Marie, da liegt n toter Fisch im Wasser, den mach ma hie…

Nun, es scheint so, als sei es mit dem Müll in den Meeren genauso wie beim Rennen zwischen Hase und Igel! Wenn die Forscher hinkommen, is der Dreck schon da – genau wie in der Politik! Aber machen wir uns nichts vor. Natürlich is nicht nur die Politik Schuld an diesem Desaster, sondern vor allem der Mensch. Einmal als Unternehmer, der diesen Plastikscheiss herstellt und verscherbelt, um Profit zu machen und dann als rücksichts- und gedankenloser Verbraucher, der seinen Müll in der gegend verteilt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Nun wissen wir ja nicht erst seit gestern, dass unsere Meere immer mehr verdrecken und dass die darin lebenden Tiere unter dem Dreck nicht nur leiden, sondern daran verrecken, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Nahrung von dem Dreck drumherum zu unterscheiden! Bei allem respekt vor Eurer Forschertätigkeit, was habt Ihr denn gedacht, wo der ganze Kunststoffmüll bleibt?

Daneben nehmen die Fischbestände immer mehr ab, weil rausgeholt wird, was die Netze aufnehmen und das von allen, die sich dazu berufen fühlen und weils so schön ist, subventionieren die Staaten das Treiben mit Abermmillionen Euronen – wegen der Arbeitsplätze und so und weil man Angst vor dem Zorn der Wähler hat.
Und was macht man, wenn nichts mehr drin is in den Meeren? Höert man dann auf zu subventionieren? Verzichtet man dann auf die Wähler? Warum, zum Geier subventioniert man die Fischereiflotten nicht, damit sie hinaus fahren und den Dreck einsammeln??? Das wäre mal eine sinnvolle Subventionierung zum Nutzen von Mensch und Umwelt. Die Fischbestände hätten etwas Zeit, sich zu erholen und zwischenweitlich könnte man sich in vernünftigen Diskussionen einigen, wie man die Fangquoten so festlegt, dass ein gewisses Mass an Nachhaltigkeit berücksichtigt wird?
Und was macht die EU? Die überlegen lieber, wie man die Plastiktüten verteuern kann, damit die Verbraucher sie nicht mehr kaufen, oder sie versuchen den Mist zu verbieten, vielleicht, wenn die Lobby nicht mal wieder wie so oft zu mächtig ist und der Dreck, der in den Meeren drinne ist, der kann drinne bleiben, weil der kommt ja nicht von uns (wenn man so die Kommentare unter dem Artikel aus (un)berufenem Munde so liest und die einem den Brechreiz ins Gesicht treiben können. Heiliger Sankt Florian, verschone meinen Ozean, denn die in Asien und Afrika sind Schuld!
Und wer machts ihnen vor? Na wir, die Menschen aus den reichen westlichen Ländern, die sich die Erde untertan gemacht haben und mit ihrer „Geiz-ist-geil-Mentalität“ und „bei-uns-gibts-sowas-nicht-aber-die anderen-sind-die-Bösen-Einstellung“ die Nachbarschaft auf dieser Erde beglücken…

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Nicht nur die Meere sind sauer, Muddi auch…

…wenn man sie mit solchen Lappalien wie dem Klimaschutz belästigt. Sie hat Besseres zu tun und Wichtigeres, wie z. B. die CO2-Grenzwerte für die dicken, fetten Bonzenkarren deutscher Premiumhersteller nach oben zu korrigieren. Dabei stören Todeszonen in den Ozeanen nur die Geschäfte der Automobilindustrie.

