Ein neues Jahr, ein neues Bloggerglück?

Der ein oder andere meiner geneigten LeserInnen hat es vielleicht gemerkt, vielleicht aber auch nicht! Ich hab schon eine ganze weile nix mehr gepostet und ich will Euch auch erklären, warum.
Nun, wie´s den meisten Leuten geht, die hin und wieder das dringende Bedürfnis verspüren, zu schreiben und sich andern Menschen mitzuteilen, habe ich im September des letzten Jahres plötzlich eine Ladehemmung – es wollte mir einfach nix mehr aus der Feder, bzw. dem Keyboard fließen und das, was ich gerade noch so zusammenstoppeln konnte, befriedigte mich in keinster Weise. Also beschloss ich, es Euch zu ersparen und nicht das Risiko einzugehen, Euch zu enttäuschen.
Schließlich gibt es ja auch so einiges, darunter sicher das ein oder andere halbwegs brauchbare Material, dass ich in meinen Artikeln verarbeitet habe.
Ich beschloss also, mir einfach eine Auszeit zu nehmen. Ein paar Tage ohne die Bloggerei, so dachte ich bei mir, würden mir möglicherweise gut tun und sich positiv auf die Qualität, meiner Schreiberei auswirken. Daraus sind dann aber gut und gern 4 Monate geworden und ich muss sagen, ich bin gerade jetzt und gerade heute so richtig auf Entzug…

Jetzt fang ich also wieder an und ich überlege, ob ich einfach so weiter machen soll, oder ob ich was ändere und wenn ja was. Und damit bin ich schon beim Thema. Innerlich hoffe ich inständig, die lange Zeit der Läuterung habe mich ein klein wenig reifen lassen. An meinem Stil wird sich nicht viel geändert haben und ich hoffe, das stört Euch nicht allzu sehr. Lediglich über den Themenkreis, dem ich mich in Zukunft widmen möchte, bin ich mir noch nicht so ganz im klaren.

Ursprünglich wollte ich mich nur mit Gaia und ihrem Schutz vor der Gier des Menschen befassen, weniger mit politischen Problemen. Durch meine Aktivitäten auf Facebook bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass gerade die Politik das Problem zu sein scheint, weil sie das Primat über die Wirtschaftsinteressen verloren hat, ohne darum gekämpft zu haben. Das Ergebnis ist nun das Primat der Konzerne über die Politik mit allen ihren Begleiterscheinungen, die eigentlich keine Sau haben will, wenn man danach fragt – Umweltzerstörung, Regenwaldvernichtung, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ozonloch, Erderwärmung, Ausbeutung, Missachtung der Menschenrechte, Krieg, Hunger, Vergewaltigung, Terror und was weiss ich noch alles! Und das nur um die Gier einiger weniger, weltumspannender Konzerne zu befriedigen!
Auf solche Themen werde ich in Zukunft öfter und intensiver eingehen. Ich will meinen stinkenden Finger in die Wunden der Gesellschaft bohren und die Probleme, sowie deren Verursacher bei Namen nennen.
Wer den Wunsch nach mehr Informationen zu einen bestimmten Thema hat, und ein paar mehr oder weniger passenden Worten meinerseits dazu, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Wenn es meine bescheidenen Fähigkeiten nicht überfordert, bin ich gern bereit, euren Wünschen Rechnung zu tragen…oder auch nicht (ja ich weiss, das klingt jetz doof, aber Ihr müsst mir schon ein Hintertürchen offen lassen, damit ich mich zur Not aus der Affäre ziehen kann, hehehe).

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit und wünsche Euch noch einen angenehmen Abend, Euer Thialfi/Andrej

Werbeanzeigen

Den Wald retten – bis 2020?

Der WWF fordert in einem am 18.10.2009 erschienen Artikel („Waldschutz ist Klimaschutz – WWF fordert die Entwaldung bis 2020 zu stoppen“), die Vernichtung der Wälder müsse bis zum Jahr 2020 gestoppt werden. 20 Prozent des jährlichen Ausstosses an Treibhausgasen sei auf die weltweite Abholzung zurück zu führen.

