Das Leben ist so ungerecht – wenn man reich ist!

Deutschland und die deutsche Wirtschaft stehen angesichts der exorbitanten Erhöhung des Mindestlohns um sagenhafte 34 Cent vor dem völligen Zusammenbruch! Aber der CDU-Wirtschaftsrat hatte es ja schon immer gewusst und davor gewarnt, wie der einsame Rufer in der Wüste des Sozialstaates. Jeder Cent für die Armen, ist ein Cent zuviel. Jede Erhöhung des Mindestlohnes lockt noch mehr Menchen in die soziale Hängematte und verführt zu einem dekadenten Lebensstil in den Slums und Ghettos der Großsstädte auf Kosten der notleidenden Arbeitgeber! Nach den Worten des CDU-Wirtschaftsrates habe man das Prinzip „Sozialpartnerschaft“ wohl nicht ganz verstanden. In den Augen der Konservativen Marktdemokraten bedeutet „Sozialpartnerschaft“ den einseitigen Verzicht der untersten Lohngruppen auf ungerechtfertigte Lohnforderungen, um mit Unterstützung der Gewerkschaften ihren Teil zur Föderung und zum Schutz der deutschen und nicht zuletzt der europäischen Wirtschaft beizutragen! Selbstverständlich sei der Staat dafür verantwortlich, dass Menschen im Niedriglohnsektor Unterstützung erhielten. Allerdings dürfe sich die nur im Rahmen dessen bewegen, was an Steuerzahlungen durch die Arbeiter und Angestellten in die Staatskassen einbezahlt werde. Die Erhebung und Eintreibung von willkürlich festgesetzten Steuern, oder sogar Erbschaftssteuern, seien seien nicht nur ungerecht, sondern führten zu extremer sozialer Ungleichheit zu Lasten der Besserverdienenden und Leistungsträger. Wer wolle, das auch weiterhin jedes Jahr mehrere tausend Millionäre in Deutschland zusätzlich ihre Steuern sparen können, kann nicht gleichzeitig die Unterschichten, Familien oder gar Rentner mit ungerechtfertigten Zahlungen zum Nichtstun anhalten! Soziale Gerechtigkeit ist nur möglich, wenn Millionäre ungerecht behandelt, oder gar besteuert werden! Deshalb plädiere man für die asoziale freie Marktwirtschaft! -.-

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Wir kriegen nie das, was wir verdient haben!

