Die verratene Generation!

Tja, meine lieben östereichischen Freunde und -Innen. Sieht wohl danach aus, als hättet ihr nach dem nächsten Wahlgang einen waschechten Nazn als Bundespräservativ? Wie wollt ihr damit umgehen? Ich bin ja richtiggehend erschüttert und fräge mich schon, ob bei uns nicht demnächst die Störchin BundespessarIn (oder heisst das dann Bundespesseuse) und Pauke Fretry als KundesbanzlerIn amtseingeführt werden. In diesem beschissenen Leben bleibt mir und meiner gedehmütigten Generation aber auch wirklich nichts, garnichts erspart.

Wir mussten die Massenarbeitslosigkeit über uns ergehen lassen, haben real vermutlich nicht eine einzige echte Lohnerhöhung bekommen, haben durchweg „gebrochene Arbeitsbiographien“, müssen mit ansehen, wie unsere Rentenansprüche nicht nur immer weiter sinken (bis unter die Grenze der wissenschaftlichen Nachweisbarkeit!), sondern auch immer schneller und immer weiter vor uns davon eilt, damit wir auch ja nicht in den Genuß derselben kommen können – zum Wohle der Rentenkassen, aus denen die diversen Bundesregierungen versicherungsfremde Leistungen bezahlen, dass man hektoliterweise sein Frühstück abkotzen kann. Und nun, zu allem Überfluss, sehen wir uns einem marktradikalen und reaktionären Umsturz in einem europäischen Land nach dem anderen gegenüber. Aus der anderen Richtung her dreut der auferstandene Faschismus und Hetze gegen Andersdenkende, Rassismus, Ausgrenzung und Massenarbeitslosikeit, Gewalt und Herrschaft der Konzerne! So und jetzt sagt mir mal bitte ehrlich:“Kann es eigentlich noch schlimmer kommen? Oder ist das erst der Anfang?“

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De Maizière erfindet das KZ neu!

Manchmal darf man sich, nein, man muss sich fragen, was in den Hirnen solcher Schwachmaten eigentlich so vor sich gehen mag! Bemerkelnswerterweise kommen solle „Ideen“ ja nur aus dem konservativen und, das wollen wir nicht außer acht lassen, dem sehr rechtsextremen Lager. Aber die Unterschiede fangen schon seit Jahren an zu verschwimmen. Ist es noch konservativ, oder schon rechtsextremistisch? Keine Ahnung. Jedenfalls wenn Seedoofer und seine Meschpoke das Schandmaul öffnen, um ungefrägt ihre unmaßgeblichen Meinungen in die Welt hinaus zu posaunen. Gerne applaudiert da fröhlich der empörte Mob, getrieben vom ach so gesunden Volksempfinden. Und unter dem tosenden Beifall der ebenso besorgten Bürger und dem Logo des „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ schauen sie dann mit gespieltem Erstaunen, wie Kinder, die plötzlich unter ihrer Decke hervor und ins blendende Licht der Sonne blicken, in die gleißenden Sonnenstrahlen, reiben sich verwundert die Äuglein und verstehen die Welt nicht mehr, weil jemand zu ihnen sagt, dass das, was sie da von sich geben, doch eigentlich rechtsextremistische und neonazistische Parolen seien!
Dabei wollen sie doch nur das Beste, so behaupten sie ein um´s andere Mal, das Beste für Bayern (schon möglich), das Beste für ganz Deutschland (das kann glauben wer will) und natürlich (aber das sagen sie nicht), das Beste für sich selbst (das trifft wohl am ehesten den Kern der Sache)!
Und weil´s so wunderbar funktioniert, kann auch die christliche, die fromme und so traditionell-konservative CDU nicht widerstehen. Während der eine Teil den besseren Sozialdemokraten im schwarzen Gewande heuchelt, gibt sich der rechte Flügel betont nationalistisch und versucht gar martialisch die CSU rechts zu überholen! Freilich ist das garnicht so einfach! Und so erfindet Thomas De Maizière derzeit zwar nicht das Rad, wohl aber das KZ neu und nennt es, gelobt sei der scheinheilige Euphemismus, „Aufnahmezentrum“!
Dass da die ehrenwerten Österreicher mit ins nationale Horn tuten, jedenfalls die, die eh immer ungefrägt ihren Senf zu allem nationalen Sermon dazu geben, versteht sich da beinahe schon von selbst. Wie gut, dass ich weiss, das längst nicht alle Menschen so sind, weder in Österreich, noch in Deutschland, aber weh tut´s schon, dem wüst daher geschwafelten Wust aus unberufenem Maul zu lauschen! Herr, erbarme Dich unser!

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Guerillagärtnern leicht gemacht!

Habe eine nette Seite aus Österreich (guerillagaertner.com) gefunden, die sich dem Thema Guerilla Gardening widmet und handfest Informationen bietet. Die Seite ist nicht sehr umfangreich, aber das kann ja noch werden. Hier findet Ihr auch eine Download-Sektion, wo das Banner, das Logo, Rezepte für Samenbomben (also Seedbombs) oder sogar selbstgemachtes Moosgraffiti. Die pdf-Dateien sind knapp gehalten und leicht verständlich geschrieben und können downgeloaded werden!

Es ist ja schön und gut, wenn die Städte ein paar Grünanlagen anlegen. Das heisst, nein, es ist weder schön, noch gut, weil diese Flächen eigentlich nur als Hundetoiletten für die Anwohner genutzt werden können. Die Bepflanzung ist so angelegt, dass sie möglichst wenig Arbeit macht und besteht deshalb zumeist aus Rasenflächen und einigen Bäumen und Büschen. Gerade in Karlsruhe, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dienen diese Anlagen dem Unterschlupf von Ratten, die ganz erstaunliche Ausmaße haben können. Wer sehr früh morgens durch die Stadt geht, kann sie rascheln hören unter den bodendeckenden Gewächsen, die sich fast überall finden. Und hin und wieder, sieht man das ein oder andere Exemplar über eine Strasse oder Gehwege huschen. Bisweilen hat man den Eindruck, das wären kleine Katzen (um einen Größenvergleich zu haben).

Schaut Euch da mal um und fangt dann gleich mit der Produktion von Seedbombs an, um die Betonwüsten der Städte zu begrünen! Ich frage mich natürlich auch, warum man keine Obstbäume in die Grünanlagen pflanzt. da findet sich vielleicht ein Hebel, um mit der Umgestaltung des städtischen Raumes zu beginnen. Blumen säen, Gemüse anpflanzen, Obstbäumchen setzen und schon wird die Stadt zu einem Garten Eden für die Menschen – jedenfalls ein kleines Stückchen! Und Pflanzen, besonders Bäume binden CO2 und was wäre wichtiger als diese wunderbare Eigenschaft der Bäume, gerade in der heutigen Zeit? Es gibt so viele herrliche Nutzpflanzen (Verein zur erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt VEN)  die nicht nur in ihrer Eigenschaft als Pflanze das CO2 binden und Schmutz aus der Luft filtern, oder das Mikroklima positiv beeinflussen, man kann sich mit ihren Früchten, Nüssen oder Beeren auch noch gesund ernähren! Na wenn das nicht Grund genug ist, sich mit dem Guerillagardening zu befassen?

Deutschland, mein Heimatland!

Was ist es eigentlich, was mich glauben lässt, meine Heimat sei das beste Land der Welt? Zumindest für mich. Eine einfache Frage, die nur sehr schwer zu beantworten ist. Das merkte ich spätestens, als ich ein wenig darüber zu grübeln begann warum ich hier gerne lebe. Um es vorweg zu nehmen. Ich fand keine Antwort, sondern nur Fragen und immer wieder neue Fragen!

Die eingangs erwähnte Frage aller Fragen treibt mich schon seit einer ganzen Weile um. Zuerst hielt ich sie für eine Lapalie, die einen Mann im besten Alter (ja ich weiss, so redet „mann“ sich sein faltenzerfurchtes Gesicht schön attraktiv!) plagt, wenn er sonst mit seinem Leben nix anzufangen weiss. Dann dachte ich mir, es betrifft doch auch andere Menschen. Ich bin doch nicht der Einzige, der seine Heimat liebt – meist so wie sie einmal war, aber nicht mehr ist und die daraus resultierende Nostalgie führt dann zu den schönen Gedanken an früher (als alles noch viel größer und breiter und die alten Frauen noch jünger waren). Vermutlich geht es jedem Menchen in jedem Land der Welt so, oder zumindest so ähnlich.

Bitte versteht mich nicht falsch. Es ist sicher nicht mein Bestreben, die Zeiten des Dritten Reichs und der NS-Herrschaft mit einem Glanz und einer Aura von Mythos zu umgeben und darüber das unendliche Leid, den millionenfachen Mord an unschuldigen Menschen (Kinder, Frauen, Männer, Alte und Junge, Soldaten und Zivilisten) weg zu diskutieren oder im Nebel der Legenden verschwinden zu lassen!

„Meine Zeit“ ist eine ganz andere Zeit. Es ist die Zeit meiner Kindheit und Jugend, also die sechziger und siebziger Jahre. Damals hatte es den Anschein, die Welt sei noch in Ordnung. Die Wirtschaft brummte, wie man es heute nur noch von China und einigen wenigen Tigerstaaten kennt. Es gab Vollbeschäftigung und die Leute freuten sich über ihr neu erworbenes Auto und das Häuschen im Grünen, dass sie ein Leben lang abbezahlten. Probleme gab es nur in der Ferne, ganz weit weg am Horizont und sie betrafen nciht uns, sondern immer andere.

Damals glaubte ich, es würde ewig so weiter gehen. Wir würden uns nie Sorgen um die Zukunft machen müssen. Benzin war für 50 oder 60 Pfennig zu haben und man für jedes Jahr im Urlaub nach Südtirol oder Österreich. Es waren einfach schöne Zeiten. Und ich behielt sie im Gedächtnis. BIs heute! Und nun, drei Ausbildungen, zwei Arbeitslosigkeiten und 40 Jahre später, muss ich mir nicht nur um Meine Zukunft, meine Rente, meine Gesundheit, nein, muss ich mir auch noch Sorgen um die Zukunft meiner Kinder machen! Werden sie eine Ausbildung bekommen, wenn sie die Schule beendet haben? Werden sie ihre Häuser und Wohnungen noch heizen können, bei den Öl- und Gaspreisen? Werden wir jemals wieder eine Regierung haben, deren charismatische Führungspersönlichkeiten den Karren, den ihre farblosen Vorgänger in den 80er und 90er Jahren so massiv und tief in die Scheisse den Dreck gefahren haben, souverän herausziehen.

Wenn ich an den Spruch denke, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient, dann muss ich mich schon fragen:“Oh ihr Götter, was haben wir verbrochen, dass wir diese Regierung haben?“ Dabei glaube ich, die Politiker, die uns heute regieren, haben wir ja nicht nur irgendwann einmal gewählt, auch wenn das nach der Wahl meist niemand zugeben will. Viel mehr ist es ja so, dass die Politiker, beneso wie die geschmähten Wirtschaftsbosse, Manager und sonstiges Gesocks geradezu gezüchtet worden sind. Das fängt schon ganz klein in der Schule an. Hier „bringt man es nur zu etwas“, wenn man früzeitig lernt sich anzupassen, die Ellenbogen einzusetzen und „stark“ genug ist, um mit dem enormen Drcuk fertig zu werden, der schon in der Grundschule auf die Kinder ausgeübt wird. Ich sage nur:“Turbo-Abi!“ Wer da nicht mitziehen will oder kann, der wird rasch als Versager abgestempelt und ist am Arsch (wie man so schön zu sagen pflegt).

An der Uni bekommen unsere „Helden“ dann den Rest! Hier wird gelehrt und gelernt, dass es nur um Profite geht. Menschen spielen dabei als sog. Human Ressources nur noch eine untergeordnete Rolle. Sharholder Value ist das Maß aller Dinge. Niemand übernimmt Verantwortung für sein tun und will in der kürzest möglichen Zeit den höchst möglichen Gewinn für sich und nur sich erzielen. Wir sind zu einer Gesellschaft verkommen, die das Ego vollkommen überbewertet und die Gemeinschaft und die Menschlichkeit an den Rand drängt. Menschlichkeit und Mitgefühl, soziale Verantwortung und Mitleid ist nur noch etwas für Versager. Wer Erfolg hat im Leben und wer es zu etwas bringen will, der kann auf so banale Dinge gut verzichten.

Und genau so wie die Wirtschaftsführer ihre riesigen Unternehmen und Konzerne führen – ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, ohne jedes soziale Gewissen, so versuchen die Politiker den Staat zu führen. Selbst kaum jemals am Hungertuch nagend, entscheiden sie mit einem Federstrich über die Sätze von Hartz IV (und damit über das Leben und die Gesundheit der Menschen, die davon leben müssen – und Hartz IV wurde von Peter Hartz „erfunden“, einem Wirtschaftsführer und ehemaligen VW-Vorstand, der wegen seiner Verwicklung in die Lustreisen-Affäre zu 2 Jahren Haft – leider auf Bewährung – verurteilt wurde!), über die Erhöhung von Steuern, Nullrunden bei Renten, Herunterfahren der Krankenversorgung usw. Der Dinge sind gar viele, die ich nicht alle aufzählen kann und will, da ich sonst in tiefste Depression verfallen würde.

Hartz darf nun übrigens seine schmierigen Finger in den saarländischen Arbeitsmarkt stecken und will Langzeitarbeitslose „motivieren“ – zu was eigentlich? Zum Besuch einer knackigen Hure auf Kosten des Staates oder eines großen Unternehmens? Wohl eher nicht.

Ach ja, waren das damals noch Zeiten, in den Sechzigern und Siebzigern! Aber es ist wohl immer so, dass mit zunehmendem Alter die Vergangenheit immer verklärter erscheint, als sie in Wirklichkeit gewesen. Aber was bleibt einem noch im Alter, wenn die Rente in zwanzig Jahren nur mehr gerade noch für die Miete, aber nicht fürs Essen, gechweige denn für etwas anders reicht. Dann kann man wenigstens mit einem verklärten, seligen Lächeln um den Mund und umsäuselt von billigem Aldi-Fusel dem Ende des Lebens entgegen dämmern!

Ich weiss wirklich nicht, warum ich dieses Land und seine Menschen liebe. Vielleicht nur deshalb, weil ich hier geboren bin. Vielleicht aber auch darum, weil ich glaube, des es doch mehr Vernunft und Mitgefühl in den Herzen der Deutschen gibt, als Egoismus und Gewinnstreben. Man muss diese verschütteten Seiten nur freilegen und darum blogge ich hier – als Anstoß zum Nachdenken und als Knoten im Taschentuch des Lebens, dass einen daran erinnert, dass man was vergessen hat, was man nicht vergessen darf:“Die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel, die wir nicht um kleinkariertes Gewinndenken verspielen dürfen.“

Die beste Butter der Welt kommt aus Österreich

Robert Strasser bewirtschaftet in Egg in Oberösterreich zusammen mit seiner Frau Brigitta einen Bauernhof nach den Prinzipien der Permakultur und ohne den Einsatz von Düngemitteln. Seine Butter „Landart“ ist vom Gourmetführer „A la Carte“ zum Testsieger gekürt worden. Man sieht, der Einsatz der Permakultur ist nicht nur Balsam für die Natur, er kann auch geschäftlich zum Erfolg führen.
Strassers Frau verkauft die Butter neben anderen Produkten, wie z. B. Bauernbrot in ihrem Hofladen, oder auf dem Vöcklaburcker Wochenmarkt. Wer seinen Urlaub in Österreich in der Gegend verbringt, sollte sich die Butter mal schmecken lassen. Kann es jemals etwas besseres geben, als liebevoll gemachte Butter auf einem herzhaften knackig-knusprigen Bauernbrot? Ich jedenfalls kann es mir nicht vorstellen.