodiesel für die Kampfpanzer, dann keinen Biosprit für die Kampfflugzeuge, dafür aber eine blendende Armaturenbrettbeleuchtung in den Eurofightern, die so hell strahlen wie die Atomruine in Tschernobyl und dann wird auch noch die ganze stinkende Kombination aus Scheiße und Pisse, die in der marktkonformen Massentierhaltung entsteht, einfach auf den Acker geschüttet. Hei was gäbe es für ein Gejaule im Hause Nestlé, wenn die ganzen Mineralwasserquellen und das Grundwasser nur schon privatisiert wären. Dann wäre das ja geschäftsschädigend für den größten „Lebens“mittelkonzern der Welt. Aber so…?

Schließlich ist, nach der unmaßgeblichen Meinung des Nestlé-Chefs Peter Brabeck, Wasser kein Menschenrecht! Auf der Homepage von Nestlé begann man nach dieser entlarvenden Aussage herum zu schwurbeln, wie das nun wirklich gemeint gewesen sein und behauptet, der Konzern-Boss habe damit nur sagen wollen, Wasser müsse einen Wert haben! Wenn wir genauer hinschauen wird klar, dass dies auch nichts anderes bedeutet. Nicht umsonst kauft Nestlé überall auf der Welt, vorwiegend in Staaten der Dritten Welt (zum Beispiel Algerien und Pakistan) die gesamten Wasserrechte auf, lässt die Quellen einzäunen und bewachen und verkauft das in Plastikpullen abgefüllte Wasser mit exorbitantem Profit an die Menchen, die auf das Wasser angewiesen sind und sich diese Preise nicht leisten können!

So übt man wahre Macht aus, zieht das Geld selbst aus den Kreisen, die zu den unterprivilegiertesten Schichten gehören und von Löhnen leben müssen, die nicht zum leben reichen!

Wie heisst es so schön im Kapitalismus? Der Preis regelt sich über Angebot und Nachfrage. Und wenn das nicht reicht, dann verknappt man eben das Angebot. Und das ist ganz einfach, wenn man das Monopol hat!

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Gequälte Kreaturen!

Noah vom Blog Mentio hat in einem kurzen Post auf die Problematik von Kaninchen in Massentierhaltung aufmerksam gemacht. Die possierlichen Tierchen werden, ebenso wie beispielsweise Hühner,  in Drahtkäfigen unter massivem Einsatz von Medikamenten, unnatürlichem Futter und in drangvoller Enge aufgezogen. Die Nachfrage nach Kaninchenfleisch wird immer größer, weil es cholesterin- und fettarm ist. Unter welchen Bedingungen die Kaninchen ihr kurzes, mit Folter zu vergleichendes Leben fristen müssen, ist geradezu unsäglich. Den Verbraucher aber interessiert´s meist nicht oder nur am Rande, denn er will billiges Fleisch! Und der Mäster? Der will den höchstmöglichen Gewinn, bei niedrigstem „Materialeinsatz“. Das dabei die Todesrate der Tiere, die unter diesen abartigen Bedingungen verrecken im Bereich zweistelliger Prozentzahlen liegen, ist nur eine unbedeutende Randnotiz!

Wer sich die Bilder der neu ins Netz gestellten Seite Kaninchenmast Nein Danke! antun will sei mit einem starken Magen ausgestattet. Die Bilder sind z. T. recht unappetitlich, genau richtig aber, um den Menchen zu zeigen, was sie mit ihrer Scheissegal-Einstellung und der Gier nach billigem Fleisch bewirken. Leidtragende sind – wie überall – die Tiere! Der Regierung ist das Los der Tiere weitgehend egal, denn die gesetzlichen Vorschriften besagen, dass für die Haltung von Kaninchen eine Fläche von der Größe eines DIN A4-Blattes ausreichend ist. Das es im Ausland um das Los der Tiere noch weit schlimmer steht, ist nicht wirklich ein Trost, denn das Fleisch der Opfer dieser Art von Massentierhaltung wird auch in unseren Supermärkten verkauft!

Wer sich nicht damit abfinden will, dass Tiere so elend vegetieren müssen, damit hinterher „gesundheitsbewusste“ Menschen zartes Kaninchen oder Geflügelfleisch zu „Geiz-ist-geil-Preisen“ essen können, der sollte sich mal nach brauchbaren Alternativen umschauen.

Ich hätte da was anzubieten – Seitan! Dabei handelt es sich um eine Art pflanzliches Fleisch, das man aus einfachem Mehl sehr leicht selbst herstellen kann. Hab´s selbst ausprobiert und muss sagen, es geht wirklich ganz einfach. Man sagt, Seitan sei von japanischen Mönchen erfunden worden und von daher eine schon jahrhundertealte traditionelle Art des Fleischersatzes. Im Internet findet ihr nahezu unzählige Rezepte, wie ihr Seiten herstellen könnt. Und damit Ihr seht, wie einfach das funktioniert (sogar solche Küchendeppen wie ich kriegen das hin!), will ich Euch das kurz erklären:

1 kg Weizenmehl, könnt Ihr vorher durchsieben (das kann ein fein ausgemahlenes Weizenmehl sein. Vollkorn ist nicht notwendig, weil die Ballaststoffe und die Stärke sowieso ausgewaschen wird) und 600 ml Wasser.