Ja, das sagt doch einiges über die Zustände in dieser Gesellschaft aus! Wenn ich das richtig interpretiere, dann liegt der durchschnittliche Facharbeiterlohn bei 3.024 Euro im Monat! Und die Leute, die euren Dreck wegmachen, oder euch die Justin-Bieber-Frisuren schneiden (wobei ich das dann wieder verstehen kann), oder eure Kinder erziehen, oder eure geleasten Schwanzprothesen mit 500 PS reparieren, deutlich unter diesem Schnitt. Ist das gerecht? Ist es gerecht, dass ein Gebäudereiniger, oder ein Friseur mit vermutlich nicht einmal 700 oder 800 Euro in Rente gehen darf? Und die regierung dreht immer weiter an der Schraube nach unten und sagt Dir noch rotzfrech ins Gesicht:“Ja hättste mal privat vorgesorgt!“ Von was denn bitte? Und selbst wenn. Nun stündest Du da mit Deiner privaten Riesterrente und kannst zusehen, wie sie bei Minuszinsen, Strafgebühren und selbst bei einer Inflation nahe „Null“ immer weniger wert wird? Mal ganz abgesehen davon, dass sie Dir nach Renteneintritt auch noch Steurn abpressen wollen und Du die Krankenkasse zahlen sollst! Ich meine, wenn man mal ehrlich ist, Du bist selber Schuld daran, wenn Deine Rente nicht reicht. Du hättest einfach einen vernünftigen Beruf lernen müssen. So einfach ist das. Denn Bildung ist der Schlüssel zu einem (fast) sorgenfreien Leben. Falls Du einen unbefristeten Job bekommst. Falls Du nicht als Akademiker in Leiharbeit gepresst wirst. Und falls Du nicht mit Werkvertrag irgendwo im Rahmen erlaubter Selbstausbeutung tätig sein musst! Wenn dann die Rente droht, hast Du jedenfalls die freie Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Entweder Du frißt jeden Tag bis Du satt bist, dann kannst Du aber keine Wohnung mehr bezahlen. Oder die haust irgendwo in einem Wohnklo mit Kochnische, dann bleibt aber kein Geld mehr, mit dem Du Dir was zu Fressen kaufen kannst! Okay, das war gelogen. Du kannst natürlich bei den Tafeln essen gehen und Dir Müll kaufen um ihn zuhause zu verzehren. Und wenn Du Glück hast, dann spendiert Dir Frank Zander zu Weihnachten eine Gänsekeule mit Rotkraut und Knödeln!
Eigentlich ist es die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass seine Bürger unter menschenwürdigen Bedingungen leben können. Vor allem im Alter! Aber da bist Du schief gewickelt. Die Bundesregierung hat sogar die Sozialhilfe privatisiert und sich aus ihrer verdammten Verantwortung gestohlen! Und bei all diesen Entscheidungen, dass man den Reichen, den Banken, den Konzernen die drückende Steuerlast nahm und die Armen, Schwachen, Alleinerziehenden und Rentner in die Verantwortung. Schließlich sind wir es ja, die Jahrzehnte über „unsere Verhältnisse gelebt“ haben, hat die SPD ihr „JA“ und „Amen“ dazu gegeben. Aber die SPD sieht das ganz anders. Sie hat die „Gesundheitsfüsorge“ und die Rente „zukunftssicher“ gemacht – jedenfalls nach den Massstäben der Wirtschaft! Und Schuld sind ja bekanntlich immer nur die anderen (in diesem Falle wohl die Wähler). Doch das trifft freilich auch auf die anderen Parteien zu. Die CDU/CSU, denen es immer um die „Mitte der Gesellschaft“ geht (und um deren braunen stinkenden Rand, den sie euphemistisch als national- oder wertkonservativ bezeichnen! Die FDP, die außer ihrem eigenen Wohl, nur die Interessen der Wirtschaft, der Besserverdienenden und der Leistungsträger vertritt! Und die Grünen, die einmal die linken Vorkämpfer für den Umweltschutz und gesellschaftliche Solidarität waren. Sie sind heute meist grün angestrichene Konservative. Und wenn ich konservativ sage, dann meine ich sehr konservativ! Von Grünen Revoluzzern ist heute weit und breit nichts mehr zu sehen.
Wir leben in einer, wie soll man das ausdrücken, zwangskonservierten Gesellschaft, der jedes Betreben nach Veränderung, sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt abhanden gekommen ist. Die Bundesmuddi hat hier den furchtbaren Begriff der marktkonformen Demokratie geprägt und der sagt ja nun wirklich alles aus – wir sind in einer Gesellschaft, in einem gesellschaftlichen System gelandet, in dem sowohl die solidarität, die soziale Gerechtigkeit, aber auch die Menschenwürde und die Menschenrechte auf dem Altar der Ökonomie geopfert wurden! Die eigentliche Macht geht nicht vom Volke aus, sondern von den Interessenvertretetern der Wirtschaft! Das dürfen wir niemals vergessen!

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Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr!

Das ist jetzt dann doch sehr, sehr nobel von den Abgeordneten, nicht wahr? So hübsch bescheiden. Jeder Normalbürger würde von dieser Lohnerhöhung vermutlich moralisch überfordert. Und die Damen und Herren Abgeordneten, getragen von Selbstdisziplin und Rücksichtnahme, wollen nur schlappe 250 Euro mehr! Zwar ist, was für den einen ein riesiger Sprung auf der sozialen Leiter wäre, ist für den andern eben nur ein kleiner, bescheidener Schritt! Und wenn wir ehrlich sind, was sind schon 9.336,- €/Monat an Diäten? Genau, ein Nichts! Ach ja, da fällt mir gerade ein, dass ein Gutteil dieser Leute und natürlich die gesamte Wirtschaft mit ihren Speichelleckern und Lobbyisten, noch vor ein paar Tagen der Meinung waren, der Mindestlohn müsse, wenn schon nicht ausgesetzt, so doch wenigstens abgeschafft werden. Und für die Flüchtlinge sollte selbst dieser Mindestlohn ausgehebelt und auf den Müll geschmissen werden. War doch so, oder?

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Entweder wohnen oder essen – beides zugleich geht nicht!

Aber der Wirtschaft, der gehts doch gut und zwar so richtich gut! Warum sich also mit solchen nebensächlichen Belanglosigkeiten beschäftigen? Die sind doch alle selber Schuld, wenn sie sich nicht aus-, fort- und weiterbilden! Nicht umsonst nehmen wortgewandte Flachrhetoriker beständig diverse Floskeln in den Mund, um den Unwert einfacher Arbeiten zu beweisen! „Wer nicht schafft, soll auch nicht essen, lass uns, Herr, das nie vergessen!“ Lernte schon meine Mutter in der Nazizeit regelmäßig in der Schule zu beten und heute scheint dieses Sprichunwort aktueller denn je zu sein…

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Wer verkauft hier eigentlich wen für blöd?

Nicht nur die Fahimi zweifelt die Kompetenz der Wirtschafts“weisen“ an. Das tue ich auch. Dieses neoliberale und marktradikale Pack sollte einfach mal die Fresse halten! Für mich und meinen beschränkten kleingeistigen Horizont, lässt sich das sog. Jahresgutachten der fünf Wirtschafts“weisen“ nämlich wie folgt zusammenfassen:
Laut diesem Gutachten müsste die Bundesregierung eigentlich…
1.) …die „wirtschaftlich guten Zeiten“ dazu nutzen, um sich mit Lohnverzicht, Rentenkürzungen, Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Verzicht auf Mindestlohn und Mütterrente auf die „wirtschaftlich schlechten Zeiten vorzubereiten, damit man in den…
2.) …“wirtschaftlich schlechten Zeiten“ die Wirtschaft nicht unnötig belastet. Dazu sind freilich Lohnverzicht, Rentenkürzungen, Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Verzicht auf Mindestlohn und Mütterrente unbedingt erforderlich! Natürlich teile ich auch die Kritik der wirtschafts“weisen“ Schwachköpfe an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Allerdings in der Form, dass mir die ganzen Beschlüsse und Gesetze zu Gunsten der Bürger dieses Landes nicht weit genug gehen!
Hätte sich die Politik nicht in sämtlichen, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vergangenen Jahrzehnten, von der Wirtschaft um die Steuern bescheissen lassen und die Steuervermeidungsstrategien mit Hilfe der nonchalanten Gesetze des Steuerparadieses Luxemburg, zuletzt unter der weisen Führung ihres Schang-Claude Juncker, geduldet, stünden der deutsche Staat und die Gesellschaft heute ganz anders da! Aber so geht man mit einem Schulterzucken über dieses kleine, unwichtige Detail hinweg und schaut einfach in die andere Richtung, um nicht mit der Realität konfrontiert werden zu müssen. Ach ja und man macht aus Schang-Claude den EU-Kommissionspräsidenten, weil er ja nur das Wohl Europas in seinen tränenumflorten Augen hat!!!
Und er hat in diesem Zusammenhang voller tiefer Zerknirschung beteuert, keinen „ungebührlichen“ Einfluss auf die Aufklärung der Zusammenhänge der Steuervermeidungsstrategien seines Heimatlandes und der profitierenden Konzerne nehmen zu wollen! Was nach meiner bescheidenen Auffassung heisst, er nimmt Einfluss, nur (angeblich) keinen Ungebührlichen…
Wer das glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!

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Die Post ist auch schon lange nicht mehr das, was sie mal war!

Na prima! Tolle Zukunftsperspektiven für künftige Postmitarbeiter – Umstellung auf Sklaverei nur noch eine Frage der Zeit! Das verblüffende Argument sind die oft nur halb so hohen Löhne bei der Konkurrenz! Die reichen zwar nicht, um davon zu leben, das interessiert aber niemanden. Wer mehr fressen will, muss eben zum Aufstocken zur Arbeitsagentur gehen und sich dort für seine Unverschämtheit rechtfertigen! Und wieder merkeln wir deutlich – die Unternehmen profitieren nach wie vor (und trotz der irgendwann teilweise eingeführten Mindestlöhne) von Dumpinglöhnen, der Staat subventioniert mit der Aufstockung die Ausbeutung der Arbeitnehmer und den Profit der Unternehmer und die sind´s natürlich zufrieden! Tja, das ist eben Kapitalismus!

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Bravo! Union kämpft für das Recht auf Armut!

