Die Wälder erobern Europa zurück…

…konnte man heute in einem Artikel der Welt Online lesen. Darin wird beschrieben, wie die Wälder in den meisten europäischen Staaten immer mehr Fläche bedecken. Damit können sie ihre wichtigen Funktionen, beispielsweise als die grünen Lungen unseres Planeten immer besser ausüben. Das heisst, das könnten sie, wenn nicht zeitgleich am Äquator die letzen Regenwälder mit einer Geschwindigkeit abgeholzt werden, dass es einem vor Angst übel wird!
Schwarzwald zwischen Pforzheim und Calmbach

Niemand im tropischen Regenwaldgürtel scheint auch nur einen müden Gedanken an die wichtige Funktion der Wälder sowohl für das Klima, als auch den Sauerstoffgehalt in der Luft zu verschwenden. Die Bäume eines Waldes sind fantastische biologische Luftfilter, die ungeheure Mengen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern und diese dem Waldboden als Nährstoffe zuführen. Jeder Wald bildet ein eigenes Ökosystem, das in sich praktisch geschlossen ist und besonders empfindlich reagiert, wenn Teile davon abgeholzt werden.

Sehr schöner, alter Baum am Bahnhof in Gäufelden (Württ.)

Wer das Klima retten will, der muss zu allererst die Wälder retten. Ohne Wald wird es keinen Regen mehr geben und das Land und seine Menschen werden verdorren. Aber das scheint, wie gesagt, bis in die Äquatorialregion noch nicht vorgedrungen zu sein. Dort wird abgeholzt, als gäbe es kein Morgen! Das muss gestoppt werden! Es darf kein illegal geschlagenes Tropenholz mehr verkauft werden, noch fertige Produkte aus diesem Holz. Die Waldfrevler müssen mit aller Härte des Gesetzes verfolgt, zur Strecke gebracht und unnachsichtig bestraft werden! Es geht uns alle an! Denn die grünen Lungen Gaias nutzen der Menschheit nur dann etwas, wenn sie mehr oder weniger gleichmäßig über den Planeten verteilt sind!Nicht nur Masanobu Fukuoka hat sich für die Aufforstung einst bewaldeter und schon in der Antike abgeholzter Gebirge eingesetzt und genau dafür seine Seesballs entwickelt, die er z. T. mit Flugzeugen und Hubschraubern über den entwaldeten Bergzügen Griechenlands ud Portugals ausbringen ließ. Auch anderweitig finden sich sehr eifrige menschen, die ihre ganze Kraft für die Begrünung von Wüsten und die Wiederaufforstung einst bewaldeter Gebiete einsetzen. Sie verdienen unsere vollste Unterstützung
Plan-Verde e. V. in Peru, der grüne Plan
Als Beispiel möchte ich hier Plan-Verde e. V. nennen, eine Initiative, gegründet von Elke und Stephan Krüger, die in Peru dafür arbeiten, dass die völlig verarmten menschen dort eine Zukunft bekommen, die lebenswert ist. Ihr Mittel gegen die furchtbare Armut ist die Aufforstung von Wüstengebieten mit schnell wachsenden, schattenspendenden und als Rohstoffquelle dienenden Neem- oder Niembäumen, einem Mahagonigewächs und Moringa oleifera, auch wunderbaum genannt, ebenfalls ein sehr schnell wachsender Baum. Solche Initiativen gibt es viel zu wenige auf der Welt, denn das Elend ist so weit verbreitet, dass der Kampf dagegen eine wahre Sysiphusaufgabe ist!
Plan-Verde e. V. zeigt den Menschen, wie
sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen
können
Menschen wie Elke und Stephan haben unsere vorbehaltlose Unterstützung verdient und wenn der ein oder andere ein paar Euro entbehren kann, so sind sie bei Plan-Verde e. V. nicht nur willkommen, sondern auch sehr gut angelegt…zum Wohle der armen Landbevölkerung in Peru!
Elke Krüger von Plan-Verde e. V. bei der
Ernte in einem 5 Jahre alten Neembaum
Wälder bedeuten also nicht nur Luft zum Atmen, einen wahren Schatz an unersetzbaren Ressourcen an Flora uns Fauna, Regen, sie sind auch eine natürliche Klimaanlage, deren Funktion für unser Überleben auf diesem Planeten wichtig ist. Wälder bedeuten Leben! Und ganz nebenbei liefern sie auch noch Holz, Rohstoffe, Nahrung und, sie binden Unmengen des klimaschädlichen CO2 in der Biomasse. Das ist allemal ungefährlicher und sicher auch sinnvoller, als dieses Gift in der Erde unter unseren Füßen zu verpressen, wie man es in Deutschland vorhat.

weiterführende Links:

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Ein Wunder der Natur – der Regenwurm!

Gestern fand ich einen Artikel („Respekt vor dem Regenwurm“ Artikel von ddp auf Yahoo-Nachrichten) über ein eigentlich recht einfaches Geschöpf aus dem Garten Gaias – dem Regenwurm, Lumbricidae (Artikel auf Wikipedia)! Ich meine physiologisch einfach, also einfach gebaut. Im Gegensatz dazu ist die Aufgabe, die er in der Natur erfüllt, eine derart wichtige, dass ohne ihn wahrscheinlich bald die Lichter ausgeheh würden (für die Menschheit). Dass, was sie tun, für den Boden, die gesamte Flora und Fauna und nicht zuletzt für die Menschen dar, die einen Großteil ihrer Nahrung auf Äckern anbauen.

Eine Binsenweisheit behauptet, je mehr Regenwürmer sich im Boden tummeln, desto besser sei die Qualität desselben. Und was soll man dazu sagen? Es stimmt. Regenwürmer sind die reinsten Wunder der Natur. Sie ernähren sich von Pflanzenresten, die sie auf der Erdoberfläche finden und in ihre Wurmlöcher (tolles Wortspiel, nicht wahr) ziehen und fressen. Zurück bleibt bester Humus, der aber eigentlich nichts anderes ist, als die Scheisse der Regenwürmer. Sie sind also ein wichtiges Element im Kreislauf der Natur. Sie erfüllen einen wichtigen Zweck und trotzdem, weil sie so unscheinbar sind, weil man sie und ihre wunderbare, wertvolle Arbeit meist nicht direkt sehen kann, werden sie sträflich unterschätzt und vernachlässigt. Was man nicht sehen kann, kann ja wohl auch nicht nützlich sein, denken viele! Allerdings sehen das nicht viele so. Besonders unsere Landwirte, die nach industriell-chemisch-gentechnisch veränderten Methoden den B0den bewirtschaften, haben oft nicht die Spur einer Ahnung, wem sie die Fruchtbarkeit ihres Bodens in erster Linie eigentlich zu verdanken haben – dem Regenwurm und nicht Monsanto, Bayer oder BASF, die den Kunstdünger liefern! Und sie machen dem kleinen und seinen unzähligen Brüdern das Leben in unserer Erde auch nicht leicht. Oder wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn man Euren Leib mit einem Pflug in Stücke schneiden, die Reste dann mit der Egge in der Gegend verteilen und das, was noch übrig ist im Anschluss mit Chemikalien zu traktieren? Genau, Ihr würdet Euch genauso beschissen fühlen, wie es die Regenwürmer tun. Anstatt ihre Arbeit zu würdigen und zu fördern, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und danach zu streben, möglichst viel dieser kostenlosen Düngemaschinen und Bodenlockerungsgeräte auf seinem Land anzusiedeln, wird der Boden mit schweren Bearbeitungs- und Erntemaschinen derart verdichtet, dass kaum noch ein Wurm da drin überleben kann. Und dann braucht man natürlich Unmengen von Dünger!

Ein Regenwurm in der Erde

Ein Regenwurm in der Erde

Die lieben Tierchen können sogar noch mehr. Setzt sie in den Komposthaufen in Eurem Garten und sie versorgen Euch mit kostbarem, nährstoffreichem Humus für Eure Beete, während sie Eure organischen Abfälle vertilgen. Die müsst Ihr dann schon nicht mehr in die Biotonne werfen, wo sie im Sommer anfangen erbärmlich zu stinken udnd unzähligen Fliegenmaden eine traumhafte Heimstatt bieten. Es gibt auch Möglichkeiten, die possierlichen Würmer in einer Kompostkiste (die man auch selber bauen kann) auf dem Balkon oder sogar in der Küche werkeln lassen. Sorgt man für ordentliche Belüftung und ausreichende Feuchtigkeit, geschieht das Wunder des Kompostierens absolut ohne störende Gerüche und Ihr habt immer Dünger und Humus für Eure Topfpflanzen. Über´s Kompostieren findet ihr Informationen auf Wikipedia.

Für die unter Euch, die nicht gerade zwei linke Hände haben (für die Linkshänder hier die andere Version: Für die unter Euch, die nicht gerade zwei rechte Hände haben…) oder fünf Daumen an jeder Hand, gibt es die Möglichkeit mit sehr wenig Aufwand einen Wurmkomposter für die Wohnung selbst herzustellen. Hier mal ein Video dazu, das ich bei YouTube gefunden habe:

Ihr seht also, die kleinen fleissigen Kerlchen sind unentbehrlich für eine gesunde Umwelt und gesunden, nährstoffreichen Boden. Und wenn schon nicht in jeder Wohnung oder auf jedem Balkon eine Wurmkiste zum kompostieren von Küchenabfällen steht, sollte doch wenigstens jeder Garten, egal ob groß oder klein, über einen solchen verfügen. Darum sollten wir dem Regenwurm dankbar sein, dass es ihn gibt und Gaia, die den Kerl erfunden hat, natürlich auch. Und wie jedem anderen Lebewesen auch, das seinen Platz in dem riesigen Ökosystem unserer Mutter Erde hat, sollten wir ihm unseren Respekt zollen – außer vielleicht den Moskitos und anderem stechenden und blutsaugenden Gesocks o.O

Man sieht, unsere Mutter Erde hat für jedes nur denkbare Problem eine perfekte Lösung parat, um das Gleichgewicht in der Natur nicht nur zu halten, sondern auch wieder herzustellen, wenn der Mensch so dumm vermessen war, es zu zerstören!

Düngungsexperimente im Südatlantik vorerst gestoppt!

Am 16.1.2009 meldete Greenpeace, das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung im Südatlantik geplante Düngungsexperiment sei auf Eis gelegt worden. Jedenfalls vorerst! Dieses Experiment ist besonders umstritten, da es in bisher nicht gekanntem Ausmaß in das extrem empfindliche Ökosystem Meer eingreift. Man wollte über einer Fläche von 300 qkm ca. 6 Tonnen gelöstes Eisen ausbringen, um die Algenblüte zu forcieren und so CO2 zu binden. Ein, nach dem Eindruck von Umweltschutzorganisationen geradezu schwachsinniger Versuch, ist man sich doch über mögliche darüber hinaus gehende Folgen völlig im Unklaren. Außerdem verstößt ein solcher Versuch gegen geltende internationale Umweltvereinbarungen, die solche Düngeversuche auf hoher See verbieten.

Solche Düngungsexperimente sind nur dann gestattet, wenn…

…eine angemessene wissenschaftliche Basis einschließlich einer Risikoabschätzung ebenso wie ein globaler, transparenter und effektiver Kontrollmechanismus vorhanden sind…

…das war im vorliegenden Fall natürlich nicht gegeben, warum auch? Auch Deutschland hält es nicht für notwendig, sich an internationale Vereinbarungen zu halten, soweit geht die Liebe zur Natur und vor allem die Vernunft nun doch nicht!

Genauso wie Greenpeace fordert der WWF (dieser sogar bereits zwei Tage vorher, am 14.1.2009 unter der Überschrift „Algengroßversuch dauerhaft stoppen – Meeresdüngung verletzt internationale Beschlüsse“) einen endgültigen Verzicht auf dieses riskante Experiment.

Das es aber andere Staaten gibt, die noch weniger zimperlich sind als Deutschland, zeigt der Artikel von Florian Rötzer bereits am 7.11.20087 auf heise-online. Da wird dann auch etwas klarer, um was es bei solchen Experimenten eigentlich wirklich geht, nämlich um…

…großflächige und profitorientierte Experimente, die auf den lukrativen Markt der Emissions-Zertifikate ausgerichtet und (man höre und staune, Anm. von mir) deren Folgen nicht geklärt sind.

Dies zeigt deutlich die Einstellung der damit befassten Unternehmen zu unserer Mutter Erde: Erst mal probieren, wenn´s schief geht, war´s keiner. Jedenfalls nicht wir! Risiko- und Technikfolgenabschätzung? Fehlanzeige, genauso wie das scheinbar auch in Deutschland gehandhabt wird.

weiterführende Links:

  • KlimaFa Ltd. (ungarisches Unternehmen, welches für die Industrie „streng geschützte Wälder“ um CO2 im Zuge des Kyoto-Klimaprotokolls zu binden, was auch immer das genau heissen mag. Die Homepage ist englischsprachig).
  • ONC Ocean Nourishment Corporation (australisches Unternehmen, das unter anderem Treibhausgase  für die Industrie binden will, wenn ich das richtig verstanden habe. Auch diese Homepage ist – naturgemäß – englischsprachig).
  • Planktos (Blog der Planktos Inc. auf blogspot.com, befasst sich wie KlimaFa und ONC mit profitorientierten Maßnahmen zur CO2-Reduzierung. Englischsprachig. Der letzte Eintrag datiert allerdings auf den 23.8.2007. Die zugehörige Unternehmens-Homepage www.planktos.com ist nicht mehr zu erreichen).
  • Hier ist die Homepage der in London ansässigen International Maritime Organization, die sich um den Schutz der Meere kümmert, indem sie zu verhindern sucht, dass man diese als Müllkippe missbraucht. Natürlich englischsprachig).

Grundsätzlich ist natürlich nichts verwerfliches daran, CO2 zu binden, indem man Wälder aus Bäumen pflanzt, die in die jeweilige Klimazone gehören. Je vielfältiger und artenreicher, desto besser. Die Frage sei aber erlaubt, ob es sinnvoll ist, dies durch profitorientierte Unternehmen durchführen zu lassen, deren einziger Daseinszweck das Erzielen von Gewinn und nicht der Schutz der Umwelt ist? Und dann noch durch Unternehmen, die andere Unternehmen durch ihre Arbeit aus deren Verantwortung zur Reduktion von CO2-Emissionen zu entlassen – durch Geld? Das kann nicht gut gehen! Das riecht nach einem neuen Betätigungsfeld für die Mafia, wenn Ihr mich fragt!

Man erschleicht sich mit Hilfe der Mafia das Recht im tropischen Regenwaldgürtel ganze Wälder abzuholzen und bezahlt dann die Mafia dafür, dass sie in anderen Regionen Wälder neu anpflanzt, damit das ganze dann CO2-neutral ist? Oder die energieintensive Schwerindustrie bezahlt mafiöse Strukturen dafür, das sie Wälder pflanzt um CO2 zu binden? Ich will damit nicht sagen, dass die bereits existierenden Unternehmen in irgendeinem Zusammenhang mit der Mafia stehen. Dies soll lediglich ein Hinweis darauf sein, dass dies möglich ist, wenn sich heraus stellt, dass es sich hierbei um ein attraktives Geschäftsmodell handelt – die Mafia sucht ja immer nach Investitionsmöglichkeiten für ihr Schwarzgeld, warum also nicht dort? Und wer kann schon so großflächige Maßnahmen wie das Anlegen von Wäldern kontrollieren? Man hat ja jetzt noch nicht den illegalen Holzeinschlag in den Tropenwäldern im Griff, sondern überlässt ihn den gierigen Griffeln der Holzmafia.