Fischer´s Fritz fischt frisches Plastik…

Jetzt brauchen wir nur noch nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir Plastik fressen und (eventuell) ohne größere Verdauungsbeschwerden wieder loswerden können, dann können wir auf diese dämlichen Fische komplett verzichten. Die werden schließlich sowieso immer weniger, aus welchen Gründen auch immer! Da bietet sich doch die Plastikflut als perfekte Lösung an.

In dem Maße wie die Fische abnehmen (das ist ein sehr gutes Bonmot, dass mir da gelungen ist, denn die Fische haben überhaupt nicht mehr die Zeit um genug Gewicht zuzulegen und die Geschlechtsreife zu erlangen, da sie vorher aus dem Wasser gezogen und zu Fischstäbchen verarbeitet werden), nimmt der Plastikabfall zu? Das müssten wir doch irgendwie wirtschaftlich nutzen können. Wäre doch gelacht. Der Kapitalismus hat für alles eine Lösung. Hab ja erst neulich von einem Staubsauger für´s Meer gelesen, der den Plastikmüll einsammelt, während er über das Meer kreuzt! Naja ein bisschen Plastikmüll jedenfalls!

Und was, wenn wir jetzt die Fischfangflotten dazu nutzen, den Plastikabfall aufzu…äh…fischen? Die riesigen Fischfangflotten haben es in nicht mal dreißig Jahren geschafft, die Meere fast leer zu fischen. Nun sollen sie halt den Dreck einsammeln. Dafür kann man dann die Subventionen weiter laufen lassen. Und da Plastik ja in Wirklichkeit nichts anderes als Erdöl ist, nur in anderer Form, kann man daraus wieder Öl gewinnen, dass wir anschließend in unseren Autos verheizen.

Fullspeed für den Umweltschutz! Das ist zwar genauso sinnvoll wie die Aktion „Saufen für den Regenwald“, den eine namhafte Brauerei alljährlich auf´s Neue zu inszenieren, ja zu zelebrieren pflegt, aber was wissen wir schon von Marketing, nä? Ach so, das lohnt sich ja garnicht, bei einem Ölpreis von derzeit unter 28 Dollar je Barrel! Dann muss die Rettung der Meere eben noch ein Weilchen warten…

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Zahlen für unseren Dreck? Da klagen wir uns einfach raus!

Irgendwie war das ja schon klar, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung verbrunzen werden. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen blassen Schimmer vom System des Kapitalismus, oder er will uns vorsätzlich für blöd verkaufen.
Der Abriss alter Atomanlagen und die Kosten für die „sichere Endlagerung“ radioaktiven Mülls, wird so sicher vom Steuerzahler zu bezahlen sein, wie das Amen in der Kirche. Diese Praxis des „aus-der-Verantwortung-stehlens“ wird sich nahtlos in die lange Reihe bisher schon durchgeführter Sozialisierungen von Altlasten, Schulden und Verlusten und Privatisierung von Gewinnen einfügen und zwar so glatt, dass nicht einmal ein Sackhaar dazwischen passen wird! Wir müssen uns der traurigen Erkenntnis stellen, dass die Politik den Primat über die Wirtschaft längst verloren hat, sollte sie ihn jemals besessen haben! Da kann Herr Gabriel noch so eifrig an einem Gesetz basteln, das verhindern soll, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung stehlen können. Wenn´s so nicht geht, dann geht´s eben anders! Wozu hat man denn diese unzähligen Fachleute für Juristerei angeheuert? Sicher nicht um Geld für alten Atomkrempel auszugeben, den niemand mehr haben will.
Ich Kann mich noch daran erinnern, wie die Atomkonzerne unter anderem argumentierten, man könne ihnen nicht die Kosten für die Entsorgung alter Atomanlagen und die Endlagerung aufhalsen. Das müsse der Steuerzahler übernehmen, der habe ja schließlich von den Segnungen „billigen“ Atomstroms jahrzehntelang profitiert. Natürlich hatte man bei dieser Gelegenheit verschwiegen, dass der Steuerzahler, mithin also der gemeine Verbraucher auch den „billigen“ Atomstrom nicht umsonst bekam, sondern dafür bezahlen musste! Und natürlich wollen die Konzerne dem Deppen von der Straße gern in dem Glauben lassen, sie hätten an der ganzen Sache nicht einen Pfennig/Cent verdient!
Es ist an der Zeit, den Energieriesen schon jetzt die Rechnung aufzumachen und ihnen einmal klar zu machen, um welche Summen es hier geht! Und wir müssen darauf verweisen, dass der Nutznießer der Atomtechnik auch für alles andere zu haften hat, was als Folgekosten zu erwarten ist. Und, dass darf man auch nicht außer Acht lassen – wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das, was die Konzerne als mutmaßliche Kosten „errechnet“ haben und angeblich in die Bücher eingestellt haben, eineSpekulation ist, die darauf baut, dass man niemals in die Pflicht genommen wird! Das ist das kapitalistische System. Deswegen dürfen wir auch nicht zulassen, dass Konzerne die Atomanlagen in neu gegründete Tochterunternehmen auslagern, nur um selbst nicht mehr belangt werden zu können.
Niemand garantiert dafür, dass die angeblich für den Rückbau und die Entsorgung zurück gestellten 38 Mrd. Euro überhaupt vorhanden sind! Das ist nicht mehr als Buchgeld und wenn man genau hinsieht, wird man garnichts sehen, weil es sich vermutlich sowieso um Luftbuchungen handelt! o.O

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Die 10 größten Umweltschweinereien!

