Angriff auf die Unantastbarkeit des Lebens!

Greenpeace teilt mit Datum vom 16.7.2008 mit, dass das EPA (Europäische Patentamt) ein umfassendes Patent auf Schweine erteilt hat. Auch die Homepage von no patents on seeds beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema Patentierung von Saatgut und Lebewesen und hat eine Aktion gegen diese neue Unsitte, mit der sich internationale Saatgut- und Gentechnikkonzerne gerade versuchen die Kontrolle über den Genpool von Mutter Erde zu erlangen.
Dagegen müssen wir eindeutig Stellung beziehen, sonst gehört bald niemandem mehr das, was in seinem Garten wächst,oder auf seinem eigenen Land. Ja möglicherweise gilt dann sogar selbst gewonnenes Saatgut als Eigentum eines Großkonzerns und man muss Lizenzgebühren dafür berappen. Oder, was auch recht unangenehm sein kann, man züchtet mit patentierten Tierrassen, wie z. B. Schweinen Nachwuchs und der gehört womöglich einem Konzern wie Monsanto! Das Monsanto beim Rennen um die Genreserven von Mutter Erde natürlich nicht fehlen darf, war klar. Hier wie überall ist das Böse in Form eines internationalen Genkonzerns immer vertreten, wenn es darum geht seine Finger auf Dinge zu legen, die eigentlich der gesamten Menschheit gehören!
Mach Eurem Unmut über solches Verhalten Luft und unterschreibt die Petition gegen Patente auf Saatgut und Tiere aus konventioneller Züchtung. Natürliches Saatgut und Tiere sind die Grundlage für die Ernährung der Menschheit und sie sollten auch Eigentum der gesamten Menschheit sein!
Eine Liste von Patenten, die bereits von der EPA erteilt worden sind, könnt Ihr unter diesem Link einsehen. Mit am eifrigsten war, wen wunderts, natürlich Monsanto! Denen wurde auch das Patent auf Schweine erteilt, obwohl Patente auf

„im wesentlichen biologische Verfahren zur Züchtung von Pflanzen und Tieren“

eigentlich verboten sind! Aber das Europäische Patentamt scheint es da mit dem alten Konrad Adenauer zu halten, der da sagte: „Wat schert mich mein Jeschwätz von jestern!“

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Die Möglichkeiten der Permakultur! (1. Teil)

Vor einigen Jahren hatte ich eine Phase, in der ich mich sehr intensiv mit nachhaltigem Wirtschaften, ökologischer Landwirtschaft und Permakultur befasste. Ich habe die Bücher von Bill Mollison über Permakultur gelesen und John Seymours wirklich phantastischen „Bilderbücher“ vom „Leben auf dem Lande“ und „Vergessene Haushaltskünste“. Sie beschreiben eine beschauliche Lebensweise , die den Menschen das geben kann, was sie in der heutigen Zeit so dringend benötigen – Ruhe, Gelassenheit und das Wissen um die Zusammenhänge in der Natur!
Irgendwann wurde der Stress im Beruf immer größer und meine Zeit immer weniger, obwohl ich bald feststellen musste, dass ich nicht zufriedener wurde. Im Gegenteil, insgeheim sehnte ich mich immer mehr nach einer heilen Welt, von der ich nicht wusste, wo und wie ich sie finden konnte. Gleichzeitig wusste ich auch, dass der Weg, den wir Menschen beschreiten, den Weg des schnellen Profits, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse unserer Mutter Erde, nicht der richtige Weg ist. So begann ich nach Möglichkeiten zu suchen, wie meine Sehnsucht gestillt werden könnte. Ich bin immer noch auf der Suche!
Mit dem Internet und dem Bloggen eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten des Networking. Man tritt zu Menschen in Kontakt, die man zwar nicht kennt, die aber gleicher oder zumindest ähnlicher Ansicht sind und kann mit ihnen zusammen Strategien erarbeiten, mit ihnen diskutieren und nach Wegen suchen, um gemeinsame Ziele zu erreichen!
Eines der Ziele dieses Blogs ist es, das Prinzip der Permakultur bekannt zu machen und den Schutz der Ressourcen unserer Mutter Erde vornzutreiben, damit auch unsere Kinder und Enkel noch ein lebenswertes Leben in einer sauberen und intakten Natur führen können. Das bedeutet gleichzeitig den Kampf gegen die großen Konzerne aufzunehmen. Deren Strategie der Gewinnmaximierung um jeden Preis und ohne jede Rücksicht auf Nachhaltigkeit zerstören unsere Lebensgrundlagen. Dem müssen wir mit aller Macht entgegentreten, und solange so laut auf die Gefahren dieses Handelns hinweisen, bis es auch der Allerletzte begriffen hat!
Eine dieser Möglichkeiten, den Monopolisierungsbestrebungen der großen Konzerne entgegen zu treten, ist es, sie an der kompletten Übernahme der Kontrolle über den Genpool unserer alten Haustier- und Kulturpflanzenrassen zu hindern. Obwohl man gemeinhin davon ausgeht, dass die Bauernschaft in ihrer Grundeinstellung eher konservativ ist, als einen Hinweis darauf kann ihre starke Lobbyarbeit innerhalb der CDU/CSU gewertet werden, sollte es möglich sein einen nicht unerheblichen Teil von ihnen durch Information und Kommunikation von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich alternativen und nachhaltigen Methoden der Landwirtschaft zu öffnen.
Das Streben nach neuen Methoden des Landbaus muss letztlich zur Permakultur führen, zu einer Wirtschaftsform, die es sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst gesunde Nahrung und landwirtschaftliche Produkte und geringsmöglichem Einsatz von Energie und Arbeit zu erzeugen. Dazu müssen quasi sich selbst erhaltende Systeme, jeweils auf den spezifischen Charakter einer Region zugeschnitten und auf die Bedürfnisse der Menschen und der Haustier- und Kulturpflanzenrassen abgestimmt werden.
Die Gene aller alten Haustier- und Kutlurpflanzenrassen sind, ähnlich wie freie Software unter GNU GPL-Lizenz, ein Gemeinschaftsgut der gesamten Menschheit und dementsprechend können Tier- und Pflanzenrassen, oder deren einzelne Sorten und Arten nicht Gegenstand eines Patentes sein.
Es ist im Permakultursystem weder notwendig, noch erwünscht, riesige Felder in Monokultur zu bewirtschaften und unter Einsatz großer Mengen an Energie, Kunstdünger, Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden und in industriellem Massstab „Nahrungsmittel“ zu erzeugen. Aber genau diese Art der Bewirtschaftung ist es, mit der die Chemiekonzerne ungeheure Gewinne machen!
erzeugt mit Hilfe großerMan muss sich diesen Widersinn nur einmal bewusst machen: Die konventionelle Landwirtschaft Mengen künstlicher Hilfsmittel „Nahrungsmittel“, die von Menschen in dem Glauben gegessen werden sie würden sich ausgewogen ernähren. Wenn sie in der Folge erkranken (man denke hier beispielsweise an Fettleibigkeit, Diabetes, Allergien, Herz- und Kreislauferkrankungen), sind sie auf Medikamente angewiesen, die von den selben Chemiekonzernen hergestellt werden, die auch für die Produktion der „Hilfsmittel“ in der Landwirtschaft verantwortlich sind! Ein echter Teufelskreis und, mit Verlaub, den gilt es zu durchbrechen!
Wir müssen uns auf den Weg machen, hin zu einer neuen, lebenswerten Welt, in der Gewinn und Kommerz nicht alles sind. Ich weiss nicht, ob wir es erleben, dass wir jemals ankommen werden. Aber eines ist sicher: wir müssen jetzt losgehen, sonst ist es zu spät!

Der Schutz unserer Mutter Erde!

Wie können wir unsere Mutter Erde vor dem Raubbau und der Vernichtung als Folge der Geldgier multinationaler Konzerne schützen? Ist unsere Hilfe dabei überhaupt notwendig oder ist Gaia in der Lage sich selbst zu schützen?

Wenn unsere Erde – wovon man ausgehen muss – ein lebender Organismus ist, dann kann er auf sich verändernde Bedingungen reagieren. Dies geschieht bereits seit der Entstehung der Erde.

Gaia kann über, nach menschlichen Maßstäben, ungeheuer lange Zeiträume die Lebensbedingungen auf ihrer Oberfläche konstant halten. Dies betrifft beispielsweise den Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, oder die Temperaturen in den tropischen und gemäßigten Breiten. Klar ist dabei, dass unsere Mutter Erde, die Heimat der menschlichen Rasse, niemals das Eigentum irgendwelcher Konzerne werden darf, deren einziges Interesse in der Gewinnmaximierung liegt, in dem Bestreben, den Wert ihrer Aktien für die Anleger zu steigern. Genauso wenig darf es sein, dass solche Konzerne Patente auf Lebewesen oder Pflanzen erhalten, zu deren Herstellung sie die genetischen Ressourcen der Natur nutzen.
Jedem Menschen muss das Recht zustehen, sich der Ressourcen der Natur zur Gewinnung von Saatgut zu bedienen, um damit sein Überleben zu sichern, ohne Lizenzgebühren an Konzerne zahlen, oder gar Saatgut ausschließlich von diesen kaufen zu müssen! Es ist weder im Sinne einer gerechten Weltordnung, noch überhaupt akzeptabel, dass Menschen gezwungen sind, auf die Nutzung regional angepasster Pflanzen- und Tierarten zu Gunsten von künstlich gezüchteten Einheitssorten zu verzichten. Deren Anbau und Zucht ist meist nur unter massivstem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden, Kunstdünger, künstlicher Bewässerung und Medikamenten möglich und die gibt es freilich nur gegen Geld von den selben Konzernen, die auch diese Pflanzen- und Tiersorten „entwickelt“ haben!
Ein Schutz Gaias ist nur dann möglich, wenn dem Treiben der großen multinationalen Konzerne ein Riegel vorgeschoben wird, der sie daran hindert, sich – ganz im Sinne der kirchlichen Aufforderung – die Erde untertan zu machen. Finden wir keinen Weg, die Kommerzialisierung der Natur zu beenden und für die Zukunft zu unterbinden, so wird Gaia selber dafür sorgen und sich aus den ihr angelegten Fesseln befreien. Auf welche Art und Weise dies auch immer geschieht, mag dahin gestellt bleiben! Sicher ist, was Gaia nützt und schützt kann, muss aber nicht notwendigerweise dem Menschen nützen. Denn die Erde wird ohne die menschliche Rasse weiter existieren, die Menschen ohne die Erde aber nicht!

Was essen die Menschen der Zukunft?

