Natürlich mit Nüssen aus ökologischer und artgerechter Bodenhaltung…

Nach unbestätigten Meldungen wird die Schokolade Ritter Voll Nuss des Herstellers Ritter ab sofort in „Ritter Spott Voll Nutzlos“ umbenannt. Wegen der nicht aufgeführten „übernatürlichen“ Aromen habe man mit dem Zulieferer SymRise Kontakt aufgenommen. Ansonsten ist man „natürlich“ entsetzt, was auch sonst…

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Das Pferd und die kriminelle Marktwirtschaft

Als vor knapp 10 Tagen fest gestellt wurde, dass in Großbritannien Pferdefleisch in Fertiggerichten gefunden wurde, in denen eigentlich Rindfleisch sein sollte, rolltr rinr Erll der Empörung verunsicherter Verbraucher über den europäischen Kontinent. Natürlich zuerst nur in Irland, wo man Hamburger gefunden hatte, die zu 100% aus Pferd bestanden, statt aus Rindviechern, dann in England, wo, wie bereits erwähnt, die Gäule zu Fertigfrass verarbeitet worden waren und so ganz allmählich nahmen die Lebensmittelkontrolleure auch in weiteren Ländern Europas die Spur der Pferdeäpfel auf.

Am 11.2.2013 wurde noch vollmundig verkündet, dass Deutschland von dem Skandal nicht betroffen sei, schon einen Tag später nahmen Discounter und Supermärkte bereits Tiefkühlprodukte aus den Regalen, weil sie sich schon nicht mehr so sicher waren, dass ihre Waren wirklich einwandfrei sind.

Schon drei Tage später hielt die BundesverbraucherschutzministrantIn Aigner es „fast für eine Sauerei“ (wobei die Betonung auf „fast“ lag!), was da geschehen sei und eine krasse Verbrauchertäuschung. Nun ja, das kann man auch anders sehen und man kann durchaus die Meinung vertreten, dass die Reaktion einer MinisterIn, die die Interessen der Verbraucher schützen soll, wenigstens ein bisschen mehr Substanz hätte enthalten können. So aber geschah nichts weiter. Die AignerIn hatte sich leicht empört gezeigt und damit sollte es auch schon wieder gut sein.

Bis zum heutigen Tage werden jedoch in immer mehr Lebensmitteln und Fertiggerichten „Spuren“ von Pferdefleisch gefunden, die sich nach nicht näher zu überprüfenden Laboruntersuchungen zwischen 5 und 50% der jeweiligen Fleischmenge bewegen sollen. Ein Skandal! Denn, wenn man Rindfleisch kauft, dann muss auch Rindfleisch drin sein.

Was allerdings bereits auf die ersten berichte vom Pferdefrass folgte, waren Reaktionen der Medien und Kommentare aus „berufenem“ Munde, die 1.) sogleich den Verbrauchern die Schuld an dem Skandal gaben, weil die ja nur auf der geiz-ist-geil-Schiene fahren würden und immer nur die billigsten Lebensmittel verlangten und 2.) Pferdefleisch sei nicht nur viel gesünder als Rindfleisch, sondern 3.) sei auch im Verzehr völlig unbedenklich. Schließlich gibt es in Deutschland gar manche Pferdemetzgerei, in der freundliche Schlachter irgendwelche alten Zossen zu Sauerbraten und Würsten verarbeiten.

Das mag ich so unkommentiert nicht stehen lassen. Mal abgesehen davon, dass diese Behauptungen einfach eine Unverschämtheit sind, zeigen sie doch deutlich, woher der Wind weht in unserem Wirtschaftssystem.

