Die Philosophie des Nichts-tun!

Nachdem ich wieder einige Zeit damit zugebracht habe, Masanobu Fukuokas Werke zu lesen, bin ich nun so weit, mal wieder ein paar Worte darüber zu verlieren. Was machte ihn eigentlich aus, diesen wunderbaren kleinen Mann, den ich gerne Sensei nennen möchte, obwohl er selber sich nie als Lehrer verstand. Er beobachtete die Natur und folgte dem, was er erkannte. Sein Weg war  der Weg des „Nichts-tun“. Und das war und ist ein ganz anderer, als der den die meisten Bauern und die Agrar-Industrie bis heute für den richtigen halten.

Wie funktioniert die industrielle Landwirtschaft?

„Moderne“ Bauern folgen den „Lehren“ der industriellen chemischen Landwirtschaft, die ihnen vorgaukelt, man könne den Hunger der Welt besiegen, indem man immer stärkere, immer größere und immer teurere Maschinen einsetzt, gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Äckern in riesigen Monokulturen sät (denn riesige, gleichförmige Äcker mit gleichmäßig in perfektem Abstand zueinander gesäte Pflanzen sind mit den riesigen Maschinen leichter und vor allem schneller zu bearbeiten), diese in regelmäßigen Abständen mit giftigen Chemikalien besprüht (um Pilze, Unkräuter, Schädlinge und was auch immer), um die Ernte zu sichern, die Äcker mit riesigen Mengen Wasser bewässert, damit die Ernte nicht verdorrt (weil auch Pflanzen angebaut werden, die eigentlich gar nicht für die jeweiligen geographischen Bedingungen geeignet sind) und – um das Ganze abzurunden – jede Menge Kunstdünger auf die Felder verteilt, damit die Pflanzen groß und „stark“ werden.

Das bei dieser Art der Bodenbearbeitung die Erde auf den Äckern immer mehr verdichtet wird, versteht sich zwar von selbst, aber um dem entgegen zu wirken, setzt man einfach vor jeder Aussaat wiederum Maschinen ein, die die Scholle aufbrechen, durchlüften, „Unkräuter“ vernichten, aber auch Nützlinge und vermeintliche Schädlinge zerteilen und töten. Die feinkrumige und poröse obere Bodenschicht wird dadurch jedoch keineswegs lockerer, sondern immer mehr verdichtet. Regen kann die Nährstoffe, die darin noch vorhanden sind auswaschen, oder den Boden sogar ganz wegspülen. Das Ergebnis sind unsagbar arme und ausgelaugte Böden. Und die gibts schon über weite Strecken auf unserer Welt.

Weil aber ausgelaugte Böden nicht mehr viel hergeben, versucht man die immer geringere Fruchtbarkeit durch immer höher dosierten Kunstdünger auszugleichen und kippt immer mehr Wasser mit Hilfe aufwändiger Bewässerungsanlagen auf die Felder und freut sich, dass immer noch was wächst. Das die Qualität dabei vor die Hunde geht, braucht nicht gesondert erwähnt zu werden. Ebenfalls klar ist, dass es so nicht weiter gehen kann. Irgendwann ist die Grenze dessen, was der Boden an Chemie, Dünger und mechanischer Bearbeitung vertragen ertragen kann, erreicht. Dann gibt es keine Steigerung der Erträge mehr. Dann ist Schluß mit lustig!

Weit entfernt sind wir heute nicht mehr von diesem „Point of no Return“. Millionen Menschen hungern schon oder immer noch, hunderttausende verhungern jedes Jahr, weil die Böden, auf denen sie versuchen Ackerbau zu betreiben nichts mehr hergeben, oder dafür völlig untauglich sind. Rücksichtsloser Einsatz von Düngemitteln und giftigen Chemikalien „zum Schutz der Ernte“, hat ihn nahezu steril gemacht. Riesige Monokulturen laugen die Böden aus und verursachen Schädlingsinvasionen ungeahnten Ausmasses. Übertriebener Einsatz von Bewässerungstechnik führt zur Versalzung.

Kann Gentechnik den Hunger beenden?