Endlich lassen diese konservativen Säcke die Maske des brandstiftenden Biedermannes fallen! Man will sich einfach nicht mit einem Mindestlohn abfinden und sei er auch noch so niedrig!

Nun hat sich die SPD mal schweren Herzens zu einem (zugegebenermaßen viel zu niedrigen und von zahlreichen Ausnahmen bereits vorher ausgehebelten) Mindestlohn durchgerungen und dann kommt die Union daher und verlangt noch mehr Ausnahmen. Wir verstehen natürlich alle, dass sich irgend jemand nach dem nicht allzu überraschenden Ableben der FDP um die nun herrenlos gewordenen Pfründen kümmern muss, die von Wirtschafts- und Lobbyverbänden überall aufgestellt wurden und von Politikern umschwirrt werden, wie ein Scheisshaufen von den Schmeissfliegen.

Die Wirtschaft ist es gewohnt, dass man ihr hinten rein kriecht, wo die Sonne nie hin scheint, und ohne das Afterkrauchen wird wohl der Stuhlgang nicht mehr funktionieren. Obwohl die SPD sich in den letzten Jahrzehnten reichlich Mühe gegeben hat, die neoliberale Politik der FDP nicht nur zu kopieren, sondern gar noch zu übertreffen, oder die wertkonservative, marktkonforme Demokratie der Unionsparteien noch marktkonformer zu gestalten, als selbst diese es glaubten noch vertreten zu können, traut man ihr in Wirtschaftskreisen immer noch nicht so ganz.

Zu oft schon hat man in Kreisen der Sozialdemokratie die Richtung gewechselt, oder das Mäntelchen nach jeder sich bietenden Böe ausgerichtet. Und darum kämpft nun der Wirtschaftsflügel der CDU/CSU gegen den Arbeitnehmerflügel der CDU/CSU, die Wirtschaft gegen die SPD und die ArbeitsministrantIn Nahles, die gestern noch lauthals verkündete, es gäbe keine Ausnahmen von der Mindestlohnregelung, kurz bevor sie dann doch (ganz unnachgiebig, wie es ihre Art ist) zahlreiche Ausnahmen zuließ, kämpft gegen alle, inklusive Gewerkschaften und sicherlich genau so einknicken wie schon vorher.

Zuerst schreit man laut nein, bevor man abermals einknickt und dann bricht man verzweifelt zusammen, um den mühsam errungenen Kompromiss doch noch zu retten. Freilich ist er dann am Ende kein Mindestlohn mehr, aber immerhin ist die Wirtschaft halbwegs zufrieden!

Und wer sind wir schon, dass wir der Wirtschaft ein Leid antun würden, wo die doch förmlich in ihrer sozialen Verantwortung für die Arbeitnehmer und die Gesellschaft aufgehen und hunderte Millionen Euro jährlich an Löhnen opfern, obwohl die völlig unverdient an arbeitsscheue Mitarbeiter ausgezahlt werden. Ganz zu schweigen von den Sozialabgaben für die Krankenversicherung simulierender Arbeitnehmer, oder die horrenden Leistungen für die Rentenkassen, die von faulen Arbeitnehmern viel zu früh in Anspruch genommen wird, obwohl sie locker bis in die späten achziger Jahre ihres Lebens schaffen könnten, wenn man sie den nur intensiv genug dazu anhiekte (sprich:Zwang ausüben!).

Aber wir wollen nicht unken. Der ein oder andere wird wohl vielleicht tatsächlich einen Mindestlohn kriegen. Schließlich haben wir Nahles´s Wort und wenn das nichts mehr wert ist, was dann???

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Was wollt Ihr von uns?

Ich scheiß auf die Meinung der Ökonomen! Wen interessiert dieses Geseire? Es geht hier nur darum, den arbeitenden Massen nich nur ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn die seit Jahrzehnten massiv steigenden Profite auch nur um eine Winzigkeit geschmälert werden könnten, durch die unverschämte Forderung der Lohnabhängigen, den Kaufkraftverlust ihrer Einkommen ausgleichen zu können, sondern sie schieben den abhängig Beschäftigten auch noch gleich die Verantwortung für Fehlinvestitionen, Korruption und kriminelle Energien in den Managementebenen in die Schuhe! Und das kann ja wohl nicht wahr sein! Ich lasse mir von gierigen Idioten, kriminellen Wirtschaftsführern und korrupten Politikern nicht sagen, ich sei unverschämt, solle für meine Altersbezüge endlich selbst „Verantwortung übernehmen“ und gefälligst so lange arbeiten (zum Wohle der Unternehmer, versteht sich) bis ich gleich nach dem Eintritt in den Ruhestand sozialverträglich frühverrecke! Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen und unter Berufung auf meinen guten, alten Freund Götz von Berlichingen, sage ich Euch Ökonomen und dem anderen Lumpenpack:“Ihr könnt mich alle im Arsche lecken!“

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Macht korrumpiert!

Genauso dämlich und bescheuert wie die SPD auf Bundesebene, zeigen die hessischen Grünen nun genau den gleichen Hang zur Selbstverleugnung, wie die sich gerade selbst für ihre noch nicht errungenen Erfolge beweihräuchernde Spezialdemokratie nach schröder´schem Muster!

Man lässt sich kaufen, wie auf einem Basar, oder in der Lobby des Bundes- oder eines Landtags. Kein Schwein interessiert sich mehr für den Mist, den er eben noch für die lauterste Wahrheit gepriesen, die nie zu verraten er gerade noch beim Leben seiner Kinder und/oder der bösen Schwiegermutter geschworen und schon gibt man sich selbst auf, sein Gewissen, seine Werte, nur um ein wenig an der wässrigen Brühe zu nippen, die bei Muddis Fleischpötten der Macht ein wenig über den Rand schwappen, weil sich so viele geld-, karriere- und machtgeile Idioten drumherum scharen.

Wie tief seid ihr nur gesunken? Ihr Totengräber der Demokratie! Nichts wird von Euch bleiben, als die Erinnerung an die Gier ein einziges Mal nurvon der Macht zu kosten und sich daran zu berauschen, über dem Pöbel zu stehen, etwas besseres zu sein! Dafür gibt man gerne alles auf, was eben noch als unverrückbar galt. Hauptsache man hat sein Schäfchen ins Trockene gebracht, den Arsch an die Wand gedrückt, die Pensionen im Sack, während sich die einfachen Leute ihr ganzes beschissenes Leben lang abrackern und darum kämpfen, irgendwann im Alter einmal nicht verhungern zu müssen, oder erfrieren in einer Bude mit zugigen Fenstern, die man nicht heizen kann, weil es nur noch die Alternative zwischen nix zu fressen oder nix zum heizen gibt?

Warum wohl liegt die Lebenserwartung armer Menschen im Durchschnitt 10 Jahre unter derjenigen der Wohlhabenden Bevölkerung? Weil sie so ungesund leben? Weil sie so dumm sind? Weil sie höhere Risiken eingehen?

Nein, Sie haben so wenig Geld, dass sie den fettesten Mist fressen müssen und den süßesten, den es beim Discounter zu kaufen gibt, weil es eben der billigste Dreck ist! Und wenn sie wirklich dümmer sind als die Reichen,, dann liegt das daran, dass man ihnen Bildung vorenthält und sie dann auch noch selbst dafür verantwortlich macht, weil sie sich nicht weiter bilden!

Gehen diese Menschen freiwillig höhere Risiken ein, die der Grund dafür sind, warum sie früher in die Grube fahren? Nein, sie können sich oft den Arzt nicht leisten, den der Fette, Reiche mit seiner von den Steuergeldern der einfachen Leute subventionierten privaten Krankenkasse aufsucht, um einer, seiner Bedeutung entsprechenden, teuren Sonderbehandlung teilhaftig zu werden und weil der Arme sich die Medikamente nicht leisten kann, die einem dicken Unternehmer auch dann noch ein lebenswertes Leben in Würde ernöglichen, wenn die arme Sau ohne Geld längst abgeschrieben und austherapiert, seine letzten Lebensmonate im Suff unter einer Straßenbrücke verbringt!

Es tut doch gut zu wissen, dass es Genossen mit Cohiba im Maul sind und mit 1.200-€-Lackschühchen an den Schweißfüssen sind, die darüber entscheiden, ob DIR 8,50 €/Std. zum Leben reichen dürfen, oder ob DU zu den Ausnahmen gehören sollst, denen man nicht einmal dieses Bisschen gönnt. Und die Christlich Asozialen Horden des Vollhorst Seedoofer wollen aus der Ausnahme bereits die neue Regel machen!

Oder die ehrenwerten fetten Konservativen, die in schönster Eintracht mit anderen Leistungsträgern der Gesellschaft ausgerechnet jene zu unverschämten Schmarotzern erklären, die den Unternehmern mit ihrer Hände Arbeit jene sagenhaften Profite bescheren, die die deutsche Wirtschaft so brummen lässt, wie kaum eine andere in Europa und der Welt und die es für vermessen, ja sogar für sozialistisch und aufrührerisch  halten, wenn die Arbeiter und Angestellten Lohnerhöhungen fordern, oder gar die Unverschämtheit besitzen, auf Sonderzahlungen wie Weihnachts und/oder Urlaubsgeld zu schielen?

Ist das die soziale Marktwirtschaft? Da kann ich mich nur noch übergeben. Sozial ist in dieser Marktwirtschaft nur noch das, was der Wirtschaft dient, was den Profit steigert und die Risiken und Verluste, gerechterweise wie die Politiker fast aller Parteien nicht müde werden zu betonen, der Gesellschaft aufhalst und sie damit sozialisiert. Denn schließlich profitieren „wir“ ja alle davon, irgendwie, oder auch nicht, aber wen interessiert das schon in der Politik und Wirtschaft? Eben, kein Schwein!

weiterführende Links: 

Schwarz-Grün in Hessen – Die Revolution frisst ihre Kinder (Artikel auf sueddeutsche.de vom 17.12.2013)

Wohin kriecht die Große K(l)oalition?

Angesichts derart offen zur Schau getragener Eintracht, die sich auch durch solche Nebensächlichkeiten wie Sachzwänge, Pragmatismus und Finanzierungsvorbehalte kaum beinträchtigen lässt, erst Recht nicht durch die von maßgeblichen SPD-Granden beschworene deutliche sozialdemokratische Handschrift des noch nicht einmal fertig ausgearbeiteten K(l)oalitionsvertrag, beeindruckt besonders die Chuzpe, mit der man die Antwort den Mitgliedern noch vor der alles entscheidenden Frage K(l)oalition „Ja“ oder „Nein“, in den Mund zu legen versucht, durch nichts gerechtfertigt!

Nach allem, was bisher durchgedrungen ist, kann man nur zu dem Schluß kommen, dass die schwatten Konservativen sich voll und ganz Frau Merkels überlegene Strategie des „Lass die nur reden, wir machen eh nix!“ zu eigen gemacht haben und die Verhandlungsführer der SPD sich an irgendwelchen belanglosen Sachfrage abarbeiten zu lassen, bis auch noch das allerletzte bisschen klassenkämmpferischen Elans und/oder sozialdemokratische Politik zerrieben, zermahlen und im Orkus der Geschichte verschwunden sein wird.

Nach all den neoliberalen Verbrechen der Vergangenheit ist das aber auch kein Wunder. Vom alten Kampfgeist ist nichts mehr vorhanden! Machtgeile Querulanten und Quertreiber aus dem Dunstkreis der Seeheimer bestimmen nicht nur bis auf den heutigen Tag das Bild der SPD in der Öffentlichkeit, sondern auch deren Politik!

Niemand nimmt den Spezialdemokraten ihren so kurz vor der Wahl eingeleiteten Linksschwenk mit rechtem Spitzenkandidaten so richtig ab. Glaubwürdig geht anders. Da nützt auch das ehemalige linke Vorzeigefeigenblatt Andrea Nahles nichts, wenn sie lauthals nach Alkohol verlangt um die Verhandlungen besser ertragen zu können! Vielleicht sollt die SPD-Spitze ernsthaft darüber nachdenken, ob sie nicht lieber kostenlos Alkohol in großen Mengen an ihre Mitglieder ausschenken sollte, damit die ihre Parteiführung überhaupt noch ertragen können!

Nicht dass man damit etwas erreichen könnte. Aber wenn man sich schon Frauen, oder auch Männer schönsaufen zu können glaubt, dann funktioniert das mit sozialdemokratischer Politik und der Großen K(l)oalition sicher ganz besonders gut. Zwar wird die Politik selbst dadurch nicht wesentlich besser, aber wenigstens ist sie einem im Suff scheißegal!