Das Leben ist so ungerecht – wenn man reich ist!

Deutschland und die deutsche Wirtschaft stehen angesichts der exorbitanten Erhöhung des Mindestlohns um sagenhafte 34 Cent vor dem völligen Zusammenbruch! Aber der CDU-Wirtschaftsrat hatte es ja schon immer gewusst und davor gewarnt, wie der einsame Rufer in der Wüste des Sozialstaates. Jeder Cent für die Armen, ist ein Cent zuviel. Jede Erhöhung des Mindestlohnes lockt noch mehr Menchen in die soziale Hängematte und verführt zu einem dekadenten Lebensstil in den Slums und Ghettos der Großsstädte auf Kosten der notleidenden Arbeitgeber! Nach den Worten des CDU-Wirtschaftsrates habe man das Prinzip „Sozialpartnerschaft“ wohl nicht ganz verstanden. In den Augen der Konservativen Marktdemokraten bedeutet „Sozialpartnerschaft“ den einseitigen Verzicht der untersten Lohngruppen auf ungerechtfertigte Lohnforderungen, um mit Unterstützung der Gewerkschaften ihren Teil zur Föderung und zum Schutz der deutschen und nicht zuletzt der europäischen Wirtschaft beizutragen! Selbstverständlich sei der Staat dafür verantwortlich, dass Menschen im Niedriglohnsektor Unterstützung erhielten. Allerdings dürfe sich die nur im Rahmen dessen bewegen, was an Steuerzahlungen durch die Arbeiter und Angestellten in die Staatskassen einbezahlt werde. Die Erhebung und Eintreibung von willkürlich festgesetzten Steuern, oder sogar Erbschaftssteuern, seien seien nicht nur ungerecht, sondern führten zu extremer sozialer Ungleichheit zu Lasten der Besserverdienenden und Leistungsträger. Wer wolle, das auch weiterhin jedes Jahr mehrere tausend Millionäre in Deutschland zusätzlich ihre Steuern sparen können, kann nicht gleichzeitig die Unterschichten, Familien oder gar Rentner mit ungerechtfertigten Zahlungen zum Nichtstun anhalten! Soziale Gerechtigkeit ist nur möglich, wenn Millionäre ungerecht behandelt, oder gar besteuert werden! Deshalb plädiere man für die asoziale freie Marktwirtschaft! -.-

weiterführende Links: 

Wir kriegen nie das, was wir verdient haben!

Ja, das sagt doch einiges über die Zustände in dieser Gesellschaft aus! Wenn ich das richtig interpretiere, dann liegt der durchschnittliche Facharbeiterlohn bei 3.024 Euro im Monat! Und die Leute, die euren Dreck wegmachen, oder euch die Justin-Bieber-Frisuren schneiden (wobei ich das dann wieder verstehen kann), oder eure Kinder erziehen, oder eure geleasten Schwanzprothesen mit 500 PS reparieren, deutlich unter diesem Schnitt. Ist das gerecht? Ist es gerecht, dass ein Gebäudereiniger, oder ein Friseur mit vermutlich nicht einmal 700 oder 800 Euro in Rente gehen darf? Und die regierung dreht immer weiter an der Schraube nach unten und sagt Dir noch rotzfrech ins Gesicht:“Ja hättste mal privat vorgesorgt!“ Von was denn bitte? Und selbst wenn. Nun stündest Du da mit Deiner privaten Riesterrente und kannst zusehen, wie sie bei Minuszinsen, Strafgebühren und selbst bei einer Inflation nahe „Null“ immer weniger wert wird? Mal ganz abgesehen davon, dass sie Dir nach Renteneintritt auch noch Steurn abpressen wollen und Du die Krankenkasse zahlen sollst! Ich meine, wenn man mal ehrlich ist, Du bist selber Schuld daran, wenn Deine Rente nicht reicht. Du hättest einfach einen vernünftigen Beruf lernen müssen. So einfach ist das. Denn Bildung ist der Schlüssel zu einem (fast) sorgenfreien Leben. Falls Du einen unbefristeten Job bekommst. Falls Du nicht als Akademiker in Leiharbeit gepresst wirst. Und falls Du nicht mit Werkvertrag irgendwo im Rahmen erlaubter Selbstausbeutung tätig sein musst! Wenn dann die Rente droht, hast Du jedenfalls die freie Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Entweder Du frißt jeden Tag bis Du satt bist, dann kannst Du aber keine Wohnung mehr bezahlen. Oder die haust irgendwo in einem Wohnklo mit Kochnische, dann bleibt aber kein Geld mehr, mit dem Du Dir was zu Fressen kaufen kannst! Okay, das war gelogen. Du kannst natürlich bei den Tafeln essen gehen und Dir Müll kaufen um ihn zuhause zu verzehren. Und wenn Du Glück hast, dann spendiert Dir Frank Zander zu Weihnachten eine Gänsekeule mit Rotkraut und Knödeln!
Eigentlich ist es die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass seine Bürger unter menschenwürdigen Bedingungen leben können. Vor allem im Alter! Aber da bist Du schief gewickelt. Die Bundesregierung hat sogar die Sozialhilfe privatisiert und sich aus ihrer verdammten Verantwortung gestohlen! Und bei all diesen Entscheidungen, dass man den Reichen, den Banken, den Konzernen die drückende Steuerlast nahm und die Armen, Schwachen, Alleinerziehenden und Rentner in die Verantwortung. Schließlich sind wir es ja, die Jahrzehnte über „unsere Verhältnisse gelebt“ haben, hat die SPD ihr „JA“ und „Amen“ dazu gegeben. Aber die SPD sieht das ganz anders. Sie hat die „Gesundheitsfüsorge“ und die Rente „zukunftssicher“ gemacht – jedenfalls nach den Massstäben der Wirtschaft! Und Schuld sind ja bekanntlich immer nur die anderen (in diesem Falle wohl die Wähler). Doch das trifft freilich auch auf die anderen Parteien zu. Die CDU/CSU, denen es immer um die „Mitte der Gesellschaft“ geht (und um deren braunen stinkenden Rand, den sie euphemistisch als national- oder wertkonservativ bezeichnen! Die FDP, die außer ihrem eigenen Wohl, nur die Interessen der Wirtschaft, der Besserverdienenden und der Leistungsträger vertritt! Und die Grünen, die einmal die linken Vorkämpfer für den Umweltschutz und gesellschaftliche Solidarität waren. Sie sind heute meist grün angestrichene Konservative. Und wenn ich konservativ sage, dann meine ich sehr konservativ! Von Grünen Revoluzzern ist heute weit und breit nichts mehr zu sehen.
Wir leben in einer, wie soll man das ausdrücken, zwangskonservierten Gesellschaft, der jedes Betreben nach Veränderung, sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt abhanden gekommen ist. Die Bundesmuddi hat hier den furchtbaren Begriff der marktkonformen Demokratie geprägt und der sagt ja nun wirklich alles aus – wir sind in einer Gesellschaft, in einem gesellschaftlichen System gelandet, in dem sowohl die solidarität, die soziale Gerechtigkeit, aber auch die Menschenwürde und die Menschenrechte auf dem Altar der Ökonomie geopfert wurden! Die eigentliche Macht geht nicht vom Volke aus, sondern von den Interessenvertretetern der Wirtschaft! Das dürfen wir niemals vergessen!

weiterführende Links:

Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr!

Das ist jetzt dann doch sehr, sehr nobel von den Abgeordneten, nicht wahr? So hübsch bescheiden. Jeder Normalbürger würde von dieser Lohnerhöhung vermutlich moralisch überfordert. Und die Damen und Herren Abgeordneten, getragen von Selbstdisziplin und Rücksichtnahme, wollen nur schlappe 250 Euro mehr! Zwar ist, was für den einen ein riesiger Sprung auf der sozialen Leiter wäre, ist für den andern eben nur ein kleiner, bescheidener Schritt! Und wenn wir ehrlich sind, was sind schon 9.336,- €/Monat an Diäten? Genau, ein Nichts! Ach ja, da fällt mir gerade ein, dass ein Gutteil dieser Leute und natürlich die gesamte Wirtschaft mit ihren Speichelleckern und Lobbyisten, noch vor ein paar Tagen der Meinung waren, der Mindestlohn müsse, wenn schon nicht ausgesetzt, so doch wenigstens abgeschafft werden. Und für die Flüchtlinge sollte selbst dieser Mindestlohn ausgehebelt und auf den Müll geschmissen werden. War doch so, oder?

weiterführende Links:

Entweder wohnen oder essen – beides zugleich geht nicht!

Aber der Wirtschaft, der gehts doch gut und zwar so richtich gut! Warum sich also mit solchen nebensächlichen Belanglosigkeiten beschäftigen? Die sind doch alle selber Schuld, wenn sie sich nicht aus-, fort- und weiterbilden! Nicht umsonst nehmen wortgewandte Flachrhetoriker beständig diverse Floskeln in den Mund, um den Unwert einfacher Arbeiten zu beweisen! „Wer nicht schafft, soll auch nicht essen, lass uns, Herr, das nie vergessen!“ Lernte schon meine Mutter in der Nazizeit regelmäßig in der Schule zu beten und heute scheint dieses Sprichunwort aktueller denn je zu sein…

weiterführende Links: 

Wer verkauft hier eigentlich wen für blöd?

Nicht nur die Fahimi zweifelt die Kompetenz der Wirtschafts“weisen“ an. Das tue ich auch. Dieses neoliberale und marktradikale Pack sollte einfach mal die Fresse halten! Für mich und meinen beschränkten kleingeistigen Horizont, lässt sich das sog. Jahresgutachten der fünf Wirtschafts“weisen“ nämlich wie folgt zusammenfassen:
Laut diesem Gutachten müsste die Bundesregierung eigentlich…
1.) …die „wirtschaftlich guten Zeiten“ dazu nutzen, um sich mit Lohnverzicht, Rentenkürzungen, Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Verzicht auf Mindestlohn und Mütterrente auf die „wirtschaftlich schlechten Zeiten vorzubereiten, damit man in den…
2.) …“wirtschaftlich schlechten Zeiten“ die Wirtschaft nicht unnötig belastet. Dazu sind freilich Lohnverzicht, Rentenkürzungen, Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Verzicht auf Mindestlohn und Mütterrente unbedingt erforderlich! Natürlich teile ich auch die Kritik der wirtschafts“weisen“ Schwachköpfe an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Allerdings in der Form, dass mir die ganzen Beschlüsse und Gesetze zu Gunsten der Bürger dieses Landes nicht weit genug gehen!
Hätte sich die Politik nicht in sämtlichen, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vergangenen Jahrzehnten, von der Wirtschaft um die Steuern bescheissen lassen und die Steuervermeidungsstrategien mit Hilfe der nonchalanten Gesetze des Steuerparadieses Luxemburg, zuletzt unter der weisen Führung ihres Schang-Claude Juncker, geduldet, stünden der deutsche Staat und die Gesellschaft heute ganz anders da! Aber so geht man mit einem Schulterzucken über dieses kleine, unwichtige Detail hinweg und schaut einfach in die andere Richtung, um nicht mit der Realität konfrontiert werden zu müssen. Ach ja und man macht aus Schang-Claude den EU-Kommissionspräsidenten, weil er ja nur das Wohl Europas in seinen tränenumflorten Augen hat!!!
Und er hat in diesem Zusammenhang voller tiefer Zerknirschung beteuert, keinen „ungebührlichen“ Einfluss auf die Aufklärung der Zusammenhänge der Steuervermeidungsstrategien seines Heimatlandes und der profitierenden Konzerne nehmen zu wollen! Was nach meiner bescheidenen Auffassung heisst, er nimmt Einfluss, nur (angeblich) keinen Ungebührlichen…
Wer das glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!

weiterführende Links: 

Die Post ist auch schon lange nicht mehr das, was sie mal war!

Na prima! Tolle Zukunftsperspektiven für künftige Postmitarbeiter – Umstellung auf Sklaverei nur noch eine Frage der Zeit! Das verblüffende Argument sind die oft nur halb so hohen Löhne bei der Konkurrenz! Die reichen zwar nicht, um davon zu leben, das interessiert aber niemanden. Wer mehr fressen will, muss eben zum Aufstocken zur Arbeitsagentur gehen und sich dort für seine Unverschämtheit rechtfertigen! Und wieder merkeln wir deutlich – die Unternehmen profitieren nach wie vor (und trotz der irgendwann teilweise eingeführten Mindestlöhne) von Dumpinglöhnen, der Staat subventioniert mit der Aufstockung die Ausbeutung der Arbeitnehmer und den Profit der Unternehmer und die sind´s natürlich zufrieden! Tja, das ist eben Kapitalismus!

weiterführende Links: 

Bravo! Union kämpft für das Recht auf Armut!

Endlich lassen diese konservativen Säcke die Maske des brandstiftenden Biedermannes fallen! Man will sich einfach nicht mit einem Mindestlohn abfinden und sei er auch noch so niedrig!

Nun hat sich die SPD mal schweren Herzens zu einem (zugegebenermaßen viel zu niedrigen und von zahlreichen Ausnahmen bereits vorher ausgehebelten) Mindestlohn durchgerungen und dann kommt die Union daher und verlangt noch mehr Ausnahmen. Wir verstehen natürlich alle, dass sich irgend jemand nach dem nicht allzu überraschenden Ableben der FDP um die nun herrenlos gewordenen Pfründen kümmern muss, die von Wirtschafts- und Lobbyverbänden überall aufgestellt wurden und von Politikern umschwirrt werden, wie ein Scheisshaufen von den Schmeissfliegen.

Die Wirtschaft ist es gewohnt, dass man ihr hinten rein kriecht, wo die Sonne nie hin scheint, und ohne das Afterkrauchen wird wohl der Stuhlgang nicht mehr funktionieren. Obwohl die SPD sich in den letzten Jahrzehnten reichlich Mühe gegeben hat, die neoliberale Politik der FDP nicht nur zu kopieren, sondern gar noch zu übertreffen, oder die wertkonservative, marktkonforme Demokratie der Unionsparteien noch marktkonformer zu gestalten, als selbst diese es glaubten noch vertreten zu können, traut man ihr in Wirtschaftskreisen immer noch nicht so ganz.

Zu oft schon hat man in Kreisen der Sozialdemokratie die Richtung gewechselt, oder das Mäntelchen nach jeder sich bietenden Böe ausgerichtet. Und darum kämpft nun der Wirtschaftsflügel der CDU/CSU gegen den Arbeitnehmerflügel der CDU/CSU, die Wirtschaft gegen die SPD und die ArbeitsministrantIn Nahles, die gestern noch lauthals verkündete, es gäbe keine Ausnahmen von der Mindestlohnregelung, kurz bevor sie dann doch (ganz unnachgiebig, wie es ihre Art ist) zahlreiche Ausnahmen zuließ, kämpft gegen alle, inklusive Gewerkschaften und sicherlich genau so einknicken wie schon vorher.

Zuerst schreit man laut nein, bevor man abermals einknickt und dann bricht man verzweifelt zusammen, um den mühsam errungenen Kompromiss doch noch zu retten. Freilich ist er dann am Ende kein Mindestlohn mehr, aber immerhin ist die Wirtschaft halbwegs zufrieden!

Und wer sind wir schon, dass wir der Wirtschaft ein Leid antun würden, wo die doch förmlich in ihrer sozialen Verantwortung für die Arbeitnehmer und die Gesellschaft aufgehen und hunderte Millionen Euro jährlich an Löhnen opfern, obwohl die völlig unverdient an arbeitsscheue Mitarbeiter ausgezahlt werden. Ganz zu schweigen von den Sozialabgaben für die Krankenversicherung simulierender Arbeitnehmer, oder die horrenden Leistungen für die Rentenkassen, die von faulen Arbeitnehmern viel zu früh in Anspruch genommen wird, obwohl sie locker bis in die späten achziger Jahre ihres Lebens schaffen könnten, wenn man sie den nur intensiv genug dazu anhiekte (sprich:Zwang ausüben!).

Aber wir wollen nicht unken. Der ein oder andere wird wohl vielleicht tatsächlich einen Mindestlohn kriegen. Schließlich haben wir Nahles´s Wort und wenn das nichts mehr wert ist, was dann???

weiterführende Links: