Ein bisschen dicke Luft

Ach es ist ein Graus. Niemanden interessieren die Abgaswerte in der Realität und damit sie auf dem Prüfstand wenigstens halbwegs stimmen, wird halt einfach beschissen, betrogen und gelogen, dass sich die Abgassonden biegen! Nur bei VW? Aber nein, keine Spur, es dürfte nicht einen Autohersteller geben, der reale Werte ermitteln ließ – von wem auch immer. Nun haben externe Tester verschiedene Autos geprüft und dabei zum Teil erhebliche Abweichungen festgestellt. Und die Hersteller sagen natürlich, die Tests seien nicht miteinander vergleichbar. Das stimmt natürlich, schließlich fand der eine Test auf dem Prüfstand statt, der andere auf der Straße. Nun fragt sich der unbedarfte Autofahrer freilich, wieso für die Zulassung seines schadstoffarmen, steuerbegünstigten, oder gar -befreiten Diesel, die Messdaten des Prüfstandes massgeblich sind und nicht die auf der Straße erhobenen Daten. Schließlich fährt man nach der Zulassung meist mehr auf öffentlichen Straßen und eher weniger auf Prüfständen. Vor allem, wenn die Prüfstände irgendwo fest installiert sind. Das würde die viel gepriesene Mobilität schon sehr empfindlich einschränken!
Aber wenn man die Messwerte der Straßentests zur Berechnung der Steuern heran zöge, würde man vermutlich keine Steuern sparen können. Sicherlich erreichte auch kaum noch ein Fahrzeug die Euro-6-Norm. Wahscheinlich nicht einmal Euro 5. Und das wirft dann wieder die Frage auf, wie wollen denn die klimabesorgten Fachidioten in der Politik die CO2-Emmissionen reduzieren, die zwar nur auf Basis freiwilliger Selbstbeschränkung (oder war es Selbstüberschätzung?) fest gelegt wurden und unsere Welt und ihr Klima retten sollen?
Sollten wir nicht viel eher davon ausgehen, dass bei den Emmissionen der Kraftwerke, insbesondere der kohlebefeuerten, genauso und noch viel schlimmer beschissen wird? Und ich fräge mich auch, und wenn ich falsch liege, möge man mich korrigieren, ob die Veröffentlichung gefälschter Messwerte den gleichen positiven Einfluss auf unser Klima und die Erdtemperatur haben könnten, wie reale Massnahmen zur CO2-Reduktion? Was dann aber gleich wieder bedeutet, dass es eigentlich vollkommen egal ist ob und was wir gegen die Erderwärmung unternehmen, weil wir sowieso kein belastbares Zahlenmaterial haben und unsere Klimarettung mehr oder weniger auf unbewiesenen Vedrmutungen und Annahmen fußen.
Man erkennt aber bei kritischer Betrachtung, dass es ein fataler Fehler ist, der Industrie Vertrauen zu schenken und davon ausgehen, sie würden schon auch nicht die Zerstörung der Welt und der Lebensgrundlagen wollen. Entgegen aller Behauptungen aus Politik und Wirtschaft ist es vielmehr so, dass lediglich der Profit von irgend einem Interesse für die Wirtschaft ist. Und wenn die Wirtschaft profitiert, profitiert auch die Politik, keine Frage!
Vielleicht sollten wir Industrie, Wirtschaft, und besonders Konzerne einfach uter dem Aspekt betrachten, dass es sich bei ihnen um legalisierte kriminelle Organisationen handelt, die sicher auf Kosten der Gesellschaft agieren, niemals aber zu ihrem Gunsten!

Werbeanzeigen

Manchmal kommt es anders…

…als man denkt! Utopia.de hat am 28.1.2009 unter der Überschrift „Smart vs. VW vs. Greenpeace“ unter anderem zwei Filmchen eingestellt, die zeigen wie es einem Konzern ergehen kann, wenn er sich mit einem Thema übernimmt, von dem er keinerlei Ahnung hat, z. B. dem Umweltschutz. Ich versuche das Ganze mal kurz sinngemäß zusammen zu fassen. Aber Ihr solltet nicht vergessen, den gesamten Artikel bei Utopia durchzulesen, der geht nämlich auch ganz schön ab!

Zuerst der Videoclip, mit dem Smart sich sowohl über VW, als auch den Umweltschutz lustig machte:

Und weiter gings. VW fühlte sich getroffen und fing sofort an zurück zu bellen, mittels einer Anzeige die den Vorwurf der Spritschluckerei widerlegen sollte:

Prompt folgte die Antwort auf diese Anmassung in Form einer Gegenanzeige:

Naja, aber der Hammer kam dann zum Schluß und zwar von Greenpeace höchstselbst, mit einem Videoclip der besonderen Art:

Wer zuletzt lacht, lacht eben immer am Besten!

Die Antarktis heizt sich auf!

Wer hätte gedacht, dass aus gerechnet die Antarktis, die wohl eisigste Landschaft unserer Mutter Erde, sich aufheizt, genauso wie der rest der Welt? Mal ehrlich, warum um alles in der Welt, sollte die globale klimaerwärmung – die ja nicht umsonst so heisst – ausgerechnet vor der Antarktis halt machen? Nun ist er also auch offiziell in der Antarktis angekommen, der Klimawandel – erstaunt stellt man fest: Es ist „Gar nicht so kalt“ (dies schreibt die Süddeutsche Zeitung auf sueddeutsche.de am 21.1.2009).

Nichts dran an den Beteuerungen der Wissenschaftler, die da behaupteten, die Antarktis kühle, entgegen des allgemeinen Trends zur Erwärmung, eher aus? Schon seit 50 Jahren steigt dort die Temperatur, hat man nun festgestellt und es grenzt an ein Wunder, dass man nun plötzlich in der Lage ist, die installierten Termometer korrekt abzulesen und die Satellitendaten richtig zu interpretieren. Zwar liegt der Temprearturanstieg seit 1957 nur bei 0,6° C.

Auch n-tv.de schreibt am 21.1.2009 unter „Die vier Jahreszeiten – Zyklus verchiebt sich“. Zwar beträgt die Verschiebung hier nur 1,7 Tage, aber das ändert an der Realität, den Ursachen und den weltweiten Auswirkungen des Klimawandels überhaupt nichts.

Da kommen solche Vorschläge wie der von Bundesfinanzminister ……besonders unpassend daher (Artikel auf sueddeutsche.de am  21.1.2009 unter „Entlastung für Spritschlucker – Bund will Kfz-Steuern für große Autos senken“). Oberklassewagen vom Schlage eines Audi A8 und ähnlich überdimensionierte Fahrzeuge (BMW, Porsche, Mercedes usw.) sollen künftig weniger Kfz-Steuern bezahlen als bisher. Auch ´ne Art, die Wirtschaft anzukurbeln . Denen die sowieso schon genug haben (denn ein Hartz IV-Empfänger fährt vermutlich kein Auto dieser Größenordnung, viel eher kann er sich aber gar kein Auto leisten!), gibt man noch mehr, damit sie es den „notleidenden Banken“ geben können – zum Anlegen für später oder so?

Mir lag beim Lesen des oben genannten Artikels der verzweifelte Ausruf auf der Zunge:   „So nehmt doch endlich Vernunft an!“ Dann fiel mir ein, dass diese Vorschläge vielleicht von „externen Mitarbeitern“ – von ihren Konzernen auch weiterhin bezahlt (böse Menschen wie ich behaupten dann immer, das wäre Lobbyarbeit, aber das stimmt natürlich nicht, oder?) für die armen, überlasteten Finanzbeamten ausgearbeitet wurde und Beamte dürfen ja bekanntlich nichts annehmen – nicht mal vernunft wie´s scheint!

Ich will nicht alles schlecht reden und es ist sicher nicht einfach, zuverlässige Messdaten von einem der abgelegensten Gebiete der Erde zu gewinnen und auch korekt auszuwerten. Wir können aber nicht allen Ernstes die Augen vor der Realität verschließen und glauben, die globale Erwärmung finde nur begrenzt statt! Das ist nicht nur ein Trugschluß, das ist Schwachsinn! Die Erderwärmung bleibt nicht vor den Grenzen von Staaten und Kontinenten stehen! Sie ist eine Bedrohung für die gesamte Menschheit und darum müssen wir endlich handeln und nicht bloß schwätzen. Heute so und morgen wieder so, wie es uns angela Merkel vormacht – das ist gelinde gesagt Scheiße (verzeihen Sie mir bitte meinen verbalen Ausbruch Frau Bundeskanzlerin!).

weiterführende Links:

  • Achtung, wenn Ihr den Links des Artikels der Süddeutschen folgt. Da präsentieren sich Atomkraftwerksbetreiber in Gestalt des sogenannten Informationskreises KernEnergie auf der Homepage kernfragen.de mit Downloadmöglichkeiten von Atomkraft-Propagandamaterial als die bereits in einem anderen Post vorgestellten „ungeliebten Klimaschützer“. Immerhin gibts hier auch eine Standortkarte der Atomanlagen in Deutschland, damit Ihr eure Aktionen gegen die Atomenergie auch vernünftig planen könnt!
  • Und auf der Linkseite von kernenergie.de findet ihr das Who-is-Who der Atomenergie aufgelistet. Ganz interessant zu erfahren, wer seine „sauberen“ Hände in dem dreckigen Geschäft mit der Atomenergie drin hat!
  • Bei greenpeace.de findet Ihr wichtige Nachrichten, die für unsere Zukunft und die Zukunft der Erde von wesentlicher Bedeutung sind. Informiert Euch und beteiligt Euch an Aktionen gegen die Zerstörung unserer Umwelt durch die Großkonzerne und verantwortungslose Politiker!
  • NABU.de ist ebenfalls sehr engagiert im Kampf für den Erhalt der Natur und der Umwelt.
  • WWF.de, weltweit vertreten im Kampf für den Schutz der Natur.

So helft der notleidenden Automobilindustrie!

Nachdem vor Jahresfrist die Autohersteller, vor allem in Deutschland, jeden Versuch zu einer deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstosses mit der geballten Macht ihrer Lobbyisten ziemlich erfolgreich torpediert haben, stehen sie heute vor dem Abgrund. Und die Politiker stehen auch. Nämlich Schlange, um der notleidenden Automobilindustrie mit Milliardenhilfen in den Arsch zu kriechen! Noch rutscht nur Opel vor der Politik auf den Knien herum um Milliardenbürgschaften (Krise bei Opel, Absatzeinbruch bei Daimler : Politiker eilen Autobauern zu Hilfe; Artikel der Netzeitung vom 15.11.2008) zu erhalten. Aber mit längerer Dauer der Krise werden sich auch die anderen Konzerne (auch diejenigen aus dem sogenannten Premiumsegment) nicht zu schade für den Gang nach Canossa sein!

Auch ich weiss, dass an der Automobilindustrie hunderttausende Arbeitsplätze hängen. Aber ich frage  mich schon, wie es sein kann, dass ein ganzer Industriezweig die Wünsche der Konsumenten nach sparsamen und schadstoffarmen Autos konsequent ignoriert, gegen die halbherzigen Versuche der Politik nach einer Reduzierung des Schadstoffausstosses Sturm läuft und dann, wenn keiner mehr die Spritfresser kaufen will nach Hilfe vom Staat schreit! Und dem Verbraucher will man den Kauf von Neuwagen (spritschluckend und  massig CO2-emmitierend wie eh und je) schmackhaft machen, indem man ihm die Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von vielleicht 150 Euronen (für ein Durchschnittsauto) für ein Jahr erlässt!

Technisch ist ein weit geringerer Schadstoffausstoss, als heute noch üblich, längst kein Problem mehr. Man muss es nur wollen – oder die Autoindustrie eben dazu zwingen. Frei nach dem Motto: „Wess´Brot ich fress`, des Lied ich sing“, sollten die Hilfen an die Automobilindustrie mit verbindliche Zusagen zum Schadstoffausstoss verknüpft werden! Ich weiss, es ist nicht nett, Unternehmen in Not so auszunützen, aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, um die notwendigen Ziele zur Rettung unseres Klimas in der kurzen, verbleibenden Zeit zu realisieren. Andererseits bin ich mir ziemlich sicher, dass unser lieber Herr Glos, seines Zeichens Bundeswirtschaftsminister und ein ausgewiesener Spezi sowohl der Atom- wie auch der Autoindustrie, eher dazu neigt, die Steuergelder aus reiner Selbstlosigkeit zu verschenken und im Hinblick auf den Klimaschutz weiter auf die „freiwilligen“ (und natürlich völlig unverbindlichen) Zusagen der Industrie zu setzen.

Man muss sich einmal klar machen, wie völlig am Klimaschutz vorbei die Automobilindustrie neue Modelle entwickelt und auf den Markt bringt. Beispiel gefällig? Aber bitte:

  1. Wisst Ihr, was ein Sports Activity Coupe ist? Nein? So bezeichnen die Bayrischen Motoren Werke ihren neuen BMW X6, ein Teil, das von seiner Auslegung her in unserem mitteleuropäischen Strassennetz etwa so nützlich sein dürfte wie ein Kropf. Folgende Motorisierungen werden angeboten:                  3,0 ltr. 6-Zylinder Benziner: 225 KW/306 PS, CO2-Emission 262 g/km; Verbrauch 10,9 ltr./100 km (Werksangabe);                                                                                                                              3,0 ltr. 6-Zylinder Diesel: 173 KW/235 PS, CO2-Emission 217-220 g/km (was auch immer das bedeuten mag); Verbrauch 8,3 ltr./100 km (im Prospekt steht was von „einzigartig niedrigem Verbauch“ – da versteh ich zwar was andres drunter, aber das steht so da!);                                      4,4 ltr. 8-Zylinder Benziner: 300 KW/406 PS, CO2-Emission 299 g/km; Verbrauch 12,5 ltr./100 km (Werksangabe – die Zeitschrift Auto Motor Sport misst allerdings bei einer Testfahrt einen Durchschnittsverbrauch von satten 18,5 ltr./100 km!);
  2. Aber nicht nur die Bayern sind Schöpfer von unnötigen Monsterautos und auch noch stolz darauf. Die Schwaben mit dem Stern haben auch ein großes Faible für Autos, die hierzulande niemand braucht, außer um damit zum Bäcker oder zum Zigarettenautomaten um die Ecke zu fahren. Ich will hier nicht von der Mercedes M-Klasse oder der G-Klasse (siehe technische Daten der Motoren, bei denen die CO2-Emissionen jenseits von Gut und Böse liegen) sprechen, denn die gibts schon länger. Ich rede hier vom Mercedes GL und Mercedes GLK deren Daten ich jetzt nicht im einzelnen aufzählen mag. Wen es wirklich interessiert, der kann selber schauen. Aber mit solchen CO2-Emissionen würde es mir als Hersteller auch übel aufstoßen, wenn mir ein Politiker was von 120 g CO2/km erzählen würde!

Mit den technischen Möglichkeiten, die besonders den deutschen Automobilherstellern zur Verfügung stehen, sollte eigentlich die Konstruktion eines extrem schadstoffarmen Motors möglich sein. Aber offensichtlich ist es nicht wünschenswert. Denn ein Motor ist entweder extrem stark, (und damit meistens überflüssig) oder eben schadstoffarm. Eine Kraftfahrzeugsteuer, die sich am Schadstoffausstoß orientiert, könnte die Automobilkonzerne motivieren, sich nicht mehr nur über die PS-Zahl ihrer Fahrzeuge zu definieren!

Das es auch anders geht, könnte der Loremo eindrucksvoll demonstrieren, der zwar bisher noch nicht in Serie gebaut wird. Aber immerhin durchbricht er den Teufelskreis des immer größer, immer stärker, immer schwerer und immer umweltschädlicher, indem seine Konstruktuere einen Weg einschlagen, der genau in die andere Richtung geht. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt nicht irgendwann aus Geldmangel zu Grunde geht, sondern sich auch am Markt durchsetzen kann. Und schlecht sieht das Teil nun wirklich nicht aus. Es macht Lust auf mehr – mehr Innovation, mehr Vernunft, mehr Spaß, mehr Zukunft!