Wir müssen den Wald retten, sonst vertrocknet der Planet!

Bereits im Jahre 2005 hatte eine verheerende Dürre den Regenwald im Amazonasbecken schwer geschädigt und große Flächen des Waldes zum Absterben gebracht. Im darauf folgenden Jahr blühte der Regenwald dann verstärkt auf, wie Wissenschaftler erstaunt festgestellt haben.
Auch 2010 war für den Amazonas-Regenwald kein gutes Jahr. Eine monatelange Trockenheit von Juli bis Oktober vertrocknete den halben Urwald und auch diesmal könnte das Folgejahr sich durch vermehrtes Wachstum der verbliebenen Baumbestände auszeichnen.
Es darf allerdings bezweifelt werden, dass diese Art des Klimawandels im Endeffekt einen positiven Einfluss auf das Wachstum des gesamten Waldes und auf seine CO2-bindende Wirkung haben könnte. Vermutlich wird es den Regenwald nachhaltig schädigen, wenn er längerfristig und öfter, als in der Vergangenheit durch Phasen großer Trockenheit belastet wird.
Die Agrarindustrie, die sich in Südamerika und anderswo der Regenwälder bemächtigt haben, mit Duldung der jeweiligen Regierungen, werden sich ins Fäustchen lachen, und die vertrockneten Flächen flugs komplett rasieren. Dann lassen sich darauf mit Hilfe von Unmengen Dünger, Roundup ready von Monsanto, riesigen Maschinen (und entsprechendem Energieeinsatz) und den entsprechenden gentechnisch veränderten Saaten Biospritpflanzen, Soja, oder Mais zu gewinnen und sie den besorgten Europäern als Ökotreibstoff anzudrehen!
Und alle schreien Halleluja zu diesem ökologischen Wahnsinn und fahren weiter Auto, dass einem der kalte Schweiß ausbricht!
Verdorrte Wälder sind in jeder Beziehung wertlos. Das Holz ist nicht zu gebrauchen und oft von Schädlingen zerstört. Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch, was zur Folge hat, dass auch keine vollwertigen Wälder nachwachsen können, selbst wenn man die Natur sich selbst überließe. Die CO2-Bindung ist natürlich auch nicht mehr gewährleistet und infolgedessen richten sich die Begehrlichkeiten profitgieriger Konzerne auf diese riesigen brach liegenden Flächen!
Die Ursachen für die Trockenheit der letzte Jahre liegen sicher in den allgemeinen Klimaveränderungen, möglicherweise haben sie auch mit dem El-Nino-Phänomen zu tun, welches in immer kürzeren Abständen zu ungeheuren Überschwemmungen auf der einen Seite der Welt und zu großflächiger Trockenheit und Dürre auf der anderen Seite führt!
Ich glaube, man kann dem Klimawandel am besten dadurch begegnen dass man den CO2-Ausstoss begrenzt und mehr Wälder pflanzt. Wir müssen begreifen, dass wir die letzten Urwälder schonen müssen und bei der Neupflanzung von Wäldern und Wiederaufforstungen nicht nur in eindimensionalem Kosten-Nutzen-Denken verhaftet sein dürfen, sondern zu aller erst von der klimatechnischen Bedeutung der Wälder ausgehen müssen.
Masanobu Fukuoka, der kleine weise Mann aus Japan, der völlig neue Prinzipien in die natürliche Landwirtschaft einbrachte, sagte einmal sinngemäß: „Es ist nicht so, dass die Bäume verschwinden und dann die Wüste kommt. Erst verschwinden die Bäume, anschließend bleibt der Regen aus und dann kommt die Wüste!“
Die Ursachen für die zunehmende Trockenheit liegen also nicht in der Austrocknung und der Zerstörung der Wälder, sondern in der brutalen und rücksichtslosen Abholzung des Regenwaldes seit 5 Jahrzehnten!
Der Schlüssel zur Rettung des Klimas ist der Wald!

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    Permakultur als Lebensprinzip – Teil2

    Wer sagt eigentlich, ausser den Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftlern, dass die Welt zum Spielball von Konzernen werden muss? Wieso ist eine Wirtschaft nur dann erfolgreich, wenn sie immer weiter wächst, obwohl jedermann weiss, oder wissen könnte, dass ein endloses Wachstum aus den bekannten Gründen garnicht möglich ist? Trotzdem sind Konzerne immer nur „profitabel“, wenn sie wachsen. Geht das nicht auf Grund von Marketing, oder anderer Massnahmen, dann werden die Konkurrenten aufgekauft, um deren Kinden übernehmen zu können. Sie wachsen und dehnen sich immer mehr aus und gehen zu Grunde. Dann treten andere Konzerne auf und machen genau die gleichen Fehler, weil niemand bereit ist aus den gemachten Fehlern zu lernen. An den Unis wird immer noch die Mähr vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum, von Marketing und Marktdurchdringung gelehrt, weil man immer noch nicht begriffen zu haben scheint, dass es eine Ökonomie nach dem Wachstumswahn geben muss.

    Doch wo sollen die Ideen herkommen, wenn jeder Konzern nur auf Expansion bedacht ist? Will man wirklich einfach die komplette Wirtschaft an die Wand fahren, wenn man völlig überraschend und vor allem urplötzlich fest stellt, dass es kein Öl mehr gibt? Wieso wird immer noch globalisiert auf Teufel komm raus, obwohl man längst erkannte, dass dies die Welt in den Abgrund führt? Die einzigen Gewinner dabei sind die multinationalen Konzerne, die sowohl die Ressourcen als ihr Privateigentum betrachten, als auch die Ressource Mensch als eine beliebig manipulierbare Masse betrachten, die nur dadurch eine Existenzberechtigung hat, weil sie als Arbeitskräfte benötigt werden, oder auch nicht und darum nach belieben geheuert und gefeuert werden können!

    Natürlich gehen heute noch alle davon aus, dass Konzerne notwendig sind, um alle möglichen Güter in großen Mengen zu produzieren und sie den Verbrauchern billig zu verkaufen. Schließlich hat man es so gelernt und man ist es so gewohnt. Die Konzerne erzeugen Waren, die sie „billig“ verkaufen, ohne für die Folgen ihrer Produktion und der Produkte selbst verantwortlich zu sein. D. h. die Konzerne stecken den Kaufpreis ein, ziehen den Aufwand für die Rohstoffe und die Arbeitslöhne ab und verteilen den Gewinn an das Management und die Aktionäre. Der Verbraucher freut sich über ein vermeintliches Schnäppchen und wenn es irgendwann (eher früher als später, denn ein dauerhaftes Produkt kann nicht im Sinne der Konzerne sein, wenn sie – wie wir nun wissen – auf ständig steigende Verkaufszahlen angewiesen sind) kaputt geht, oder einfach nur aus der Mode kommt, fliegt es auf den Müll. Ob es hier nun verrottet, oder – weil es aus Plastik hergestellt ist – die Umwelt schädigt und, von Tieren verschlungen, für ein qualvolles Sterben verantwortlich ist, interessiert niemanden mehr. Am allerwenigsten die Manager des Konzerns, aus dessen Fabrikationshallen es stammte. Wenn´s erst mal verkauft ist, liegt auch die Verantwortung für die Auswirkungen auf die Umwelt und Flora und Fauna nicht mehr beim Konzern. Jedenfalls nach Ansicht der Konzerne! Das Ergebnis kann man schon seit einigen Jahren und Jahrzehnten immer deutlicher überall sehen. Gigantische, immer weiter wachsende Mülldeponien, die das Grundwasser gefährden (die irrsinnig teuren Maßnahmen, die notwendig sind, um eine solche Deponie abzudichten und zu verhindern, dass die austretenden Gifte ins Grundwasser gelangen, tragen nicht die Konzerne, die diese Produkte erzeugt haben. Die Kosten trägt der Steuerzahler, ganz egal, ob er die Produkte gekauft und/oder benutzt hat). Die Konzerne liefern auch Gifte, Dünger, Insektizide, Pestizide, Herbizide und Fungizide, damit die industrielle Landwirtschaft die Saaten auf den Äckern damit behandeln kann, die diese eigentlich nicht in dem Maße bräuchten, wenn nicht das Saatgut auch von den Konzernen käme (weil man die Äcker und Felder ohne Gnade und ohne Sinn und Verstand mit Chemiekalien besprüht, gelangen diese Gifte natürlich auch in die Umwelt, in das Grundwasser und in die Luft und gefährden Mensch, Natur und Tier).