Die Probleme überall auf der Welt gleichen sich. Hochgezüchtete Nutzpflanzen, mit extrem hohem Wasserbedarf, die auf unbearbeiteten Böden gar nicht mehr gedeihen können und auf den ständigen Einsatz von Pestiziden und Herbiziden angewiesen sind, bestimmen heute den Anbau. Sie wurden gezüchtet von großen Saatgutunternehmen, die sich davon Gewinn versprachen (es war nicht ihre Intention, den Hunger audf der Welt zu bekämpfen, sondern Geld zu verdienen). Dieses speziell gezüchtete und gebeizte Saatgut ist teuer und ein normaler Bauer in einem Land der Dritten Welt ist nicht in der Lage dieses Saatgut zu kaufen. Tut er es doch, ist er gezwungen auch noch die notwendigen Spritz- und Düngemittel zu kaufen, die eben derselbe Konzern herstellt und verkauft, der auch das Saatgut erzeugt. In der Folge verschulden sich die Bauern enorm und geraten dadurch in eine immer weiter abwärts führende Spirale der Abhängigkeit. Schließlich werden sie von ihren Ländereien vertrieben und Großgrundbesitzer im Auftrag der Konzerne nehmen die Äcker in Besitz.

Aber das ist noch nicht das eigentliche Ziel der Konzerne. Das wollen sie nun durch den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen erreichen. Diese Pflanzen sind resistent gegen das aus dem selben Hause stammende Sortiment an Pflanzenschutz- und Spritzmitteln, was zur Folge hat, das immer größere Mengen auf die Felder versprüht werden, ohne das die Saat daran zu Grunde geht, wie es eigentlich sein müsste. Im Gegenteil, sie speichert die Gifte in ihren Samen und allen anderen Teilen der Pflanze. Und der Mensch nimmt diesen Dreck dann mit den daraus hergestellten „Nahrungsmitteln“ zu sich.

Regionale Arten, wie sie früher überall verbreitet waren, sterben aus, oder werden von den Konzernen mit Hilfe von Patenten zu deren Eigentum und dürfen weder frei angebaut, noch vermehrt werden. Es sei denn, man entrichtet Lizenzgebühren für den Anbau. Gentechnisch veränderte Pflanzen gehören sowieso den Konzernen und wer sie einmal auf seinen Feldern und Äckern angebaut hat, der wird sie nur schwer bis überhaupt nicht mehr los. Und ob er sie nun haben will oder nicht, die Konzerne sind der Meinung, ihnen stehe die Lizenzgebühr zu, selbst wenn der Bauer die Genpflanzen weder ausgesät hat, noch überhaupt haben will. Es genügt allein schon deren Anwesenheit auf den Feldern des Bauern. Ist das etwa gerecht? Aber auch das ist noch nicht genug. Die Konzerne streben nach der totalen Kontrolle der Nahrungsmittelerzeugung, indem sie an der sogenannten Terminator-Technologie forschen. Diese Technologie führt dazu, das gekauftes, gentechnisch manipuliertes Saatgut nicht mehr in der Lage ist, keimfähige Samen hervor zu bringen. So unterbindet man wirksam und dauerhaft, die Versuche der Bauern, aus der Ernte Saatgut zu gewinnen. Die Samen sind unfruchtbar und können, das ist das perfide daran, durch den Einsatz eines speziellen Spritzmittels (natürlich gegen teures Geld bei den Saatgutkonzernen zu erwerben!) für die nächste Aussaat keimfähig gemacht werden!

Dies ist kein Weg den Hunger zu bekämpfen oder zu beenden. Es ist ein Weg, die gesamte Nahrungserzeugung zu kontrollieren und ungeheure Gewinne zu machen.

Ist natürliche Landwirtschaft eine Lösung der Probleme?

Es ist zumindest einen Versuch wert, oder nicht? Masanobu Fukuoka zeigt uns mit seinem Weg der „Nichts-tun-Landwirtschaft“ eine Möglichkeit auf, wie wir uns zumindest aus der Abhängigkeit der großen Saatgutkonzerne befreien können. Es hat sich gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, Einheitssorten von Nutzpflanzen (egal ob Hybride oder gentechnisch verändert) überall auf Gaia, unter allen nur denkbaren klimatischen Bedingungen anbauen. Der technische Aufwand und die Notwendigkeit des Einsatzes von Dünger, Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmitteln ist unverhältnismäßig hoch und damit teuer.