Das Ganze verknetet Ihr zu einem Teig, am besten in einer Teigschüssel, was etwa 10-15 Minuten dauern dürfte. Denn Teig bedeckt Ihr mit lauwarmem Wasser und lasst das dann 30 Minuten ruhen. Dann könnt Ihr in der Zwischenzeit einen Sud ansetzen, in dem Ihr später die Seitanstücke einlegen und kochen könnt. Ich habe ein halbes Fläschchen Sojasoße („bio“ versteht sich), eine kleine gehackte Zwiebel und 2 zerdrückte Knoblauchzehen, sowie noch einiges an Gewürzen genommen (etwas Rosmarin, Pfeffer, Salz, ein wenig Curry, Chilipulver, Paprika). Orientiert Euch dabei an Eurem eigenen Geschmack. Wer´s nicht so schaaaaf mag, der sollte etwas zurückhaltender sein. Denkt aber daran, dass die Würze im Seitan nicht so scharf oder salzig ankommt, wie man denkt. Lasst das 20 Minuten köcheln und würzt eventuell nach!

Nun, nachdem der Teig ein schönes Bad genommen hat, kann man ihm die Flausen (bzw. die Stärke und die Ballaststoffe) austreiben. Dazu knetet Ihr den Teig im Wasser gut durch. Wenn das Wasser weiss geworden ist (und das geht recht schnell), schüttet es weg und füllt frisches Wasser nach (bewährt hat sich der Wechsel zwischen kaltem und lauwarmem Wasser. Das schont eure Hände!). Knetet so lange weiter, bis das Wasser wieder weiss ist und wiederholt das, bis sich das letzte Wasser kaum  noch trübt. Beim Auswaschen solltet Ihr daruaf achten, dass der teig seienn Zusammenhang verliert und wenn Ihr das Wasser wechselt, gießt die Stärkebrühe durch ein Sieb, sonst habt Ihr am Ende nicht mehr genug Seitan übrig, um was Brauchbares damit anzufangen. Nach 7-8 Waschungen, vielleicht auch 9, ist der Seitan dann soweit fertig, dass man ihn weiter verarbeiten kann. Er sieht nun etwa aus wie ein gräulicher Schwamm und fühlt sich auch so an. Allerdings ist er schwerer.

Wenn sich der Teig nicht mehr rauh anfühlt (das sind noch verbliebene Stärketeilchen) ist er fertig. Das ist das pflanzliche Fleisch, dass Ihr nun entsprechend Euren Bedürfnissen und Eurem Appetit portioniert. Ihr könnt Schnitzel schneiden, Ragout (kleinere Teile halt) oder auch das komplette Stück als Braten verwenden. Wenn Ihr den Seitan schneidet, benutzt kein Holzbrett, da Ihr Euer Fleisch kaum noch von der Unterlage bekommt. Verwendet eine Unterlage aus Kunststoff oder Keamik, die Ihr nass haltet, damit nichts anklebt.

Gebt nun nacheinander alle geschnittenen Stücke in den kochenden Sud und drückt ordentlich auf die Tube (richtig einheizen). Die Seitanstücke sollten nun 5-10 Minuten kräftig kochen. Achtet darauf, dass Ihr einen Topf wählt, der genug Fassungsvermögen hat, denn die Stücke quellen ordentlich auf und sie sollen ja nicht miteinander verkleben! In dieser Phase nimmt der Seitan die Geschmacksstoffe des Sud auf. Anschließend kann ca. 30 Minuten mit geringer Hitze weiter geköchelt werden. Stellt dann den Topf zum Abkühlen vom Herd und füllt später den Seitan in ein größeres Gefäß um, dass Ihr 2 Tage lang in den Kühlschrank stellt. So erhält der Seitan die abschließende Würze. Im Anschluß brauch Ihr den Seitan (mit oder ohne den Sud) nur noch portionieren und einfrieren.

Wenn Euch dann der Kohldampf überkommt, holt Euren selbst gemachte Seitan aus der Kühltruhe, paniert ihn als schnitzel oder macht Gulasch aus den kleineren Stücken und wenn Euch der Sinn nach einem Brate steht, ist auch das kein Problem. Bei mir hat das gleich beim ersten Mal geklappt. Ich hab ein schnitzel paniert und gebraten und hab´s meinem Sohn gegeben. Der hat das Teil verschlungen, ohne dass er einen Unterschied zu echtem Fleisch gemarkt hat. Konsistenz und Kaugefühl, alles hat gestimmt, sogar die Würzung hat ihm zugesagt. Allerdings ha ich es wohl etwas zu lange im Sud liegen lassen, so dass es ein klein wenig weicher war als Fleisch, etwa so wie Fleischkäs.