Die weltweiten Todeszonen haben sich freilich schon derart ausgebreitet, dass sie bis ins Kanzleramt in Berlin reichen! Seit jenem Tag sitzt dort ein Zombie am Schreibtisch der KanzlerIn. Muddi lautet der Name und in früheren Zeiten nannte man sie die KlimakanzlerIn. Aber das ist lange her und nur ein paar Legenden erinnern heute noch an diese Ära! Vom Klima will Muddi nämlich längst nichts mehr wissen. Wie auch, das Klima in Deutschland ist schon so sehr vergiftet, dass man kaum noch atmen kann. Politische Stagnation und die fauligen Auswirkungen des Lobbyismus stinken zum Himmel. Die Reichen fläzen sich dekadent in ihren Penthäusern und überlegen den lieben langen Tag, wie sie ihr Geld a.) vor dem Zugriff des Staates verstecken und b.) wie sie es so ausgeben können, dass außer ihnen niemand davon profitieren kann! Harte Zeiten für arme Schlucker und das Klima, aber wen interessiert das schon? Richtig, keine Sau…

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Der III. Regenbogenkrieger beschreitet den Kriegspfad!

Am Donnerstag, den 20.10.2011 verliess das neue Greenpeace-Schiff mit dem berühmten Namen seine Werft, um zu einer ersten Fahrt aufzubrechen, die es nach Hamburg führen soll. Die Rainbow Warrior III ist eine bahnbrechende Konstruktion, bei der ganz besonders großer Wert auf Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt gelegt wurde.
das Schiff soll bei seinen Einsätzen zum Schutz der Meere und Ozeane weitgehend unter Segeln fahren und damit gleichzeitig beweisen, dass diese alte Technologie des Antriebs von Schiffen keineswegs veraltet, sondern ein sehr zukunftsweisendes Konzept darstellt.
Ich wünsche der Rainbow Warrior III und ihrer Besatzung allezeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!
Gleichzeitig wollen wir an dieser Stelle auch an das Schicksal der Rainbow Warrior I am 10.07.1985 erinnern, die vom französischen Geheimdienst im Hafen von Auckland/Neuseeland liegend, gesprengt und versenkt wurde. Dabei fand der Greenpeace-Fotograf Fernando Perreira den Tod!

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Wer schützt unser Klima?

Wer schon den ein oder anderen Artikel in meinem Blog Tempel der Gaia gelesen hat, der kennt vermutlich meine Einstellung zu der neuesten Mode der Politik und der Wirtschaft, allem, aber auch wirklich allem, einen monetären Wert bei zu messen. Ganz genau, ich halte nicht das Geringste davon! Dabei will ich nicht bestreiten, dass beispielsweise die Natur an und für sich einen Wert hat. Natürlich ist sie wertvoll, sogar sehr und zwar deshalb, weil wir ohne sie nicht überleben können auf unserer wunderbaren blauen Kugel. Dieser Wert ist meiner Meinung aber ein ideeller Wert und eben nicht monetär.

Das Problem der immer mehr aufkommenden Angewohnheit nur das zu schützen oder schützenswert zu finden, das einen in Dollar oder Euro messbaren Wert besitzt, ist eben jener Geldwert. Und wie´s der Teufel will, fand ich gestern diesen Artikel bei FAZ.Net, der sich dieses Problems widmet. Allerdings in einer etwas anderen Beziehung, als ich es mir wünschte. Nun, ich will kein Geheimnis daraus machen, dass ich die FAZ mittlerweile für ein recht reaktionäres Blatt halte, das sich zwar einen objektiven Anstrich zu geben versucht, letztendlich aber wohl mehr oder weniger ein Sprachrohr der Wirtschaft und der mit ihr verklüngelten politischen Kreise ist. Aber wie dem auch sei! Die Presse ist relativ frei in unserem Lande, wenn sie überwiegend das schreibt, was die Herrschenden zu hören wünschen und so kann man der FAZ nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn sie die Fragen des Umweltschutzes aus der ihr eigenen, freiheitlich-christlich unterwanderten Sicht betrachtet. Wem das nicht gefällt, der braucht´s ja nicht zu lesen. Ich tat es trotzdem, natürlich nur, um mich königlich darüber aufzuregen.

Der Artikel „Klimaschutz: Wie man Milliarden für die Atmosphäre verbrennt“ (FAZ.Net vom 14.9.2009) widmet sich den Anstrengungen des Klimaschutzes. Wer sich durch den Artikel liest und ein ganz klein wenig an Umwelt- und Klimaschutz interessiert ist, wird sich verwundert  die Äuglein reiben, wenn er liest

„Die deutsche und die europäische Klimapolitik können einem die Tränen in die Augen treiben“, klagt der Umweltökonom Joachim Weimann von der Universität Magdeburg.

Dass dem wirklich so ist, hielt ich immer für eine Folge verfehlter Umwelt- und Klimapolitik. Weil eben nicht genug dafür getan, weil regenerierbare Energien nicht genug gefördert und die Forschung dieser Technologien nicht genug unterstützt werden, wird wesentlich mehr CO2 ausgestossen, als der Umwelt zuträglich ist. Die FAZ sieht das ein bisschen anders und zwar von der ökonomischen Seite her. Man vertritt den Standpunkt, CO2 könne nur auf eine Art wirklich gespart werden…

…will man verhindern, dass eine Tonne CO2 in die Atmosphäre geblasen wird, kann man an der Leipziger Energiebörse ein Zertifikat für eine Tonne CO2 kaufen und dieses sperren, so dass die Industrie und die Stromkonzerne weniger CO2 ausstoßen dürfen. Ein solches Zertifikat kostet derzeit knapp 15 Euro, in der Spitze waren es vor drei Jahren 30 Euro – also ein Bruchteil der Kosten, die eine Solaranlage zur Einsparung derselben Menge verursacht.

So weit so gut, oder auch nicht. Man hört den weinerlichen Unterton, der lauthals darüber klagt, dass der „Wert“ dieser Zertifikate immer weiter fällt. Und weil es so schön ist, behauptet man gleich – natürlich untermauert von den Theorien der Ökonomen – die Förderung von umweltfreundlichen Technologien zur Energieerzeugung spare nicht nur keine einzige Tonne CO2, nein sie sei wegen der Subventionen dafür verantwortlich, dass der Preis der Zertifikate immer mehr sinke! Der Umweltökonom Christoph Böhringer von der Uni Oldenburg behauptet sogar…

Der Umweltökonom Christoph Böhringer von der Universität Oldenburg geht noch einen Schritt weiter: …“wenn wir die Erneuerbaren Energien zu viel subventionieren, sinkt der CO2-Preis so stark, dass davon die schmutzigsten Technologien profitieren.“

Das genau das möglicherweise auch der Knackpunkt des Zetifikatehandels ist, scheint dabei niemanden zu interessieren!

Naja! Das die Politik, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Politik macht, die unserer Umwelt am meisten zugute kommt, mag daran liegen, dass die Wirtschaft durch die allgegenwärtigen Lobbyisten mit ihren prall gefüllten Geldsäcken, einen größeren Einfluss haben, als absaufende Eisbären, schmelzende Gletscher oder steigende Meeresspiegel. Die Wirtschaft ist an einem umfassenden Umweltschutz aus naheliegenden Gründen wenig bis garnicht interessiert. Erstens kostet er Geld, das dann eben beim Gewinn fehlt und zweitens sorgt er angeblich dafür, dass die davon betroffenen Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig sind. Und spo kommt man zu dem Schluss…

…“die Klimapolitik ist im Würgegriff der Bürokraten“, kritisierte Böhringer. Er plädierte dafür, den Markt stärker zu nutzen. Der Emissionshandel sei das richtige Instrument. Dabei entsteht der geringste Wohlstandsverlust, weil genau jene Unternehmen und Wirtschaftsbereiche ihre Produktion verringern, die hohe Emissionen und hohe Vermeidungskosten haben. Der Zwang zum Kauf von CO2-Zertifikaten treibt den technischen Fortschritt an und fördert Investitionen, um Emissionen zu reduzieren.

Für mich persönlich stellt sich dieses Problem ein wenig anders dar. Ich glaube, dass alles, was man nach einem Wert in Dollar oder Euro bewerten und beurteilen kann, auch gehandelt werden kann. Soweit würde mir wahrscheinlich sogar die FAZ zustimmen. Was aber einen pekuniären Wert hat, das wird auch auf dei ein oder andere Weise verkauft, wird zum Ziel von Spekulation und kurzfristigen Gewinnmitnahmen. Länder in finanzieller Not könnten sich gezwungen sehen, oder vielleicht auch gezwungen werden, ihre Anteile beispielsweise am Regenwald, CO2-Emissionen, die Meere, Rohstoffe und was auch immer an Spekulanten und/oder Konzerne zu verkaufen. Und was geschieht dann? Holzkonzerne zum Beispiel könnten Regenwald billig erwerben (wie sie es heute schon mit den Lizenzen zum Holzeinschlag tun, indem sie korrupte Beamten bestechen und Regierungsstellen schmieren) um diesen dann abzuholzen und zu Gartenmöbeln verarbeiten. Wer will sie daran hindern, wenn sie Eigentümer des Waldes sind? Alles was gehandelt wird, lädt zu Spekulation und zum Betrug ein. Die Finanzkrise, die wir angeblich bereits überwunden haben, ist ein „wunderschönes“ Beispiel. Glaubt wirklich jemand, die von Gier zerfressenen Bankster, die das gesamte Bankensystem mit ihrer Zockerei fast in den Ruin getrieben haben, würden vor der Umwelt oder dem Schutz der Atmosphäre haltmachen? Sobald die Preise für Zertifikate steigen, sobald der regenwald einen wirklichen Wert darstellt, wird er zum Ziel von hemmungsloser Spekulation werden. Die Atmosphäre interessiert nur, wenn man an den CO2-Zertifikaten Gewinn machen kann und zwar je mehr desto besser!

Sind wir bereit oder besser, sind wir in der Lage, diese Spekulationen zu verhindern und notfalls aberhunderte von Milliarden Dollars und Euros in ein marodes Zertifikatshandelssystem zu pumpen, wenn das Klima umkippt? sicher nicht! Aber den Spekulanten schmeissen wir es gern hinterher, damit sie – kaum ein Jahr nach dem Beinahezusammenbruch (oder der Fast-Kernschmelze, wie Steinbrück es formulierte), kennt die Gier des kapitalistischen System keinerlei Grenzen mehr. Nichts gelernt aus den Fehlern, oder sie bewusst ignoriert, frei nach dem Motto, wir fressen jetzt Kreide, bis die Krise vorbei ist und dann schneiden wir uns wieder ein Stück aus dem Kuchen heraus? Die andeutungsweise eingeführte Kontrolle durch den Staat, die in den Industrieländern mit den milliardenschweren Staatshilfen verbunden war, wir rasch wieder abgeschüttelt (schließlich ist sie nicht nur lästig, sondern hindert die Bankmanager auch daran das zu tun, was sie ihrer Meinung nach am besten tun können – Geld machen!).

Wer das Klima retten will, wer dafür sorgen will, dass es auch in 50 Jahren noch so etwas wie Regenwald auf diesem Planeten gibt, wer unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Umwelt hinterlassen will, der darf eines nicht tun – die Natur, das Klima, den Regenwald dem Zugriff der Spekulanten ausliefern! Der sogenannte freie Marktwirtschaft – andere sagen schlicht und einfach der Kapitalismus – lässt sich nicht nur nicht kontrollieren und versucht von daher sich jeder staatlichen oder sonstwie gearteten Kontrolle zu entziehen, er will auch alles zu Geld machen und Gewinn erzielen. Liegt der meiste Gewin darin die Luft zu verschmutzen, dann wird es getan. Liegt der vermeintliche Gewinn in der Abholzung des Regenwaldes, dann wird er diesem Streben geopfert ohne Gnade, ohne jede Rücksicht! Das Kapital, der Markt und die Konzerne wirtschaften nur im Eigeninteresse, nie zu Gunsten der Allgemeinheit. Wer sich der Hoffnung hingibt, der Markt reguliere das mit dem Umwelt- und Klimaschutz schon, nur weil ein paar CO2-Zertifikate auf den Markt geworfen werden, der gibt sich einem verhängnisvollen Trugschluss hin. Schließlich hat die Einführung der Strombörse in Leipzig auch sehr rasch dazu geführt, dass die Preise manipuliert und die Strommengen künstlich verknappt wurden, um den Preis hoch zu treiben!

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Meer oder weniger?

Es wird Zeit, der Politik mal wieder den Marsch zu blasen und die spitzen Schuhe anzuziehen (auch wenn´s an den Zehen ein wenig drückt), um sich arschtretenderweise durchs Tagesgeschehen kämpft. Schießlich soll der Getretene ja auch was merken! Aber warum das Ganze? Es gibt mal wieder einen richtig coolen Betriebsausflug für die hauptberuflichen Bedenkenträger aus Politik und Wissenschaft. Schwachkopf meets Fachidiot!

Natürlich weiss ich, dass sich das ziemlich krass anhört, aber besondere Umstände rufen nach besonderen Massnahmen und so sehe ich mich genötigt, denen einen Spiegel vorzuhalten, die da so tun, als kümmere sie der Zustand Gaias tatsächlich. Auch wird der Eindruck erweckt, man sei sich im Grunde ja eigentlich schon einig und man träfe sich ausschliesslich zu dem Zwecke, die längst überfälligen Rettungsmassnahmen zu beschliessen, die dafür sorgen könnten, dass unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Welt leben können. Diese sind zwar dringendst notwendig und meist tun sowohl Politik, als auch Wissenschaftler so, als wüsste man genau, was man da tut, aber letztendlich diktieren ausschliesslich monetäre Interessen die Schutzziele! Hinter jeder Regierung steht eine fleissige Lobbyorganisation, von der offiziell niemand so genau weiss, wer ihr angehört und wem sie aus ihren wohlgefüllten Börsen das ein oder andere Präsent zukommen lässt. Wer gut schmiert, der gut fährt, denken sich die Konzerne und da der bevorzugte Schmierstoff in der Politik Geld ist, wirft man damit um sich, dass es eine wahre Pracht ist. Offenbar lohnt es sich, denn die Wirtschaft tut nichts, wenn es nicht Gewinn verspricht!

Also haben sich dieser Tage 5.000 (in Worten fünftausend) Politiker und Wissenschaftler auf den mühseligen Weg nach Indonesien gemacht, um sich über die Folgen des Klimawandels für die Ozeane und Meere zu beraten. Naja, in Wirklichkeit bestand das einzig mühsame auf dieser Reise vermutlich darin, sich von der chauffierten Regierungslimousine mit 300 oder mehr PS in die VIP-Lounge des jeweils nächstgelegenen Flughafens zu schleppen und auf den First-Class-Flug ins Reich der Zehntausend Inseln zu warten. Und so sitzen sie da nun, in einem tropischen Inselparadies und „beraten“ darüber wer wann wieviel Schmutz in die Meere pumpen darf, wer die Fische mit hochtechnisierten Fangflotten aus dem Ozean holt und wer die Kosten dafür übernimmt, die Küsten Indonesiens vor dem nächsten Tsunami zu schützen.

Am Ende gibt es dann wieder eine fein gedrechselte Abschlusserklärung, die ebenso hirn- wie folgenlos für diejenigen ist, die sich an die „Vereinbarungen“ nicht halten können oder wollen. Und dann geht´s munter weiter mit der Plünderung – sollen sich doch andere darum kümmern, solange wir noch ein Geschäft mit den Ressourcen unserer Mutter Erde machen können! Hauptsache man hat der Welt und den dämlichen Wählern mal wieder gezeigt, wie wichtig einem nicht nur die Umwelt, sondern auch die Zukunft ist. Jedenfalls so lange, wie es keine Wirtschaftskrise gibt. Aber weil´s die nun mal gerade gibt, darf der Schutz der Umwelt nichts kosten und auch keinen Konzern in seinem Treiben einschränken. Wo kämen wir denn da hin, wenn Gaia wirklich geschützt würde? Eben, kaum einer würde soviel Glück ertragen! Ausser ein paar Euro und vielen warmen Worten, wird es nicht viel geben, aber Zeit, Zeit hat man genug und so wird man sich auch im nächsten und übernächsten Jahr noch treffen können, vielleicht bald schon an den sonnigen Palmenstränden Grönlands, das dann seinen Namen endlich zu Recht tragen dürfte.

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Überfischung – die Meere werden leergefressen!

Kaum zu glauben aber wahr und eigentlich war es nicht anders zu erwarten. Die Richtlinien für verantwortliche Fischerei (natürlich „freiwillig“ und schon von daher dafür prädestiniert, nicht eingehalten zu werden), werden von den 53 Staaten, die 96% der Meerestiere plündern, nicht eingehalten. Dies berichtet n-tv.de unter „Erschreckende Überfischung – Richtlinien nicht eingehalten“.

Deutschland findet sich auf der Liste der“ Meer-Schweine“ auf dem 20 Rang, was noch weit hinter einigen Drittweltländern liegt und eigentlich ein Grund sein sollte, sich zu schämen. Weit vorne liegen Norwegen, Australien und neben anderen sogar die USA und das will schon was heissen.

Was bringen freiwillige Vereinbarungen?

Eines jedoch wird deutlich, wenn man sich die Ergebnisse einer Untersuchung betrachtet, die die Umweltorganisation WWF gemeinsam mit einer Gruppe der University of British Columbia in Vancouver durchgeführt hat. Freiwillige Vereinbarungen sind Scheiße! Will man wirksame Massnahmen ergreifen, die die Vielfalt des Lebens auf unserer Mutter Erde erhalten und schützen, weil diese Vielfalt unabdingbar ist, um die Menschheit auch in Zukunft ausgewogen und gesund ernähren zu können, muss es rechtlich bindende Vorschriften geben! Diese bindenden Vorschriften sind von überstaatlichen Organen zu kontrollieren, Verstöße dagegen hart zu ahnden. Um Gaia lebendig zu erhalten, müssen die Staaten gezwungen werden, sich an Regeln zu halten – ohne Wenn und Aber!

Freiwillige Vereinbarungen der Industrie haben noch nie zu den versprochenen Effekten geführt – siehe das Beispiel der deutschen Automobilindustrie, die die „freiwillige Verpflichtung“ den CO2-Ausstoss der von ihr produzierten Fahrzeuge bis zum Jahr 2012 auf einen Wert von 120g/km zu senken, nicht nur nicht eingehalten, sondern eine spürbare Senkung des CO2-Ausstosses sogar auf das Jahr 2015 verschieben konnte, indem sie sich auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise berief. Solche freiwilligen Beschränkungen haben immer nur und ausschließlich das Ziel, Zeit zu gewinnen, keinesfalls sind sie geeignet der Natur oder Umwelt zu dienen!

Was ist zu tun um die Meere zu retten?

Wenn man sich das erst einmal klar gemacht hat, versteht man auch den Sinn hinter solchen Vereinbarungen. Warum werden sie getroffen, wo doch jeder weiss, dass sich keiner dran hält?

  1. Die Politiker sonnen sich im Glanz eines Erfolges, wenn der Industrie solch eine  Vereinbarung abgerungen wurde – man kann dem Wähler zeigen, dass man was tut für sein Geld.
  2. Die Industrie kann behaupten, sie würde sich für die Umwelt engagieren und nicht nur an ihren Profit denken – nun kann sie weiter ihre Lobbyisten mit Taschen voller Geld in die Ministerien und zu Veranstaltungen schicken, auf denen sich das Who-is-Who der Politik trifft und diese dafür belohnen, dass sie es der industrie so leicht gemacht und diese vor rechtlich verbindlichen Vorschriften geschützt hat.
  3. Der Wähler wiederum wundert sich, weil die Industrie keine günstigen, verbrauchsarmen Fahrzeuge herstellt. Also kauft er weiter die Porsche Cayenne, VW Tuareg, Mercedes ML/GL oder was auch immer, den BMW X3/5/6 und fährt allradgetrieben seinen Nachwuchs in die 300 m entfernte Schule. Allen wohl und keinem Wehe! Aber weil die Regierung bei der Umweltpolitik so versagt und weil die Industrie wissentlich die umwelt zerstört, geht er eben beim nächsten Mal nicht zur Wahl und fertig!