Die Lösung ist der Anbau regionaler und an die klimatischen Bedingungen durch jahrhundertelange Zucht und Auswahl angepasster Sorten. Diese haben sich zwar als nicht so ertragreich erwiesen, wie die neuartigen Hybridsorten, aber sie sind kräftig und gesund und bedürfen nicht der dauernden Hege und Pflege.

Kombiniert man das ganze dann mit den Lehren Masanobu Fukuokas, ergeben sich völlig neue Perspektiven. Folgen wir den tiefen Einsichten des Fukuoka Sensei, erkennen wir, dass er recht hat, wenn er sagt: „Wieso muss der Boden bearbeitet werden, bevor man die Saat ausbringt? In der Natur wird nicht gepflügt und geeggt, gefräst oder umgegraben. Der samen fällt auf den Boden, wird vielleicht ein wenig in die oberste Schicht  hinein gedrückt und das war´s dann schon. Alles andere geschieht von ganz allein. Man kann das sogenannte Unkraut solange von den keimenden Pflanzen fern halten, bis sie kräftig genug geworden sind, dass sie mit den Wildkräutern allein fertig werden, ganz einfach dadurch, dass man den Boden mulcht! Eine beeindruckend schlichte, ja geradezu simple Methode, um eine Ernte zu erzielen. Denn es ist fast die einzige Tätigkeit, die nach Fukuoka Sensei erforderlich ist – das Mulchen

Fukuoka Sensei vermeidet auch den Anbau in Monokultur, sondern er nutzt die unzähligen Vorteile der Mischkultur. Bisweilen baut er Getreide oder Reis (sogar im Trockenanbau) unter Bäumen an. Natürlich erübrigt sich dann der Versuch, die Ernte mit Hilfe großer Maschinen einbringen zu wollen – aber so what?

Er nimmt einfach die Natur zum Vorbild für ein sich selbst erhaltendes System, mit dem Nahrungsmittel angebaut werden können.

Ein Wald zum Bespiel. Niemand hat den Boden, auf dem er gedeiht, jemals gepflügt. Ein Samenkorn fand den Weg dahin und als die Umgebungsbedingungen stimmten, keimte es und wuchs heran. In seinem Schatten keimten andere Samen von unzähligen Pflanzen und allmählich entstand ein Wald. Niemand kam auf den Gedanken, hier düngen zu müssen. Die Fruchtbarkeit des Bodens entstand aus dem Wald selbst heraus. Bäume starben, Blätter fielen im Wechsel der Jahreszeiten zu Boden, verrotteten und bildeten über Jahrtausende und Jahrmillionen hinweg eine Humusschicht, die dem Wald alles gab, was er zum Überleben brauchte. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Samen, die zur Erde fallen, nicht in den Boden eingebracht werden müssen. Es reicht, wenn sie zu Boden fallen und sie werden keimen. Nur der Mensch glaubt, er müsse den Boden bearbeiten und damit das „besser“ machen, was Gaia für gut befunden und darum geschaffen hat. Aber mal ehrlich, kann wirklich irgend etwas besser sein als das, was die Natur erschuf? Der Mensch westlich-industrieller Prägung ist dieser Meinung. Darum schafft er durch sein Eingreifen in die Ökologie Bedingungen, die anschließend den Einsatz von Chemikalien, Dünger, Maschinen und Bewässerung notwendig machen, um überhaupt etwas ernten zu können. Das es dessen eigentlich nicht bedarf, zeigt dieTatsache, dass Fukuoka mit seiner Methode der natürlichen Landwirtschaft nahezu die gleichen ha-Erträge  (bis zu 1.700 kg Reis erzeugt Fukuoka Sensei, gegenüber 1.700-2.500 kg Reis in der industriellen Landwirtschaft – aber mit was für einem Aufwand?) erwirtschaftet, wie die moderne industrielle Landwirtschaft, allerdings mit wesentlich weniger Aufwand.

Ist das nicht eine lebenswerte Idylle? So möchte ich auch leben können. Oder ist dies hier wirklich der richtige weg, der Weg der Industrialisierung der Landwirtschaft. Der Erzeugung von Überschüssen, nur um sie anschließend weg zu schmeißen? Glaubt wirklich jemand, dass das Problem der Unterernährung durch den Einsatz von Gentechnik gelöst werden kann? Nein, es gibt keinen Mangel an Nahrungsmitteln, es gibt nur ein Verteilungsproblem und das Problem, dass sich viele Menschen die teuren Produkte nicht leisten können!

weiterführende Links:

Gentechnik-Konzerne:

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Wird die Menschheit die nächsten 30 Jahre überleben?

Due Umweltstiftung WWF stellt am heutigen Mittwoch in Berlin den „Living Planet Report 2008“ vor. Dies berichtet die Netzeitung. Nach diesem Bericht benötigen wir ab dem Jahre 2035 zwei Planeten, um weiter im bewährten Massstab die Ressourcen Gaias zu verschleudern und zu verbrennen.

Nachdem der Mensch über hunderttausende von Jahren hinweg als Sammler und Jäger sein Leben fristete bevor er wahrscheinlich eher zufällig zum Ackerbauern wurde, hat er es nun geschaft in einigen wenigen Jahrzehnten unsere Mutter Erde derartig auszuplündern, zu verseuchen und zu vergiften, dass seine eigene Existenz auf dem Spiel steht. Gleich den Lemmingen, die sich in manchen Jahren so rasant vermehren, dass sie ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstören und schließlich in einem endlos scheinenden Zug im meer ihr Leben in Massen beenden, scheint auch der Mensch halt- und gedankenlos seiner eigenen Vernichtung entgegen zu taumeln. Obwohl alle wissen, dass es so wie bisher nicht weitergeht, nicht weitergehen kann, ist kaum jemand bereit sein Verhalten zu ändern. Nur die wenigsten sind bereit Verzicht zu üben, nicht nur um anderen Menschen ein Leben in würde zu ermöglichen, sondern um sich selbst vor dem drohenden Untergang zu retten.

Sehenden Auges schreiten die Industriestaaten ins Verderben und reißen alle andern mit sich. Während das Eis der Arktis dahin schmilzt und der Spiegel der Meere steigt, die Permafrostböden tauen und riesige Mengen an CO2 freisetzen, verheizen die Energiekonzerne Kohle und Gas in ihren Kraftwerken und die Menschen verbrennen das kostbare Erdöl in ihren viel zu großen, viel zu schweren und völlig übermotorisierten Geländewagen um in die Shoppingcenter auf der grünen Wiese zu fahren. Die Genkonzerne setzen ihre patentierten – und ohne ihre Dünge- und Pflanzenschutzmittel – Genplanzen rücksichtslos frei und kontrollieren den Anbau von Nahrungspflanzen. Andere Konzerne haben die Kontrolle über das Trinkwasser erlangt und verkaufen es zu ständig steigenden Preisen wie Öl und Gas, welche zum Heizen gebraucht werden. Und die Politiker schauen diesem Treiben tatenlos zu und winden sich wie der sprichwörtliche Aal, um sich nicht festlegen und keine Gesetze erlassen zu müssen, die den Konzernen schaden. Sie sind es, die letzen Endes die Verantwortung tragen für das was auf und mit dieser Welt geschieht. Aber auch wir tragen Verantwortung. Weil wir zugelassen haben, dass Versager, Ja-sager und Schwätzer in die Regierung gewählt wurden. Weil wir wussten, dass sie nichts ändern würden. Weil wir selbst nicht bereit waren uns zu beschränken und bewusst zu konsumieren und andern auch ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Wundern brauchen wir uns nicht, wenn die Menscheit in Krieg, Hunger, Not, Naturkatastrophen und Verzweiflung untergeht. Aber noch können wir gegensteuern. Können uns wehren gegen die politischen Wendehälse, die nur an ihre Pfründen denken sobald sie erst mal die Macht in Händen halten. Wir müssen ihnen nur klar machen, dass die Klimakatastrophe nicht an den deutschen Grenzen halt macht und wir nur mit politischem Geschwafel kein Gramm CO2 binden können, sondern nur durch konsequentes Handeln. Wir müssen die Energieerzeugung zu 100% auf regenerierbare Energien umstellen und zwar so schnell es geht und nicht erst in 20 Jahren! Das ist möglich, man muss es nur wollen! Die Scheiss Atomkraftwerke müssen stillgelegt werden – ein für alle mal und endgültig! Die Automobilindustrie, das „Flaggschiff“ der deutschen Ingenieurskunst muss endlich ihren Arsch bewegen und mit dem Gejammer aufhören. Sie sollen umweltfreundliche und kleinere Autos bauen und nicht nach der Maxime handeln: größer höher, schneller, breiter weiter (bekanntermassen wird jede neue Generation eines Automodells immer größer, schwerer, stärker als die vorhergehende. Siehe VW Golf. Der Golf VI braucht trotz allem technischen Fortschritts und allem Schnickschnack immer noch soviel wie der Golf I – wo ist denn da der Fortschritt?)!

Wir müssen Wälder pflanzen wo keine mehr sind! Die genetische Vielfalt muss bewahrt und nicht Patente auf Lebewesen erteilt werden. Es gibt so viele Möglichkeiten sich zu engagieren. Tut was! Kämpft für Gaia, kämpft für Eure Zukunft und die Zukunft Eurer Kinder und Enkel! Und wenns sein muss, dann geht für eine saubere Umwelt auf die Strasse!

Versiffte Lebensmittel in Deutschland!

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Ergebnisse seiner Lebensmittelkontrollen 2007 veröffentlicht. Fazit: Den Deutschen wird der letzte Dreck als Lebensmittel verkauft und wir essen diesen Mist dann ohne mit der Wimper zu zucken!

In 28.000 Proben wurden krebserregende Stoffe, Bakterien und Fäkalkeime (das muss man sich mal sprichwörtlich auf der Zunge zergehen lassen!) gefunden. 87% der Äpfel weisen Rückstände von „Pflanzenschutzmitteln“ auf, ebenso wie 80% der Tomaten. 54% aller Proben waren sogar mehrfach belastet. Und das was nicht mit Pflanzenschutzmitteln verseucht ist, das hat eine ordentliche Portion Konservierungsstoffe drin, damit auch wirklich jeder sein Fett abkriegt! Aber gebt Euch keinen flaschen Hoffnungen hin. Wenn Ihr das Zeug mit nem kräftigen Schluck aus der Pulle runterspülen wollt, überlegt genau, was Ihr in Euch rein schüttet. Denn 40% der untersuchten Erfrischungsgetränke enthielten Benzol, das krebserregend und keimzellschädigend wirkt! Prost!

Aber es geht noch weiter. Wo wir schon beim Thema sind, FAZ.net schreibt ebenfalls, Obst und Gemüse seien stark belastet. luftgetrockneter Schinken aus Spanien ist mit Insektengift verseucht, Wildschweinfleisch mit dem Blei, dass die fleissigen Jäger mit ihren Flinten in die Tierchen gepumpt haben! Gemüse hat oftmals einen Gehalt an „Pflanzenschutzmitteln“, dass gesundheitliche Gefahren nicht auszuschliessen sind, wie man so schön euphemistisch schreibt! Wegen der hohen Nitratbelastung sollten Kräutertees nicht mehr als „Stilltee“ für Mütter beworben werden. Da geht einem doch echt das Herz auf.

Die sueddeutsche.de hat in einem Artikel unter dem Titel „jede zweite Tomate verseucht“ auch ein paar deutliche Worte gefunden. Wer die Bezeichnungen Bromid, Procymidon und Pyrimethanil hört, sollte nicht denken, es handele sich hier um einen Schutzanstrich für sein Gartenhaus. Weit gefehlt, es sind Pestizide, die in jeder zweiten Tomate zu finden sind und zwar als Teil eines Coktails aus bis zu 72 Giftstoffen! Und weiter im Text. 98% des in Deutschland verkauften Räucherfischs kommt aus dem Baltikum. Die Hälfte dieses Fischs ist mit Benzpyren belastet. Der amtlich bestellte Verbraucherschützer Helmut Tschiersky-Schönburg, seines Zeichens Leiter des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat auch gleich einige passende Empfehlungen parat:

  1. …auf das Verantwortungsbewusstsein der Händler verlassen.
  2. …Deutsche Importeure müssen ihr Qualitätsmanagement verbessern.
  3. …Bioware kaufen!

Na das ist es doch. Wohl dem, der das Geld dazu hat. Alle andern müssen eben weiter den verseuchten Müll in sich rein fressen und hoffen, dass das Verantwortungsbewusstsein der Händler wächst – was für ein Gedanke!

Nochmal Bayer!

Im Waldblog habe ich diesen interessanten Artikel über die Machenschaften des Bayer CropScience-Konzerns in enger Zusammenarbeit mit der Daimler AG und dem US-Unternehmen Archer Daniels Midland Company (ADM) in Indien gefunden. Mit Hilfe von Knebelverträgen bindet man Bauern an sich und zwingt sie zum Anbau des Jatropha-Strauches, aus dem dann Biodiesel gewonnen werden soll.
Das Prinzip ist bekannt, es funktioniert beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Ländern der Dritten Welt genauso => Bauern abhängig machen, zur Abnahme von Saatgut, „Pflanzenschutzmitteln“ und Dünger per Vertrag verpflichten und die satten Gewinne selber einstecken. So macht man Geschäfte heutzutage.

Der Schutz unserer Mutter Erde!

Wie können wir unsere Mutter Erde vor dem Raubbau und der Vernichtung als Folge der Geldgier multinationaler Konzerne schützen? Ist unsere Hilfe dabei überhaupt notwendig oder ist Gaia in der Lage sich selbst zu schützen?

Wenn unsere Erde – wovon man ausgehen muss – ein lebender Organismus ist, dann kann er auf sich verändernde Bedingungen reagieren. Dies geschieht bereits seit der Entstehung der Erde.

Gaia kann über, nach menschlichen Maßstäben, ungeheuer lange Zeiträume die Lebensbedingungen auf ihrer Oberfläche konstant halten. Dies betrifft beispielsweise den Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, oder die Temperaturen in den tropischen und gemäßigten Breiten. Klar ist dabei, dass unsere Mutter Erde, die Heimat der menschlichen Rasse, niemals das Eigentum irgendwelcher Konzerne werden darf, deren einziges Interesse in der Gewinnmaximierung liegt, in dem Bestreben, den Wert ihrer Aktien für die Anleger zu steigern. Genauso wenig darf es sein, dass solche Konzerne Patente auf Lebewesen oder Pflanzen erhalten, zu deren Herstellung sie die genetischen Ressourcen der Natur nutzen.
Jedem Menschen muss das Recht zustehen, sich der Ressourcen der Natur zur Gewinnung von Saatgut zu bedienen, um damit sein Überleben zu sichern, ohne Lizenzgebühren an Konzerne zahlen, oder gar Saatgut ausschließlich von diesen kaufen zu müssen! Es ist weder im Sinne einer gerechten Weltordnung, noch überhaupt akzeptabel, dass Menschen gezwungen sind, auf die Nutzung regional angepasster Pflanzen- und Tierarten zu Gunsten von künstlich gezüchteten Einheitssorten zu verzichten. Deren Anbau und Zucht ist meist nur unter massivstem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden, Kunstdünger, künstlicher Bewässerung und Medikamenten möglich und die gibt es freilich nur gegen Geld von den selben Konzernen, die auch diese Pflanzen- und Tiersorten „entwickelt“ haben!
Ein Schutz Gaias ist nur dann möglich, wenn dem Treiben der großen multinationalen Konzerne ein Riegel vorgeschoben wird, der sie daran hindert, sich – ganz im Sinne der kirchlichen Aufforderung – die Erde untertan zu machen. Finden wir keinen Weg, die Kommerzialisierung der Natur zu beenden und für die Zukunft zu unterbinden, so wird Gaia selber dafür sorgen und sich aus den ihr angelegten Fesseln befreien. Auf welche Art und Weise dies auch immer geschieht, mag dahin gestellt bleiben! Sicher ist, was Gaia nützt und schützt kann, muss aber nicht notwendigerweise dem Menschen nützen. Denn die Erde wird ohne die menschliche Rasse weiter existieren, die Menschen ohne die Erde aber nicht!