Managed ihr noch oder kollabiert ihr schon?

Tja, wenn Hinz und/oder Kunz ein Schwächeanfall erleiden, dann geht das einer großen Zahl von Leuten deutlich sichtbar am parfümierten Arsch vorbei. Besonders jenen, die die gesetzlichen Krankenversicherung am liebsten zugunsten der Privaten abgeschafft wissen möchten und die die Kassenleistungen auf das reduziert haben, was sich derzeit augenscheinlich noch nicht ganz auf den Müllplatz des Sozialstaates fortschaffen lässt.

Diese Deppen in den Managementetagen haben nicht nur Geld wie Heu, sondern auch noch keine Zeit es auszugeben und sei´s für die eigene, ach so wichtige Gesundheit? Ja dann habt ihr eben Pech gehabt, ihr Trottel, wenn´s euch schmeisst!

Wenn ich im Dienst einen Herzinfarkt erleide, dann schreibt auch keiner einen Artikel darüber (außer ich selbst vielleicht in meinen Blogs, wenn ich es denn noch kann). Ich darf mir höchstens zu allem Überfluss auch noch anhören, wieso ich mich denn in die körperliche Krise gearbeitet hätte! Auf ein Dankeschön für die Überstunden, auf deren Ausbezahlung, oder gar den Satz, „Es tut uns aufrichtig leid, dass wir sie so überlastet haben, vielleicht sollten wir die 30-Stunden-Woche einführen, zum Wohle unserer Mitarbeiter“, warte nicht nur ich bislang, und wohl auch bis ins Grab, bedauerlicherweise vergeblich!

Naja, aber wir müssen an dieser Stelle auch ehrlich eingestehen, dass wir sicher nie so malerisch auf offener Bühne und noch dazu auf der IAA auf die Bretter gehen würden. Eher irgendwo an einem Schreibtisch, wo keine Hilfe zu erwarten ist und man uns erst findet, wenn wir zu unserem Dienstjubiläum nicht pünktlich erscheinen, oder es in den benachbarten Räumen gealtig anfängt zu stinken!

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Erst in der Politik die Weichen stellen und dann in der Wirtschaft Bahr Kasse machen?

Wir können nicht glauben, was wir da gerade wieder gelesen haben. Daniel Bahr, seines Zeichens erfolglose GesundheitsministerIn von 2011 – 13 und in dieser ertragreichen Funktion eifrig damit beschäftigt, die Geschäftsmöglichkeiten der privaten Krankenkassen zu erweitern, sowie deren Pfründen zu sichern, wechselt nun, me nothing you nothing zur Allianz, um dort die Geschäfte weiter zu treiben, die er von Amts wegen angebahnt zu haben scheint. Vermutlich zum Schaden der gesetzlichen Krankenkassen, weniger zu seinem eigenen. Bahr Kasse machen könnte man das nennen!

Bestürzt uns solches Vorgehen, durch die Drehtüren der Ministerien hinaus und die Drehtüren der Konzerne hinein ins Geschäftsleben, wenn es von den üblichen Verdächtigen aus den Volksparteien, so haben wir dies von einem marktliberalen eigentlich erwartet, damit er seiner Funktion als schlechtes Beispiel gerecht werde. Aber dann waren wir doch ein wenig indigniert, wenn wir ehrlich sind.

Wie gut, dass wir zwischen Mitarbeitern von Großkonzernen und denen in den Ministerien schon garnicht mehr unterscheiden können. Wirtschaft und Politik, Politik und Wirtschaft sind mittlerweile eins undmanch einer wundert sich tatsächlich noch, warum die Politik ihre Entscheidungen ausschließlich nach pekuniären Gesichtspunkten trifft und die Interessen der einfachen leute hintan stellt! Das ist Kapitalismus. hier hat der Wähler nichts mehr zu melden. Und so verstehen wir auch die weisen Worte, die man der Anarchistin Emma Goldman zuschreibt „Würden Wahlen etwas ändern, so wären sie verboten!“

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Gesetze sind nur was für Idioten…

Es is doch ein wunderbares Gefühl, wenn man bedenkt, wie sehr große Konzerne am Wohle der Menschen interessiert sind und zwar so sehr, dass sie alles in Kauf nehmen, um ihnen etwas Gutes tun zu dürfen. Manchma (oder ist es nicht doch eher die Regel?), gehen sie dabei sogar einen winzigen Schritt über das hinaus, was erlaubt ist! Ein weiterer Beweis dafür, dass Konzerne mit wachsender Größe auch über die Grenzen hinaus wachsen, die ihnen Recht und Gesetz aufzuerlegen versuchen!

Das sowas kein Einzelfall ist, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Als ich 1980 zur Bundeswehr ging und mich für eine Dienstzeit von 4 Jahren verpflichtet hatte, wurden alle Zeitsoldaten damals noch während der Grundausbildung zu einer „offiziellen“ Veranstaltung befohlen. Es stellte sich heraus, dass dort ein Versicherungsvertreter auf uns Zeitsoldaten wartete, der uns sowohl eine teure private Krankenversicherung aufs Auge drückte, als auch Lebensversicherungen, die für Soldaten, die im Dienst fürs Vaterland fallen könnten, obligatorisch seien! Alle ließen sich damals zum Vertragsabschluss überreden. Die finanziellen Belastungen waren recht saftig und anschließend bekam ich mit, wie sich der Vertreter bei unserem Vorgesetzten, einem Kompaniechef auf´s herzlichste bedankte und ihm die „üblichen Boni“ zusicherte.

So war das bei der Bundeswehr. Ich selbst habe die Versicherungen sofort wieder gekündigt, kaum dass ich die Kaserne am Wochenende in Richtung Heimat verlassen hatte…

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