    Aber weil das noch nicht alles ist, ist ein enormer Einsatz an Energie und schweren Maschinen notwendig, denn ohne diesen Einsatz gedeihen die Einheitssorten auf den Äckern nicht mehr. Darum streben die Konzerne auch nach der Patentierung von Saatgut und Lebewesen (noch sind es heute nur Nutztiere wie Schweine, Rinder und Schafe, aber bald vielleicht schon Menschen?), denn so können sie die Kontrolle über die Menschen ausüben und die Regierungen unter Druck setzen. Alles um des schnöden Mammons willen! Also werden die Ölquellen ausgebeutet, Länder und Völker unterdrückt, erpresst und missbraucht. Die Energiekonzerne streichen märchenhafte Gewinne ein und versuchen die Entwicklung alternative Energieträger zu behindern. Während so weiterhin CO2 in die Luft gepumpt wird, weil man an der Verbrennung fossiler Energieträger in großen, zentralen Kraftwerken als einzige Möglichkeit der Energiegewinnung betrachtet, geht unser Klima vor die Hunde, vertrockenen ganze Staaten und saufen Inselgruppen und Küstengebiete unter dem steigenden Meeresspiegel ab!

    Das sind nur ein paar Beispiele dessen, was der Kapitalismus, die Ökonomie und die Konzerne für diese Welt und die Menschheit bedeuten, was sie für Folgen haben, die wir heute zu beherrschen versuchen, während die Verursacher weder für die Folgen herangezogen werden (jedenfalls nicht in einem angemessenen Rahmen), noch jemand sie daran zu hindern vermag, unserer Welt durch ihre Gier vollends den Rest zu geben!

    Welchen Lösungsansatz findet hier das Prinzip der Permakultur? Nun, es ist eigentlich relativ einfach und nennt sich „Selbstbegrenzung“! Allerdings ist dies kein Ding, das bei den heute ide Märkte beherrschenden Großkonzernen auf offene Ohren stösst. Denn Selbstbegrenzung bedeutet, auf ständiges Wachstum bewusst zu verzichten und Bescheidenheit an den Tag zu legen. Dies kann aber nur funktionieren, wenn man den Konzernen Fesseln anlegt, die sie daran hindern, ausschließlich zu ihrem eigenen Wohl zu wirtschaften. Diese Fesseln muss der Staat den Konzernen auferlegen, was allerdings nicht zu erwarten ist. Denn Politik und Wirtschaft sind mittlerweile derart miteinander verquickt, dass unabhängige Entscheidungen von der Politik zu Gunsten der Bürger nicht zu erwarten sind!

    Man sieht überdeutlich, dass es enormen Drucks von Seiten der Bürger bedarf, um die Politik zu einem Handeln zu zwingen, dass auf die Bedürfnisse der Umwelt und der Menschen eingeht und nicht ausschließlich auf die Bedürfnisse wirtschaftlicher Interessengruppen.

    Ein erster schritt wäre die Einführung von Kreislaufsystemen in der Wirtschaft und ihren Produktionsprozessen, die darauf angelegt sind, die Ressourcen zu schonen und bereits verbrauchte Ressourcen durch Recycling wieder zurück zu gewinnen und zwar zu 100%. Gleichzeitig ist es notwendig, die Produktionsprozesse so zu gestalten, dass es keine Belastungen der Umwelt gibt! Wenn solche Maßnahmen von Seiten des Gesetzgebers drohen, reagiert die Wirtschaft in aller Regel sehr schnell mit einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ (was nichts anderes ist als ein Versuch, gesetzliche Vorgaben von vornherein zu verhindern und sich dann nicht an die eigenen „freiwilligen Selbstverpflichtungen“ zu halten!) bei der Hand.

    Wir als Verbraucher können den Konzernen dadurch Schaden zufügen, indem wir nicht bei ihnen kaufen. Gehen wir, statt in den Supermarkt, zum Biobauern in der Nähe und decken uns mit Lebensmitteln ein, von denen wir wissen, dass sie nicht mit Gentechnik belastet sind. Weigern wir uns, zu McDoof oder zu WürgerKing zu gehen und dort Hamburger zu verschlingen, die von Rindern stammen, welche auf Weiden gehalten werden, die man durch Brandrodung des Regenwaldes gewonnen hat! Fahren wir kleine Autos, wenn es schon sein muss. Wer als technische Verlängerung seines Penis einen Porsche Cayenne S/Turbo zur Bäckerei oder zum Zigarettenautomaten dreschen muss, ist ein armes Würstchen. Aber nur um die schwindende Potenz zu kompensieren, gibt es sicher auch noch andere Möglichkeiten, als 30 Liter Super plus auf 100 Kilometer zu verheizen!

    Wir müssen umdenken und wir müssen unsere Meinung kund tun. Wir müssen dort einkaufen, wo wir sicher sein können, dass die Produkte, die wir erwerben und verzehren, ökologisch verträglich erzeugt werden. Qualität hat ihren Preis, eine saubere Natur und eine gesunde Umwelt nicht – sie sind unbezahlbar! Wir müssen aufhören diesen ganzen verdammten Plastikmist zu kaufen, der überall angeboten wird. Die Krönung sind die Plastikflaschen, in denen Getränke verkauft werden und auf die man Pfand erhebt, um sie einer „Wiederverwertung“ zuzuführen. Diese Wiederverwertung erschöpft sich dann in einem Einschmelzen der Plastikflaschen und ihrer Beimischung bei der Herstellung irgendwelcher minderwertiger Produkte. Wir müssen die Politik unter Druck setzen, bis sie nicht mehr anders können, als den Willen des Volkes zu erfüllen!

    Niemand hat das Recht, die Ressourcen der Erde zu plündern und dafür die Gewinne einzustecken, aber beim Schutz unserer Lebensgrundlagen die Kosten für sein Handeln der Allgemeinheit aufzubürden. Gewinne privatisieren und Verluste und Kosten sozialisieren, dass ist nicht im Sinne einer gerechten Gesellschaftsordnung. Das ist Unrecht, das wir nicht hinnehmen dürfen! Wir müssen uns dieser Konsumgesellschaft verweigern!

    Jeder kann dazu beitragen, indem er sich bei allem, was er tut, oder kauft, überlegt, ob und in wieweit das ökologisch sinnvoll ist. Jeder muss sich Gedanken darüber machen, wie wir unsere Umwelt erhalten können. Denn jeder von uns trägt durch sein persönliches Verhalten auch eine persönliche Verantwortung für den Einfluss, den er auf seine Umwelt und auf die Natur ausübt!

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    In was für einer Welt leben wir eigentlich?