Wem es noch nicht übel genug vom Klimawandel geworden ist, für den habe ich hier etwas, dass ihm den Magen restlos rumdreht. Die 10 größten Schweinereine, die unsere Mutter Erde vergiften und die Menschen ebenfalls. Den passenden brechreizerregenden Artikel habe ich unter der Überschrift „Top Ten der Umweltverpestung – Wie die Welt vergiftet wird“ auf Spiegel-Online gefunden. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass diejenigen, die davon profitieren, vorwiegend in den Industriestaaten und die Leidtragenden in der Regel in der Dritten Welt sitzen. Mit diesem Thema setzt sich die schweizerische Organisation Green Cross (Homepage www.greencross.ch) auseinander. Der Name ist mir zugegebenermassen das erste Mal unter gekommen, aber die Zielsetzung hört sich interessant an:

Green Cross Schweiz setzt sich für die Bewältigung der Folgeschäden aus Industrie- und Militärkatastrophen ein und für die Sanierung von Altlasten aus der Zeit des Kalten Krieges. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, die durch chemische, radioaktive und andersartige Verseuchungen betroffen sind, sowie die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne von Kooperation statt Konfrontation unter Einbezug aller von einem Problem betroffenen Kreise.

Schaut Euch die Seite mal an und bildet Euch selbst ein Urteil. Weitere Informationen findet Ihr bei Wikipedia.

Zu diesem Thema passt auch der Artikel „Elfenbeinküste – 20 und 5 Jahre Haft wegen Giftmüllskandal“ den ich heute in meinen News fand. Im Jahre 2006 hatte das niederländisch-schweizerische Unternehmen Trafigura ein Schiff gechartert und mehr als 500 Tonnen Giftmüll in die Elfenbeinküste verschifft. Der Dreck wurde dann in der Hauptstadt Abidjan unter freiem Himmel auf Müllhalden entsorgt. An den Folgen von Vergiftungen starben bisher 17 Menschen. Mehr als Hunderttausend bekamen zum Teil schwere gesundheitliche Probleme und mussten ärztlich behandelt werden. Trafigura zahlte 152 Mio. Euro an die Regierung der Elfenbeinküste, die vermutlich entscheidend dazu beigetragen haben, dass einige höhere ivorische Regierungsbeamte nun nicht mehr Hunger zu leiden brauchen, sondern einem gesicherten Lebensabend entgegen sehen können. Gleichwohl lehnte Trafigura jede Verantwortung für das Umweltdesaster ab. Nun wurden der Chef der ivorischen „Entsorgungsfirma“ (wenn man das überhaupt so nennen kann) zu 20 Jahren Haft verurteilt, ein Vertreter der Reederei zu 5 Jahren. Vermutlich weil man an die Drahtzieher von Trafigura nicht heran kam, lief es mal wieder nach dem Prinzip „die kleinen hängt man, die großen lässt man laufen“!

Es dürfte nicht das erste Mal sein, dass auf diese Weise hochgiftiger Müll aus den Industrieländern in die Dritte Welt gelangte. Was hier als umweltschädlich, gefährlich und giftig eingestuft wird, entsorgt man schlicht und einfach da, wo die Menschen sich nicht wehren können, weil ihnen vielleicht die Bildung fehlt, um die Gefährlichkeit dieser „Importe“ zu erkennen. Und üblicherweise können die Betroffenen kaum auf die Hilfe ihrer eigenen Regierungen zählen. Aber können wir das hier bei uns eigentlich?

Zwischenfall in japanischem Atomkraftwerk!

Mit Datum vom 10.10.2008 meldet Greenpeace einen Zwischenfall in einer japanischen Atomanlage mit Rauchentwicklung. Die Informationen stammen von der Nachrichtenagentur AFP. Die Betreiberfirma Japan Atomic Power Co. behauptet, es sei in einer Sammelstelle für radioaktiv belasteten Müll, wie Schutzanzüge und Handschuhe, zu einer Rauchentwicklung gekommen. Japan ist einer der Vorreiter beim Einsatz von Atomenergie und baut nahezu ausschließlich auf die Energieerzeugung durch Atomkraft. Auch sueddeutsche.de schreibt eine kurze Meldung zu dem Vorfall („Rauch in Atomkraftwerk“).