Auf jeden Fall ist das nicht nur eine sinnvolle Alternative zum Fleisch, sondern auch eine sehr kostengüsntige. 1 kl Mehl bekommt Ihr beim Discounter schon für 0,50 oder 0,60  Euronen. probiert es mal aus. Das lohnt sich wirklich!

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Die Möglichkeiten der Permakultur! (3.Teil)

Gemeinhin ist es ja so, dass man einen Menschen, der sich zum Thema Permakultur, oder nachhaltiges Wirtschaften äußert, gerne als einen Träumer (im günstigsten Fall) oder aber als einen Öko-Spinner (im ungünstigsten Fall) hinstellt. Mir persönlich ist das allerdings völlig egal, um in diesem Zusammenhang nicht das Wort sch..ßegal zu verwenden. Obwohl das „Sch..ß“wort ein ziemlich hartes für eine so weiche Masse ist, passt es doch eigentlich auch wieder hervorragend zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. Aber lassen wir das.
Wie gesagt. Vertritt man die Meinung, das Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht wirklich ernst genommen werden und das man nicht nur mehr tun könnte, sondern mehr tun muss, wird man ruckzug diffamiert und in eine Ecke gestellt, aus der herauszukommen nicht ganz einfach ist. Da stehe ich nun, in besagter Ecke und muss zugeben, dass ich mich da selber hingestellt habe, bevor ich von anderen dort hineingedrängt wurde!
Um ein bekanntes Wort in etwas abgewandelter Form zu gebrauchen: „Hier steh‘ ich nun, ich armer Tor, doch bin ich schlauer als zuvor!“ Dabei frage ich mich aber auch ,ob ich der Einzige bin der nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass es so nicht weitergehen kann wie bisher? Ich bin bei weitem nicht der Meinung, ich sei eine „Intelligenzbestie“. Nein, im Gegenteil, ich bin nur ein Durchschnittsmensch. Aber ich habe aufgehört mich von dem Gesülze der Politiker einlullen und von der täglichen Werbe- und Medienflut überschwemmen zu lassen. Ich habe beschlossen, eine eigene Meinung zu haben und diese auch nach außen hin zu vertreten.
Das Gaia, unsere Mutter Erde ein lebendiger Organismus ist, mag man glauben oder auch nicht. Aber es gibt nichts darüber zu diskutieren, dass Gaia unter den Menschen und ihrer grenzenlosen Gier leidet! Als ich gesehen habe, wie Rinder, infiziert mit BSE, zusammengebrochen und elend verendet sind, habe ich aufgehört Rindfleisch zu essen. Die Schweinepest hat mir den Appetit auf Schinken, Kotelets und schweinerne Würste verdorben, der H5N1-Vogelgrippevirus den Genuß von Geflügel. Natürlich ist mir klar, wenn ich so weiter mache, kann ich in Kürze garnichts mehr essen und sterbe dann an Unterernährung. Das möchte ich nicht. Möglicherweise würde mich der ein oder andere aus meiner Familie vermissen. Andere, über die ich im Rahmen meines Blog herziehe, wären vielleicht froh darüber, aber denen tue ich diesen Gefallen sicher nicht!
Nein, ich werde so lange schreiben gegen die Zustände in der Massentierhaltung, die perverse Haltung von Lebewesen in viel zu engen, verdreckten Ställen und unter unwürdigen Umständen, bis sich etwas daran ändert! Ich werde hart arbeiten, bis ich mir und meiner lieben Frau unseren Traum von einem kleinen Bauernhof erfüllen kann, auf dem wir dann Permakultur praktizieren und im Einklang mit Gaia leben können. Bis dahin dauert es noch einige Jahre, dass ist mir klar, aber solange ich eine Stimme habe, werde ich sie erheben!
Jeder, der an den hier behandelten Themen zu einer nachhaltigen Lebensweise und zur Permakultur interessiert ist, kann ich nur empfehlen, sich mit der entsprechenden Literatur einzudecken. Fangt an zu lesen, zu schmökern und zu träumen. Macht Pläne und lebt eure Träume. Nur so verändern wir die Welt.
Es sind immer einge wenige, die mit einer Veränderung in ihrem Verhalten beginnen. Sie ändern ihr Konsumverhalten, fahren kleinere, spritsparendere Autos, legen Wert auf Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren und Nahrungsmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau. Sie setzen sich für die Armen, Kranken und Schwachen ein, die es nicht nur bei uns, sondern auch und gerade in den Entwicklungsländern. Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit, nicht nur in Deutschland, auch in Tibet, oder in Darfur, in Kurdistan oder wo auch immer! Das Recht auf Freiheit ist nicht relativ, es ist überall gleich und Unrecht wird nicht dadurch zu Recht, weil es in China stattfindet!
Freiheit muss jeden Tag neu errungen werden. Freiheit von Beeinflussung durch die Medien. Freiheit von Krankheit durch gesunde Nahrung, die nachhaltig erzeugt wurde. Kinder die in einer intakten Umgebung aufwachsen können sind nicht nur glücklich, sondern auch gesund!