Zwar weiss man seit langem, wie wichtig die Wälder für das Weltklima sind und vor allem für die Bindung von CO2 in Biomasse, aber das scheint einstweilen weder die Politik noch die Industrie und hier insbesondere die Holzkonzerne zu kümmern. Also sägt und brandrodet man was das Zeug hält. Diese Art des Umgangs mit unserer Umwelt sorgt dafür, dass 36 Fußballwälder Wald verschwinden – pro Minute. Das sind unfassbare 16 Millionen Hektar Wald jedes Jahr! Vernichtet, weil „Lebensmittel“konzerne Weideflächen für die riesigen Herden an Rindviechern brauchen, mit deren Fleisch sie Fastfood-Ketten wie McDonalds oder Burger King versorgen. Und so opfern die Rindviecher in den obersten Konzernetagen bedenkenlos den Regenwald in den tropischen Regionen dieser Erde für den Kommerz, während sie einige tausend Dollar oder Euro an Umweltschutzorganisationen spenden, oder in irgendwelche zweifelhaften Umweltprojekte investieren, um sich ein reines Gewissen zu erkaufen!

Ich stelle mir die Frage, ob im Jahr 2020 überhaupt noch ein nennenswerter Waldbestand vorhanden sein wird, den man erhalten kann! Obwohl jeder Idiot weiss, dass Bäume ungleich schneller gefällt werden, als sie nachwachsen können, selbst wenn man sofort im Anschluss an die Rodung mit Neuanpflanzungen beginnt, gibt es kaum Bestrebungen, die abgeholzten Flächen neu zu bepflanzen. Bei der Umwandlung von Wald in Weideland ist dies auch garnicht erwünscht. Bei der Gewinnung von Ackerland aus Regenwald, oder der Vernichtung des Waldes zu Gunsten von Plantagen für die Produktion von Biosprit, ist das Grundpoblem das gleiche – man vernichtet den Wald, um mit dem in Plantagen erzeugten Biosprit die Umwelt zu schützen? Was für ein Schwachsinn! Und es gibt wirklich Leute, sogar Wissenschaftler, die das wirklich glauben (oder zumindest vorgeben das zu glauben)!

Man vernichtet die Umwelt um die Umwelt zu schützen? Kann soviel Dummheit wirklich wahr sein?

Während die Wälder in den Industrieländern lange nicht so gefährdet sind wie die Regenwälder im Tropengürtel unserer Erde, den Umweltschutz-Organisationen sei Dank, gibt es genau dort, wo die artenreichsten Wälder dieses Planeten liegen die wenigsten Hemmungen diese dem Profit zu opfern! Korruption, Gier und das Streben nach Macht öffnen dem Raubbau an der Natur Tür und Tor! Genau dort, wo die meisten Menschen in bitterer Armut leben und am Existenzminimum vegetieren, haben die Konzerne leichtes Spiel. Sie winken mit dicken Dollarbündeln und man legt ihnen zu Füssen, was auch immer sie fordern. Aber das lindert nicht den Hunger. Im Gegenteil, es führt zu noch mehr Armut und Verzweiflung, weil die Dollars und Euros der Konzerne in den Taschen einer durch und durch verfaulten und korrupten Elite verschwinden. Und zu allem Überfluss nimmt man den einheimischen Bauern auch noch ihre Ernten und ihre Ackerflächen weg, damit die Menschen in den Industrieländern auch weiterhin 2/3 ihrer sogenannten lebensmittel in die Mülltonnen werfen können, bevor sie überhaupt auf dem Tisch gelegen haben! Ist das Gerechtigkeit?

Wer erwartet, das die Politik sich der Probleme annimmt, die die Menschheit global bedrohen? Niemand! Nicht umsonst ging vor Monaten der Spruch durch die Presse:„Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet!“ Und so werden sich vom 18.-23. Oktober in Buenos Aires mehr als tausend Waldexperten aus Behörden, Unternehmen und Regierungen zum Weltforstkongress der Vereinten Nationen treffen und vermutlich mit den gleichen frommen Wünschen wieder auseinander gehen, wie die Klimaexperten im Dezember in Kopenhagen! Ausser Spesen wird wie immer nichts gewesen sein, man hat einen schönen Kurzurlaub verbracht, wo auch immer auf der Welt man sich sonst um seine Probleme schert und das war es dann auch schon!

Wenigstens einen Vorteil haben diese massenhaften saisonalen Wanderungen von Wissenschaftlern, Experten und Politikern – die Regierungen der Industriestaaten brauchen den kriselnden Fluggesellschaften nicht direkt mit Staatknete unter die Arme zu greifen. Sie schicken ihre „wichtigsten“ Vertreter (oder die, die sich dafür halten) per Jet in die Fremde um sich mit den einheimischen Prostituierten zu paaren zu treffen und schwer an der Rettung unserer Welt, unseres Klimas und der Bekämpfung der Armut zu arbeiten! Aber zu erwarten, man könne 110 Milliarden Euro für die Rettung des Weltklimas von der deutschen Regierung erhalten, anstatt sie der HRE in sämtliche Löcher zu stopfen, ist ja nun wirklich ein klein bisschen zu viel erwartet!

weiterführende Links: