Schuld sind immer die andern!

Nun, was sagt man dazu? Der Tony Blair, eine der größten Fressen seit der Hexe Thatcher, übernimmt die Verantwortung für den Krieg gegen den Irak – und das war´s dann auch schon! „Die Welt war und ist ein besserer Ort ohne Saddam Hussein,“ sprichts und lässt es gut sein. Wir wollen nicht verhehlen, dass die Welt ein besserer Ort wäre, ohne Tony den Bliar. Aber uns fragt ja wieder mal keiner. Da waren wir schon ziemlich beeindruckt, wie dieser Tory-Trampel sich vor die Kameras stellte, eine Träne zerdrückte und alsdann seine Griffel in Unschuld wusch. Dabei hat er gelogen, wenn er das Maul auf machte, hat „seine“ Soldaten verheizt, um den unsäglichen George W. Bush bedingungslos zu unterstüten! Aber so sind sie halt, die Konservativen, ein paar hundert Soldatenleben? Einige hunderttausend Iraker, die infoge der Kriegshandlungen verreckten? Traurig, fürwahr. Aber das ist ein Opfer, dass sie gern bereit waren zu bringen. Der Vorteil der Demokratie ist ja, dass man für die kolossale Verantwortung, die man trägt, fürstlich entlohnt wird – und dass man hinterher nur in den seltensten Fällen eine solche Verantwortung zu tragen gezwungen wird! Kriegsverbrecher? Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges? Verbrechen gegen die Menschlichkeit, jedenfalls gegenüber den Irakern? Woher denn? Sowas passiert nur Negern aus Afrika, die einen Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen haben. Oder Diktatoren vom Schlage eines Saddam Hussein. Ein Schelm, wer das in Zusammenhang bringt mit strategischen Rohstoffen in den jeweiligen Ländern. Öl zum Beispiel, über das die USA so gerne ihre „schützende“ Hand halten mögen. Oder Seltene Erden, damit auch weiterhin schicke Handys produziert werden können! Da muss man sich auch nicht wundern, wenn man es dem bösen, bösen Diktator Kim Jong Un gegenüber bei Embargo und strengen Ermahnungen bewenden lässt. Denn da gibts nüscht zu holen, außer Hunger und ein paar Atomraketen und der Zorn der Chinesen!

Der Nahe und Mittlere Osten aber, das wissen wir nun, gehört zur Angloamerikanischen Interessen- und Einflusssphäre. Da darf man nicht zimperlich sein! Das weiss auch unser dicker Sigmar Gabriel, der leider soeben vermelden musste, dass sich die deutschen Waffenexporte mal eben im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt haben – natürlich nur weil da Spezialeffekte hinein spielen und dergleichen undurchschaubare Dinge mehr, die man sich drehen und wenden kann, wie es gerade passt. Aber immerhin wurden deutlich weniger Kleinwaffen geliefert! Bedauerlicherweise lässt das den Schluß zu, dass im gegenzug deutlich mehr schwere Waffen wohin auch immer gliefert wurden. Aber da schaut dann schon keiner mehr so genau hin! Aber an all dem Elend, sowohl am Irakkrieg, oder an deutschen Waffenexporten, ist nie derjenige Schuld, der sie zu verantworten hat. Das wäre ja noch schöner. Schuld sind immer die anderen. Der mittlerweile aufgehängte Saddam Hussein zum Beispiel. Oder die Scheichs in Saudi-Arabien und Katar, die so viele gute deutsche Waffen bestellen. Da kann man einfach nicht nein sagen. Denn die schwertschwingenden und kopfabschlagenden Saudis, die arabischen, sind ja bekanntlich die „Stabilitätsanker“ in der Region. Warum auch immer!

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…

…dann steht der Klimawandel (doch) vor der Tür!