    Ist das, was auf dieser Welt geschieht eigentlich normal, beziehungsweise müssen wir es einfach als normal hinnehmen, weil es so ist wie es ist? Während die megareichen Regierungen der westlichen Hemisphäre den Banken aus lauter Angst vor dem Zusammenbruch eines Finanzsystems, dessen einzige erkennbare Aufgabe es ist, die Reichen noch reicher zu machen, verhungern in anderen Teilen dieser Welt Menschen, weil sie nicht genug zum Essen haben. Kinder sterben, weil sie mit Fäkalien verschmutztes Wasser trinken müssen, an Durchfallerkrankungen, oder werden von der Malaria dahingerafft. Unterdessen machen Konzerne märchenhafte Gewinne, während sie durch Dummheit, oder Rücksichtslosigkeit erwirtschaftete Verluste sozialisieren, d. h., die Verluste trägt die Gesellschaft, die Gewinne werden eingesteckt und zum Teil an die Aktionäre ausgeschüttet.

    Dies ist eine Welt, in der nur der etwas gilt, der Besitz hat. Wer nicht über Geld verfügt, der hat eben Pech gehabt und ist dmenach auf Gedeih und Verderb vom Mitleid der Besitzenden abhängig. Und die geben eben das, was sie für notwendig erachten in in dem gleichen Maß, wie die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt, nimmt nicht nur die Zahl der Spender, nein, es nimmt auch die Höhe der einzelnen Spenden ab. Für nichts anderes hält man die Alimentation von Bedürftigen offenbar von Seiten der Regierungen – für eine Spende, einen Gunstbeweis, den man nur dann bekommt, wenn man Wohlverhalten an den Tag legt. Also sinkt die Höhe der Zuwendungen real, anstatt zu steigen, damit man die ebenfalls steigenden Lebenshaltungskosten, Mieten und Energiepreise auch weiterhin tragen kann und unter diesen Umständen müssen andere Wohltaten, wie z. B. die Teilhabe an Kultur und an Wissen, aber auch der Gesundheit oder einer vernünftigen Altersvorsorge gewisse Abstriche machen. Hartz IV nennt sich das Ganze und war die Idee eines Wirtschaftsbosses, der mittlerweile rechtskräftig verurteilt wurde. Die Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, werden als lästige schmarotzer betrachtet und genauso behandelt, Banken, die durch die Gier, den Egoismus und die kriminelle Energie ihrer Manager in den Ruin getrieben wurden, erhalten Unterstützung finanzieller Art, dass es einem Übel wird. Mal abgesehen davon, dass mit der Unterstützung der Banken durch die Regierungen (mit unseren Steuergeldern) dem Begriff Arschkriechen eine völlig neue und erweiterte Bedeutung gibt, ist es außerordentlich bemerkenswert, wie wenig Geld und Einigkeit bei der Bekämpfung des Hungers und der Rettung des Weltklimas aufgebracht werden kann.

    Es macht den Eindruck, dass seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und ganz besonders seit dem Fall des Eisernen Vorhangs, der Kapitalismus eine Stellung in dieser Welt einnimmt, die ihm auf Grund der daraus entstehenden Folgen für die Umwelt und die Menschheit, garnicht zusteht. Es ist absolut nicht einzusehen, dass nur deshalb, weil einige kleinere Gruppen von Geschäftemachern keine Grenzen in ihrer Gier mehr kennen und für sich das Recht in Anspruch nehmen, alles, aber auch wirklich alles zu Geld zu machen und zwar um jeden Preis, auf der anderen Seite mehr als eine Milliarde Menschen nichts zu Beissen hat! „Leere Versprechen machen nicht satt“, titelte n-tv am 16.11.2009 und deutlicher kann man die verbrecherische Haltung der westlichen Regierungen beim Kampf gegen den Hunger kaum kritisieren. Keine verbindlichen Vereinbarungen, keine Gelder die bewilligt wurden, nichts! Man sieht seelenruhig zu, wie sich die Versorgungssituation unzähliger Menschen immer weiter verschlechtert. Da hilft selbst das Gezeter des Papastes nichts!Und die multinationalen Konzerne versprechen seit Jahren, sie könnten und wollten den Hunger auf der Welt nicht nur bekämpfen, sondern ihn gar besiegen, wenn man sie nur endlich, endlich nach belieben die Nahrungspflanzen gentechnisch verändern liesse. Was sie aber nicht sagen ist die Tatsache, dass auch Nahrungsmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen Geld kosten. Geld, das die Menschen in der Dritten Welt einfach nicht haben – heute nicht und morgen auch nicht! Warum also sollten wir die Ressourcen dieser Welt den Konzernen überlassen? Damit sie sämtliches Saatgut patentieren lassen können, freies Saatgut abschaffen und Patentrechte auf jede Art von Nahrung , auf jede Art gezüchteter Nutztiere erwerben können?

    Aber der Hunger macht nicht Halt vor den Grenzen der westlichen Industriestaaten. Im Gegenteil. Sogar in den USA, einem der reichsten Länder dieser Erde (und leider auch eines der kapitalistischsten), mussten im letzten Jahr 50 Millionen Menschen hungern – in einem Land, das stinkreich ist, in dem Genpflanzen nahezu auf jedem Acker angebaut werden, in dem riesige Konzerne nach Gutdünken schalten und walten können. Wie ist das zu erklären? Hunger und der Kampf gegen diesen, hat also keineswegs etwas mit Gentechnik zu tun, auch nicht mit industrialisierter Landwirtschaft, viel eher ist er eine Frage des Geldes und der Verteilung der vorhandenen Lebensmittel. Aber warum sollten die Konzerne ihre Lebensmittel dahin transportieren wollen, wo die Leute nicht über die entsprechenden Gelder verfügen, um sich die Lebensmittel, oder das, was die Konzerne dafür halten, zu kaufen!

    Genauso wenig, wie die Pharmaindustrie ein Interesse daran haben kann, Menschen von ihren Krankheiten zu heilen (denn nur Menschen, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg teure Medikamente kaufen, bringen die fetten Profite), hat die Nahrungsmittelindustrie ein Interesse, Menschen den Zugang zu Lebensmitteln zu eröffnen, die sie nicht in ihren Fabriken produziert haben. Menschen kann man am Besten Kontrollieren, wenn man ihren Zugang zur Nahrung kontrolliert. Das geht am einfachsten, indem man danach strebt, sämtliches Saatgut und alle Reproduktionsmethoden für Pflanzen und Tiere zu monopolisieren, indem man Patentrechte darauf erwirbt. Bei Saatgut geht das am einfachsten, indem man es getntechnisch verändert und beispielsweise mit einer Terminatortechnologie ausstattet, die dafür sorgt, das nur diejenigen das Saatgut zum Keimen und zur reife bringen können, die auch die entsprechenden Lizenzgebühren bezahlt haben.

    Wollen wir wirklich in einer solchen Welt leben? In einem Alptraum, der eine totale Kontrolle der menschlichen Spzies ermöglicht, indem man den Zugang zur Nahrung kontrolliert? In der Freiheit nur ein Wort ist, das man in den Mund nimmt, wenn es die „richtige“ Regierung zu wählen gilt, das einem aber ansonsten am Arsch vorbei geht?

    Wir dürfen nicht zulassen, dass die Konzerne die Oberhand gewinnen. Es ist nicht die Bestimmung unseres Lebens, als abhängig Beschäftigte in großen Fabriken zu arbeiten und das zu konsumieren, was man uns als Nahrung vorsetzt, was man uns als Mode präsentiert, oder als hippen Freizeitsport? Mensch, Leute, fangt an selbst zu denken und hinterfragt jede neue Nachricht dahingehend, wem sie letztendliche einen Vorteil bringt – den Menschen, oder den Konzernen. Ihr könnt sicher sein, sie bringen immer nur den Konzernen einen Vorteil und ihren in der Regierung sitzenden Lakaien, denn sonst würden sie uns die Produkte nicht anbieten, die sie uns anbieten!

    weiterführende Links:

    • 30 Millionen Menschen betroffen – Unterernährung in der EU (n-tv vom 1.9.2009 – hier geht es nicht um Menschen, die sich ihre Nahrung nicht leisten können, weil sie kein Geld haben. Es geht vielmehr um Menschen, die aus Altersgründen, oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, sich Nahrung selber in ausreichender Menge zuzuführen. Auch hier ist der Grund für die Mangel- und Unterernährung eine Frage des Geldes, denn indem am Pflegepersonal gespart wird, überfordert man die wenigen verbleibenden Pfleger, so dass einfach nicht mehr genug Zeit bleibt, um alle pflegebedürftigen Menschen ausreichend zu ernähren! Eine Schande in einer Greichen Gesellschaft wie der unseren, aber eine logische Konsequenz in Folge der Privatisierung von sozialen Dienstleistungen und das Bestreben, mit ihenen Gewinne zu erwirtschaften. Dies geht nur auf Kosten der Patienten und der Qualität!)
    • UN-Gipfel: Papst wettert gegen Nahrungsmittelkonzerne (Focus vom 16.11.2009)
    • Welternährungsgipfel – Viel Strategie – aber kein bisschen Geld (sueddeutsche.de vom 16.11.2009)

    Das Artensterben!

    Focus Online meldete am 2.7.2009 unter der Überschrift „Rote Liste: 17.000 Tierarten bedroht“. Eine wirklich erschreckende Zahl, zumal es nur diejenigen Tierarten sind, die akut vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt stehen mehr als 44.000 Arten auf dieser Roten Liste und täglich werden es mehr.

    Zumeist ist der Mensch durch sein Verhalten dafür verantwortlich, dass Tierarten von unserem Planeten verchwinden. Seit er begann sich in Sippen zu organisieren und auf die Jagd zu gehen, ging dies zu Lasten der Arten, die er bejagte. Er begann die Erde leer zu fressen sozusagen. Heute ist das Aussterben von Tier- aber auch vieler Pflanzenarten zumeist bedingt durch den Verlust der Lebensräume. Der Mensch breitet sich immer mehr auf der Erde aus und nutzt Flächen für die Landwirtschaft, die er früher nicht bewirtschaften konnte, weil ihm die technischen Möglichkeiten fehlten. Wälder werden abgeholzt und den Interessen weltweit operierender Großkonzerne geopfert. Was übrig bleibt wird in Viehweiden oder riesige Plantagen verwandelt, bis die Erosion ihren Job erledigt und die dünne fruchtbare Krume davongetragen hat. Sterben die Wälder, das ist allgemain bekannt, sterben auch die unzählige, auf diesen Lebensraum angewiesenen Arten. Von diesen sind die allermeisten noch immer nicht wissenschaftlich beschrieben. Und noch bevor sie entdeckt wurden, sind sie schon verschwunden.

    Welch ungeheure Schätze werden einfach so weggeworfen und können nie zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden?

    Natürlich sterben auch Arten aus, ohne dass der Mensch direkt dafür verantwortlich ist. Das war schon immer so und es wird wohl auch immer so bleiben. Aber in den allermeisten Fällen hat der Mensch und sein unseliges Verhalten, seine Verantwortungslosigkeit und seine grenzenlose Gier das Aussterben verursacht. Manchmal allerdings ist es auch einfach nur Dummheit. Oder wie kann man das sonst nennen, wenn regionale Nutztierrassen einfach aussterben weil sie nicht mehr gezüchtet werden? Ausgetauscht gegen vermeintliche Superzüchtungen, deren Patente bei großen Konzernen liegen wie Turbokühe und Monsterschweine. Zu welchem Preis dieser Tausch der vielen auf die einzelnen geographischen und regionalen Bedingungen überall auf der Welt gegen einige wenige Einheitsrassen stattfindet, dämmert den Landwirten erst später. Klimatisierte Ställe, Kraftfutter (aus gentechnisch verändertem Soja beispielsweise), Medikamente (vor allem Antibiotika), Krankheiten (Mastitis, BSE, Schweinepest, usw.) sind notwendig, um diese Tiere am Leben zu erhalten. Aber die unschätzbaren Genressourcen der alten und unempfindlichen Rassen geht immer schneller verloren, für immer!

    Die stille Invasion!

    In einem Artikel auf n-tv vom 13.7.2009 (WWF: Gefahr für heimische Arten: Einwanderer setzen sich durch) wird einmal mehr auf die Bedrohung einheimischer Tierarten durch Invasoren aus fremden Gefilden aufmerksam gemacht. Dieser Bedrohung hat man den Namen „stille Invasion“ gegeben, da sie lautlos, aber nichts desto weniger tödlich für viele einheimische Arten verläuft. In den Ballastwassertanks großer Ozeanriesen überqueren unzählige Lebewesen die Meere und werden am Zielort der Schiffe mit dem abgepumpten Ballastwasser in die Freiheit entlassen. Hier treffen diese fremden Wesen auf einheimische Arten, die nicht im geringsten auf diese Eindringlinge vorbereitet sind und sich darum auch meist nicht zur Wehr setzen können. Ein Beispiel dafür ist die chinesische Wollhandkrabbe, die in Konkurrenz zu einheimischen Fischarten trat und durch ihre ungehemmte Ausbreitung (sie hat so gut wie keine natürlichen Feinde) die Flora und Fauna fließender Gewässer bedroht. Aber sie ist bei weitem nicht die einzige Art, die im Rahmen einer groß angelegten, selbstverständlich vom Menschen zu verantwortende biologische Invasion fremde Lebensräume erobert.

    Da sich diese Invasion unter Wasser abspielt, entgeht sie meist dem Auge des aufmerksamen Beobachters. Ganz im Gegensatz zu der nicht minder erfolgreichen Pflanzeninvasion sogenannter Neophyten. Die meisten kennen z. B. die mächtige Herkulesstaude oder Riesenbärenklau, deren gefährliches Gift die menschliche Haut verätzen und gegen Sonnenlicht extrem empfindlich macht. Schwerste Verbrennungen sind die Folge, die sehr langsam heilen und gräßliche Narben hinterlassen. Oder das indische Springkraut, dass immer mehr Flussufer überwuchert und alle anderen einheimischen Pflanzen verdrängt. Dazu kommt, das dieser Eindringling den Boden durch sein Wurzelwerk lockert, was bei hohem Wasserstand zu einer enormen Erosion führt.

    Der WWF und andere Umweltschutzorganisationen weisen seit längerer Zeit auf dieses Problem der Verschleppung fremder Arten hin. Technische Möglichkeiten dies zu verhindern, sind entwickelt worden und einsatzbereit. Allerdings fehlt sowohl der politische Willen, als auch die Möglichkeit die Reedereien zum Handeln zu zwingen, die ihre Schiffe unter Billigflaggen fahren lassen. Aber es wäre absolut ausreichend, solchen Schiffen die Einfahrt in die Gewässer der Europäischen Union zu untersagen, die nicht mit Anlagen ausgerüstet sind, die beim Ablassen des Ballastwasser die darin befindlichen Lebewesen zu töten. Aber wir ahnen alle, dass hier mal wieder andere, pekuniäre Interessen vorrangig sind. Sonst wäre eine Lösung dieses Problems bereits ernsthaft angegangen worden.

    Betrachten wir diese Invasionen einmal als einen Hinweis darauf was passiert, wenn Tier- und Pflanzenarten in eine Umgebung gelangen, in der sie von Natur aus nicht hingehören, so müssten wir eigentlich sofort hellhörig werden, wenn von Gentechnik die Rede ist! Pflanzen und Tiere, erst einmal eingeschleppt, können nicht mehr zurückgeholt, oder vernichtet werden. Sie verbreiten sich explosionsartig und verdrängen die einheimischen Arten und können uns auf diese Weise sogar im schlimmsten Fall die Lebensgrundlagen entziehen. Kleines Beispiel? Bitte sehr – Mnemiopsis leidyi, eine Rippenquallenart, wurde in den 80er Jahren in den Ballastwassertanks von Frachtschiffen ins Schwarze Meer eingeschleppt. Binnen weniger Jahre vermehrte sie sich derartig (es gab logischerweise keine natürlichen Fressfeinde), dass die Fischerei im Schwarzen Meer nahezu zusammenbrach!

