10. Dezember – Tag der Menschenrechte!

Genau heute vor 60 Jahren wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris ein bislang in der Menschheitsgeschichte einzigartiges Dokument verabschiedet. Die Resolution 217 A III, besser bekannt als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte!

Insgesamt 145 Staaten dieser Welt haben die Menschenrechtsresolution ratifiziert (das berichtet die Netzeitung in ihrem heutigen Artikel) und – richtig geraten – nicht ein einziges Land hält sich in allen Punkten daran! Selbst in vielen westlichen Demokratien, allen voran den USA, werden schwerste Menschenrechtsverletzungen begangen. Folter und Diskriminierung sind hier an der Tagesordnung. Das Recht auf freie Meinungsäußerung? Nur schöner Schein! Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Arbeit (ja, auch Arbeit ist ein Menschenrecht!), nimmt auch in Deutschland niemand wirklich ernst. Wenn ich nur an die Hartz IV-Regelsätze denke, von denen sich die Menschen gesund ernähren sollen, wird mir speiübel!

Dabei sind die Zustände in den westlichen Demokratien noch relativ erträglich. Den Göttern sei dank, gibt es hier immer irgendwelche Menschen und Gruppen, die sich vehement für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Zu diesen Menschen gehören aber üblicherweise meist nicht die Politiker – die verlieren sofort den Kontakt sowohl zum Boden, als auch zum „gemeinen“ Volk! Der eigene Arsch ist einem sowieso immer noch am nächsten und da bilden unsere Politiker leider keine Ausnahme. So wird sich am Stand der Menschenrechte in der näheren und ferneren Zukunft nicht allzu viel ändern.

Zumal die Auslegung der Menschenrechte zu einem nicht unwesentlichen Teil von der jeweiligen Kultur eines Staates abhängig ist. Betrachtet man China (nur eines von vielen Beispielen) könnte man den Eindruck gewinnen, der Tod durch die Genickschußkommandos der Armee sei ein Menschenrecht, auf das jeder Chinese einen „rechtlich verbrieften“ Anspruch hat! Die Islamischen Länder wiederum sehen die Menschenrechte mit anderen Augen. besonders das Recht auf freie Ausübung der Religion kann hier schnell zu einem besonders schmerzhaften und dadurch unangenehmen Tod durch einen wütenden Mob oder eine religiös motivierte Justiz (Iran zum Beispiel) führen. Auch hat die körperliche Unversehrtheit da ihre Grenzen, wo die Scharia das abhacken einer oder beider Hände als Strafe für Diebstahl vorsieht!

Wir sollten bei allem Respekt vor den Religionen und Kulturen anderer Menschen nie vergessen, welche gesellschaftlichen Vorzüge und Freiheiten wir hierzulande geniessen dürfen. Aber die Freiheit muss jeden Tag auf´s neue errungen werden. Darum sollten wir jedweden Kampf um mehr und für den Erhalt der Menschenrechte unterstützen. Und wir dürfen nie vergessen, dass die eigenen Freiheit da endet, wo die Freiheit der anderen Menschen beginnt!

Weiterführende Links:

  • Anti-Slavery-International (Organisation gegen die Sklaverei, die es entgegen weitverbreiteter Meinung auch heute noch in vielen Staaten der Welt gibt – sie ist die älteste Menschenrechtsorganisation der Welt!).
  • Terre Des Femmes e.V. (kämpft für die Rechte von Frauen weltweit, denn weltweit werden Frauen diskriminiert, gefoltert, vergewaltigt und misshandelt!).
  • Amnesty International (1961 in London gegründet, setzt Amnesty sich für politische Gefangene überall auf der Welt ein!).
  • Gesellschaft für bedrohte Völker (kämpft weltweit für die Rechte religiöser, sprachlicher und ethnischer Minderheiten!).

Wenn Ihr etwas Geld entbehren könnt, dann lasst diesen Organisationen bitte eine kleine Spende zukommen. Denkt daran…die Weihnachtsfeiertage nahen mit großen Schritten und es gibt überall auf der Welt Menschen, die unter einem Unrechts-Regime zu leiden haben. Nahezu überall auf der Welt wird gefoltert und misshandelt, werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Wir in den reichen Ländern des Westens, sind moralisch zur Hilfe für die Unterdrückten dieser Welt verpflichtet und das können wir am Besten dadurch, dass wir die Arbeit der Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) finanziell unterstützen!

Werbeanzeigen

Das schöne Leben der Klimaschwafler!

Das habe ich mir auch schon gelegentlich gedacht, warum zighundert oder sogar tausende Politiker aus allen Teilen der Erde sich irgendwo in einem anderen, am besten tropischen und mit üppigen First-Class-Hotels ausgestattenten Ferienziel treffen müssen, um über den Klimawandel und was man dagegen tun kann zu schwafeln! Die Netzeitung schreibt in ihrem Artikel „Virtuelles Reden übers Klima“ vom 4.11.2008, dass der Klimagipfel 2007, der bekanntlich auf Bali stattfand, CO2-Emissionen in einem Umfang von ca. 15.000 Tonnen verursacht hat. Nicht schlecht für einen solchen „Betriebsausflug“ zum Schutze des Klimas.

Seit Montag findet nun (vernünftigerweise) die erste  Online-Klimakonferenz statt. Offensichtlich aber ist der Online-Diskussionsbedarf eher gering. Kommentare und Beiträge sind Mangelware. Das deutet wohl darauf hin, dass das eigentliche Ziel der Bali-Konferenz wohl doch eher die sandigen Badestrände waren und nicht die klimatisierten Konferenzräume! Und Online, merkt sowieso keine Sau, ob man wirklich die ganze Zeit vor dem Rechner sitzt, oder seinen Hintern gerade aufs Klo im Raum nebenan gesetzt hat!

Als weiteren negativen Aspekt der Online-Konferenz wird kritisiert, dass NGO nicht in einem angemessenen Rahmen dagegen demonstrieren könnten. Allerdings bezweifle ich, dass diese Konferenzen aus diesem Grunde abgehalten werden. Natürlich ist ein gutes Gespräch in einer Arbeitsgruppe (vermutlich mit anschliessendem gemeinsamem Bordellbesuch in einer fremden Stadt!) durch nichts zu ersetzen! Das Ergebnis wird aber in beiden Fällen ähnlich sein: wenig bis garnichts, hurra!