So wie die Ressourcen und Rohstoffe auf der Erde unterschiedlich und nach Auffassung vieler Menschen ungerecht verteilt sind, verhält es sich auch mit den landwirtschaftlichen Nutzflächen, dem fruchtbaren Ackerland also!
Mit dem gleichen Recht, wie sich die Industrienationen fragen, warum zum Teufel die größten Rohölreserven ausgerechnet in der politisch unruhigsten Weltregion am Persischen Golf liegen, kann man fragen: wieso eigentlich nicht? Solche Fragen sind eigentlich müssig und sollten für die Menschen ein Ansporn sein, miteinander zu kommunizieren und friedlichen Handel zu treiben. Stattdessen führt man Krieg um die Ölreserven, fackelt dabei gleich noch einen großen Teil ab und im Gegenzug beglücken uns die islamischen Staaten, die auf den Ölfeldern sitzen, mit einer besonders militanten Form des Islamismus! Was für eine verrückte Welt!
So wie der Westen den Golfstaaten ihren Ölreichtum neidet, halten diese es für ungerecht, dass der Westen mit riesigen Flächen fruchtbaren Ackerlandes gesegnet ist. Eigentlich zeugen solche Eifersüchteleien von ausgesprochener Ignoranz und zeigen, dass kaum noch jemandem die Vielfalt pflanzlichen, tierischen und nicht zuletzt menschlichen Lebens bewusst ist.
So wie wir mit neiderfülltem Blick die Medienberichte aus der Golfregion verfolgen, die uns den märchenhaften Reichtum der Scheichs und die niemals stillstehenden Ölpumpen auf den riesigen Ölfeldern zeigen, schauen diese mit Unverständnis auf die zur Erntezeit goldgelben Weizenfelder, auf denen riesige Maschinen die Ernte einbringen um diese zur Nahrungserzeugung in die Fabriken zu transportieren. Niemand nimmt zur Kenntnis, dass dei industrielle Landwirtschaft des Westens genauso gefährlich und schädlich ist, wie die hemmungslose Ausbeutung der Ölfelder der Golfregion.
Riesige Konzerne erzeugen Saatgut, auf das sie ein Patent angemeldet haben und die es den Bauern unmöglich machen, aus den daraus gezogenen Pflanzen eigenes Saatgut zu gewinnen. Einheitssorten, gezogen in riesigen, maschinengerechten Monokulturen, gedüngt mit Massen von Kunstdünger und „geschützt“ vor Ungeziefer, Unkräutern und Pilzbefall durch große Mengen Insektizid, Pestizid und Fungizid, sind die Grundlage unserer Nahrungsmittel geworden. Jahrzehntausende alte Urwälder werden gerodet, ein paar Jahre lang Soja und Mais angepflanzt,um daraus Viehfutter herzustellen.
Die Einheitssorten, die industriell angebaut werden, werden von den Konzernen gezüchtet, patentiert und verkauft, die genau daraus sogenannte Lebensmittel ebenfalls in industriellem Maßstab erzeugen. Diese Sorten sind praktisch überall einsetzbar, vorausgesetzt, man düngt, bewässert und „schützt“ sie in ausreichendem Maß.
Noch im 19. und 20. Jahrhundert war dies ganz anders. es gab eine beispiellose Biodiversität. Für nahezu jede Gegend der Erde gab es spezifische Nutztiere und Nutzpflanzenarten, die an die Bedingungen einzelner Regionen angepasst waren und über Jahrhunderte oder Jahrtausende daraufhin gezüchtet wurden. Ihre spezifischen Eigenschaften waren ideal für die klimatischen Bedingungen in den jeweiligen Entstehungsgebieten. Verbrachte man solche Züchtungen in andere Gebiete, sanken naturgemäß die Erträge und sie wurden anfällig gegen Ungeziefer und Krankheiten.
Um jedoch die Nutzpflanzen leichter Maschinell zu säen, zu pflegen und zu ernten, kreuzte man die unterschiedlichen Arten miteinander, um ihre positiven Eigenschaften zu stärken – zunächst sicher beseelt von dem Wunsch, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Bestimmte Standards wurden festgelegt, welche die Nutzpflanzen zu erfüllen hatten, um sie industriell verarbeiten zu können. Dann meldete man Patente auf die so gewonnenen Hybriden an, denen man die Eigenschaft der Selbstreproduktion weggezüchtet hatte und begann das Saatgut teuer zu verkaufen. Bauern, die sich darauf eingelassen hatten, wurden so von den Saatguterzeugern abhängig. Auf diese Weise drängte man regionale Sorten vom Markt, da sie zwar an die Region angepasst, aber längst nicht so ertragreich wie die Hybriden waren.
Aus diesen industriell erzeugten und in Fabriken verarbeiteten Rohstoffen wird ein großer Teil unserer „Nahrung“ erzeugt und fein säuberlich, aufwändig und einzeln verpackt an den Verbraucher verkauft. Man muss sich nicht wundern, wenn die Kinder heute keine Ahnung haben, dass Ketchup eigentlich aus Tomaten hergestellt wird und sie zwar Ketchup mögen, sich aber beim Verzehr von Tomaten übergeben müssen.
Dieser Trend zu industriell erzeugten Nahrungsmitteln wird sicher noch weiter zunehmen. Dies hat zur Folge, dass Menschen, die gesunde und natürliche Nahrung zu sich nehmen möchten, gezielt danach suchen und auch noch tief dafür in die Tasche greifen müssen. Bedauerlich, denn ausgerechnet die Menschen, die durch harte körperliche Arbeit eigentlich gezwungen sind, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, können sich diese Lebensmittel in der Regel überhaupt nicht leisten. Um wie viel mehr trifft dies auf die Menschen in der sogenannten Dritten Welt zu?
Es stellt sich die Frage, ob es wirklich richtig ist, dass Konzerne Patente auf Pflanzen und Tiere, also auf Lebewesen anmelden können? Jeder Mensch sollte zumindest das verbriefte Recht auf freien Zugang zu Saatgut von alten Nutzpflanzenarten haben. Ob er das nutzt, sei seiner Entscheidung überlassen.
Wir müssen auch nach Möglichkeiten suchen, die eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft ermöglichen, die nicht die Böden auslaugt oder überdüngt und die die Diversität von Pflanzen und Tieren in all ihrer Vielfältigkeit erhält und unseren Nachkommen weitergibt.
Es sind intensive Forschungen und Versuche notwendig um die Grundlagen zu schaffen für:

  1. ökologische Landwirtschaft
  2. Nachhaltigkeit
  3. Permakultur/permanente Agrikultur
  4. artgerechte Tierhaltung
  5. Zucht und Erhaltung alter und regionaler Haus- und Nutztierrassen (mit Einlagerung von reproduzierbarem Genmaterial in einem Genpool).
  6. Zucht und Erhaltung alter Nutzpflanzen (mit Einlagerung von Samen in einem Genpool).

Führe Dein Leben selbstbestimmt – lass Dich nicht verführen!

weiterführende Links:

  • No Patents on Seeds (Organisation, die gegen die Gen- und Pharmakonzerne kämpft, die Patente auf Pflanzen und andere Lebewesen erwerben möchten, oder bereits erworben haben!)