Wir müssen den Wald retten, sonst vertrocknet der Planet!

Bereits im Jahre 2005 hatte eine verheerende Dürre den Regenwald im Amazonasbecken schwer geschädigt und große Flächen des Waldes zum Absterben gebracht. Im darauf folgenden Jahr blühte der Regenwald dann verstärkt auf, wie Wissenschaftler erstaunt festgestellt haben.
Auch 2010 war für den Amazonas-Regenwald kein gutes Jahr. Eine monatelange Trockenheit von Juli bis Oktober vertrocknete den halben Urwald und auch diesmal könnte das Folgejahr sich durch vermehrtes Wachstum der verbliebenen Baumbestände auszeichnen.
Es darf allerdings bezweifelt werden, dass diese Art des Klimawandels im Endeffekt einen positiven Einfluss auf das Wachstum des gesamten Waldes und auf seine CO2-bindende Wirkung haben könnte. Vermutlich wird es den Regenwald nachhaltig schädigen, wenn er längerfristig und öfter, als in der Vergangenheit durch Phasen großer Trockenheit belastet wird.
Die Agrarindustrie, die sich in Südamerika und anderswo der Regenwälder bemächtigt haben, mit Duldung der jeweiligen Regierungen, werden sich ins Fäustchen lachen, und die vertrockneten Flächen flugs komplett rasieren. Dann lassen sich darauf mit Hilfe von Unmengen Dünger, Roundup ready von Monsanto, riesigen Maschinen (und entsprechendem Energieeinsatz) und den entsprechenden gentechnisch veränderten Saaten Biospritpflanzen, Soja, oder Mais zu gewinnen und sie den besorgten Europäern als Ökotreibstoff anzudrehen!
Und alle schreien Halleluja zu diesem ökologischen Wahnsinn und fahren weiter Auto, dass einem der kalte Schweiß ausbricht!
Verdorrte Wälder sind in jeder Beziehung wertlos. Das Holz ist nicht zu gebrauchen und oft von Schädlingen zerstört. Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch, was zur Folge hat, dass auch keine vollwertigen Wälder nachwachsen können, selbst wenn man die Natur sich selbst überließe. Die CO2-Bindung ist natürlich auch nicht mehr gewährleistet und infolgedessen richten sich die Begehrlichkeiten profitgieriger Konzerne auf diese riesigen brach liegenden Flächen!
Die Ursachen für die Trockenheit der letzte Jahre liegen sicher in den allgemeinen Klimaveränderungen, möglicherweise haben sie auch mit dem El-Nino-Phänomen zu tun, welches in immer kürzeren Abständen zu ungeheuren Überschwemmungen auf der einen Seite der Welt und zu großflächiger Trockenheit und Dürre auf der anderen Seite führt!
Ich glaube, man kann dem Klimawandel am besten dadurch begegnen dass man den CO2-Ausstoss begrenzt und mehr Wälder pflanzt. Wir müssen begreifen, dass wir die letzten Urwälder schonen müssen und bei der Neupflanzung von Wäldern und Wiederaufforstungen nicht nur in eindimensionalem Kosten-Nutzen-Denken verhaftet sein dürfen, sondern zu aller erst von der klimatechnischen Bedeutung der Wälder ausgehen müssen.
Masanobu Fukuoka, der kleine weise Mann aus Japan, der völlig neue Prinzipien in die natürliche Landwirtschaft einbrachte, sagte einmal sinngemäß: „Es ist nicht so, dass die Bäume verschwinden und dann die Wüste kommt. Erst verschwinden die Bäume, anschließend bleibt der Regen aus und dann kommt die Wüste!“
Die Ursachen für die zunehmende Trockenheit liegen also nicht in der Austrocknung und der Zerstörung der Wälder, sondern in der brutalen und rücksichtslosen Abholzung des Regenwaldes seit 5 Jahrzehnten!
Der Schlüssel zur Rettung des Klimas ist der Wald!

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    Wo gibt´s denn Permakultur-Projekte?

    Im Netz gibt es zwar bereits Seiten, die einige Permakulturprojekte auflisten, aber ich glaube, dass ist nur die Spitze des Eisberges. Es sind eigentlich immer die gleichen Projekte und auch, wenn sie unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen, so glaube ich doch, dass es wesentlich mehr sind als wir denken.

    Ich möchte daher einfach mal ganz neu anfangen und eine neue Rubrik in meinen Blog einbauen, in dem ich solche Projekte vorstelle, unter Nennung der InitiatorInnen (wenn dies gewünscht wird) und mit ein paar Fotos, Kontaktadressen, Homepages, Email usw.  Was macht Ihr? Was für einen Hintergrund habt IHr? Seid Ihr Profis (Permakultur-Designer, Umweltschützer, Tierhalter o. ä.) oder seid Ihr Anhänger bestimmter Philosophien, wie z. B. des Meisters Fukuoka (der letztes Jahr zu Gaia heim gegangen ist), Findhorn, Rudolf Steiner, Bill Mollison und David Holmgren, Joe Polaischer, oder sogar dem guten alten John Seymour, dem Ur-Vater des Selbstversorgungsgedankens?

    Dazu bitte ich Euch um Eure Mithilfe. Schickt mir Links, oder Beschreibungen, oder einfach nur Hinweise auf solche Projekte, damit ich Kontakt zu den Verantwortlichen aufnehmen und darüber berichten kann.

    Persönlich habe ich ein Faible für den guten alten Masanobu Fukuoka (und seinen Weg der natürlichen Landwirtschaft) und von daher bin ich auch besonders daran interessiert zu erfahren, ob und wo sich jemand mit seiner Philosophie aktiv auseinander setzt. Für jeden Hinweis bin ich also dankbar und ich verspreche, objektiv bar irgendwelcher ideologischen Einfärbungen über die Projekt zu berichten.

    Ihr könnt auch gerne Eure Aktionen melden und veröffentlichen, die aus dem Bereich Guerilla Gardening, Wiederaufforstung, o. ä. kommen. Dafür habe ich immer ein offenes Ohr!

    Für Eure Hilfe danke ich im Voraus und freue mich auf viele Zuschriften!

    Frau Aigner und der Umweltschutz!

    Das fuereinebesserewelt-Blog machte am 10.2.2009 in seinem Artikel „100 Tage Aigner und kein gutes Haar“ auf die Probleme aufmerksam, die mit der Ernennung dieser CSU-Dame zur Chefin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor allem für die Umwelt und die Verbraucher verbunden sind.

    Einige hatten es ja schon vorher vermutet. Nun zeigt sich, dass die Befürchtungen nur zu berechtigt waren. Frau Aigner stellt sich als eines der zuverlässigsten Sprachrohre sowohl für den Bauernverband als auch die Agrarlobby heraus. Außer den bekannten Sprüchen hört man nichts Neues von ihr. Wer geglaubt hat, mit dieser Dame würde ein frischer Wind durch die angestaubten Hallen des Ministeriums wehen, sieht sioh bitter enttäuscht. Klare Aussagen zu Gunsten des Umwelt- und Klimaschutzes? Fehlanzeige! Einsatz für die Interessen der Verbraucher? Wozu?

    Aigner erweist sich einmal mehr als eine Marionette in den Händen der grauen Eminenzen der CSU und man braucht sich keiner Hoffnug hinzugeben, es würde sich daran etwas ändern. Vermutlich wäre sie niemals an diesen Posten gelangt, wenn auch nur der geringste Verdacht bestanden hätte, sie verfüge über ein eigenes Rückgrat.

    Sich aus allem raushalten, nirgends anecken und immer schön nach der Pfeife derjenigen tanzen, die die dicksten Geldbörsen haben – nur so kann man offenbar in diesem Land als Politiker sein Auskommen sichern. denn auch wenn man (für eine Politikerin) ziemlich jung ist – und 45 ist ja nun wahrhaftig noch kein hohes Alter – muss man doch auch an die eigene Zukunft denken und daran, was nach der Wahl möglicherweise kommt.

    Wenn die bösen Roten, oder die „Umweltterroristen“ von den Grünen (wo sind eure hehren Ideale geblieben, als ihr in Hamburg mit der Union koaliert – oder sagt man in diesem Fall kollaboriert – habt?), oder sogar die halbrote und fastschwarze SPD (die ja überhaupt kein eigenes Profil mehr hat und ohne die Hilfe anderer Parteien vermutlich nirgends mehr mitregieren wird können!), die Wahlen für sich entscheiden können, dann muss man als profilneurotische CSU-Dame schauen, dass man einen gut dotierten Job in der „freien Wirtschaft “ abkriegt.

    Bei dem Engagement „für“ den Umwelt- und Naturschutz, bei all diesem Einsatz für gentechnikfreie Nahrung, biologische und natürliche Landwirtschaft, empfehle ich einen Beratervertrag bei Monsanto in Erwägung zu ziehen! Da hat man doch was und ist abgesichert, wenn man beizeiten dafür sorgt, dass der Gentechnik in Europa – und in Deutschland im speziellen – nicht vorzeitig die Luft ausgeht! Und da ist sie sicher auf einem guten Weg. Wenigstens etwas!

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    Die Philosophie des Masanobu Fukuoka

    Gestern bekam ich ein Päckchen von Amazon, dessen Inhalt ich herbeigesehnt hatte. Zwei Bücher von Masanobu Fukuoka, die ich mir bestellt hatte, um mich mit seiner Philosophie der „natürlichen Landwirtschaft“, der sogenannten „Nichts-Tun-Landwirtschaft“, eingehender auseinander zu setzen. Das eine trägt den Titel „Rückkehr zur Natur, die Philosophie des natürliche Anbaus“, das andere heisst „Die Suche nach dem verlorenen Paradies, Natürliche Landwirtschaft als Ausweg aus der Krise“. Flugs begann ich mit der Lektüre des Ersteren, um mir einen Überblick zu verschaffen.
    Weil das Thema so interessant ist, jedenfalls halte ich es für sehr interessant, habe ich mich entschlossen, die Erkenntnisse des mittlerweile 94-jährigen Japaners unters Permakultur-Volk zu bringen. Jedenfalls das, was ich für die Essenz des ganzen halte.
    Das Erste, was ich erkannte ist, das mir das Prinzip des „Nichts Tun“ außerordentlich gut gefällt. Wem nicht? Ich persönlich kenne niemanden, der freiwillig arbeiten und rackern würde wie ein Stück Vieh, wenn er das gleiche, oder sogar ein besseres Ergebnis erzielen könnte, ohne einen Finger und seinen Rücken dafür krumm zu machen.
    Es ist ja das gleiche mit einem Menschen, der eine Ausbildung macht, nachdem er die Schule beendet hat. Nehmen wir mich als Beispiel. Nach dem Schulabschluss erlernte ich den Beruf des Kfz-Mechanikers (so hieß das jedenfalls damals noch). Nachdem ich auch diese Ausbildung erfolgreich gemeistert hatte, wurde ich einem Altgesellen zugeteilt, der mich in die Feinheiten des Berufs einweisen sollte, oder wollte, oder wie auch immer. Jung und ungestüm, wie ich damals war, empfand ich das als eine Herabsetzung und Beleidigung, denn ich hatte meine Ausbildung ja beendet. Ich hatte eine sehr gute Note und sogar einen Buchpreis erhalten und dachte: „Jetzt hebst du die Welt aus den Angeln! Alle warten nur auf dich!“
    Ich stürzte mich also mit Feuereifer auf jeden Reparaturauftrag und arbeitete mit einem atemberaubenden Tempo, dass meinem Kollegen nur ein Kopfschütteln entlockte und die Bemerkung: “ Überlege vorher, was du tust und tue es dann gewissenhaft und ohne Hektik!“
    Allein, ich wollte nicht hören und so war ich jeden Abend völlig ausgepumpt und fertig mit der Welt, ging erschöpft nach Hause und fiel todmüde ins Bett, während mein Kollege abends mit Freunden wegging und am nächsten Morgen frisch und munter am Arbeitsplatz erschien. Ich stand mit dickem Schädel und unausgeschlafen in der Werkstatt und fragte mich, wie er das schaffte. Irgendwann habe ich herausgefunden, wie er das gemacht hat. Er arbeitete ruhig, konzentriert und überlegt und dabei nutzte er das, was man früher Erfahrung nannte und heute als Knowhow bezeichnet.
    Aber nun will ich Euch nicht weiter mit meiner Lebensgeschichte langweilen. Mein Kollege, von dem ich in den nächsten beiden Jahren übrigens sehr viel lernte, starb später an Leberzirrhose. Das dauernde Ausgehen ist ihm offenbar nicht so gut bekommen.
    Was ich aber damit sagen will ist das folgende. Man arbeitet und lebt sicher am Besten, wenn man auf die Erfahrungen der Älteren baut. Nur will das in jungen Jahren kaum einer wahr haben und so versucht jede Generation das Rad neu zu erfinden, anstatt aus dem Wissen der Alten zu schöpfen. Und genau das ist es, was Masanobu Fukuoka sagt. Wir lernen nicht von der Natur, indem wir sie beobachten, die ja seit Milliarden Jahren existiert und sicher am Allerbesten weiß, wie man Pflanzen aussät, sie keimen und wachsen lässt.
    Nein, wir modernen Menschen denken dass wir alles besser wissen, dass wir die Natur verstanden haben, ohne das wir ihr zu hören und das wir sie beherrschen können. Die Wissenschaftler erfinden immer neue Methoden, um die Landwirtschaft effektiver zu machen und keiner merkt dabei, dass dies nur dazu führt, den Boden und die Natur zu zerstören. Immer größere und schwerere Maschinen bearbeiten mit immer weniger Menschen das Ackerland und die Felder. Immer mehr Energie, Düngemittel und Pestizide werden eingesetzt, obwohl die Erträge durch diesen Aufwand nicht zu rechtfertigen sind.
    Zu allem Überfluss beglückt uns die Industrie nun auch noch mit gentechnisch veränderten Pflanzen, Patenten auf Lebewesen usw. und behauptet, damit das Nahrungsproblem in Zukunft lösen zu können. Niemand nimmt dabei wahr, dass diese Art der Landwirtschaft den Boden und seine Lebewesen ja, die gesamte Natur zerstört.
    Darum, so schlägt Fukuoka vor, sollen wir zurückkehren zur Natur. Wir sollen die Natur das machen lassen, was eigentlich nur sie kann, nämlich Pflanzen und Tiere praktisch aus dem Nichts entstehen lassen! Eigentlich brauche kein Samenkorn einen gepflügten, gefrästen und gedüngten Ackerboden. Die Natur hat die Samen in die Lage versetzt zu keimen, wenn die Bedingungen günstig sind, selbst wenn sie einfach nur auf den Boden fallen. Einen „bearbeiteten“ Boden brauchen nur künstlich gezüchtete Samen, die überzüchtete Pflanzen hervorbringen, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu vermehren. Das ist ganz und gar nicht natürlich. Es ist der Anfang vom Ende. Deshalb müssen wir umkehren und unser Heil nicht in immer noch mehr Wissenschaft und Forschung suchen, sondern in der Rückkehr in den Schoss der Natur, in den Schoss von Mutter Erde!