zu 1.) In unserer Regierung sitzen gut bezahlte Politker, die sich dafür rühmen, vom Volk gewählt worden zu sein. Sie sind, das kann man ganz pauschal behaupten, Priester des neoliberalen kapitalistischen Systems, das sie für die alleinseligmachende Ideologie der westlichen Wertegemeinschaft halten. Da ich mich nicht daran erinnern kann, dass einst Menschenmassen auf die Straßen strömtern, um in deutschland billigere Lebensmittel zu fordern, muss das Sinken der Preise (und der Qualität) andere Ursachen haben. Sie sind in der Marktwirtschaft begründet und das „Spiel“ ihrer Kräfte von Angebot und Nachfrage, auf das die Politik so große Stücke hält. In einer Gesellschaft, die Tag und Nacht eingetrichtert bekommt, dass sich die Preise für ein Produkt daran orientieren, wieviele Verbraucher das Produkt nachfragen, bzw. wie viel davon produziert wird, ist es eigentlich nur natürlich, wenn der Verbraucher eben geäß dieses Systems handelt und das kauft, was am billigsten ist, von dem aber der Hersteller behauptet, dass es genau die selben qualitativen Eigenschaften aufweise, wie ein vergleichbares aber teureres Produkt!

Das dann auch noch ein Elektroartikelhändler seine selten blöde Werbekampagne unter dem Titel „geiz-ist-geil“ unter´s Volk brachte und das angesprochene, ja indoktrinierte Volk diesen Slogan dann so sehr verinnerlichte, dass plötzlich nichts anderes mehr zählte, als „geiz-ist-geil“m dar feigentlich nicht weiter verwundern.

zu 2.) Pferdefleisch mag gesünder sein als Rindfleisch und in seiner Zusammentsetzung womöglich auch gehaltvoller, Fakt ist aber auch, dass es nur ungefähr halb soviel kostet wie Rindfleisch! Man kann mich verprügeln, aber ich behaupte dennoch, dass die Betrüger, die mit enormer krimineller Energie und unter Ausnutzung mafiöser Strukturen das teure Rindfleisch gegen billiges Pferdefleisch ausgetauscht haben, dies nicht taten, um den Menschen etwas Gutes zu tun, sondern um (wenn man die Mengen betrachtet) exorbitante Gewinne zu machen! Dem Verbraucher jetzt zu unterstellen, er wäre bloss zimperlich ist mehr als nur eine Frechheit.

zu 3.) Da wir davon ausgehen können und müssen, dass der Austauch von Rind- gegen Pferdefleisch einzig den Grund hatte, illegale Gewinne zu erzielen, können wir ferner annehmen, dass nicht das beste und nach allen gesetzlichen Vorschriften erzeugte Pferdefleisch zum Einsatz kam, sondern auch hier das billigste Gammel- und Zährenfleisch, dessen man habhaft werden konnte. Wir erinnern uns? „Geiz-ist-geil“ und das gilt nicht nur für die Verbraucher sondern auch für die Verbrecher. Niemand kann bei solchen illegalen Machenschaften garantieren, dass nur einwandfreies Fleisch von edlen Schlachtrössern zum Einsatz kam. Nein, hier hat man das Gelumpe verarbeitet, dass sonst in der Abdeckerei gelandet wäre. Es ist nichts anderes, als Gammelfleisch gewesen.

Dies ist das kapitalistische System der freien Marktwirtschaft. Es ist die Religion der konservativen, wie der liberalen und der meisten anderen Parteien, die der Meinung sind (vorausgesetzt, die Lobbyisten haben mit genug Geld diese Meinung gebildet!), der Markt regele alles. In diesem Fall hat der Markt die (sehr niedrigen) Preise geregelt und im Gegenzug dafür die mangelhafte Qualität, die dank spärlicher Lebensmittelkontrollen so gut wie nie auffällt. es sei denn, man geht einem gezielten Verdacht nach! Der Markt aber regelt genauso das Interesse krimineller Mafiabanden an den Geschäften und überall da, wo interessengelenkte Gesetzgebung effiziente Kontrollen verhindert und dem Betrug Tür und Tor öffnet, da klinken sich die Paten ein und bedienen sich dankbar der ihnen auf dem Silbertablett angebotenen Möglichkeiten.

Der sogenannte freie Markt funktioniert nicht. Er hat nie funktioniert. Diese Behauptung ist eine glatte Lüge, die auch dadurch nicht mehr an Wahrheit gewinnt, dass man sie immer und immer wiederholt! Ein unkontrollierter und unregulierter Markt beginnt sofort zu degenerieren, Monopole zu bilden, Kartelle zu gründen und ein freies Spiel der Marktkräfte nach Möglichkeit auszuschalten. Nirgendwo war das in der letzten Zeit besser zu beobachten, wie in der Wirtschafts- und Finanzkrise, bei den Energiepreisen, aber auch bei den Rohstoffen, dem Schienenkartell und jetzt hier beim Pferdefleischskandal. In all diesen Fällen ist der Verbraucher und der Steuerzahler der Dumme gewesen und er wird es auch weiterhin sein, solange die Politik nicht bereit ist, die Einflüsterungen der Wirtschaft konsequent zu ignorieren und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt all ihres Handelns zu stellen. Aber dazu muss Abgeordnetenbestechung ein Straftatbestand werden, müssen Lobbyisten Hausverbot in allen Behörden und Ministerien erhalten und muss endlich der Wille da sein, etwas verändern zu wollen. Aber wo sollen wir anfangen? Beim Austausch von Muddi gegen einen Steinbrück, der erklärt, das KanzlerInnengehalt sei zu niedrig?

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Hunger!

Hunger! Was ist eigentlich der Unterschied – von den weltanschaulichen Differenzen einmal ganz abgesehen – zwischen den Menschen, die in Nordkorea wegen der Ernährungslage (im Rahmen des Versagens des Sozialismus/Stalinismus) verhungert sind und auch heute noch verrecken, weil sie keine Nahrung haben und den Menschen, die in Afrika, z.B. Somalia, Äthiopien, im Südsudan, oder wo auch immer verhungern, weil sie sich die (reichlich) vorhandenen Nahrungsmittel mangels finanzieller Möglichkeiten (quasi als Opfer des „freien“ Marktes und den von ihm diktierten Preisen), nicht kaufen können?
Sind die Hungertoten in Nordkorea anders zu bewerten, als die Opfer der kapitalistischen Profitgier? Ist es angemessen, Menschen verhungern zu lassen, nur weil sie nicht genug Geld besitzen? Hat das vielleicht etwas mit Menschlichkeit, mit Menschenwürde zu tun? Was also ist der Unterschied zwischen der Verhungerten in Nordkorea und denen in der „freien“ Welt? Sind sie glücklicher gestorben? War der Tod weniger schmerz- und qualvoll, weil er den Betreffenden in einem Teil der Welt ereilte, den man als „frei“ bezeichnete?
Warum verhungern Menschen überhaupt in einem Land der „freien“ Welt? Nun, natürlich sind es weit mehr Menschen in diesen Weltgegenden, die an verschmutztem Wasser verrecken und den dadurch hervor gerufenen Krankheiten. Und sie sterben in dem Bewusstsein, dass sie eigentlich problemlos überleben könnten, wenn sie nur über ein ausreichendes Einkommen verfügten und – das ist man ständig bemüht, zu verbreiten – dass er prinzipiell auch hätte, wenn er sich nur genug darum bemühte! So gibt man also denen die Schuld an ihrem Tod, die ihn erleiden müssen, nicht jenen, die so viel Geld besitzen, dass sie es zu Lebzeiten gar nicht ausgeben können!
Ich gehe sicher nicht fehl ind er Annahme, dass diese Erkenntnis kein großer Trost für einen Menschen ist, der sterben muss, weil er zu arm ist, um zu überleben.
Wer kann sich schon vorstellen, was im Herzen einer Mutter vor sich geht, die ihr Neugeborenes nicht stillen kann, weil sie keine Milch hat? Die ihr an Durchfall und Austrocknung gestorbenes Baby in der verdorrten Wüste begraben muss und ihm nicht mehr mitgeben kann, als das zerrissene T-Shirt, in das sie den kleinen Leichnam voller Schmerz und Liebe eingehüllt hat…
Und wir alle wissen, dass große Unternehmen vor allem in Afrika die besten Ackerflächen kaufen oder pachten (das sog. Land Grabbing), dass sog. Investoren mit Land und Lebensmitteln spekulieren und die Preise so in die Höhe treiben, dass die von ihrem Land vertrieben Kleinbauern nicht mehr existieren können. Gerade in den ärmsten Ländern werden tausende und abertausende von Hektar Ackerflächen an ausländische Unternehmen verkauft (natürlich meist mit tatkräftiger Unterstützung völlig korrupter Regierungsvertreter!). Und weil weder die Regierungen, noch die Kleinbauern beweisen können, dass sie die Landrechte besitzen, die Regierungen aber die Gewehre und Bajonette haben, vertreibt man die Kleinbauern und verscherbelt das wertvollste, was ein Volk sein Eigen nennen kann – sein Ackerland!
Ob dabei ein paar Unschuldige getötet werden, interessiert keine Sau! Das Land muss enteignet und den Konzernen übergeben werden, die mit riesigen Maschinen und ungeheuren Energiemengen im Rahmen industrieller Landwirtschaft Nahrungsmittel erzeugen, die sie für teures Geld in den entwickelten Ländern auf den Markt bringen. Die Märkte in den Erzeugerländern aber bleiben leer, weil die Einheimischen die geforderten Preise nicht bezahlen können.
Auf die schlechtesten Flächen vertrieben, an denen die Konzerne kein Interesse haben, sofern nicht unter dem Boden wertvolle Rohstoffe vermutet werden, und in die Wüsten verdrängt, vegetieren die nun landlosen Kleinbauern ohne jede Hoffnung auf Hilfe. Bleibt der Regen aus, oder regnet es zu viel, wird die Situation sofort Existenz bedrohend und wenn die Trockenheit kommt und überhaupt kein Regen mehr fällt, wenn das Land zur Wüste wird und das Vieh verreckt, sterben die Menschen. Und niemand weint den manchmal nicht mal mehr verscharrten Toten der Gier des Kapitalismus, der sich hier zu einem Neoimperialismus entwickelt hat, auch nur eine müde Träne nach!

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Die geplante Katastrophe

Wem nützen eigentlich solche gigantischen Projekte, wie der Bau eines riesigen Staudamms in Äthiopien, der zwar die Region Ostafrika mit Energie versorgen können soll, aber durch die enormen Eingriffe in den Wasserhaushalt zu katastrophalen Folgen führen kann, nein führen muss!

Natürlich profitieren von solchen Investitionen die Energiekonzerne, die später die Energie teuer verkaufen, die Banken, die den Bau finanzieren, und die Baufirmen, die die Aufträge für den Bau erhalten. Die einfachen Menschen in Äthiopien, werden sich die Energie nicht leisten können. Aber sie werden, genauso wie die Menschen stromab in Kenia, rund um den Turkana-See, die ökologischen Folgen zu tragen haben in einer Gegend Afrikas, die schon seit jeher zu den heißesten und trockensten Gebieten dieses an Katastrophen so reichen Kontinents zu tragen haben.

Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern dieses Planeten und trotzdem versucht man diesem bankrotten und korrupten Staat ein Energie-Projekt auf´s Auge zu drücken, an dem sich auch wesentlich wohlhabendere Länder die Zähne ausbeissen würden. Das Land am Horn von Afrika ist schon genug von Ausbeutung betroffen, seit ausländische „Investoren“ sich (vor allem aus Asien und Saudi-Arabien, mit dem Segen der korrupten Zentralregierung) dazu entschlossen haben, sich die fruchtbarsten Ackerböden dieser geschundenen Region unter den Nagel zu reissen, um die eigene Nahrungsversorgung damit sicher zu stellen!

Kleinbauern, denen das Land eigentlich gehört, die ihre Eigentumsrechte aber nicht nachweisen können, werden vertrieben und verelenden völlig, während junge und kräftige Arbeiter zu unmenschlichen Bedingungen ausgebeutet werden. Alles mit dem Segen der Regierung und der Unterstützung der UN.

Das Ganze nennt man dann wirtschaftliche Entwicklung! Ein Hohn, wenn man die grausame Realität betrachtet! Es ist der Siegeszug des kapitalistischen Systems in einer instabilen politischen Region, die auf Hilfe von außen angewiesen ist, nicht auf wirtschaftliche Vergewaltigung!!!

Aber Äthjiopien ist bei weitem nicht das einzige Land, dem unter dem Deckmantel der wirtschaftlichen Entwicklung das Ackerland geraubt und gigantische Energie- und Bewässerungsprojekte aufgedrängt werden, ohne sich auch nur die Spur um die möglichen katastrophalen Folgen zu kümmern!

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Was wird aus unserem Klima?

Wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt und die richtigen Schlüsse zieht aus dem, was die Agenturen so an nichtssagendem Geschwurbel verbreiten, dem kann, mit Blick auf den Klimawandel, nur noch Angst und Bange werden.

Das, was viele schon vorher wussten (oder wissen konnten, wenn sie sich nur dafür interessierten!), darunter auch wir, die wir die bundesdeutsche Politik kritisch begleiten und immer bestrebt sind, unsere schmutzigen Finger in die offenen Wunden des Kapitalismus und des Neoliberalismus zu legen,tritt nun ganz offen zu Tage – die Bundesregierung, allen voran die liebe Frau BundeskanzlerIn Merkel, scheren sich einen Dreck um unsere Zukunft, interessieren sich nicht die Spur für den Schutz der Umwelt und gehen in ihrem Bestreben, der Wirtschaft willfährig zu dienen und so ihre Macht und ihre Pfründen zu sichern, buchstäblich über Leichen!

Noch sind es zwar „nur“ die Leichen der Menschen in der sog. Dritten Welt, die unter dem steigenden Meeresspiegel leiden, die in Trockenheit und Wassermangel verdursten und im Kampf um die letzten schlammigen Wasserlöcher sich gegenseitig die Kehlen durchzuschneiden bereit sind. Menschen also, die schon heute unter Erosion, Ausbreitung der Wüsten, Waldbränden, Rodung des Regenwaldes, Vergiftung der Flüsse und Seen, Ausbeutung sämtlicher Ressourcen und des Verlustes der Ackerflächen zu leiden haben.

Seit den 80er Jahren ist eine Entwicklung im Gange, die schlimmer ist als die Jahrhunderte der Kolonisierung der welt durch die Völker Europas. Und es zeichnet sich ab, dass neben den Europäern, Russen und Angloamerikanern, auch die „aufstrebenden“ Schwellenländer Indien, China, Brasilien usw. sich ein Stück vom globalen Kuchen abschneiden wollen, bevor nichts mehr da ist!

Anstatt sich zu besinnen und die Weichen für eine Rettung des Klimas zu stellen, anstatt die Wirtschaft zu zwingen, die Ressourcen zu schonen (und das betrifft neben den Rohstoffen vor allem die Energie), die Belastung der Atmosphäre deutlich und nachhaltig (nicht nur während und bedingt durch die Rezession) zu senken. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall! die Wirtschaft muss – aus welchen Gründen auch immer – beständig wachsen und expandieren und ist dabei bereit, die gesamte Welt und vor allem die Menschen auf dem Altar des Profits zu opfern!

Zwar sagte schon Martin Luther, er würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen, selbst wenn er wüsste, dass morgen die Welt unterginge. Ob er damit gemeint hatte, dass dies auch für die Wirtschaft gilt nach dem Motto…

...“selbst, wenn wir wissen, dass morgen die Welt durch unsere Gier untergeht, so wollen wir heut noch einen ordentlichen Profit erzielen!“…

…darf getrost bezweifelt werden. Dennoch wird nach genau dieser Prämisse gehandelt und die Regierungen, insbesondere die deutsche Regierung, tun alles in ihrer Macht stehende, um diese für uns alle tödliche Gier zu fördern!

Es ist völlig egal, ob die Menschen das wollen, noch was sie überhaupt wollen. Die Politiker sind mittlerweile soweit von den Menschen entfernt, dass sie deren Sorgen und Nöte nicht einmal im Ansatz verstehen können. Sie haben sich so weit von den Realitäten entfernt, dass sie nicht nachvollziehen können, warum sich Menschen durch diese Art der Politik bedroht fühlen! Und das zurecht!

Die Neigung der Konzerne, jede sich bietende Ressource anzueignen und hemmungslos bis zur völligen Erschöpfung auszubeuten, ist eines der Grundübel des kapitalistischen Systems. Die Konzerne sind quasi die Axt, die den Ast absägt, auf dem die Menschheit sitzt! Der Kapitalismus wird letztlich dafür verantwortlich sein, wenn die Menschheit elend zugrunde geht!

