Dann lad ich mir ne App auf´s Phone und find es wunderbar…

Einfach toll diese Apps zum Bezinpreisvergleich. Ich werde heute wohl zum Tanken nach Hamburg fahren müssen. Da ist der Sprit derzeit 5 Cent billiger als bei uns in Karlsruhe. Danke liebe Bundesregierung für diesen tollen Service!

Natürlich muss man sich darauf gefasst machen, dass man sich mit seiner Benzinpreis-App genauso intensiv wird befassen müssen, wie mit den per App abgerufenen Börsenkursen. Ähnlich schnell ändern sich ja mittlerweile auch die Spritpreise. Aber es ist nicht ganz so einfach, mit Hilfe einer App auf dem edlen Smartphone, die Tankstellen mit den günstigsten Preisen zu finden. Wie wir alle wissen, darf man während der Fahrt im Auto sein Handy nicht bedienen, ja nicht einmal als Navigationshilfe nutzen, will man kein Bußgeld und Punkte in Flensburg riskieren. 

Also haben die schlauen Erfinder der Benzinpreismeldestelle bei der Kartellbehörde (bezeichnenderweise handelt es sich um eine „Initiative“ des heimtückisch und völlig unerwartet aus dem Amt gewählten Wirtschaftsministers Philipp Rösler) mit List und Tücke eine staatliche Reglementierung verhindert und sind dabei sowohl der Wirtschaft, als auch der Industirie und den Großkonzernen geschmeidig in die fetten Ärsche gekrochen und die Tankstellen verpflichtet, jede Änderung der Spritpreise sofort zu melden.

Und weil man ja ein gesetzestreuer Bürger und Autofahrer ist, stellt man sich mit fast leerem Tank auf einen Parkplatz und lässt sich von der App eine güstige Tankstelle suchen. Problematisch wird es nur, wenn man dann vor Ort fest gestellt hat, dass der Preis sich schon wieder verändert hat, bis man dann angekommen ist. Aber das muss uns der freie Markt und der Wettbewerb schon wert sein. Schließlich kann man schon bei einer 50-Liter-Tankfüllung bis zu sagenhaften 2,50 € sparen. Und die braucht man auch, um die längeren Wege zu den billigen Tankstellen zurück zu legen.

Unbeschreiblich ist dabei das Gefühl, dass den preisbewussten Fahrer mit tiefer Befriedigung erfüllt, wenn er sich seiner Macht bewusst wird, über die er verfügt, und mit der er die multinationalen Ölkonzerne zwingt, ihre Spritpreise zu senken, nur weil er eifrig nach den tiefsten Preisen sucht.

Aber viele haben ja sonst keine Hobbies und in der Zeit, wo sie nach den günstigten Preisen suchen, verbrauchen sie schon kein Benzin!

Ich kann praktisch schon die nächste Stufe der Spritpreis-App vor meinem geistigen Auge sehen. Spritpreis-App 2.0 sozusagen. Ins Navi integriert, kann sie dem interessierten Fahrer die sich, ähnlich wie bei den Aktienkursen an der Börse, dauernd ändernden Spritpreise in Echtzeit ins Display einblenden und ihn gezielt zu der Tankstelle seines Vertrauens navigieren – egal, ob er gerade Sprit braucht oder nicht. Billig ist eben alles und geiz ist geil!

Wenigstens hier wurde der FDP und ihren Lobbyvertretern – bis auf Weiteres – das schändliche Handwerk gelegt. Ein Trost für alle, denen die sogenannten Liberalen schon immer ein Dorn im Auge waren…

 

weiterführende Links: 

 

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Gibt´s eine Rote Liste für aussterbende Völker?

n-tv.de berichtet heute unter dem Titel „Schutzgebiete für indigene Völker nötig – Naturvölker in Gefahr“ (Artikel vom 29.5.2009) über die drohende Ausrottung von fünf Indiostämmen in Peru, Brasilien und Paraguay. Man kann hier schon nicht mehr von einem Aussterben sprechen, denn dieser Begriff birgt in sich ja auch die Möglichkeit, dass es verschiedene Ursachen gibt, warum Tierarten und/oder Völker vom Antlitz dieser Erde schwinden. In desem Falle ist das aber anders. Die Indios sterben nicht aus, weil sie vielleicht von der Evolution für ungeeignet befunden wurden, diese Welt zu bevölkern. Nein, der Mensch in Gestalt von Holzfällern, Viehzüchtern, Ölfirmen, Siedlern, Wilderern und Goldgräbern hat das befunden und geht darum auf die Jagd nach den Naturmenschen, die nicht mehr und nicht weniger wollen, als den Erhalt iher Waldheimat. Letztlich ja auch zum Wohle aller Menschen, denn die Wälder, die gerade exzessiv abgebrannt oder gefällt werden (mit Markenmotorsägen vorwiegend der Firma Stihl, man weiss schließlich, was man sich schuldig ist!), sind schließlich die Lungen der Erde. Zwar haben sie bereits Lungenkrebs im Endstadium, aber das scheint niemanden weiter zu stören. Man versucht es mit Chemotherapie in Form Kunstdünger, Pestiziden, Insektiziden und weil´s so gut tut auch gleich noch mit Gentechnik auf dem Acker. Und wenn einem da ein Indio in die Quere kommt, der auf einem Baunmstamm reitend für sein Recht kämpft, dann pustet man ihn mit der Flinte weg, wie ein Tier – wen kümmert´s schon?

Die Frage sei erlaubt, was ein Schutzgebiet überhaupt bezwecken soll. Sogenannte Reservate gibt es für die Ureinwohner Amerikas bereits zu Hauf und einen Schutz boten sie noch nie! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die letzten unabhängigen Indiovölker von der Flut landsuchender Bauern und Holzfäller hinweggespült werden. Ihr Protest ist ein letztes Aufbäumen gegen ein fast unausweichliches Schicksal! Wer unterstützt sie denn in ihrem verzweifelten Kampf um´s Überleben? Die Ölkonzerne, die – ohne Erlaubnis und erst recht ohne zu fragen – auf  Stammesgebiet vordringen, Löcher in den Waldboden bohren, die Indiofrauen vergewaltigen, die Männer erschießen und das Wasser der Flüsse verseuchen? Die Goldsucher vielleicht, die wie Heuschrecken die Flüsse hinaufziehen? Sie waschen Gold aus dem Flusssand, das sie mit Quecksilber binden und dann über offenen Feuern wieder von dem gelben Metall trennen und in das Wasser schütten?

Die einzige Hoffnung sind die Menschen aus den Industrieländern, die sich für die Freiheit der wenigen Überlebenden einsetzen. Wenn wir diesen armen Menschen nicht helfen, haben sie keine Chance! Deshalb müssen wir Orgaisationen wie Survival International unterstützen, die sich für die Rechte der Indigenen Völker Südamerikas stark machen. Unterstützung ist wichtig und tut Not!

Es ist immer wieder erstaunlich, wenn man einmal darüber nachdenkt, mit welcher Überheblichkeit und Selbstüberschätzung die Menschen – nicht nur in Südamerika – die Meinung vertreten, sie seien auf Grund ihrer Herkunft (auf die sie selbst einen eher geringen Einfluss haben) anderen Menschen, besonders wenn es sich bei ihnen um Ureinwohner handelt, diesen sowohl geistig, als auch intellektuell, ethisch und moralisch überlegen. Ist ein Mensch besser als ein anderer, nur weil er über eine Flinte verfügt und der andere über Pfeil und Bogen? Ist er mehr wert, weil er in der Lage ist, Gaia brutal ihre Ressourcen zu entreissen und seine Umwelt zu vernichten, der andere aber im Einklang in und von der Natur zu leben bestrebt ist, weil er erkannt hat, dass er ohne Mutter Erde nur ein Nichts ist?

Hier ist ein Link zu einer Liste Indigene Völker, der Ihr entnehmen könnt, welche Stämme es in Südamerika gibt bzw. gab. Wenn Ihr sie durchlest und seht, wie klein die Zahl der meisten Stämme zu einer Zeit war, die z.T. schon einige Jahrzehnte zurück liegt, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, wie kritisch die Situation der Völker sein muss, die es – wie auch immer – geschafft haben, bis zum heutigen Tage zu überleben. Sofortiges Handeln hat oberste Priorität, sonst ist es zu spät!

weiterführende Links:

  • „Zivilisation soll fern bleiben“: Isoliert lebende Indios entdeckt (Artikel auf n-tv.de vom 30.5.2009; die in diesem Bericht erwähnten Indios gehören heute, nach genau einem Jahr, zu den fünf besonders von der Ausrottung bedrohten Völker, die Gegenstand meines Artikels sind! So schnell geht das, nachdem man damals noch besonderen Wert darauf legte, diese Indios vor den „Segnungen“ der Zivilisation zu schützen. Aber das interessiert die Holzfäller und Goldsucher nicht im Geringsten! Die Gier des Menschen scheint unstillbar zu sein.)
  • Genozid (Artikel auf Wikipedia, der sich mit dem Thema des Völkermordes befasst und umnichts anderes geht es beim Kampf der Indios in Südamerika)

Pack die Scheisse in den Tank!

War es früher der Tiger, den man in den Tank packen sollte, so sollen es in Zukunft die Ausscheidungsprodukte von E-Coli-Bakterien. Obwohl ich Berichte zu diesem Thema eigentlich nicht mehr hören kann, weil sie immer dann aus der Versenkung auftauchen, wenn es der Wirtschaft schlecht, oder den Ölkonzernen zu gut geht, wenn die Klimapolitik mal wieder in den Arsch zu gehen scheint (schaut euch nur Merkels 180° Wende an, die sie jüngst vollführt hat – von der Jeanne d´Arc des Klimaschutzes zum Klimaschwein in nur 2 Tagen!), weil auf einmal wirtschaftliche Interessen wichtiger als das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sind! In der Berliner rundschau wird Merkel nun von der Grünen Claudia Roth „bleischwerer Lobbyismus“ vorgeworfen und damit hat sie sicher nicht ganz unrecht, wenn man die Argumentation unserer lieben Bundeskanzlerin eitwas genauer betrachtet – sie sagt, dem Klimaschutz dürften keine Jobs geopfert werden und meint damit, die Gewinne der Großindustrie dürfen nicht geschmälert werden, frei nach der Maxime: geht´s den Konzernen gut, geht´s den Arbeitnehmern gut. Ein fataler Trugschluß!

n-tv.de hat einen Artikel unter der Überschrift „Aus dem Darm in den Tank – Bakterien zu Biotreibstoff„. Wenn nur eine dieser Ideen mal praktisch umsetzbar wäre! Aber vermutlich werden solche News lanciert, um ma wieder ein paar Millionen Euro Forschungsgelder locker zu machen und dann hüllt man sich wieder für die nächsten Jahre in vornehmes Schwiegen.

Eine geniale Erfindung…

…und garnicht mal so neu. Das Fahrrad! Während es heute in den industrialisierten Ländern nahezu ausschließlich als Sport- und Fitnessgerät gesehen wird, ist es in den Ländern der sogenannten Dritten Welt oft ein wichtiges, wenn nicht das einzige Massenverkehrsmittel. Der Vorteil des Fahrrades ist sein Energieverbrauch (der bei Null liegt!) und gleichzeitig im Betrieb keinerlei CO2-Emissionen verursacht. Ein Nachteil dieses, in seiner vordergründigen Einfachheit geradezu genialen Fortbewegungskonzepts mit Hilfe der Muskelkraft, ist eben dieses Konzept, sowie der fehlende Wetterschutz und die recht begrenzte Transportkapazität. Es erfordert den Einsatz von Körperkraft! Und obwohl es sagenhaft entspannend ist, mit dem Rad durch die Landschaft zu gleiten, die frische Luft zu atmen und dabei weder laute Geräusche, noch Abgase zu verursachen. Außerdem steht man mit dem Fahrrad nie im Stau! Ein geradezu unschätzbarer Vorteil.

Freilich ist es für den verwöhnten Mitteleuropäer und erst recht für den übergewichtigen Nordamerikaner (entschuldigt bitte diese platte Verallgemeinerung, aber man kanm diese Eigenschaften auch problemlos gegeneinander austauschen!) viel bequemer, zur Fortbewegung den Bleifuß zu benutzen und jeden Tag aufs Neue über die hohen Spritpreise zu jammern. Denn natürlich muss man zum Brötchenholen nicht auf ein Fahrrad steigen und seine eigene Körpermasse fort zu bewegen, sondern es ist absolut notwendig, immer mindestens 1 Tonne Auto mit wenigstens 200 kw dabei zu haben, am Besten noch in Form eines überdimensionalen Geländewagens. Schließlich muss man immer mit Regen rechnen oder damit, auf dem Grünstreifen parken zu müssen. Da ist es unerlässlich auf Allradantrieb und grobstollige Reifen zurück greifen zu können!

Die Fahrradtechnik ist trotz ihrer scheinbaren Primitivität sehr ausgeklügelt. Dazu kommt ein Wirkungsgrad, der zwischen 70 und über 90% liegt – für ein technisches Gerät ist das geradezu unglaublich. Und selbst der Mensch kweist nur einen Wirkungsgrad von 25% auf. Wenn das mal nicht die idealen Voraussetzungen für eine sonnige Zukunft des Fahrrades sind?

Fahrräder gibt es in den verschiedensten Ausführungen, speziell abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck. Hier gibt es eine Sammlung von unterschiedlichen Fahrradtypen mit interessanten Bildern. Schaut Euch das mal an und lasst Euch inspirieren. Besonders im Kommen sind in unseren Breiten die sogenannten Liegeräder. Nicht jedermanns Ding – zugegeben – aber damit kann man so richtig Speed machen und unbestätigten Gerüchten zufolge machen Liegeräder regelrecht süchtig. Probiert es einfach mal aus! Auf www.Liegerad-Fernweh.de gibt es einen humorvoll geschriebenen Artikel, wie das Liegerad erfunden wurde. Außerdem gibt es ein Liegeradmagazin, dass interessanten Meldungen rund um das Thema veröffentlicht (mit etlichen Links zu Liegeradseiten).

Ziemlich unangenehm, neben der schon erwähnten Wetterabhängigkeit, kann das Fahrradfahren in bergigen Gegenden werden, wenn es mal so richtig steil zur Sache geht. Da bleibt unsereinem (und damit meine ich durchaus mich selbst!) schon mal die Luft weg und kurz danach werden dann die Waden „sauer“. In dem Fall ist ein Rad mit Unterstützung durch einen kleinen aber leistungsfähigen Elektromotor, gespeist durch einen nicht allzu schweren Akku, nicht zu unterschätzen! Aber auch hier bieten die Hersteller schon ein breites Spektrum an Produkten an und für fast jeden Geldbeutel erschwinglich.

Weitere Links (diese Liste erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Liegeräder (Artikel bei Wikipedia):

Liegedreirad

Liegedreirad gefunden auf http://www.liegeraeder.de/

konventionelle Fahrräder:

Lastenfahrräder:

Elektrobikes und -fahrzeuge:

Rex Elektrofahrrad

Rex Elektrofahrrad

Velomobile:

Go-One Velomobile

Go-One Velomobile gesehen auf: http://www.ecofriend.org/

Wenn man die Menschen dazu bringen kann, sich aufs Fahrrad zu setzen, kann sehr viel mehr für Gaia getan werden, als mit den sparsamsten Autos mit Verbrennungsmotor. Die einzigen, die darunter zu leiden hätten, wären die Ölkonzerne und das ist denen vermutlich nicht zuzumuten. So zahlen wir alle fleissig weiter und jammern lieber, anstatt den Energiemultis eine lange Nase zu drehen und uns auf einen Drahtesel zu setzen.

Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, meine tägliche geschäftliche Fahrerei mit einem pedal- und/oder elektrogetriebenen Fahrzeug zu erledigen. Dabei stelle ich mir so eine Art Tretauto vor, wie es Kinder haben. Natürlich erwarte ich Hitech. Vielleicht Carbon-Rahmen und Leichtmetallfelgen. Das ganze mit vier Rädern, das versteht sich von selbst und außerdem einer gut abgestuften Kettenschaltung. Bedauerlicherweise hab ich sowas noch nirgends gesehen und um mir das selber zu bauen bin ich vermutlich ein wenig zu doof. Aber vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder und irgendein einfallsreicher Mensch bringt ein solches Teil doch noch auf den Markt. Oder hat von Euch jemand schon so was in der Art gesehen und kann mir einen Link senden? Herzlichen Dank dafür im Voraus!

Hier habe ich eine besondere Spezialität für diejenigen unter uns gefunden, die gern etwas mehr investieren möchten. Ein ganz außergewöhnlicher Fahrradrahmen aus Bambus wird auf der Website von Calfee Design angeboten. Sieht nicht nur schick aus, ist auch ne ganz neue Erfahrung würde ich meinen. Nicht ganz billig aber ökologisch mal was anderes!

Mountainbike mit Bambusrahmen gefunden bei CalfeeDesign

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