Düngungsexperimente im Südatlantik vorerst gestoppt!

Am 16.1.2009 meldete Greenpeace, das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung im Südatlantik geplante Düngungsexperiment sei auf Eis gelegt worden. Jedenfalls vorerst! Dieses Experiment ist besonders umstritten, da es in bisher nicht gekanntem Ausmaß in das extrem empfindliche Ökosystem Meer eingreift. Man wollte über einer Fläche von 300 qkm ca. 6 Tonnen gelöstes Eisen ausbringen, um die Algenblüte zu forcieren und so CO2 zu binden. Ein, nach dem Eindruck von Umweltschutzorganisationen geradezu schwachsinniger Versuch, ist man sich doch über mögliche darüber hinaus gehende Folgen völlig im Unklaren. Außerdem verstößt ein solcher Versuch gegen geltende internationale Umweltvereinbarungen, die solche Düngeversuche auf hoher See verbieten.

Solche Düngungsexperimente sind nur dann gestattet, wenn…

…eine angemessene wissenschaftliche Basis einschließlich einer Risikoabschätzung ebenso wie ein globaler, transparenter und effektiver Kontrollmechanismus vorhanden sind…

…das war im vorliegenden Fall natürlich nicht gegeben, warum auch? Auch Deutschland hält es nicht für notwendig, sich an internationale Vereinbarungen zu halten, soweit geht die Liebe zur Natur und vor allem die Vernunft nun doch nicht!

Genauso wie Greenpeace fordert der WWF (dieser sogar bereits zwei Tage vorher, am 14.1.2009 unter der Überschrift „Algengroßversuch dauerhaft stoppen – Meeresdüngung verletzt internationale Beschlüsse“) einen endgültigen Verzicht auf dieses riskante Experiment.

Das es aber andere Staaten gibt, die noch weniger zimperlich sind als Deutschland, zeigt der Artikel von Florian Rötzer bereits am 7.11.20087 auf heise-online. Da wird dann auch etwas klarer, um was es bei solchen Experimenten eigentlich wirklich geht, nämlich um…

…großflächige und profitorientierte Experimente, die auf den lukrativen Markt der Emissions-Zertifikate ausgerichtet und (man höre und staune, Anm. von mir) deren Folgen nicht geklärt sind.

Dies zeigt deutlich die Einstellung der damit befassten Unternehmen zu unserer Mutter Erde: Erst mal probieren, wenn´s schief geht, war´s keiner. Jedenfalls nicht wir! Risiko- und Technikfolgenabschätzung? Fehlanzeige, genauso wie das scheinbar auch in Deutschland gehandhabt wird.

weiterführende Links:

  • KlimaFa Ltd. (ungarisches Unternehmen, welches für die Industrie „streng geschützte Wälder“ um CO2 im Zuge des Kyoto-Klimaprotokolls zu binden, was auch immer das genau heissen mag. Die Homepage ist englischsprachig).
  • ONC Ocean Nourishment Corporation (australisches Unternehmen, das unter anderem Treibhausgase  für die Industrie binden will, wenn ich das richtig verstanden habe. Auch diese Homepage ist – naturgemäß – englischsprachig).
  • Planktos (Blog der Planktos Inc. auf blogspot.com, befasst sich wie KlimaFa und ONC mit profitorientierten Maßnahmen zur CO2-Reduzierung. Englischsprachig. Der letzte Eintrag datiert allerdings auf den 23.8.2007. Die zugehörige Unternehmens-Homepage www.planktos.com ist nicht mehr zu erreichen).
  • Hier ist die Homepage der in London ansässigen International Maritime Organization, die sich um den Schutz der Meere kümmert, indem sie zu verhindern sucht, dass man diese als Müllkippe missbraucht. Natürlich englischsprachig).

Grundsätzlich ist natürlich nichts verwerfliches daran, CO2 zu binden, indem man Wälder aus Bäumen pflanzt, die in die jeweilige Klimazone gehören. Je vielfältiger und artenreicher, desto besser. Die Frage sei aber erlaubt, ob es sinnvoll ist, dies durch profitorientierte Unternehmen durchführen zu lassen, deren einziger Daseinszweck das Erzielen von Gewinn und nicht der Schutz der Umwelt ist? Und dann noch durch Unternehmen, die andere Unternehmen durch ihre Arbeit aus deren Verantwortung zur Reduktion von CO2-Emissionen zu entlassen – durch Geld? Das kann nicht gut gehen! Das riecht nach einem neuen Betätigungsfeld für die Mafia, wenn Ihr mich fragt!

Man erschleicht sich mit Hilfe der Mafia das Recht im tropischen Regenwaldgürtel ganze Wälder abzuholzen und bezahlt dann die Mafia dafür, dass sie in anderen Regionen Wälder neu anpflanzt, damit das ganze dann CO2-neutral ist? Oder die energieintensive Schwerindustrie bezahlt mafiöse Strukturen dafür, das sie Wälder pflanzt um CO2 zu binden? Ich will damit nicht sagen, dass die bereits existierenden Unternehmen in irgendeinem Zusammenhang mit der Mafia stehen. Dies soll lediglich ein Hinweis darauf sein, dass dies möglich ist, wenn sich heraus stellt, dass es sich hierbei um ein attraktives Geschäftsmodell handelt – die Mafia sucht ja immer nach Investitionsmöglichkeiten für ihr Schwarzgeld, warum also nicht dort? Und wer kann schon so großflächige Maßnahmen wie das Anlegen von Wäldern kontrollieren? Man hat ja jetzt noch nicht den illegalen Holzeinschlag in den Tropenwäldern im Griff, sondern überlässt ihn den gierigen Griffeln der Holzmafia.

Werbeanzeigen

Klimaschutz? Nicht mit uns und schon garnicht jetzt!

In Zeiten der weltweiten Finanzkrise, in der schnell mal – quasi über Nacht – Milliarden und Abermilliarden Dollar oder Euro locker gemacht werden, kommt der Umwelt- und Klimaschutz zu kurz. Das ist logisch, weil es bei jedem Plan, jedem Gesetz, auch Gegner desselben gibt. Schließlich ist die Kunst es allen Recht zu machen, nur direkt vor Wahlen verbreitet. Dann wird allen alles versprochen und wenn die Stimmen abgegeben sind, bleibt entweder alles  beim Alten, oder das Versprochene ist aus irgendwelchen Gründen nicht mehr einzuhalten – Sachzwänge nennt man das wohl!

Und so kommt es dass die, welche von den Gesetzen zum Schutz und zur Rettung des Klimas und der Umwelt am meisten betroffen sind – schlicht deshalb, weil sie die Hauptverursacher der Umweltverschmutzung und der CO2-Emmissionen sind, also die größten Umweltschweine – plötzlich Morgenluft wittern. Im Schatten der Weltfinanzkrise versuchen Sie nun, sich aus den „freiwilligen“ Selbstverpflichtungen  – die sowieso nie eingehalten wurden – herauszuwinden und den Gesetzgeber mit der Drohung massiven Arbeitsplatzverlustes zum Verzicht auf Sanktionen zu bewegen! Offenbar handelt man auf Seiten der Konzerne nach der Maxime: „Wenn wir schon nichts von dem Rettungspaket für die Banken haben, wollen wir wenigstens weiter auf Kosten der Allgemeinheit die Umwelt verschmutzen dürfen!“ Jedenfalls gewinnt man diesen Eindruck, wenn man den Artikel liest, den ich unter der Überschrift  „Gipfeltreffen – EU kann sich nicht auf Klimaschutz einigen“, den ich am 15.10.2008 bei sueddeutsche.de gefunden habe. Einige Mitgliedsstaaten der EU, darunter Italien, Ungarn und Polen und weitere 7 osteuropäische Staaten verlangen geringere Auflagen für den Umweltschutz. Da es sich bei ihnen um solche Länder handelt, die sowieso für ihren laxen Umgang mit den natürlichen Ressourcen bekannt sind, kann man sich vorstellen, wohin ein Nachgeben führen würde.

Ich begreife nicht – tut mir leid, das ich so dumm und naiv bin – daß Menschen ihre Augen vor der Realität der Klimaveränderung derartig verschliessen können. Wie ist es möglich, dass Manager und Führer großer Konzerne die Realität so verzerrt wahrnehmen können? Gemeinhin setzt man bei diesen doch eine gehobene Bildung voraus, damit sie in die Positionen gelangen, die sie in ihren Unternehmen bekleiden. Kann es sein, dass mit der Ausbildung und Vorbereitung auf ihren Job ihr Gewissen gezielt ausgeschaltet wird, damit sie sich nur noch am Gewinn und dem finanziellen Wert der Dinge orientieren? Glauben diese Herren wirklich, dass der Klimawandel und die Umweltverschmutzung an den Grenzen der Staaten halt machen, oder das  es ihnen ihr Geld schon ermöglichen wird an einen Ort zu ziehen, wo die Umwelt nicht verscmutzt und vergiftet ist? Das kann ich einfach nicht glauben! Das will ich nicht glauben!

Das ist unsere Gegenwart! Wird es auch unsere Zukunft sein?

Blast weiter den Dreck in die Atmosphäre - wir haben noch so viel Zeit!

Es sind nicht nur die Zugvögel, die vom Klimawandel massiv betroffen sind, weil sie sich an die rasanten Veränderungen nicht schnell genug anpassen können.Darauf weist der Artikel „Fehlende Anpassung – Klimawandel bedroht Zugvögel“ auf n-tv.de hin, den ich am 15.10.2008 gefunden habe.

Der Mensch könnte sich anpassen – vielleicht! Er hat es aber auch in der Hand, den von ihm verursachten Temperaturanstieg einen Riegel vorzuschieben, indem er endlich sein Gehirn benutzt, dass ihm in der Evolution so gute Dienste geleistet hat und sich nicht nur von seinen Trieben wie Gier und Egoismus leiten zu lassen!

Am 17.10.2008 schreibt n-tv.de unter der Überschrift „Teufelskreis – Arktis viel zu warm“, dass der Klimawandel in der Arktis viel schneller vonstatten geht, als anderswo auf der Welt und für einen Anstieg des Meeresspiegels in diesem Gebiet um 0,25 cm pro Jahr verantwortlich ist. Und weil in der Nordsee das kalte Tiefenwasser immer weniger wird, könnte hier in den nächsten Jahrzehnten der Anstieg des Meeresspiegels besonders stark sein. Wer schützt die Menschen vor den Fluten? Wenn Holland verschwunden ist, in den tosenden Fluten der Nordsee, sind wir bereit die Flüchtlinge aufzunehmen? Haben wir überhaupt genügend Platz für unsere eigene Bevölkerung wenn Niedersachsen, wenn Hamburg, Bremen und Lübeck mitten im Meer liegen?

Al Gore

Al Gore

Eines ist sicher – diejenigen, die das zu verantworten haben, die verantwortungslosen Manager und die korrupten und von den Konzernen bezahlten Politiker, werden bis dahin längst das Weite gesucht haben!

Weitere Links:

Gaia stirbt und alle schauen zu!

Nach einem Bericht von Spiegel-Online breiten sich in den Meeren unseres Planeten sogenannte Todeszonen, große Gebiete mit extrem niedrigem Sauerstoffgehalt, in denen jedes Leben geflohen oder angestorben ist, immer weiter aus. Schuld daran ist der exorbitant hohe Verbrauch an Düngemitteln durch die industrielle Landwirtschaft, gefördert von den großen Chemie- und Genkonzernen.

Frei nach dem Prinzip des John D. Rockefeller, dem ersten Ölmagnaten der Geschichte, der in großem Stil Petroleumlampen kostenlos verteilen lies und dann, als die Leute sich an diesen Luxus des Lichtes zu jeder Tages- und Nachtzeit gewöhnt hatten, sein Vermögen mit dem Verkauf des Petroleums machte, gehen heute die Genkonzerne vor. Sie entwickeln genveränderte Pflanzen, die teilweise sogar insektizide Eigenschaften besitzen, aber nicht zur Saatgutgewinnung durch sammeln der Samen genutzt werden können. Dafür sind sie abhängig von großen Mengen an Kunstdünger, die „glücklicherweise“ von den gleichen Konzernen erzeugt und vertrieben werden und künstlicher Bewässerung. Landwirts, die sich einmal auf dieses Spiel eingelassen haben, kommen nur sehr schwer wieder aus diesem Teufelskreis heraus. Ihr Land ist verseucht mit gentechnisch veränderten Pflanzen die man – wie gesagt – nicht zur Gewinnung von Saatgut nutzen kann, aber deren unkontrolliete Ausbreitung und Einkreuzung in frei vorkommende Pflanzenbestände man ebenso wenig verhindern kann. Der auf die Felder gebrachte Kunstdünger wird vom Regen und den Gewässern ins Meer geschwemmt und tötet durch das dort ausgelöste explosive Algenwachstum sämtliches Leben in immer größeren Gebieten ab. Denn die völlig ausgelaugten und für die Landwirtschaft teilweise ungeeigneten Böden, bedürfen immer größerer Mengen an Kunstdünger, um überhaupt ein Pflanzenwachstum zu ermöglichen. Das Die so erzeugten Pflanzen dann aber auch noch für die Erzeugung von Biosprit oder als Tierfutter eingesetzt werden, macht die Umweltbilanz keineswegs besser!

Kaum einer der Beteiligten, am wenigsten die kräftig verdienenden Konzerne, machen sich Gedanken darüber, was sie Gaia damit antun, indem sie die Flüsse und Meere vergiften. Das Meer ist der Urquell allen Lebens auf dieser Erde. Alles Leben kommt aus dem Meer und kann ohne Wasser nicht überleben. Trotzdem tun alle so, als sei Wasser in unerschöpflichen Mengen vorhanden und könne beliebig verseucht und verbraucht werden!

Ein großer Teil der Menschheit hat allerdings überhaupt keinen Zugang zu sauberem Wasser, um es zu trinken oder sich damit zu waschen, während hierzulande die Menschen sich überhaupt keine Gedanken über den Wasserverbrauch machen, denn wenn man den Wasserhahn öffnet, dann fließt es. Mit Trinkwasser wäscht man das Auto, gießt seinen Garten, duscht mindestens täglich und spült die Hinterlassenschaften seiner zu fetten und ballaststoffarmen Ernährung mit viel, viel Wasser in den Orkus!

Was für ein wunderbares Lebenselixier unser Wasser eigentlich ist. Wir verschwenden es, als sei es nichts wert. Es ist das Blut Gaia’s und der Träger all ihrer Energien! Hier kann man verweilen, sich erfrischen und erholen, die Batterien auftanken im wahrsten Sinne des Wortes. Wo Wasser ist, ist Leben!

Sogar zur Energieerzeugung kann Wasser genutzt werden, dabei ist es an Umweltfreundlichkeit kaum zu übertreffen. Wer denkt nicht an die klappernde Mühle am rauschenden Bach, die ein Sinnbild mitteleuropäischer Romantik war und ist. Dezentrale Ernergieerzeugung ist umweltfreundlich, dass Aufstauen von Flüssen mit Hilfe von Talsperren, bei dem ganze Landschaften überflutet werden, trägt eher nicht zum Umweltschutz bei und wird daher auch sehr skeptisch gesehen -zu Recht wie ich meine!

Wir müssen noch viel mehr tun, um das Wasser und die Umwelt zu schützen, als dies bisher der Fall ist. Der Einsatz von Düngemitteln muss begrenzt werden. Es kann nicht sein, dass jeder Landwirt gemäss den Gewinnbestrebungen der Konzerne den Kunstdünger frei nach dem Motto: viel hilft viel , auf ihren Äckern verteilen und so zu der verheerenden Überdüngung der Flüsse und Meere den Hauptbeitrag leisten.