    Das gleiche passiert, wenn ein gentechnisch veränderter Organismus, ein sogenannter GVO, freigesetzt wird. Man kann ihn nicht mehr zurück holen. Handelt es sich dann um einen Organismus, der eigenes Gift produziert um Schädlinge abwehren zu können, wie z. B. der Genmais MON810 von Monsanto (der sein eigenes Gift gegen den Maiszünsler produziert), breitet auch der sich in der Umwelt aus. Niemand kann garantieren, dass sich daraus im Rahmen von Mutationen durch Einkreuzung anderer Sorten nicht irgendwann ein giftiges Monster entsteht, dass beisüielösweise dem Riesenbärenklau ähnelt? Aber die Politiker und vor allem die Manager der Genkonzerne sehen überhaupt nicht die geringste Gefahr dabei. Das macht nicht nur mir Angst!

    weiterführende Links:

    • WWF – Deutschland (Umweltschutzorganisation – Am 11.September 1961 in der Schweiz gegründet).
    • BUND für Umwelt und Naturschutz (Umweltschutzorganisation – Zitat: Am 20. Juli 1975 gründen Horst Stern, Prof. Bernhard Grzimek, Dr. Herbert Gruhl und 19 weitere Natur- und Umweltschützer in Marktheidenfeld den Bund für Natur- und Umweltschutz Deutschland. Zum Vorsitzenden wird Bodo Manstein gewählt. 1977 erfolgt die Umbenennung des Verbandes in Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND).
    • Nabu – Naturschutzbund Deutschland e. V. (Umweltschutzorganisation – Zitat: Der NABU wurde 1899 in Stuttgart von Lina Hähnle (1851-1941) als „Bund für Vogelschutz“ (BfV) gegründet).
    • Greenpeace (Umweltschutzorganisation – Zitat: Seit 1971 setzt sich Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen ein. Gewaltfreiheit ist dabei das oberste Prinzip. Die Organisation ist unabhängig von Regierungen, politischen Parteien und wirtschaftlichen Interessengruppen. Greenpeace arbeitet international, denn Naturzerstörung kennt keine Grenzen).
    • Natur: Das Fremde in unserem Garten (Artikel auf FocusOnline 4.5.2009).

    Hunger!

    Eine der Geißeln der Menschheit ist der Hunger. Weltweit verhungern jeden Tag Menschen, vor allem Kinder in den Ländern der sogenannten Dritten Welt (eine . Die Gründe sind unterschiedlich. Meist hängt die Unterernährung der Bevölkerung eines Landes mit geographischen, meterologischen oder anderen (z. B. logistischen) Bedingungen zusammen, die dafür sorgen, dass nicht genug Nahrung im eigenen Land erzeugt werden, oder die Verteilung vorhandener Nahrungsmittel nicht sichergestellt werden kann. Aber selbst da, wo genug Nahrung vorhanden wäre, kommt es im Zuge der Finanz- und Wirtschaftkrise immer öfter vor, dass Menschen  in Ermangelung eines  ausreichend hohen Einkommens nicht in der Lage sind, die notwendigen Lebensmittel zu kaufen.

    Einer der Gründe, warum in den Dritte-Welt-Ländern die Landwirtschaft nicht leistungsfähig genug ist, liegt in der Tatsache begründet, das diese Länder meist in den tropischen Breiten der Erde liegen und entweder von Regenwäldern bedeckt sind, oder aber im Wüstengürtel liegen (der zeichnet sich bekanntermassen durch einen starken Mangel an Niederschlägen und Oberflächenwasser in Form von Seen und Flüssen aus). An und für sich gesehen wäre das kein größeres Problem, wenn nicht die ursprüngliche einheimische Landwirtschaft in diesen Ländern zu großen Teilen von der industriellen westlichen Form der Landwirtschaft verdrängt worden wäre. Zusammen mit den Segnungen der westlichen Medizin und der enormen Geburtenrate in diesen Ländern, ergibt sich eine explosionsartig wachsende Bevölkerung, die mit den herkömmlichen Methoden der Landwirtschaft nicht mehr und mit der industriellen Landwirtschaft nur unter hohem finanziellen Aufwand ernährt werden könnte.

    Einheitliches, gentechnisch verändertes Saatgut (von Monsanto, Pioneer, Bayer oder BASF usw.), Kunstdünger, Hochleistungsnutztiere (Rinder, Schweine, Schafe usw.) sowie die dazu notwendigen schweren Maschinen, die leider nicht mit Urin angetrieben werden, sondern mit teurem Dieseltreibstoff. So sieht die industrielle Landwirtschaft aus. Wer sie betreiben will, der braucht viel Geld um all das zu bezahlen.

    Weil das Geld nicht vorhanden ist, vergibt man „großzügig“ Kredite an kleine Bauern, die einen großen Teil der Ernte abliefern müssen, um den Kredit zu bezahlen. Fällt die Ernte aus, weil das Wetter nicht mitspielt, oder die Gensaat von Ungeziefer befallen und aufgefressen wird, stehen die Bauern vor den Trümmern ihrer Existenz. Die großen Konzerne können sich dann das ganze Land unter den Nagel reissen und in eigener Regie bearbeiten.

    Während die verarmten Bauern dann auf Lebensmittelhilfen angewiesen sind, die aus den reichen Industrieländern stammen wo sie unter Zahlung von Subventionen erzeugt werden (und zwar in solchen Mengen, dass sie dort nicht verbraucht werden können!). D. h. also, die Industrieländer ernähren mit subventionierten Nahrungsmitteln Menschen in den Ländern der Dritten Welt, die wegen des Geschäftsgebahrens der Großkonzerne nicht mehr in der Lage sind, selbst Nahrung in ausreichender Menge anzubauen. Dabei muss erwähnt werden, dass ein guter Teil der sogenannten Entwicklungshilfe, der in die „Entwicklung“ der Landwirtschaft investiert wird, in den Taschen der Großkonzerne landet. Business as usual also!

    Man will den Entwicklungsländern nicht wirklich helfen, sonst würde man ihnen helfen, ihre alten landwirtschaftlichen Methoden wieder einzuführen und sie weiter zu entwickeln. Man könnte nachhaltige Landwirtschaft fördern, die sich an den jahrhundertealten Traditionen und Erfahrungen orientiert. Man könnte die Menschen davon überzeugen, dass es sinnvoller ist Permakultursysteme zu schaffen und auch unorthodoxe Methoden der Landwirtschaft einführen, die ohne Dünger und Bodenbearbeitung auskommen (siehe die natürliche Kandwirtschaft des Masanobu Fukuoka). Was macht man jedoch? Man liefert diese armen Menschen einer Technologie aus, die auf der Verschwendung von Energie, dem Einsatz von Maschinen und jeder Menge „Pflanzenschutzmitteln“ beruht und abhängig ist von der Gnade der großen Konzerne!

    So hat jeder was davon, nur nicht die Menschen, in den Entwicklungsländern! Letztlich ist alles nur eine Frage des Geldes. Wer keins hat, der hat eben auch nix zu essen. Wenn man es mal aus der Sicht der Konzerne betrachtete, würde man von einem Prozess des „Gesundschrumpfens“ sprechen. Und in dieser Ausdrucksweise findet sich dann nichts menschliches mehr, was einem vielleicht Gewissensbisse verursachen könnte. Genauso machen´s die Konzerne in den Industrieländern, wenn sie Personal abbauen, sie schrumpfen sich gesund – auf Kosten der Menschen. Aber wen interessiert das schon? Shareholder Value, CostCutting, Dividenden, sonst zählt nichts und schon gar kein Menschenleben in den Entwicklungsländern!

    Als wäre das noch nicht genug, bauen die Großkonzerne auf dem „erworbenen“ Land dann Palmölplantagen und andere Energiepflanzen an. Würden sie Lebensmittel erzeugen, könnte man dafür noch ein gewisses Verständnis aufbringen. Aber damit ist nicht annähernd so viel Geld zu machen, wie mit „Bio“sprit. Darum haben die Menschen in den betreffenden Ländern einmal mehr Pech gehabt. Und weil das alles immer noch nicht reicht (der Energiehunger der westlichen Industriestaaten ist mit Öl kaum, mit „Bio“sprit garnicht zu stillen), rodet man die letzten Regenwälder – die Lungen unserer Mutter Erde – um noch mehr Platz für Plantagen, Energiepflanzen und Weideflächen für die Rindviecher von McDonalds und Burger King zu schaffen. Wohlgemerkt bringt ja auch das Holz der Regenwälder, die ja sonst „ungenutzt“ (das ist für jeden Konzernmanager ein Graus und für jeden Angehörigen der Holzmafia geradezu unerträglich) in der Gegend herum stehn und nur Platz wegnehmen würden, noch ein paar Euro ein!

    Was wir also als „sauberen“ Biosprit in unsere Autos tanken, ist eigentlich das Brot, dass die Menschen in der Dritten Welt essen sollten. Denkt mal drüber nach!

    Und während hier die Kinder zu fett sind, streitet man sich darüber, wer das frische Obst und Gemüse bezahlen soll, dass man ihnen kostenlos in der Schule anbieten will („Länder wollen Schulobst nicht zahlen – Bundesrat schickt EU-Projekt in Vermittlungsausschuss“; Artikel auf heute.de vom 10.7.2009). Darum bleiben sie einstweilen erstmal übergewichtig, weil solange niemand die Kosten trägt, gibts nichts und schon garnicht umsonst. Bleibt nur zu hoffen, dass man hier nicht gentechnisch verändertes Obst und Gemüse verteilt, weil vielleicht Monsanto und Konsorten auf die glorreiche Idee kommen, die Aktion zu sponsorn!

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    MON810 und kein Ende!

    Tja, fleissige Lobbyarbeit, so teuer sie letzten endes auch sein mag, zahlt sich doch irgendwie immer aus. Das müssen sich die dezent gekleideten Damen und Herren von Monsanto, Bayer, BASF und Konsorten gedacht haben, die mit dicken Geldtaschen, Luxusreisen und anderen Annehmlichkeiten – aber selbstverständlich ohne jedes wirtschftliche Interesse – um die Politiker herum schleichen, wie die Katze um den sprichwörtlichen heissen Brei.

    Und wie man sieht, scheint der Erfolg für sich zu sprechen. Jedenfalls – völlig unbeeindruckt von der Tatsache, dass der Anbau des MON810 Genmais von Monsanto in etlichen europäischen Staaten wegen ernsthafter Bedenken und befürchteter gesundheitlicher Gefahren verboten wurde, will ihn die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) nun trotzdem wieder zulassen (EFSA befürwortet Wiederzulassung von Genmais MON810, Artikel auf greenpeace vom 30.6.2009)! Und damit der Konsument es nicht ganz so einfach hat und dieses Teufelszeug im Lebensmittelregal boykottieren kann, hat man sich bereits auf gesetzliche Regelungen geeinigt, die es nicht leicht machen, genveränderte Produkte ohne weiteres zu erkennen. was die Menschen wollen, ist offenbar uninteressant. Was Monsanto will dagegen schon eher.

    In Frankreich, Österreich, Luxemburg, Griechenland, Ungarn, Polen und der Schweiz ist der Anbau von Mon810 teilweise bereits seit Jahren verboten. Die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner schloß sich – vermutlich eher aus parteitaktischen Erwägungen und den neuen CSU-Kurs der Gentechnik-Ablehnung – dieser Eischätzung an und zog mit einem Verbot nach (Aus für Genmais MON810 in Deutschland, Artikel auf greenpeace vom 14.4.2009)! Obwohl ein erster Schritt hin zu einem kompletten Verbot von genveränderten Pflanzen, sollte man diese Entscheidung nicht zu sehr auf die Goldwaage legen. Wenn´s an´s Eingemachte geht, war sich die Union noch nie zu schade, auf ihre Versprechen von gestern zu pfeifen (ich benutze hier bewusst nicht den Ausdruck „sch..ssen“ in diesem Zusammenhang, obwohl er mir zweifellos auf der Zunge lag!).

    Während Frau Aigner wie eine Löwin für die deutschen Verbraucher und gegen den Genmais kämpfte, muss sie sich allerdings so sehr verausgabt haben, dass sie es nicht schaffte, auch gleich die genveränderte Kartoffel Amflora (von BASF, einem zumindest teilweise deutschen Unternehmen, ist das nicht merkwürdig?) ebenfalls die Erlaubnis zu verweigern. Obwohl hier genauso Gefahr droht wie beim Genmais, entschied man einfach mal anders (Genkartoffel: Aigners „Zickzackkurs“ in der Kritik; Artikel auf tagesschau.de vom 28.4.2009). Management bei Würfelspiel? Wer weiss das schon. Vielleicht liegt´s auch daran, dass einstens der olle Landwirtschaftsminister Horst Seehofer die Genkartoffel erstmals zugelassen hat. Das wäre es wohl ein Affront sondersgleichen gewesen, seine Lauterkeit und seine Weisheit anzuzweifeln und das Zeug doch noch final zu verbieten. So was überlebt man  – auch als Ministerin – nicht lange, denn als bayrischer Ministerpräservativ ist Seehofer auch nicht ganz ohne Macht und Einfluss. Und Aigner will in der CSU sicher noch mal was vernünftiges werden!

    Das Ende des Regenwaldes!

    Bis zum Jahr 2050 wird der Regenwald an der brasilianischen Atlantikküste restlos vernichtet sein, wenn die Entwaldung so weiter geht, wie bisher! Und es gibt keinen vernünftigen Grund anzunehmen, dass sich daran etwas ändern wird, solange es auch noch einen einzigen Baum in dem Gebiet gibt (das berichtet n-tv.de am 28.5.2009 unter dem Titel „Bis 2050 völlig verschwunden: Das Ende des Regenwaldes“). 93% des regenwaldes sind bereits verschwunden und verantwortlich dafür seine die Land- und Holzwirtschaft. Das gerodete Land wird vorwiegend für Soja-Anbau (hier hat garantiert Monsanto seine Pfoten im Spiel) und Viehzucht genutzt (MCDoof und WürgerKing lassen grüßen)! Auf Sumatra und Borneo wird es nicht mehr so lange dauern, bis der Wald weg ist. 5 oder 10 Jahre, dann ist tutti. Überlegt denn niemand von den Idioten, die unsere Mutter Erde derat vergewaltigen, was danach sein wird? Glauben diese geistigen Kleinrentner etwa tatsächlich, sie könnten mit ein paar Setzlingen innerhalb einiger weniger Jahre das wieder gutmachen, was in Jahrtausenden gewachsen und binnen 30 Jahren restlos vernichtet worden ist? Schaut Euch diese Bilder an…

    http://www.n-tv.de/archiv/Das-rapide-Schwinden-der-Urwaelder-article12372.html

    Wenn man sieht, für was der Wald sterben muss, dann kommt mir echt das große Kotzen! Dann denke ich, dass es doch an der Zeit ist, der Gewalt gegen Gaia, endlich massiv entgegen zu treten. Der Mensch braucht die Erde und damit meine ich nicht nur unsere Mutter. Er braucht die Erde, um zu überleben, weil er seine Nahrung auf der Erde anpflanzen muss. Wo will man säen, wenn der Regen den nackten, verbrannten Boden weggespült hat? Glauben diese Ignoranten wirklich, dass die großen Saatgut-Konzern (ganz genau, ich meine Bayer, Monsanto, Syngenta usw.) mit ihrer Gensaatscheiße die Lösung des Ernährungsproblems für 6 oder 7 Milliarden Menschen in den Händen halten? Die Konzerne wollen Geld verdienen, viel Geld! Die Menschen sind ihnen scheiß egal. Wer nicht zahlen kann braucht auch nix zu fressen, heisst die Devise. Darum und nur darum, wird die Nahrung in den Ländern der Dritten Welt immer teurer. Hier bei uns in den Industriestaaten, kann man mit Nahrung gutes Geld verdienen!

    Was der Menschheit durch ihre eigene Dummheit verloren geht, ist geradezu unfassbar! Regierungen verraten und verkaufen ihre eigene Bevölkerung an die Konzerne und halten selber die Hand auf. Dafür, dass sie den Konzernen in die Ärsche kriechen, fällt ein schönes Stück vom Kuchen für sie ab. Dafür kann man ruhig mal seine hehren Prinzipien verraten! Diese Prinzip funktioniert überall auf dieser Welt, denn jeder ist nur noch sich selbst der Nächste! Auch wenn jetzt gerade alle Augen auf Großbritannien gerichtet sind, ob des aufgedeckten Spesenskandals, kann man doch getrost behaupten, die Politiker sind in keinem anderen Land dieser Welt besser!

    Recycling oder Kreislauf der Natur!

    Die Wiederverwertung von Stoffen, die für den ursprünglich vorgesehenen Verwendungszweck nicht mehr geeignet sind, ist in der Natur ein völlig normaler Vorgang! Alles, was die Natur hervorbringt, zerfällt über kurz oder lang und wird dem Stoffkreislauf wieder zugeführt, restlos, sauber und nachhaltig – ein Kreislauf des Lebens, ein Wunder der Natur, in der Natur und durch die Natur!

    Ein Ameisenstaat bewohnt einen toten Baumstumpf...

    Ein Ameisenstaat bewohnt einen toten Baumstumpf...

    Ganz anders das, was der Mensch so produziert. Zwar ist die menschliche Rasse durchaus als anpassungsfähig und erfinderisch zu bezeichnen, aber die Qualität ihrer Erfindungen und Produkte, bleibt hinter dem weit zurück, was Gaia in diesem Bereich zu bieten hat. Nicht nur die Stoffe, die der Mensch herstellt, um seine Produkte beim Transport oder der Lagerung zu schützen, sind für gewöhnlich nicht wieder verwertbar, auch die Produkte sekbst bestehen meist aus Materialien, die alles andere als problemlos zu recyceln sind. Alles besteht aus Kunststoffen, Metallen, Lacken, Chemikalien usw., die beim „Entsorgen“ ein großes Problem darstellen. Entweder man schmeisst sie in die Landschaft und lässt sie über Jahrhunderte hinweg vergammeln, wobei unzählige schädliche Stoffe in die Umwelt und damit letztlich in die Nahrungskette gelangen. Oder sie müssen mit hohem technischen Aufwand dem Stoffkreislauf wieder zugeführt werden. Allerdings beträgt die Recyclingquote nur bei einem einzigen Rohstoff 100%, bei Glas. Alles andere kann nur in Form von Beimischungen zu frisch gewonnenen Rohstoffen der Wiederverwertung zu geführt werden, da die Qualität beim recyceln drastisch abnimmt. Bei Kunststoffen sieht dieses Verhältnis besonders beschissen aus!

    Schauen wir uns an, was die Natur erzeugt und von dem die Menschen sich z.B. ernähren, sieht das ganz anders aus. Eine Nuss, birgt den essbaren Samen einer Pflanze in einer sehr stabilen Hülle, die individuell an die einzelnen Formen des Samens angepasst ist! Da wackelt nix, der Schutz ist perfekt und der Samen bleibt auch nach Jahren oder sogar Jahrzehnten noch keimfähig. (Dieses Muster an Nachhaltigkeit und sinnvoller Ressourcenverwertung in einem perfekten Kreislauf, muss für den aufgeklärten und verantwortungsbewussten Menschen das Vorbild all seines Tuns sein. Dies haben die Verfechter der Permakultur erkannt und versuchen dies in ihren Projekten umzusetzen.)

    Fleissiger Mistkäfer auf dem Weg zur Arbeit

    Fleissiger Mistkäfer auf dem Weg zur Arbeit

    Was aber macht der „moderne“ Mensch? Er öffnet dieses perfekte Behältnis, röstet und salzt den Samen und verpackt ihn dann in Plastik. Der Unterschied zwischen  der Nussschale und der Plastiktüte wird schnell deutlich, wenn man beide auf den Kompost wirft. Während die Nussschale im Rahmen des natürlichen Recyclings, des Kreislaufs der Natur zu 100% zersetzt und zu wertvollem Humus wird, bleibt die Plastiktüte zu beinahe 100% erhalten (für mindestens ein Jahrtausen). Keine Mensch kann genau sagen, wie lange Plastik in der Umwelt verbleibt und in welchen Zeiträumen sich dieses teuflische Material  in welche schädlichen oder unschädlichen Stoffe zersetzt! UV-Strahlung beschleunigt den Zerfall von Kunststoff ein wenig und in sofern sollten wir über die sich immer mehr verstärkende UV-Belastung freuen. Aber wirklich hilfreich ist auch das nicht. Beim Zerfall gibt der Kunststoff Stoffe an die Umwelt ab, deren Auswirkungen noch kaum bekannt und schon garnicht systematisch erforscht sind. Schließlich fürchtet die Industrie  die daraus resultierenden Folgen. In großen Teilen unserer Wel besteht der Meeresstrand schon zu einem Gutteil aus mikroskopisch keinen Kunststoffpartikeln. Kleinstlebewesen nehmen diese Partikel als vermeintliche Nahrung auf und bringen sie so in die Nahrungskette des Menschen ein. Mit welchen Spätfolgen ist ebenfalls noch völlig ungeklärt.

    Daran wird sich so lange nichts ändern, wie die Hersteller von Kunststoffen nicht für die Folgen zur Verantwortung gezogen werden, die durch die Verwendung ihrer Produkte entstehen. Belastet man die Unternehmen mit den Kosten, die für die Umwelt surch die Nutzung ihrer Produkte entstehen, wird sich sehr schnell etwas ändern. So lange aber die Allgemeinheit für die Müllentsorgung bezahlen muss und Umwelt- und Spätfolgen nicht den eigentlichen Verursachern aufgebürdet werden, wird fleissig weiter umweltschädliches Verpackungsmaterial auf Teufel komm raus produziert! Genau das selbe gilt für die Hersteller von Chemikalien, gentechnisch veränderten Tieren und Pflanzen. Noch heute kann niemand sagen, was passieren kann, wenn diese künstlich von Menschen erzeugten Lebewesen unkontrolliert in die Natur entweichen. Trotzdem beruft sich die Industrie auf das Recht, solche Genmonster zu erzeugen und Patente auf Lebewesen zu beantragen. Dies ist der ziemlich durchsichtige Versuch, die Kontrolle über die Nahrungsproduktion der gesamten Menchheit zu erlangen. Die einzigen, die das nicht zu checken scheinen, sind die Politikern, die sich darin überschlagen, den Wünschen der Konzerne zu willfahren und deren Bossen in die breiten Ärsche zu kriechen! Von den ethischen Fragen einer Patentierung von Lebewesen einmal abgesehen ist es unverantwortlich, kommerziellen Unternehmen die Kontrolle über die Nahrungsmittel zu überlassen und zu hoffen, sie würden ethisch, verantwortungsbewusst und moralisch einwandfrei handeln! Da ist der Wunsch (oder die Gier, denn entsprechendes Verhalten der Politiker zieht natürlich Gegenleistungen der Konzerne nach sich) der Vater des Gedankens!

