Mein digitaler Albtraum

Das hat sich doch jeder Autofan schon insgeheim gewünscht! Ein Auto für teuer Geld, ein flottes ledernes Lenkradl drinne, unnötig viel Power unter der Motorhaube und dann nix anfassen dürfen, weil das Auto digital dahin gesteuert wird, wo der Fahrer hin möchte? Soweit die graue Theorie. Aber wir, die wir eh immer alles besser wissen und keinerlei Vertrauen in staatliche Institutionen haben, machen auch dieses Mal unsere begründeten Einwände!
Ein Auto, das Digital gesteuert wird und Daten mit der Straße, womöglich auch den Mautbrücken austauscht, kann – logischerweise – gehackt werden! Und wenn die Hacker das schaffen, dann kann das auch der Staat, dann kann es die Exekutive, die Judikative, dann kann es das Finanzamt und wer auch immer. So und nun stellen wir uns das einfach mal sovor! Du fährst in die Stadt, darfst dabei sogar noch lenken, weil nicht alle Städte so vernetzt siond, dass man die Pfoten von besagtem Lenkrad fern halten muss und parkst, weil Du nur mal schnell eine Brezel und einen Coffee-to-go in der Bäckerei holen willst, im Parkverbot, oder auch in zweiter Reihe! Okay und weil Dich jemand gesehen hat, der einen Knöllchenblock dabei hatte und Dir die Knolle unter den Scheibenwischer klemmt, bist Du fällig für eine Geldstrafe.

Wie üblich nimmst Du voller Zorn den Zettel unter dem Scheibenwischer in die Hand (vielmehr reisst Du ihn hasserfüllt heraus und schmeisst in mit garst´gem Gesicht in den Rinnstein) und steigst ein. Natürlich zahlst Du den nicht. Das machst Du immer so. Und da Du viel Geld und eineng uten Anwalt hast, hat er Dich schon ein paarmal heraus geboxt. Aber nun sitzt Du in einem digitalisierten Auto und da man weiss, das Du die Knollen nich gern zahlst, verriegelt sich die Tür und eine nette digitale Stimme erklärt Dir, dass Du solange in Deinem Auto sitzen bleiben wirst, bis Du gezahlt hast – und zwar online über Dein Smartphone! Und nachdem Du ein paarmal vergeblich am Türöffner gerüttelt und im Affekt den Innenspiegel abgebrochen hast, gibst Du die Zahlung frei und alles ist erledigt.
Anderer Fall. Du hast Deine Steuern nicht bezahlt und nachdem Du die letzte Mahnung mit Androhung von Erzwingungshaft ignoriert hast, steigst Du in Dein Auto, um ins verlängerte Wochenende zu düsen! Leider hat das Finanzamt bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragt, Dich zwangsweise zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und zur Pfändung des Autos vorzuführen und so geht es alsbald nach dem Start ab in Richtung Amtsgericht, anstatt ins wohlverdiente Weekend! Vor dem Gericht wirst Du sofort von einem strammen Polizeibeamten und einem Amtsrichter in Empfang genommen und zwecks Taschenpfändung und Leibesvisitation in einem muffelnden Raum entkleidet!
Bis Du die Finger zum Eid gehoben hast und wieder auf der Straße stehst, hat man Dein Auto zur Begleichung Deiner Steuerschuld bereits auf eBay meistbietend verteigert und den Erlös der notleidenden Staatskasse zugeführt.
Verständlicherweise regt Dich das erneut mächtig auf und so gehst Du zornbebend von hinnen, um den schäbigen schwabbeligen Rest Deines Gehirns in Alkohol zu konservieren. So könnte sie aussehen, die Zukunft, die uns der Geschlechtsverkehrsminister Dobrinth zu bescheren gedenkt. Es könnte allerdings auch noch wesentlich schlimmer kommen.