Das sind die Fakten. Aber zum Glück ist es nicht so, dass man sich nur darauf verlassen muss, dass die Regierung endlich ihren Arsch bewegt und die Industrie und die Großkonzerne in den selbigen tritt. Denn wenn die Politiker ehrlich wären (aber das sind sie nicht, behaupte ich jetzt einfach mal), müssten sie sich selber in den Arsch treten. Politik und Wirtschaft sind derartig eng miteinander verzahnt und verwoben, dass eine Trennung der Interessen nicht mehr möglich erscheint. Also muss man sich darauf verlassen, dass sich andere, unabhängige Organisationen darum kümmern, was in punkto Umwelt- und Naturschutz so abläuft.

Greenpeace ist immer für eine Aktion gut, aber auch Robin Wood und WWF. Der Schutz der Meere und insbesondere die Rettung der Wale aber ist das Spezialgebiet der Organisation Sea Shepherd, die mit ziemlich robusten Mitteln gegen schwimmende Fischfabriken und Walfänger vorgeht, die ohne jede Rücksicht und ohne sich um internationale Vereinbarungen zu kümmern, die Meere ausplündern und regelrechte Unterwasserwüsten hinterlassen. Whale Wars heisst das dann (Wal-Krieg!) und wenn es nach meiner bescheidenen Meinung geht, ist die Sprache der Gewalt die einzige Sprache, die diese Umweltverbrecher vertehen. Darum ist gerade diese Organisation jeden Cent an Spendengeldern wert, den sie erhält. Sogar Seine Heiligkeit der Dalai Lama unterstützt Sea Shepherd.

Was tut Sea Shepherd für den Schutz der Meere?

Captain Paul Watson, der Kopf von Sea Shepherd, führt auch ein Blog auf der Homepage seiner Organisation. Hier kann man sich als Member registrieren lassen und wird dann 2-mtl. mit einem Newsletter informiert, kann Spenden loswerden usw. Schaut´s Euch selbst mal an! Und hier noch ein paar Videos, damit ihr mal sehen könnt, was auf dem unendlich weiten Ozean so abgeht, wenn Captain Paul Watson mit seinem gut ausgerüsteten Kriegsschiff  „Steve Irwin“ auf japanische Walmörder trifft:

Dieser Mann, Paul Watson und Sea Shepherd sind für mich mehr als beeindruckend. Es sollte mehr solche mutigen Männer und Frauen und Organisationen geben, die sich derart massiv und aktiv für unserer Mutter Erde einsetzen!

Und hier noch was Musik. Auch nicht schlecht!

Ich vermute wieviele andere auch, der Krieg der Zukunft wird nicht zwischen Staaten und Bündnissen stattfinden, auch nicht zwischen verschiedenen Kulturen und/oder Religionen. Die Kriege werden toben um Nahrungsmittel und Ressourcen, um Wasser und fossile Brennstoffe, um das Überleben unserer wunderbaren, so zerbrechlichen Mutter Erde!

Der Tod der Korallen

In den Meeren geht der Tod um – leise schleicht er durch die Küstengewässer und killt die Korallen, deren Kalkskelette Riffe bilden und so die Küsten vor der Urgewalt des Wassers schützen. Gleichzeitig sind sie die Kinderstube ungezählter Fischarten, quasi die Regenwälder der Meere, wenn man so will. Ursache des Korallensterbens sind die steigenden Wassertemperaturen, bedingt durch die weltweite Klimaveränderung! Darauf weist nt-v.de in einem Artikel vom 10.7.2008 hin.
Diese Bilderserie, die ich ebenfalls auf nt-v.de gefunden habe, zeigt die fantastische Unterwasserwelt der Korallenriffe, Bilder die vielleicht in Zukunft unwiderbringlich verloren sind, wenn der Klimawandel so weitergeht wie bisher!