Der CDU brennt der Kittel!

Ach herrje. Nachdem die geistigen Brandstifter der wertkonservativen Union aus CDU und CSU mit ihrer Hetze und dem „Verständnis“ für die „Sorgen“ und „Ängste“ sogenannter „besorgter Bürger“ vermutlich den ein oder anderen masturbierenden Pyromanen dazu animierten, ein paar Flüchtlingsunterkünfte anzustecken, haben sie nun Brandbriefe an Muddi geschrieben! Was kommt als Nächstes? Die Vorderung nach Scheiterhaufen für Regimekritiker und dem Schießbefehl an der Mauer, äh Grenzzaun an den Außengrenzen der EU?

Wie wir nun staunend zur Kenntnis nehmen müssen, gibt es wirklich nichts, was nicht dämlich oder rassistisch genug ist, um nicht von Unionspolitikern genutzt zu werden, im vermutlich erstaunlich fruchtbaren Versuch, am rechten Rand des politischen Spektrums nach Wählerstimmen zu fischen – ähnlich wie die fleissige schwäbische Hausfrau mit einer Leimfalle danach trachtet, die in großen Schwäremen um ihren Sonntagsbraten herumschwirrenden Scheißhausfliegen zu fangen. Sind sie erst einmal eingefangen und betrachtet man sie sich genauer, ist es einfach nur noch eklig. Jedenfalls für den Außenstehenden.

Muddi und den ihren ist es aber vermutlich vollkommen egal, wo sie ihre Stimmen her bekommen, wenn sie nur die Mehrheit sichern!Und da kann man ruhig auch mal ein bisschen hetzen, etwas zündeln und das ein oder andere rechte Thesenpapier in die Programmatik der christlich-demokratischen Nächstenliebe einzubauen. Muss ja nicht gleich jeder merkeln, nicht wahr? Deswegen formuliert man es ein wenig um und verwendet ein paar erprobte Euphemismen und schon ist der „besorgte Bürger“ beruhigt!

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65 Jahre Haft!

Man mag kaum glauben, was in Burma vor sich geht. Da werden Menschen zu Gefängnisstrafen verurteilt, die nichts anderes taten, als ihren Unmut über die regierenden Militärs kund zu tun. Und was ist die Konsequenz daraus? 65 Jahre Gefängnis!

Mir hat es heute morgen schlicht die Sprache verschlagen, als ich den Artikel von FAZ.NET (Burma – 65 Jahre Haft für prominenten Dissidenten) las. Nachdem der Blogger Nay Myo Kyaw erst kürzlich zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er über die unfassbaren Zustände in seinem Heimatland berichtet hatte, sinkt der Geisteszustand der Militärmachthaber in Burma offenbar auf immer neue Tiefstände. Nun wurde der prominente Dissident Min Ko Naing von einem „Sondergericht“ zu 65 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 46 Jahre alte Regimekritiker war erst vor zwei Jahren nach 15-jähriger Haft entlassen worden. Gleichzeitig wurden acht weitere regimekritische Aktivisten zu ebensolchen Haftstrafen verurteilt.

In den vergangenen Tagen waren beireits 14 Regimekritiker zu 65 Jahren Haft verurteilt worden. Die Bundesregierung hat zwar protestiert, aber angesichts der Tatsache, dass Burma zur chinesischen Einflußsphäre gehört und man es sich mit den mächtigen Männern im Reich der Mitte nicht verderben will, dürfte es das dann auch schon gewesen sein. Schließlich stehen wirtschaftliche Interessen deutscher Konzerne in China auf dem Spiel und in Burma gibt es keinen Blumentopf zu gewinnen!

Was passiert, wenn „Menschenrechte meets Wirtschaftsinteressen“ auf dem Plan steht, wird hiermit auch klar: Die wirtschaftlichen Interessen überwiegen das „bisschen“ Menschenrechtsverletzung. Und schließlich sind weltweit operierende Konzerne auch in Burma aktiv, wo sie massiv von den üblen Zuständen profitieren – „Wer gut schmiert, der gut fährt!“ Das ist in Burma nicht anders, als anderswo auf der Welt, wo man seine Interessen mit einem hübschen Sümmchen an die verantwortlichen Politiker durch zu setzen pflegt!