Jawoll, die Hersteller versuchen die Zukunft des totgesagten Dieselantriebs zu retten! Und die Zukunft der Elektromobilität zu verhindern. Das versteht sich doch wohl von selbst. Da kommt auch wirklich Freude auf, bei 4, in Worten „vier“ Turboladern für einen einzigen Motor, Leistungen jenseits der 400 PS und Drehmomenten um die 1.000 Nm. Aber sollen wir uns dauernd beklagen? Natürlich nicht. Besser wäre es freilich, wenn wir auch nicht dauernd abgasprüfend in die hervorragende Software des Motormanagements eingriffen und den Leuten den Spass am Dieseln nehmen. Und Umweltschutz ist ja auch so eine Sache. Wo der Klimawandel doch überhaupt garnicht bewiesen ist. Na jedenfalls die menschliche Beteiligung daran. Und deshalb, wohl in der Hoffnung darauf, dass sich das eines Tages in Valuta auszahlen möge, hat die „Arbeiterpartei“ AfD sich die Verweigerung der Realität auf die Fahnen und ins Parteiprogramm geschrieben. Die Klimaerwärmung gibt es nicht! Punkt! So einfach ist das.

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Das endlose Elend mit TTIP

Als ich heute morgen das Fernsehen einschaltete, geriet ich, Zufall oder nicht, sofort in die Präsentation der geleakten TTIP-Papiere durch Greenpeace und sah sofort meine schlimmsten Befürchtungen, die ich und die meisten anderen kritisch denkenden Menschen bis heute gehegt hatten, umgehend bestätigt!

Mir, und sicher auch einigen anderen Leuten, ist ofort klar geworden, warum sowohl diese Papiere, als auch die gesamten Verhandlungen geheim bleiben sollten! Sie zerstören unsere sowieso schon in Auflösung begriffene Demokratie und ignorieren vollkommen unsere Rechte und Interessen als Verbraucher, ja sogar unsere Menschenrechte. Hier wird ganz klar der jetzt offengelegte Versuch unterneommen unsere (relativ) hohen Standards auf allen wirtschaftlich in irgendeiner Form interessanten Gebieten, nicht nur zu senken, sondern so konsequent abzusenken, dass sie als solche nicht mehr zu erkennen wären. Und der Grund liegt ausschließlich in der Tatsache begründet, dass US-amerikanische Großkonzerne, eifrig unterstützt von ihrer Administration, nach neuen Märkten und Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte suchen, ohne auf irgend jemandes Interessen und Befindlichkeiten rücksicht zu nehmen!

Wie ich auf diese Idee komme? Ich will es gleich so kurz wie möglich erläutern. In der gesamten 240-jaährigen Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, hat es nch nicht einen einzigen Vertrag mit einem anderen Land gegeben, der die Belange der US-Wirtschaft nicht berücksichtigt hätte und diese etwa im Ausgleich mit den Interessen anderer Staaten gar zurück genommen hätte: Nach wie vor gilt in Amerika das Mott: America first! Und das betrifft alles, was der Meinung amerikanischer Politiker nach die nationalen Interessen der USA berührt. Und was würde diese mehr berühren, als die Profite amerikanischer Konzerne zu mehren? Die USA führen Krieg in den Staaten des mittleren Ostens, um ihren Einfluss auf die Ölquellen der Welt zu sichern. Die USA führen Stellvertreterkriege in Afrika und Asien, um Rohstoffe zu kontrollieren, die sie als strategisch erachten und nicht zuletzt wollen die Amerikaner den Absatz ihrer (und nur ihrer) Waren sicher stellen. Denn was hätte amerikanische Außenpolitik und Politik überhaupt für einen Sinn, wenn sie nicht amerikanischen Interessen diente?

Schaut man sich die sogenannten „Verhandlungspositionen“ an, welche in den TTIP-Papieren niedergelegt sind, wird sofort klar, dass hier Positionen aufgebaut wurden, die keine anderen Möglichkeiten zulassen, als die Aufgabe der europäischen Verhandlungspositionen zugunsten US-amerikanischer Wirtschaftsinteressen. Ist ja kein Wunder, dass die Verhandlungs“partner“ auf europäischer Seite – und natürlich auch nicht die Profiteure aus den USA – nicht wollen, dass das jemand mitbekommt, bevor die Verhandlungen abgeschlossen, in trockenen Tüchern also, und unumkehrbar geworden sind.

Wir können an einigen Beispielen sehen, wohin zum Beispiel die sogenannten privaten „Schiedsgerichte“ führen werden, die ja „Streitigkeiten“ zwischen US-Konzernen und jenen Staaten „schlichten“ sollen, die wegen wirtschaftlicher Differenzen (womöglich der Verabschiedung von Gesetzen, die den Profitinteressen von US-Konzernen nicht genehm sind oder gar entgegen stehen) angerufen werden können. So der Plan! Angeblich! Rumänien zum Beispiel hatte nach dem Abschluß eines Investitionsschutzabkommens (ähnlich den Investitionsschutzgarantien die bei TTIP vorgesehen sind) einem kanadischen Bergbaukonzern Abbaulizenzen für die Gewinnung von Gold im Tagebau erteilt, die nach Protesten von rumänischen Gerichten wieder kassiert wurden! Dabei spielten Umwelt- und Naturschutz, sowie die Interessen der Betroffenen in dem Gebiet eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nun hat der kanadische Konzern den Staat Rumänien vor einem in Amerika ansässigen Schiedsgericht auf Schadensersatz für entgangene Gewinne verklagt. Es steht ein Schadenersatz von etwa 4 Milliarden US-$ im Raum! Und das ist schon ein Wort für ein Land wie Rumänien!

Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass das in anderen Ländern Europas anders ablaufen wird, wenn Regierungen souveräner Staaten Gesetze erlassen, die mit US-Interessen nicht kompatibel sind? Glaubt andererseits jemand, dass Konzerne aus der EU auch nur den Hauch einer Chance hätten, vor Schiedsgerichten in Amerika ihre Interessen durchzusetzen? Wenn dem so wäre, stünden die Schiedsgerichte nicht im TTIP-Vertrag. Wir haben eine unabhängige Justiz (jedenfalls halbwegs unabhängig) und wir haben juristische Traditionen, die teilweise über Jahrhunderte gewachsen sind, bzw. von den Völkern auf der Straße blutig erkämpft werden mussten!

Wir haben es nicht nötig uns vollkommen an die USA und deren Wünsche auszuliefern und ich werde für meinen Teil nicht auf dem Sofa sitzen bleiben und abwarten, ob sich die USA dazu bequemen gelegentlich auch den Interessen ihrer „Partner“ entgegen zu kommen. Darauf werden wir vergeblich warten. Und ich will, wenn ich in den Supermarkt gehe, auf den Verpackungen der Produkte nachlesen können, was und in welcher Menge darin enthalten ist. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob die Deklarationen der Wahrheit entsprechen (tun sie das nicht, dann ist das, unabhängig von der Gesetzgebung eine kriminelle Handlung, die mit der Härte unserer Gesetze zu ahnden ist!). Ich will auch keine gentechnich veränderten Organismen in unserer Umwelt verteilt wissen. Denn so kühl-technokratisch sich die Forderung der Amerikaner nach dem wissenschaftlichen Nachweis der Schädlichkeit, bzw. der Gefährlichkeit gentechnisch veränderter Organismen auch anhört. Wenn sie erst einmal in die Umwelt gelangt sind, lassen sich die GVO´s nicht mehr zurück holen, selbst wenn man plötzlich den wissenschaftlichen Nachweis in Händen hält, dass GVO´s eben doch nachweislich schädlich und potenziell gefährlich sind! Aber genau das wissen auch die Amerikaner! Und darum dreht sich´s in diesem TTIP-Vertrag!

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Alles Scheiße oder was?

Ach es ist ein Elend mit den Deutschen. Zuerst gibts keinen Ökodiesel für die Kampfpanzer, dann keinen Biosprit für die Kampfflugzeuge, dafür aber eine blendende Armaturenbrettbeleuchtung in den Eurofightern, die so hell strahlen wie die Atomruine in Tschernobyl und dann wird auch noch die ganze stinkende Kombination aus Scheiße und Pisse, die in der marktkonformen Massentierhaltung entsteht, einfach auf den Acker geschüttet. Hei was gäbe es für ein Gejaule im Hause Nestlé, wenn die ganzen Mineralwasserquellen und das Grundwasser nur schon privatisiert wären. Dann wäre das ja geschäftsschädigend für den größten „Lebens“mittelkonzern der Welt. Aber so…?

Schließlich ist, nach der unmaßgeblichen Meinung des Nestlé-Chefs Peter Brabeck, Wasser kein Menschenrecht! Auf der Homepage von Nestlé begann man nach dieser entlarvenden Aussage herum zu schwurbeln, wie das nun wirklich gemeint gewesen sein und behauptet, der Konzern-Boss habe damit nur sagen wollen, Wasser müsse einen Wert haben! Wenn wir genauer hinschauen wird klar, dass dies auch nichts anderes bedeutet. Nicht umsonst kauft Nestlé überall auf der Welt, vorwiegend in Staaten der Dritten Welt (zum Beispiel Algerien und Pakistan) die gesamten Wasserrechte auf, lässt die Quellen einzäunen und bewachen und verkauft das in Plastikpullen abgefüllte Wasser mit exorbitantem Profit an die Menchen, die auf das Wasser angewiesen sind und sich diese Preise nicht leisten können!

So übt man wahre Macht aus, zieht das Geld selbst aus den Kreisen, die zu den unterprivilegiertesten Schichten gehören und von Löhnen leben müssen, die nicht zum leben reichen!

Wie heisst es so schön im Kapitalismus? Der Preis regelt sich über Angebot und Nachfrage. Und wenn das nicht reicht, dann verknappt man eben das Angebot. Und das ist ganz einfach, wenn man das Monopol hat!

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The Art of Monkeywrenching

Ja, es ist eine Sache, ob man Recht hat, oder ob man Recht bekommt. In aller Regel ist es in unsererkapitalistischen und vom Geld geprägten Gesellschaft so, dass meist jener Recht bekommt, der sich den besten Anwalt leisten kann und nicht derjenige, der das Recht auf seiner Seite hat.

Wir sollten uns nichts vormachen. Selbst wenn in irgendwelchen Gesetzen in wunderbaren, schön gesetzten und nahezu unverständlich formulierten Sätzen das Recht auf eine saubere Umwelt, eine saubere, geschützte Natur, gesunde Luft, reines Wasser und der Schutz vor Giften und Verschmutzung festgehalten wurde, genießen in unserem System immer wirtschaftliche Interessen den Primat über Menschenrechten. Nicht umsonst nehmen Wirtschaftsverbände mit Hilfe von hochbezahlten und eloquenten Lobbyisten besonders Ernst, um Einfluss auf alle Entscheidungen zu nehmen, die ihre Interessen irgendwie gefährden könnten.

Jeder hat schon mitbekommen, dass Ministerien sich nur allzu gerne, von der Wirtschaft bezahlte Mitarbeiter als ins Haus holen, damit diese ihnen die ungeliebtesten Arbeiten abzunehmen. Dazu gehört auch und vor allem die vermaledeite Arbeit, Gesetze zu formulieren. Der MInisterialbeamte weiß nicht nur nicht, wie der das bewerkstelligen soll, der Lobbyist befürchtet, dass die Gesetzestexte nicht den Erwartungen seines Auftraggebers entsprechen und darum formuliert man die gewünschten Texte außer Haus, um sie dann, mit treuherzigem Augenaufschlag den gestressten Ministerialen zur Verfügung zu stellen. Ganz uneigennützig und nur und ausschließlich im Interesse der Gesellschaft und getragen von der sozialen Verantwortung der Großkonzerne gegenüber dieser Gesellschaft.

Und dann kommt, was kommen muss. Ohne das nötige Verständnis und meist auch ohne die notwendige Aufmerksamkeit gegenüber möglichen Fallstricken in den juristisch ausgefeilten Texten, reicht man diese an die Minister weiter, welche sie dann in die Gesetzgebung einfließen lassen, möglichst unauffällig (und zu Zeiten, zu denen ihnen nur wenig Aufmerksamkeit sicher ist) wo sie dann meist ohne Wenn und Aber durchgewunken werden. Kommt dann dennoch mal der Verdacht auf, es könnte sich um Gesetze handeln, die nicht nur den eigentlichen Sinn und Zweck umkehren und einseitig Wirtschaftsinteressen bevorzugen, findet sich immer ein gut geschmierter Vertreter der Regierung, der sich mit Verve für die Konzerne in die Bresche schmeißt und die Interessen der Wirtschaft mit vorgefertigten, auswendig gelernten Argumenten vertritt.

Ganz genauso und besonders extrem laufen diese Verfahren dann ab, wenn es um Umwelt- und Gesundheitsschutz der Bevölkerung geht. Nehmen wir zum Beispiel das Fracking, wobei unter Einsatz jeder Menge Chemie, Energie und hohem Druck unterirdische Gas- und Ölvorkommen ausgebeutet werden sollen – natürlich mit möglichst geringen Kosten für die daran beteiligten Konzerne und mit möglichst vielen Ausnahmeregelungen, die die Rechte der Bevölkerung drastisch einschränken. Freilich hat man schon in den USA deutlich gesehen, wohin das Fracking ohne Grenzen führt, aber das interessiert hierzulande niemanden. Etwa dass das Grund- und Trinkwasser verseucht wird, weil die paar unbedeutenden Regelungen einfach nicht eingehalten und im Übrigen auch so gut wie garnicht kontrolliert werden. Weil die Betroffenen nachweisen müssen, dass und welche Unternehmen warum Schuld sein sollen. Weil Wasser aus Wasserhähnen kommt, dass man anzünden kann. Weil Menschen in den Gebieten, in denen Fracking betrieben wird, „aus unerklärlichen Gründen“ erkranken und sterben, genauso wie Vieh auf den Weiden, dass aus Bächen oder Seen Wasser trinkt!

Der Versuch, sich dagegen zu wehren, führt meist binnen kurzer Zeit zum völligen Ruin derer, die den Aufstand gegen die mächtige Lobby und die Regierungen wagen, mit denen sie um Bunde stehen. So wird also von allen Seiten verschwiegen, vertuscht und geleugnet, bis die Betroffenen tot oder fort gezogen sind und mit den Spätfolgen ihrer oft schweren Erkrankungen so zu kämpfen haben, dass sie den Widerstand aufgeben. Die Interessen der Natur, der Umwelt, der Wildtiere vertritt sowieso niemand. Ab und zu protestieren vielleicht ein paar umweltbewegte Idealisten, die man gern als Ökospinner bezeichnet, meist aber sogar als Kommunisten (denn die sind ja immer an allem Schuld) verunglimpft, weil sie die rechte der Allgemeinheit gefährdet sehen und gegen die Allmacht der Konzerne ankämpfen.

Aber was soll man tun, wenn man mit seinen beschränkten, friedlichen Mitteln einfach nicht weiter kommt? Was hat man für Möglichkeiten, sich gegen die Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen und den Konzernen das Leben schwer zu machen? Zunächst einmal muss man sich organisieren, am Besten dezentral und möglichst breit aufgestellt. Graswurzelbewegung heisst das Schlagwort. Und wie Gras wächst und sich ausbreitet, unterirdisch und unbemerkt, können solche Bewegungen wachsen und am Ende werden sie zur Graswurzelrevolution – hoffentlich.

Wir können uns auch noch gut an die Anti-Atomkraft-Bewegung erinnern, die in Wackersdorf auf die Barrikaden ging, die gegen das Kernkraftwerk in Wyhl kämpften, gegen Atommülltransporte und gegen die Startbahn-West in Frankfurt. Die Menschen standen auf gegen die Stationierung von Atomraketen in Deutschland und Europa. Die Protestbewegung hat eine lange und kämpferische Geschichte! Und immer kämpfte sie nicht nur gegen das Unrecht und die Großkonzerne, die von der Willfährigkeit der Politik profitierten, sondern auch gegen die Politik selbst, die die Protestbewegung kriminalisierte, dämonisierte und mit Repression malträtierte. Immer und seit dem Anfang der Bundesrepublik standen die jeweiligen Regierungen auf Seiten und in Diensten der Wirtschaft und ihrer Interessen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Meist aber mehr, so wie heute!

Darum muss der Kampf gegen die Profiteure der Umwelt- und Naturzerstörung auf allen Ebenen und mit fast allen Mitteln geführt werden! Guerilla Gardening in den Städten, Graffiti (am Besten mit Moos-Graffiti, das ist umweltfreundlich und lässt sich von den benutzten Oberflächen wieder ohne Probleme entfernen). Natürlich kann und will ich hier nicht der Gewalt das Wort reden, weder gegen Dinge, noch erst Recht gegen Menschen. Aber man kann sich über Aktionen informieren, mit denen man die Aktivitäten weitgehend, oder doch teilweise unterbinden kann, die Mensch und Tier gefährden, schädigen und krank machen, deren Lebensräume zerstören und Umwelt und Natur verschmutzen. Manchmal ist ein wenig Nachhilfe nötig. Ein wenig Druck. Informiert Euch hier…

Ecodefense: A Field Guide to Monkeywrenching

…was ihr alles tun könnt. Und ich betone nochmals eindringlich, sich keiner illegalen Aktivitäten zu bedienen, um unsere Ziele zu erreichen. Damit schadet man unserer Sache. Aber es gibt genug Aktionen, die man durchführen kann, um sich gegen die Konzerne zur Wehr zu setzen, die Aufmerksamkeit erregen und mehr Menschen für den Kampf gegen die totale Ökonomisierung der Welt zu mobilisieren. Wer möchte kann den Field Guide ausdrucken und an Mitstreiter verteilen. Der Link darf auch geteilt werden, um zu verhindern, dass die Informationen irgendwie verloren gehen. Besonders gefragt dürfte der Field Guide in Ländern sein, die unter einem totalitären Regime zu leiden haben. Also macht was daraus!

Karpfen? Ausgerechnet Karpfen…

Wie wir alle mittlerweile zur Genüge wissen, ist die Menschheit gerade dabei die Meere, die man lange Zeit für eine nahezu unerschöpfliche Rohstoff- und Nahrungsquelle gehalten hatte, die Meere völlig leer zu fischen. Natürlich tut man das nicht, um möglichst viel Profit zu machen. Nein, man tut das aus rein humanitären Gründen (jedenfalls wenn man der Fischindustrie und ihrer Propaganda Glauben schenken mag). Denn die darbende und hungernde Menschheit muss ja irgend wie ernährt werden.

Bedauerlich ist dabei nur, dass die Fische nicht dort angelandet und verteilt werden, wo der Hunger am größten ist. Man wirft sie dort auf den Markt, wo das meiste Geld bezahlt wird! Also in den Industrieländern. Und weil es nach den Regeln des freien Marktes geht, Fischt man nicht nur die gesamten Fischgründe leer, sondern zerstört auch gleich die Laichgebiete. Und weil niemand anders sonst den Fischreichtum ausbeuten soll (Konkurrenz belebt eben nicht immer das Geschäft), drängt man die einheimischen Fischer mit ihren hölzernen Seelenverkäufern einfach aus dem Markt, indem mam sich die Fischereirechte gegen bare Münze von den korrupten Regierungen der Dritte-Welt-Staaten sichert!

Auch das ist der freie Markt! Aber das ist ja nichts Neues im Kapitalismus. Und deshalb fragen wir uns, denen im krassen Gegensatz offenbar zu fast sämtlichen Ökonomen dieser Welt klar ist, dass die Ressourcen unserer Erde endlich und damit begrenzt sind, was die Fischfangflotten machen werden, wenn es keinen Fisch mehr gibt, den man fangen kann? Beginnen sie dann, wie ich es gelegentlich bereits erwähnte, dann die enormen Mengen an Plastik aus den Meeren zu fischen? Meinetwegen subventioniert von ihren Regierungen, wie das heute bei den Fischfangflotten der Fall ist, die im Namen der Wirtschaft und des freien Marktes die letzten Fischbestände dezimieren.

Wer schon unbedingt Fisch essen muss, der kann sich online bei Greenpeace kundig machen, welchen Fisch er geniessen kann, ohne dass ihm anschließend sein schlechtes Gewissen zu scharfem Sodbrennen verhilft. Dafür ist auch eine App erhältlich, für alle, die es sich nicht merkeln können oder wollen und die ohne ihr Smartphone nicht mehr leben können.

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Rolling Strom!

Ja Donnerwetter! Elektroautos werden in Zukunft ein „E“ im Kennzeichen tragen? Das wird den Markt revolutionieren, denke ich! Wen interessiert es da schon, dass sich die Reichweite bislang so gut wie überhaupt nicht zum Positiven hin entwickelt hat?

Da kommt die Möglichkeit zum kostenlosen Parken gerade Recht. Schließlich muss man ja sein Auto irgendwo abstellen können, wenn der Akku im unpassendsten Moment in die Knie geht und da wäre es ja wirklich unangenehm, wenn man dafür auch noch Parkgebühren zahlen müsste, nicht wahr? Subventionierung von Elektroautos durch die Regierung kommt aber wohl nicht in Frage.

Man will das, was die Regierung in Norwegen erreicht hat, nämlich einen regelrechten Boom auszulösen, indem sie deftige Zuschüsse für die Fahrzeuge bezahlt, mit der bekannten schwäbischen Knickerigkeit und ein paar ebenso überflüssigen wie absurden Gimmicks erreichen. Denn als „schwäbische Hausfrau“ ehrenhalber, möchte Muddi verhindern, dass ihr rollender Wolfgang mit Geld um sich schmeisst. Wer weiss schon, wann die nächste Bank gerettet werden muss?

Und mal im Ernst. Die Automobilindustrie, besonders die Deutsche, hat doch nicht das geringste Interesse an der Elektromobilität. Alle anders lautenden Behauptungen sind nicht viel mehr als Lippenbekenntnisse. Oder sieht irgendwer irgendwo den Willen, ein Speichermedium für Elektrofahrzeuge zu entwickeln oder gar zu bauen? Nein, im Gegenteil.

Die Autoindustrie will sich nur ein klein bisschen engagieren, wenn die Bundesregierung mit kräftigen Subventionen die Entwicklungen bezahlt. Vermutlich sind schon unzählige Milliarden in diesem Bereich verpulvert worden. Messbare Ergebnisse oder serienreife Produkte haben die Konzerne nicht vorzuweisen. Das ist bezeichnend.

Daneben gibt es so gut wie kein Modell, mit einem halbwegs brauchbaren Elektroantrieb und einer akzeptablen Reichweite. Wäre ja auch schade, wenn die ganzen Verbrenner, hochentwickelt wie sie heute sind, nicht mehr verkauft werden könnten, weil die Kunden sich auf umweltfreundliche Technologien einließen.

Was passiert also? Die großen, vorzugsweise die deutschen Premiumhersteller, werfen jetzt ein paar Hybridmodelle auf den Markt, um den Flottenverbrauch zu senken und wenigstens so zu tun, als seien sie fleissig am forschen und entwickeln. Stattdessen werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf Hybrid umgestellt, was den rein elektrischen Betrieb für etwa 50 km, vielleicht auch 60 km sicher stellt. Das Ganze wird mit einem deutlich höheren Gewicht erkauft und konterkariert damit den  Trend hin zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck. Aber auch das interessiert wohl nur am Rande.

Auch die Verbrennungsmotoren, die immer stärker werden, wenn sie auch derzeit weniger Hubraum haben und auf den ein oder anderen Zylinder verzichten, müssen sich mittlerweile deutlich mehr mit den immer schereren Autos abmühen. Und natürlich will heute keiner mehr ein Auto fahren, das nicht wenigstens 220 km/h auf der Autobahn schafft. Und damit die eitlen Käufer dieser ökologischen Wahnsinnsmobile  ein bisschen was gegen ihr schlechtes Gewissen tun können, lügen die Autokonzerne den Verbrauchern die Hucke voll mit an den Haaren herbei gezogenen Verbräuchen, die kein Menssch im normalen Fahrzyklus erreichen kann. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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