    Rohstoffkreisläufe müssen rückstands- und schadstofffrei funktionieren und sich an den perfekten Kreisläufen in der Natur orientieren. Gaia zeigt uns wie es geht. Wir müssen die Natur beobachten und nicht alles den gewinnorientierten Konzernen überlassen, nur um dann hinterher entsetzt festzustellen, was da für Verbrechen an der Natur und den Menschen begangen werden. Es muss Schluss sein mit der nachträglichen Technikfolgenabschätzung, die zwar den ein oder anderen schädlichen Aspekt erkennt, aber wegen der bereits erfolgten Einführung neuer Technologien oft keine Möglichkeit mehr hat, deren Verbreitung zu bremsen. Schlechte Beispiele gibt es hier zu Hauf. Es seien da nur die Gentechnologie genannt und die Nanotechnologie. Es ist ein Unding, die Einführung neuer Technologien zuzulassen und hinterher, quasi im Nachgang, festzustellen, dass hier Gefahren auftreten, die nicht zu kontrollieren sind, aber sich wegen der bereits erfolgten Investitionen keiner mehr traut, STOPP zu sagen!

    Es kann nicht hingenommen werden, dass Konzerne ihre gierigen Pfoten nach den Ressourcen der gesamten Menschheit (und um nichts anderes handelt es sich bei dem Genpool der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, bzw. den Haustierrassen) ausstrecken und damit Menschen in ihre Abhängigkeit zwingen. Es kann kein Recht geben, Patente auf Lebewesen zu beanspruchen, weil dies moralich unverantwortbar ist! Jeder Mensch muss das Recht darauf haben, seine Nahrung selbst anzubauen und aus seiner Ernte einen Teil als Saatgut für das nächste Jahr zu gewinnen, ohne dafür Lizenzgebühren an einen Konzern abführen zu müssen. Anstonsten droht eine neue Art der Sklaverei. Wer nicht zahlen kann wird verhungern, weil die Beauftragten der Konzerne die „unrechtmäßigen“ Ernten vernichten. Alle anderen müssen sich dem Preisdiktat der Konzerne fügen und diesen ihre eigene Arbeitsleistung bezahlen – was für ein Irrsinn! Wo bleiben da die Menschenrechte?

    weiterführende Links:

    • TAB – Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (einige der gerade laufenden Untersuchungen sind sehr interessant. Es besteht aber meines Erachtens der Verdacht, dass mangels notwendiger technologischer Kenntnisse beim Vergeben der Untersuchungen an Institute wie z.B. IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung eine unzulässige Einflussnahme stattfinden könnte, da es sich bei besagtem Institut um eine gemeinnützige Einrichtung handelt, deren Auftrag- und Zuwendungsgeber zu großen Teilen aus der Industrie kommen!).
    • Gen-ethisches Netzwerk & Gen-ethischer Informationsdienst (Zitat: Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) vermittelt seit 1986 Informationen und Kontakte zu Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien. Seit dieser Zeit gibt das GeN den Gen-ethischen Informationsdienst (GID) heraus, der im Jahr zuvor gegründet worden war und heute zweimonatlich erscheint. Der GID berichtet als einzige Zeitschrift in Deutschland gleichermaßen kritisch und wissenschaftlich fundiert in den Bereichen Landwirtschaft & Lebensmittel, Mensch & Medizin sowie Politik & Wirtschaft über diese Technologien. Das GeN nimmt außerdem Stellung zu aktuellen politischen Prozessen, führt Veranstaltungen durch und unterstützt andere Initiativen bei ihrem Engagement).
    • Kein Patent auf Leben (Zitat: Initiative, die sich gegen die Patentierung von Pflanzen, Tieren, Gensequenzen, aber auch gegen die Patentierung von Stammzellen und Gewebe des Menschen und gegen jegliche Biopiraterie wendet).

      Kein Patent auf Leben, das Logo

      Kein Patent auf Leben, das Log

    Monsanto auf dem Holzweg?

    Es freut mich außerordentlich, mal einen Post ganz nach meinem Geschmack veröffentlichen zu können. Mag sein, dass es nur ein Etappensieg war und es ist nicht anzunehmen, dass Monsanto sich so einfach geschlagen gibt.  Aber ja, es ist so, Monsanto hat seine Klage vor einem Gericht gegen das Verbot der Aussaat  seines Genmais MON810 verloren. Zurecht jubiliert Greenpeace („Gericht bestätigt Gen-Mais-Verbot“, Artikel vom 5.5.09) ob der erstaunlichen Tatsache, dass endlich mal ein Gericht es wagte,

    die Umwelt- und Verbraucheranliegen über die Interessen von Industriekonzernen gestellt. Die Entscheidung ist auch ein Erfolg für die Mehrheit der Verbraucher, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt!

    Auch FAZNET (Niederlage für Monsanto: Gericht bestätigt Genmais-Verbot, Artikel vom 5.5.09) erkennt an, das…

    …nach Auffassung der Richter sind jene Gefahren für die Umwelt vorhanden, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlangt. Dazu müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen diese Gefahren zweifelsfrei herzuleiten seien. Es genüge, so heißt es in dem Beschluss, wenn sich aus neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergäben, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten.

    Und die unvermeidliche bayrische Wasserpfeife Horst Seehofer, erkennt ein…

    „…unübersehbares Signal an den Agrokonzern Monsanto, der ohne Rücksicht auf Interessen der Bevölkerung handelt.“

    Das weiss natürlich jeder, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Monsanto, die Konzernkrake aus den USA, der seine gierigen Fangarme nach allen landwirtschaftlichen Flächen dieser Erde ausstreckt, hat nicht das geringste Interesse am Wohlergehen der Menschheit und erst recht nicht an der Gesundheit seiner Mitarbeiter. Das haben diese Verbrecher oft genug bewiesen.

    Gleichzeitig lobt Seehofer seine Parteifreundin Aigner über den grünen Klee für ihre mutige Entscheidung, wobei er verheimlicht, dass genau diese Ministerin den Anbau der genveränderten Kartoffel Amflora gestattet hat. Warum auch immer. Vielleicht liegts ja daran, dass Amflora das Lieblingskind von BASF ist und die haben ihren Sitz in Deutschland.  Wer ein klein wenig tiefer in die Wunder der bayrischen Logopädie (Artikel auf FAZNET vom 3.5.2009) einsteigen und die wundersame Wandlung des Seehofer Horst vom Saulus (als Landwirtschaftsminister war er ein glühender Verfechter der Gentechnik) zum Paulus (als bayrischer Ministerpräsident kämpft er nun – dank vergeigter Zweidrittelmehrheit – mit messianischem Eifer gegen die Macht der Genkonzerne, die Gentechnik im allgemeinen und den drohenden Machtverlust) in knappen Worten nachvollziehen will, der lese sich den Artikel durch. Man muss schmunzeln, obgleich man kotzen könnte. Hier sieht man, wie „wandlungsfähig“ Politiker doch sind.

    Und wieder muss ich den ollen Konrad Adenauer zitieren, denn sein berühmt-berüchtigter Ausspruch ist heute aktueller denn je…

    …“wat schert mich mein Jeschwätz von Jestern!“

    Was dann dazu führt, dass Aigner ungerührt erst dem Genmais den Halm durchschneidet um keine zwei Wochen später ein Halleluja auf die Genkartoffel Amflora zu singen. Was tut man nicht alles, um die Macht zu behalten? Richtig, alles!

    weiterführende Links: