Krieg is immer gleich…

…und immer sind es die einfachen Soldaten, die Zivilisten, die Alten, Frauen und Kinder, die auf allen Seiten der Front verrecken und von Kugeln zerfetzt und verstümmelt, von Napalm und Minen zerrissen werden! Die da oben, die reiben sich die Hände und salbadern von Ehre und Vaterland, von Freiheit und Demokratie, die es zu verteidigen gälte! Dabei meinen sie nur Ihren eigenen Reichtum und Wohlstand, Ihre Freiheit und Demokratie. Aber das hat mit der Lebenswirklichkeit der allermeisten menchen auf diesem Planeten nicht das Geringste zu tun!

Beim Ehrensalut für den Genossen Kalaschnikow kam es zu einem ebenso unvorhersehbaren, wie peinlichen Zwischenfall…

 

Die Kriegsgewinner machen sich nie die Hände schmutzig, sie nehmen nie eine Waffe in die Hand! Sie verkaufen die Waffen an Freund und Feind und verdienen immer…

Sie sind es, die zum Krieg hetzen, die Feindschaften säen und Arbeitsplätze dadurch „sichern“, dass sie das Töten von Menschen zu ihrer Berufung machen und laut jammern, wenn weniger Waffen, Panzer und Kampfflugzeuge gekauft werden!

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Nicht hören! Nichts Sehen! Viel reden und nichts sagen!

Manchmal, aber nur manchmal frage ich mich in aller Stille, ob es in seinem Ministerium überhaupt irgend etwas gibt, das funktioniert? Gibt es irgend etwas, von dem er nicht auch noch nie irgendwas negatives gehört hat und was ihn (und seine versammelte hirn- und nutzlose Generalität) völlig überrascht? So langsam verzweifel ich an dem Typ, obwohl wenigstens DAS nicht überraschend ist – jedenfalls nicht für mich!

  • Drohnen? brauchen wir dringendst, aber sie fliegen nicht und natürlich sind die andern Schuld!
  • Der Kampfhubschrauber NH90? Soll die deutschen Soldaten bei ihrem heiligen Krieg am Hindukusch unterstützen. Leider ist er wegen des anfälligen und untauglichen Navigationssystems genauso blind, wie de Maizière ohne Brille!
  • Die Standardflinte G36, mit der die deutsche Bundeswehr ausgerüstet ist, schießt sehr schnell und überall hin, sogar um die Ecken. Bedauerlicherweise fliegen die Kugeln aber nicht dahin, wo sie hinfliegen sollen – ein wenig Sonneneinstrahlung reicht aus, dass sich diese lumpige Büchse verzieht wie ein Stück Lötzinn unter der Schweißflamme! Man muss ja geradezu „Heil“froh sein, dass es in Afghanistan das ideale Klima für die ordnungsgemäße Verwendung solcher Waffen gibt…
  • Und nun der neue Schützenpanzer? Taugt nüscht, der Fahrer sieht nüscht,die Elektronik ist Scheiße, die Software sollte man dem Feind besser in den Arsch stecken, statt sie in der Elektronik zu installieren, denn so kann sie wenigstens dem gegner einen Schaden zufügen, wie beispielsweise einen zerkratzten Analkanal oder so ähnlich. Dass das ganze Ding zu schwer ist, versteht sich fast von selbst. Schließlich ist es ja gepanzert. Wann eine Auslieferung erfolgt ist unklar – vermutlich genauso unklar wie die Frage, wozu man diese Panzer überhaupt braucht?

Hab ich noch irgendwas vergessen? Ach ist ja auch völlig egal. Niemand ist Schuld, außer den politischen Vorgängern. Der heilige Thomas de Maizière wäscht seine schmierigen Pfoten in Unschuld und möchte leider für nichts die Verantwortung übernehmen. Dafür behält er sich im Falle des fehlkonstruierten Panzers personelle Konsequenzen vor! Aber nicht jetzt! Vielleicht später! Danke Herr de Maizière, für soviel Chuzpe gebührt ihnen sicher das große Bundesverdienstkreuz am Bande!

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125 Jahre Automobil – ein Grund zum feiern?

Die Entwicklung des Automobils

Am 29. Januar 1886 meldete Carl Benz ein Patent an, dass sich auf einen benzinmotorgetriebenen dreirädrigen Wagen bezog. Für gewöhnlich nimmt man daher dieses Datum als Startpunkt der automobilen Entwicklung in der Welt, obwohl nahezu zeitgleich nicht nur in Deutschland, das damals noch Deutsches Reich hieß, sondern auch in anderen Teilen der Welt, findige Menschen auf die Idee kamen, ihre Kutsche durch einen Benzin-, Gasmotor oder eine Dampfmaschine antreiben zu lassen.

Benz Motorwagen von 1888
Wirklich fortschrittliche Erfinder experimentierten bereits in den Anfangsjahren des Automobilbaus mit dem Elektroantrieb. Aber sie wurden von der Entwicklung der benzingetriebenen Kutschen überholt und schließlich abgehängt. Die entsprechende Technik war einfach noch nicht konkurrenzfähig. Bis heute hat sich an diesem Zustand wenig bis garnichts geändert, was einen nach 125 Jahren Entwicklungsgeschichte schon ein wenig nachdenklich werden lässt!

La Jamais contente, ein Elektrowagen, und
der Konstrukteur Camille Jenatzki 1899

Wollte man nicht oder konnte man nicht? Darüber kann man trefflich streiten, oder sich darauf verständigen, dass es einfach keinen Anreiz gab, leistungsfähige Elektroantriebe und Akkumulatoren mit der entsprechenden Speicherkapazität zu entwickeln. Ich behaupte einfach (und da bin ich mir der drohenden Angriffe der Verfechter des „Freien Marktes“ durchaus bewusst), unter den Bedingungen des Marktes kommt es nicht zur Entwicklung ökologisch verträglicher und umweltfreundlicher Antriebe, solange es billige fossile Energieträger gibt!
Das ist heute auch nicht anders. Investitionen in zukunftstaugliche und umweltfreundliche Antriebstechnologien werden nicht als Investitionen in die Zukunft betrachtet, sondern als Belastung, welche das ShareholderValue schmälert und darum investiert man nur das in die Entwicklung, was der Staat den Konzernen in den Arsch zu schieben bereit ist. Das Ganze wird dann (man weiß ja, was man seiner PR und dem Greenwashing schuldig ist) mit ein paar Euros aus der Firmenkassen aufgepeppt (was sich freilich steuersenkend auf die Unternehmensgewinne auswirkt), damit man wenigstens den Anschein von eigenem Interesse erweckt.
Nun, nach Jahrzehnten vom Staat mit Entwicklungsgeldern gesponsorter Entwicklung „umweltfreundlicher und alternativer“ Antriebstechnologien, ist man immer noch nicht viel weiter, als vor 125 Jahren (die Verbrennung fosslier Energieträger kann man daher offenbar mit dem Unwort des Jahres 2010 als alternativlos bezeichnen, jedenfalls aus Sicht der Automobilkonzerne).

BMW Hydrogen 7 aus dem Jahre 2007
Die Entwicklung des Wasserstoffantrieb, den BMW zunächst favorisierte, wurde mittlerweile eingestellt, nur damit sie von Daimler-Benz wieder aufgenommen werden konnte. Auf dem Markt der Elektroantriebe präferiert man nun den Hybridantrieb, der nicht auf den Verbrennungsmotor verzichtet, aber den Wagen durch die zusätzliche Technik so schwer macht, dass die Verbrauchsvorteile nahezu wieder aufgehoben werden! Besonders die großen SUV´s aus dem Premiumsegmant sollen mit dieser Technik ihren Ruf als spritfressende Straßendinosaurier, oder als Blech gewordener automobiler Hirnriss, verlieren!

Es zeigt sich, das die Automobilindustrie ohne scharfe gesetzliche Abgasvorschriften nicht bereit ist Akzente zu setzen, freier Markt hin, freier Markt her! Kein Wunder, dass die Konzerne dabei mit der ganzen Macht ihrer Lobbyisten vorgehen und das mit Erfolg. Alles, wozu die Konzerne bewegt werden konnten, sind wachsweiche, „freiwillige Selbstverpflichtungen“, die nicht bindend sind! Und die Regierungen nahmen es taten- und hilflos hin.

Die automobile Infrastruktur
In den Anfangsjahren des Automobilbaus nutzten Autos und Fuhrwerke diejenigen Feldwege gemeinsam, die bereits seit Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden die Handelsrouten der menschen markierten und Städte und Staaten miteinander verbanden.

Kgl.-sächsische Postkutsche

Das Reisen auf diesen Wegen war sicher kein Vergnügen, Wind und Wetter waren noch lange Jahre die Hauptfeinde der Reisenden und außerdem waren die Autos auf Grund ihres enorm hohen Preises nur einem realtiv kleinen, wohlhabenden Kreis von Menschen vorbehalten. Die Masse nutzte für ihre seltenen Reisen die zur Zeit der ersten Autos bereits flächendeckend ausgebauten Verkehrsnetze der Eisenbahnen.
Aber mit den Jahren stieg die Zahl der Automobile und damit die Nachfrage nach Treibstoff, Ölen und Schmiermitteln, sowie Möglichkeiten die anfällige Technik allüberall reparieren zu können. Es entstanden Werkstätten und Tankstellen. Rund um das Automobil begann sich ein ganzer Industriezweig zu entwickeln und bereits nach kurzer Zeit wollte sich der verwöhnte Autler (so hießen die Autofahrer damals auf „Teutsch“) nicht mehr damit zufrieden geben, nur auf den alten Reiserouten hinter den Fuhrwerken her zu tuckern, nein, man verlangte nach Autostraßen, denn man wollte Gas geben und Spass haben!
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber anstatt Spass zu haben, steht man heute im Stau, weil der Strassenbau mit der Verkehrsentwicklung nicht Schritt hält und man gleichzeitig den weiteren Ausbau des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs sowie des Güterverkehrs systematisch zu Gunsten des Strassenverkehr vernachlässigt hat!
Millionen Tonnen Treibstoffe werden durch den Verkehr in die Luft geblasen! Die Feinstaubbelastung (nicht nur aus Industriebetrieben) hat enorm zugenommen und verpestet die Luft in unseren Städten! Autobahnen und Bundesstraßen ziehen hunderte Meter breite Schneisen durch nahezu alle Länder unseres Planeten, sind dabei für Wildtiere kaum zu überqueren und daher eine Todesfalle für die gesamte Natur! Die Abgase des Verkehrs lassen unsere Wälder sterben, der Lärm macht uns alle krank, weil wir dem Verkehrsgetöse an kaum einem Ort entkommen können. Nachts zerschneiden die Xenon-Lichtkegel der Autoscheinwerfer die Dunkelheit, lassen Tiere erstarren und den Autos zum Opfer fallen! Menschen sterben in und durch Autos, verbluten auf Strassen und sterben mit zerschmetterten Knochen und inneren Verletzungen nach Unfällen!

Aber das Auto wurde nicht nur zum bevorzugten Verkehrsmittel für die kleine oder große Reise. Die Entwicklung des Automobils sorgte auch dafür, dass die Armeen von der neuen Erfindung profitieren wollten. Schnell erkannte man das Potenzial des Autos, wenn man es panzerte und ihm Ketten gab – die ersten Panzer entstanden und ich glaube behaupten zu können, ohne den Panzer als eine der Hauptsäulen bewaffneter Auseinandersetzungen, wären die Blitzkriege der Nazis, mit denen sie fast ganz Europa unter ihre Knute zwangen, nicht möglich gewesen!

Panzer IV der Nazi-Wehrmacht 1940
Es gibt kein Entkommen vor dem Auto und dem Straßenverkehr. Aber ist das ein Grund zum feiern?

Die Folgen des Autowahns

Energiekonzerne holzen den Regenwald ab um „Bio“sprit aus riesigen Plantagen in Monokultur zu gewinnen. Mais und Weizen wandert in Anlagen, die daraus ebenfalls „Bio“sprit erzeugen, anstatt als Brot oder Tortillas die hungernde Menschheit zu ernähren! Und die Ökobilanz ist fast genauso beschissen wie die des Benzins oder Diesels aus Erdöl! Was also soll das bringen? Wie immer geht es um Profit, um schnellen Profit! Dabei gibt es keinen Grund, 125 Jahre Automobil zu feiern! Aber sagt das mal den Automobil- und Energiekonzernen, sagt es denen, die vom Automobil leben, vor allem sagt es denen die sich in ihren oversized SUV setzen, um sonntags die Brötchen von der nächsten Ökobäckerei zu holen! Sie werden euch genauso verständnislos anschauen wie ihre Autos…
Es scheint unmöglich, aus diesem Dilemma aus Umweltzerstörung, Umweltverschmutzung, Armut, Ausbeutung, Gewalt, Krieg und Hunger zu entkommen, die das Auto und seine Entwicklung mit sich brachte. In einer globalisierten Welt können wir nicht auskommen ohne eine Verkehrsinfrastruktur und Transportmitteln, mit denen wir Waren von einem Ort zum andern bringen können.
Es wäre absolut illusorisch, sich aus dieser weltweiten Vernetzung zurück ziehen zu wollen. Aber wir können ihre ebenso weltweiten Folgen nicht länger ignorieren. Aber genau das tut die Politik entgegen anderslautender Behauptungen. Nachhaltigkeit in der Verkehrspolitik sind ist nicht mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis, dass da endet, wo die Lobbyisten ihre Geldkoffer öffnen!
Wir können etwas dagegen tun, wenn wir uns Selbstbeschränkung auferlegen, indem wir Fahrräder benutzen, oder sogar unsere eigenen Beine, sofern sie unser Gewicht noch zu tragen im Stande sind. Es steht uns offen, regionale Produkte zu kaufen und so für uns persönlich der Globalisierung unser NEIN entgegen zu schreien! Wir brauchen keine Äpfel aus Chile und Weintrauben aus Südafrika, zu jeder Tages- und Nachtzeit und egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Genauso wie wir kein Fleisch von Tieren brauchen, die durch den halben Kontinent gekarrt wurden, um sie zu schlachten und anschließend mit dem LKW wieder zurück zu bringen. Wir brauchen auch keine Rosen aus Kenia oder Kolumbien, von Arbeiterinnen in einem Nebel aus Insektengift geerntet und mit Flugzeug und LKW heran gekarrt, um sie dann bei ALDI oder LIDL für 1,99 € je Bund zu kaufen und nach uwei Tagen in der Vase auf den Kompost zu schmeißen.
Wenn wir aber glauben, das Auto stehen lassen zu können, nur um dann mit dem Pauschalflieger für 19,90 € nach Malle zum Sangria saufen fliegen zu müssen, sind wir so dämlich, dass uns eigentlich der Blitz beim Scheißen erschlagen müsste, wenn es auch nur eine Spur Gerechtigkeit im Universum gäbe! Aber vielleicht geschehen ja wirklich noch Zeichen und Wunder, ich jedenfalls will nicht aufhören, daran zu glauben!!!

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Das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens!

Heute vor 20 Jahren schlugen die chinesischen Sicherheitskräfte die junge Demokratie-Bewegung, die sich auf dem Tian’anmen-Platz (dem Platz des himmlischen Friedens – was für eine beispiellose Ironie des Schicksals) aus Studenten gebildet hatte. Die wollten eine Entwicklung ihres Mutterlandes hin zu einer echten Demokratie anstossen und demonstrierten friedlich für ihr Anliegen. Die Regierung in Peking, bakannt für ihr rigides Vorgehen gegen jedwede Kritik, entsandte schwer bewaffnete Truppen zum Tian’anmen-Platz. Daraufhin kam es zu Übergriffen der Studenten gegen die mit Panzern vorrückenden Soldaten – von einer Barrikade aus wurden Steine geworfen!

Die Antwort darauf war an Rücksichtslosigkeit und Brutalität nicht zu überbieten – die Soldaten schossen mit scharfer Munition in die Menge der Studenten und jungen Menschen, die sich den Demonstranten angeschlossen hatten und walzten mit Panzern den letzten Widerstand platt. Im Anschluss wurden etliche Studentenführer zum Tode verurteilt und hingerichtet. Obwohl die Vorgänge als Tian’anmen-Massaker in die Geschichte einging, fand die Niederschlagung der Bewegung nicht direkt auf diesem Platz statt. Das chinesische Rote Kreuz meldete am 4. Juni den Tod von 2.600 Zivilisten. In Wahrheit könnten die Zahlen durchaus noch höher liegen. Auf Grund der Weigerung der chinesischen Regierung, unabhängige Untersuchungen zuzulassen, wird wohl nie das ganze Ausmaß ans Licht der Öffentlichkeit kommen!

Die Demokratie-Bewegung brachte aber auch Helden hervor, wie zum Beispiel den sogenannten Tank Man, einem unbekannten Mann, der sich allein einer Panzerkolonne in den Weg stellte und so für kurze Zeit deren Vorrücken behinderte. Seine Identität ist unbekannt. Auch sein weiteres Schicksal ist nicht klar. Während einige Berichterstatter melden, er sei nach der Niederschlagung der Demokratie-Bewegung exekutiert worde, behaupten andere, er lebe heute auf Taiwan. Auf jeden Fall hat dieser einsame Streiter für die demokratische Freiheit seines Volkes einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Bild, welches ihn allein vor den heranrollenden Panzern stehend zeigt, bezeugt seinen selbstlosen und bewundernswert mutigen Einsatz für die Freiheit. Das ist ziviler Ungehorsam, wie man es sich sogar hier im „freien Westen“ nur wünschen kann!

Auch wenn sich heute westliche Politiker in belanglosen Floskeln verlieren, wie z. B. unsere vielgeliebte Bundeskanzlerin Angela Merkel, oder die US-Aussenministerin Hillary Clinton, wird dies bei der Regierung in Peking kaum bleibenden Eindruck hinterlassen. Chinas Bürger die über einen Internetzugang verfügen, sind durch die Zensur von Twitter, mySpace und anderen SocialNetworks kurzerhand abgeschnitten worden, damit sie nichts davon mitkriegen, wie man sich im Westen in „Protest“noten ergeht und an das Massaker erinnert. Wenn morgen alle zu ihren üblichen Geschäften zurückkehren, ist das Gejaule sowieso vergessen und das Geldverdienen mit den roten Turbokapitalisten aus China wichtiger als alles andere. Auch wenn China noch ein wenig angesäuert sein dürfte, herrscht wieder business as usual. Dollar und Euronen sind eben allemal wichtiger als Demokratie und Freiheit. Das merkt man ja auch hier im goldenen Westen. Wer die Knete hat, bestimmt, was Demokratie ist. Das war schon immer so und daran wird sich so bald auch nichts ändern!

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Schwerreiche Militärs!

Fühlt Ihr Euch ab und zu auch etwas unsicher? Habt Ihr auch Angst vor den bösen Terroristen und den Russen und dem Islam, der rechten und der linke Szene, der armenischen Volksfront oder dem Leuchtenden Pfad, sowie den Maoisten in Nepal? Dann könnt Ihr Euch jetzt ganz beruhigt zurücklehnen, denn die Militärausgaben 2007 sind soeben bekannt geworden.
Wie man sieht, steigen jährlich die Ausgaben für Waffen, Munition und andere Technologien, mit denen man problemlos in der Lage ist, die Menschheit auszurotten. Was soll da noch passieren? Steigende Energiepreise? – die Soldaten sind sicher die letzten, denen der Sprit ausgeht!
Umweltverschmutzung? – wen interessieren schon solche Lapalien, wenn es so einen Spass macht mit dem Panzer durchs Gelände zu heizen! Das Vergnügen ist einen Verbrauch von 200 oder 300 Litern auf 100 km allemal wert!
Sicherheit für die Menschen in den Industrienationen hat eben ihren Preis. Was bedeutet schon die Verseuchung unserer Ozeane durch atomgetriebene U-Boote, was die Zerstörung unserer Atmosphäre durch Militärflugzeuge im Vergleich zu unserer Freiheit?
Ich kann mir vorstellen, nur 10% dieser gigantischen Summe in Projekte gesteckt, die dem Wohl der Menschheit dienen und nicht dem Wohl der Rüstungsindustrie und alle Probleme, wie der Hunger in der Welt, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Versorgung der Menschheit mit regenerativer Energie wäre binnen 10 Jahren vom Tisch!
Aber weit gefehlt. Während sich die Industrienationen mit immer mehr hochtechnisierten Rüstungsgütern eindecken und damit ihrer Bevölkerung eine Sicherheit vorgaukeln, die es nicht geben kann, beschaffen sich die Entwicklungs- und Schwellenländer atomare, biologische und chemische Kampfstoffe (sogenannte ABC-Waffen), weil sie sich etwas anderes nicht leisten können und machen die Hochrüstung in den Industrienationen zu nutzlosem Kriegsspielzeug. Aber auch daran verdienen die Rüstungskonzerne.
Tief in meinem Inneren hege ich die schwache Hoffnung, dass irgendwann die Vernunft in einigen Menschen obsiegen möge und sie sich darauf einigen, das ganze Waffemarsenal wegzuschmeissen und der Welt nicht nur Frieden, sondern auch Wohlstand zu schenken. Aber wahrscheinlich bleibt das ein Traum, denn einfach wegwerfen, dass geht auch nicht, dazu ist der Mist der Militärs viel zu gefährlich. Nein, auch da macht die Rüstungsindustrie ein großes Geschäft, denn wer seine Waffen wieder loswerden will, weil sie veraltet sind oder nicht mehr gebraucht werden, der muss sie wieder in ihre Einzelteile zerlegen und diese dann entsorgen lassen. Das das eine Stange Geld kostet, versteht sich von selbst. Meist ist das Entsorgen viel teurer als die Beschaffung und darum verkauft man den alten Krempel an die Dritte Welt, die ihn dann auf ihre Weise „entsorgt“ – sie setzt ihn ein, oft sogar gegen die eigene Bevölkerung und wir können weiterhin ein ruhiges Gewissen haben!