Was droht uns durch die vollständige Digitalisierung der Automobiltechnik und die Pkw-Maut? Die totale Überwachung. Die Vernetzung Deines Autos mit Deinem Bewegungsprofil und Deinen Online-Bestellungen macht Dich so gläsern, wie Du es Dir in Deinen schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen kannst! Der Staat kann jederzeit feststellen, wo Du gerade bist und er kann Dich jederzeit, wenn ihm oder einems einer Vertreter danach ist, überall hinbringen lassen – im Zweifel sogar Unfälle verursachen, die Dich aus dem Weg räumen, weil Du kein nützliches Mitglied dieser Gesellschaft, sondern ein Störenfried bist und vergessen hast, bei den letzten Wahlen für Angela Merkel zu stimmen! Dobrinth mir graut vor Dir!

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Versackelt im Funkloch – der Herr Dobrindt!

Ach, das ist ja aber auch mal ein Luxusproblem, dem man endlich zuleibe rücken muss! Funklöcher! Wie grässlich! Aber Gottseidank haben wir ja unseren Dobrindt, den Rächer der Gefunklochten und Nichtverkabelten dieses Landes. Die Opfer der neoliberalen Marktwirtschaft – ach nee, das waren ja die Opfer der sozialistischen Einflussnahme auf das sich selbst heilende Marktgeschehen. Wohl dem, der der CSU vertraut und ihrem „sozialen“, vor allem aber „christlichen“ Wust an Marktideologie. Bei dem dämlichen Geschwafel, das tagtäglich aus der Futterluke dieses frühdebilen Phrasendreschers quillt, tropft einem selbst das härteste Ohrenschmalz aus den Gehörgängen! Mein Vorschlag zur Güte, Herr Dobrindt – stopfen Sie die Funklöcher mit Ihren unseligen wie überflüssigen Mautbrücken. Und wenn noch eine übrig bleiben sollte, dann können Sie sich die gern rektal einführen. Dann haben sie wenigstens ein bisschen Rückgrat. Zwar ein metallenes Rückgrat, aber immerhin ein Rückgrat!

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Das Ende ist nah – zahlt Eure Maut und Ihr werdet erlöst werden!

Erlösigung durch Maut! Erleichtern Sie ihr Gewissen, indem Sie Maut bezahlen und Alexander Dobrindt nicht wie einen Volldeppen dastehen lassen! Überweisen Sie mtl. ein wenig Geld auf das Spendenkonto bei der Geiz-und-Gier-Bank für gemeinschaftliches Schröpfen, 666-0815 bei der Filiale Bayern München, unter dem Kennwort „Verkehr für den Minister“. Sollten Sie über ein Einkommen jenseits von 250.000 € im Jahr verfügen, wird Ihnen unaufgefordert eine steuerlich voll abzugsfähige Spendenquittung übersandt. Für alle andern Idioten ist der Verwaltungsaufwand zu hoch!

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Ja wo fahren sie denn?

Oh, ja, das ist natürlich ein Grund zum feiern. Die Wirtschaft wird entlastet, da feixt der Manager und lacht sich eins. Leider gibt es auch eine Kehrseite der medaille. Die niedrigen Spritpreise! Schädlich für die Umwelt! Menschen die gestern noch 10.000 km im Jahr mit ihrem Auto unterwegs waren, fahren nun deren 100.000 km und das auch nur noch mit Vollgas und im ersten Gang, damit es sich richtig lohnt. Die Stundengeschwindigkeiten steigen rapide mit dem unweigerlich höheren Verkehrsaufkommen, wie auch immer das gehen mag auf unseren Straßen mit den vielen Ausländern. Und dann dürfen wir nicht vergessen – die Maut! Noch nicht eingeführt (in insgeheim hofft ja jeder, dass die genauso sang und klanglos sterben möge wie die FDP), kostet sie schon mehr, als sie einbringt, denn der private Betreiber will ja Gewinne machen. Da bleibt nur eins! Das, was an Spritkosten nicht berappt werden muss, dass kann man locker auf die Maut drauf hauen! Dann ist auch endlich die Politik glücklich! Vielleicht sollte man darüber nachdenken, die Höhe der Maut an den Ölpreis zu koppeln, genauso wie der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt ist? Kurzfristige Schwankungen nach unten brauchen dabei nicht berücksichtigt zu werden. Man schöpft sie ja schliesslich zum Wohle der Umwelt und des Finanzministers ab!

Kleine Frage am Rande: Da die Rohölvorräte schon seit Jahren zur Neige gehen und in 5 oder 10 Jahren vollkommen aufgebraucht sein werden, macht sich bei mir schon ein bisschen Verwunderung darüber breit, woher diese Mengen an billigem Öl eigentlich kommen mögen! Oder will man die Vorräte jetzt bewusst reduzieren, damit man anschliessend die Preise um so drastischer erhöhen und gepaart mit erneutem Wehklagen über die sinkenden Weltvorräte und di Umweltschäden, erneut auf die Ökotränendrüse drücken kann?

Oder sollen wir jetzt Mitleid haben mit den Fracking-Konzernen, die sich die Hände rieben, als der Ölpreis bei rund 100$/Fass lag und man bereit war, auch das letzte bisschen unberührte Natur auf dem Altar des Profits, äh der Rohstoffsicherheit, zu opfern und Gas und Öl auch noch aus den letzten verbleibenen Lagerstätten zu quetschen, bis kein Tropfen mehr heraus fliessen wollte? Denkt einmal darüber nach und bildet Euch Eure eigene Meinung…

Was den Wirtschaftsmanager freut, bringt die Regierung zum weinen. Wegen des sinkenden Ölpreises sinkt auch die Inflation. Und die hätte man ja nur allzu gerne bei wenigstens 2% gesehen. Und nun? Ganze 0,9% sind angesagt und das will natürlich niemand! Nur der blöde Bürger, der dämliche Steuerzahler, der natürlich sowieso nicht weiss, was gut für ihn ist. Aber der ist ja derzeit anderweitig beschäftigt und demonstriert auf den Umzügen der Pegida-Flachzangen gegen die pösen Wirtschaftsflüchtlinge und die Islamisierung „ihres“ christlich-jüdischen Abendlandes, anstatt gegen die Prekarisierung der Erwerbsarbeit und die Proletarisierung des Bildungsniveaus auf die Strasse zu gehen! Aber dazu müsste man ja auch verstehen, um was es dabei geht…

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Vollhorst Seehofers bierselige Integrationsträumereien!

Wie uns aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zugetragen wurde, will die CSU unter ihrem Vollhorst im Neuen Jahr eine Integrationsoffensive starten! Entgegen anders lautender Meldungen soll die Pflicht zum Benutzen der deutschen Sprache nun doch nicht abgeschwächt werden. Im Gegenteil soll nun die Integration forciert werden!
1.) Die Benutzung der deutschen Sprache in der Wohnung von Ausländern wird verpflichtend! Überwacht wird das durch den Einsatz von Mikrophonen und Kameras, welche von der neu einzurichtenden bayrischen Inquisitionsbehörde überwacht wird. Verstöße gegen die Verordnung wird durch Zurschaustellen der Betroffenen am Pranger geahndet!
2.) Um Ausländern die Integration in Bayern zu erleichtern, sind sie ab Januar 2015 gesetzlich verpflichtet, auf eigene Kosten eine Gesichts-OP vorzunehmen. Zur Auswahl stehen Ilse Aigner, Angela Merkel und Ursula von der Leyen für Frauen, sowie Horst Seehofer, Edmund Stoiber und Franz-Josef Strauß für Männer!
3.) TrägerInnen einer Burka müssen für die Nutzung von Gehwegen Maut bezahlen, welches durch eine Plakette an derselben dokumentiert werden muss!
4.) Wer Horst Seehofer gewaltsam missverstehen will und sich seinen Integrationsbemühungen widersetzt, wird mit Bierboarding im Hofbräuhaus bestraft, während er Andrea Nahles´ Unterhose über dem Kopf tragen muss.
Dann wird endlich bald wieder Inzucht und Unordnung herrschen in Bayern! Das wäre doch gelacht!

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Abgefahren – wie man uns mit der Maut den Arsch rasieren will!

Und schon geht das Lamento los! Noch nicht eingeführt, streitet man sich schon um die, gleich nach der Erfassung der Kennzeichen für die Maut restlos und sofort gelöschten, Daten (für deren Erhebung natürlich und selbstverständlich die höchsten, nein, die allerhöchsten „Datenschutzstandards“ eingeführt und eingehalten werden!)! Das lässt uns doch sofort vertauensvoll an die Zukunft denken. Ganz genauso, wie man mit höchster Sorgfalt und unter strengstem Datenschutz die Handysignale von Demonstranten, wie Passanten, ungefragt und rücksichtslos nutzt, um schwerste Straftaten aufzuklären (Falschparken zum Beispiel, aber auch Schwarzfahren und die Teilnahme an einer genehmigten Demonstration) tausende und abertausende von Daten aus den Netzen fischt, möchte nun auch der Herr Ziercke zur Verbrechensbekämpfung auf die, noch nicht einmal gesetzlich beschlossenen, Daten der Bundesbürger zugreifen! Und wie man sieht, hat Dobrindt, der scheinbar doch nicht ganz so doof ist, wie er aussieht, mit Vorbedacht auf eine Mautficknette an der Windschutzscheibe eines jeden Fahrzeugs verzichtet und will die Grundlagen dafür schaffen, dass sich die Mautbrücken auf den Autobahnen nun auch richtig bezahlt machen – dadurch nämlich, dass man mit Einführung der sogenannten Maut endlich ein nahezu lückenloses Überwachungsintrument schafft, um Bewegungsprofile aller motorisierten Nutzer erfassen zu können! Und das Schönste daran, es ist auch noch nutzerfinanziert! Man bezahlt also als Autobahnnutzer die Regierung dafür, dass diese einen Konzern damit beauftragt, die Bewegungsdaten der Nutzer (also von einem selbst) zu erfassen und Interessenten (vermutlich hübsch bunt aufbereitet), gegen Entgeld versteht sich, und zeitnah, zur Verfügung stellt! Ich glaube, das nennt man Chuzpe?

Interessant wäre im Zusammenhang mit der Headline des unten zitierten Artikels allerdings zu erfahren, mit was Dobrindt dem Ziercke genau über den Mund gefahren ist! Mit seinem Dienstwagen? Mit einem Lkw in den Übermassen eines Gigaliners? Oder einfach nur mit einem handelsüblichen Kleinwagen? Wie schwer waren Zierckes Verletzungen und, wird er jemals wieder Schwachsinn von sich geben können?

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Abkassiert und abgefahren!

Ja, die Maut, ein feines Thema, um von den wirklichen Problemen abzulenken und den Zorn des Wahlvolks auf die Ausländer zu lenken, nicht wahr? Nun will der famose Herr Doofspinnt doch einlenken und den kleinen Grenzverkehr bei seinen Mautplänen außen vor lassen.

Um die zu erwartendenEinnahmeausfälle zu kompensieren, soll im Gegenzug eine Maut für Geschlechtsverkehr eingeführt werden! Um das Ganze auch korrekt abrechnen zu können, müssen ab dem 1. Juli 2015 in sämtlichen bundesdeutschen Schlafzimmern Mautbrücken installiert werden, natürlich auf Kosten der jeweiligen Besitzer! Wer dann nächstens eines Verkehrs teilhaftig werden will, kann zeitnah und zielgerichtet erfasst und monatlich abgerechnet werden! Die angefallenen Mautgebühren für den Geschlechtsverkehr werden vom Konto des Mautpflichtigen eingezogen. Unvollständiger Verkehr und Koitus Interruptus werden mit einer ermäßigten Maut belegt!