Wir können den Schutz der Atmopshäre, der Ressourcen und Rohstoffe, des Wassers und des Ackerlandes nicht dem „freien Spiel des Marktes“ überlassen. Es gibt keinen „freien Markt“ – die Konzerne sind in kapitalistischen Systemen stets darum bemüht (und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, auch hochkriminellen), Monopole und Kartelle zu bilden, um die „freien“ Märkte zu beherrschen und Preise diktieren zu können. Und sie finden in den Regierungen und deren Politikern immer willfährige Helfer!

Heute scheint sich die Auffassung durchgesetzt zu haben, dass man Staaten führen kann, wie unternehmen! Das ist ein Trugschluss! Schon Herbert Wehner hat klar erkannt, dass es in derOrganisation eines Staates Dinge gibt, die kann man einfach nicht nach dem kapitalistischen Prinzip der Kosten-Nutzen-Rechnung organisieren. Es geht einfach nicht, dass eine Regierung zu Teilen ihrer Bevölkerung sagt:“Sorry Leute, es is nix persönliches, aber ihr seid unrentabel und wenn Ihr nich in der Lage seid, Euch eigenverantwortlich (das heisst nichts anderes, als auf eigene Kosten und eigenes Risiko), dann habt Ihr eben Pech gehabt!“ Gerade im Bereich der Altersvorsorge, der Krankenversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Energieversorgung, wird das aber genauso gehandhabt!

Ein Staat kann nicht den „unproduktiven“ Teil seiner Bevölkerung einfach aus seinem Staatswesen entlassen, um Koste zu sparen, wie das bei Unternehmen, egal welcher Größe, gang und gäbe ist! Und doch drängt man die Menschen, die „nur“ Geld kosten (Langzeitarbeitslose, Kranke, Alte, behinderte!) und dem Staat keinen Profit in Form von Steuern bringen, aus der Gesellschaft hinaus, nimmt ihnen die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, reduziert die Ernährung und Gesundheitsfürsorge auf das unbedingt notwendige Minimum, ebenso wie die Bildung, Kleidung und Wohnung, nimmt ihnen alles, was sie bisher in ihrem Leben erworben haben (wenn sie je die Möglichkeit dazu hatten, was bei weitem nicht auf alle Betroffenen zutrifft) und kümmert sich nicht weiter um sie.

Obwohl, in gewisser Weise kümmert man sich schon noch um sie, wenn man den Zwang, jeden und sei er auch noch so schlecht bezahlten Job anzunehmen, den man ihnen anbietet, als „kümmern“ bezeichnen mag!

Und damit man mit dieser Art asozialer Politik auc Erfolg habe, spielt man seit einigen Jahren die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten gegeneinander aus, so dass sie möglichst nicht auf die Idee kommen, gegen die Regierung zu rebellieren und auf die Straßen zu gehen, die die Verantwortung dafür tragen. Um das zu erreichen, schreckt man auch nicht davor zurück, die im Grundgesetz verbrieften Grundrechte systematische einzuschränken und zu beschneiden. Die jüngsten Verbote der Demonstrationen gegen das Banken- und Finanzsystem durch die Bloccupy-/Occupy-Bewegung in Frankfurt, sind ein beredtes Beispiel dafür. Kritik ist nicht erwünscht und schon garnicht wird sie geduldet!

Nachdem auch die kürzlich zu Ende gegangene Klimakonferenz in Bonn zur Vorbereitung des Klimagipfels, nicht die kleinste Hoffnung darauf gemacht hat, dass sich an der grundsätzlich nachrangigen Einstellung des Themas Klimaschutz zu ökonomischen Interessen bei den Regierungen dieser Welt irgendetwas geändert hat, sollten wir uns keinerlei Illusionen hingeben. Wenn wir, so wie heute, vor der Frage stehen:“Schützen wir die Umwelt und das Klima, um das Überleben der Menschheit zu sichern, oder sorgen wir lieber dafür, dass kurzfristigen ökonomischen Interessen rechnung getragen wird?“, so können wir sicher sein, dass die Antwort darauf lautet:“Ganz klar, ökonomische Interessen sind uns wichtiger!“

Im Angesicht dieser Tatsache, sollten wir uns innerlich darauf einstellen, dass uns der Klimawandel, obwohl seit langem bekannt mit allen Folgen und Konsequenzen, „kalt“ und natürlich „völlig überraschend“ erwischen wird.

Wir werden enorme klimatische Veränderungen erleben. Wir werden Hungerkatastrophen und Trinkwasserknappheit bisher unbekannten Ausmaßes erleben. Es wird Kriege um Wasser, Nahrung und Ackerboden geben, Millionen von Menschen werden dadurch sterben! Aber die Konzerne werden gleichzeitig Rekordergebnisse einfahren (vielleicht mit Ausnahme der Versicherungskonzerne) und die Regierungen werden Unruhen und Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit mit Gewalt und einer konsequenten Entwicklung hin zu autokratisch-faschistischen Politstrukturen beantworten!

Dem gilt es entgegen zu treten. Widerstand ist unsere verdammte Pflicht! Es ist unsere Pflicht, die Regierungen in ihre Schranken zu weisen und die Weichen zu stellen, solange das noch möglich ist! Und es ist nie zu spät, um Veränderungen zu bewirken, und wenn es das Letzte ist, was wir tun können, denn das Einzige, was unsere BundesmerklerIn für die Menschen und den Klimaschutz tut ist, dass sie uns mit ruhiger Hand dem Abgrund entgegen regiert!!

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Lest euch schlau – und handelt!

Vor einiger Zeit fand ich einen interessanten Blog, der sich einem meiner Lieblingsthemen widmet – der Permakultur. Es handelt sich um PermaculturePower, in dem sich sehr viel interessante Postings zum Thema finden lassen.

Eine besonders wichtige Ressource fand ich in dem Artikel „100 Best Permaculture & Homesteading Books: The Ultimate Reading List for Sustainable Living“, welcher am 5.12.20122 veröffentlicht wurde und eine dicke Liste Literatur über die Permakultur umfasst. Zwar sind die Werke in englisch geschrieben, aber mit etwas gutem Willen und dem Google-Übersetzer, kann man äußerst wichtige Informationen extrahieren und in seinen Projekten umsetzen.

Die Liste findet Ihr auch direkt unter Permaculture Media Blog und darin enthalten sind echte Klassiker von Masanobu Fukuoka, Bill Mollison und David Holmgren. Einige sind im Vottext zu lesen, andere als kostenlose eBooks down zu loaden, insgesamt mehr als 60 Stück. Also greift zu und informiert euch. Fangt an, Eure Umgebung nachhaltig zu verändern und Euch von der industriellen „Nahrungsmittel“produktion abzukoppeln. Mit Eurem Geld könnt Ihr doch sicher besseres anfangen, anstatt es bis zum letzten Cent den großen Konzernen in den gierigen Rachen zu schmeissen, um deren großtechnisch erzeugten Genfraß zu erwerben und Euch daran krank zu essen, oder?

Mundraub? Aber sicher doch!

Beim Stöbern im Netz habe ich die tolle Seite von mundraub.org gefunden, die eine Karte veröffentlicht, der man die Standorte von Obstbäumen entnehmen kann, die frei zugänglich sind und in aller Regel nicht abgeerntet werden. Also kann man sich dort hin verfügen und sich ein paar leckere und gesunde Snacks pflücken, für lau!
Wer in seiner Gegend solche Bäume selber weiss und sie gerne mit Gleichgesinnten teilen mag, kann sie bei mundraub.org melden. Sie werden dann in die Karte aufgenommen.
Man kann übrigens die angezeigten Bäume und das von ihnen gespendete Obst kommentieren und bewerten. Schaut einfach mal rein und sucht Euch was in Eurer Gegend aus. Aber lasst den anderen hungrigen Mäulern noch ein bisschen was übrich. Das gebieten Fairness und Höflichkeit! Es gibt auf der Seite auch einen interessanten newsletter zu abonnieren.