Wieder rauschen umweltpolitische Horrormeldungen durch die News-Feeds. Im Monat Juni 2011 wurden sage und schreibe 310 qkm brasilianischen Regenwaldes abgeholzt! Für was, fragt Ihr? Für Rinderweiden und Sojafelder!
Die Rodungen erfolgen in aller Regel illegal und sind in die Höhe geschnellt, seit die brasilianische Regierung ein neues „Waldgesetz“, welches Waldbesitzern eine Amnestie für illegale Rodungen ind er Vergangenheit anbietet.

Es ist wirklich kaum zu fassen, wie kurzsichtig die Menschen handeln! Und wie dämlich sich Regierungen (und nicht nur in Brasilien, sondern grundsätzlich überall auf der Welt) bei der Formulierung von Gesetzen anstellen. Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre und so furchtbar in den Auswirkungen.

Aus dem frommen Wunsch der brasilianischen Regierung, auf dem Weltklimagipfel zu Kopenhagen im Jahre 2009, die Abholzung des Regenwaldes um 80% zu reduzieren (bis zum Jahr 2020), wurde in der grausamen Realität des Jahres 2011 eine Zunahme der Rodung um 79% im Vergleich zum Vorjahr! Saubere Leistung kann ich da nur sagen. Seid Ihr eigentlich noch zu retten? Amnestien zu versprechen für Umweltverbrechen, ist an Kurzsichtigkeit kaum noch zu überbieten. Wann wird Euch endlich klar, dass Umweltkriminalität immer auch Verbrechen gegen die Menschheit ist?

Aber für Euch ist es nur interessant, dass Ihr die Fähigkeit besitzt, die Erde mit Euren Atombomben zu zerstören. Das sind Dinge, die Ihr für wichtig und erstrebenswert haltet! Viel wichtiger aber sind Frieden und die Wahrung der Menschenrechte. Aber Ihr seid noch nicht einmal in der Lage, jedem Menschen das Recht auf Würde zuzuerkennen, weil Ihr Angst habt, das könnte Forderungen nach sich ziehen, die womöglich Geld kosten. Lieber schmeisst Ihr den Banken Abermilliarden hinterher, die durch Dummheit und kriminelle Energie, gepaart mit fehlendem Unrechtsbewusstsein, an den Rand des finanziellen Abgrunds spekuliert wurden. Denn weil sie „systemrelevant“ seien, muss man ihr verwerfliches Tun hinnehmen und sie auch noch retten – mit dem Geld des Steuerzahlers!

Zur Zerstörung der Welt fähig, aber nicht zu ihrer Rettung?

Wie lange wollen die Menschen es noch hinnehmen, dass ausschließlich wirtschaftliche Interessen die politischen Entscheidungen beeinflussen? Wie lange können Politiker die Bedürfnisse der Menschen ignorieren, bis man ihnen ihre abgeschnittenen Eier vor die Füße wirft? Die gesamte politische Klasse ist zu einem Haufen korrupter, willfähriger und unfähiger Halunken verkommen, die nur noch auf die Wahrung eigener Interessen und die Sicherung ihrer fetten Pfründen schielt.

Dabei verlieren sie völlig aus dem Auge, dass sie trotz ihres Geldes und ihrer möchtigen „Freunde“ aus den oberen Etagen der großen Konzerne, ebenso die Leidtragenden ihrer eigenen verwerflichen Entscheidungen sind, wie die Nieten in Nadelstreifen, die um des persönlichen Gewinns und um des Profits ihrer Konzerne (vor allem Banken, Versicherungen, aber auch Energie-, Chemie-, Gentechnik und Automobilkonzerne, um nur einige Sparten zu nennen) zu mehren, buchstäblich den Untergang der Welt und den Tod unzähliger Menschen in Kauf nehmen.

Während die Konzerne danach trachten die Gewinne zu erhöhen, während Spekulanten auf Lebensmittel- und Rohstoffpreise wetten und sie damit in die Höhe treiben, verrecken in Somalia und den angrenzenden Staaten am Horn von Afrika Menschen vor Hunger, weil durch die furchtbare Trockenheit nicht der kleinste Grashalm mehr wachsen mag! Sollen sie Sand fressen, während ihr Euch darüber wundert, dass Euch mit 130 kg Lebendgewicht der Diabetes plagt? Sind sie selber Schuld an ihrer Situation? Nein, Schuld sind die reichen Staaten, die Konzerne und alle, die als arschkriechende Steigbügelhalter des Kapitals nur zu dessen Vermehrung beitragen, anstatt mit dem Geld die Not zu bekämpfen!

Die Menschen haben durchaus das Wissen und die Möglichkeiten, den Hunger zu besiegen und dafür Sorge zu tragen, dass alle Menschen sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben. Sie haben weiterhin die Möglichkeit, die hygienischen Verhältnisse auf ein akzeptables Niveau zu bringen und die Umwelt zu schützen, oder die Artenvielfalt zu erhalten! Leider fehlen den meisten von ihnen dazu sowohl der Charakter, als auch die Menschlichkeit!

Wohin werden sie gehen, die Bankster, wenn die Umwelt völlig verseucht ist? Ihre Welt ist auch die unsere! Welche Luft werden sie atmen, wenn der letzte Baum abgesägt und zu Zahnstochern verarbeitet worden ist? Was werden sie essen, wenn der Ackerboden überdüngt, versalzen, hart wie Beton und anschließend von der Erosion fortgeschwemmt und davon geblasen wurde? Fressen sie dann ihr Geld?

Da kann ich Euch nur guten Appetit wünschen, Ihr Idioten, und möge Euch der Blitz beim Scheißen erschlagen…

Es ist sicher nicht übertrieben, wenn man sagt…

…wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!

(Greenpeace)

Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!

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Über allen Gipfeln Ist Ruh’…

…In allen Wipfeln Spürest Du
Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde

Warte nur, balde Ruhest Du auch.

Dies schrieb einst der berühmte Johann Wolfgang von Goethe, nach einer Wanderung im September 1780, als er sein müdes Haupt in der Hütte auf dem Kickelhahn (was für´n niedlicher Name) zur Ruhe bettete, auf eine Holzplanke an der Wand. Er wanderte gern und oft im Thüringer Wald und er liebte den Wald und die Bäume, wie man seinen gefühlvollen Worten entnehmen kann!
Vermutlich war diesem Genie der deutschen Sprache und Universalgelehrten die Bedeutung der Wälder bewusst, ganz anders als heute, wo der Wald nur noch eine auszubeutende Ressource ist. Gnadenlos werden die Wälder in industriellem Maßstab abgeholzt und gewinnbringend vermarktet. Wo der Nachschub herkommt, interessiert niemanden!

Urwald am Altrhein bei Leopoldshafen

Besonders schlimm ist der Raubbau in den tropischen Regenwäldern, die sich einst als ein gigantisches Band um den gesamten Globus zogen und die ihnen von der Natur zugedachte Funktion als Lunge des Planeten erfüllten!
Aber der Mensch betrachtete die Natur schon immer gern als einen Feind, den es zu besiegen galt, um sich seiner Schätze bemächtigen zu können und so zog er aus und begann Krieg gegen den Wald zu führen, als wäre es möglich, einen Sieg zu erringen! Dabei scheint niemand zu begreifen, dass dies ein Krieg gegen unsere eigenen Lebensgrundlagen ist und hier kann man nur verlieren.
Aber die Tropen und die Regenwälder sind weit weg und die Gewinne, die durch das halblegale und illegale Schlagen von Tropenhölzer sind ähnlich verheißungsvoll und märchenhaft, wie der Drogenhandel und dementsprechend engagiert sich die eine gut organisierte Mafia im illegalen Holzeinschlag und dem Schmuggel in die Industriestaaten, wo man meint, nicht auf die Vorzüge tropischer Hölzer verzichten zu können und nicht verzichten zu brauchen. Schließlich ist Teak oder Mahagoni etwas, mit dem man den Nachbarn neidisch machen und seinem Hang zur Dekadenz nachgeben kann!
War es vor ein paar tausend Jahren noch eine relativ faire Auseinandersetzung zwischen Mensch und Baum, in der der Wald eine gute Chance hatte, die Versuche des Menschen, ihn zu vernichten, durch das Wachstum neuer Bäume mehr als auszugleichen, begann sich das Verhältnis zu Ungunsten der Wälder zu verschieben, als der Gebrauch von Stahlwerkzeugen, Sägen und letztlich der Motorsäge in Mode kam! Heute wird der Wald mit Hilfe großer, raupengetriebener Maschinen „geerntet, die in den Wald hineinfahren und die Bäume fällen, entrinden, ablängen und gleich auf geländegängige LKW verladen – alles in einem Arbeitsgang! Wie soll der Wald da eine Chance zur Regeneration haben?
Aufforstung kostet Geld! Was Geld kostet, schmälert den Gewinn! Also verlässt man sich darauf, dass die Gesellschaften der Industriestaaten, teils getrieben von schlechtem gewissen, teils getrieben von Angst vor der völligen Zerstörungund Verwüstung der Erde ihre Kröten springen lassen und damit Wiederaufforstungsprogramme bezahlen!
Oft ist es allerdings zu spät, denn wenn der Nährstoffarme Waldboden ohne jede Bedeckung durch Vegetation den Kräften von Wind und tropischem Regen ausgesetzt sind, beginnt die Erosion unaufhaltsam den entblößten Waldboden fortzuschwemmen. Zurück bleibt eine steinige, tote und trockene Wüste, auf der kein Strauch mehr wachsen kann! Landwirtschaft und Viehzucht ist ebenfalls nicht möglich. Im Gegenteil, die Haltung von Rindern und Schafen beschleunigt die Zerstörung des Bodens nur noch mehr, Landwirtschaft ist nur unter Einsatz großer Maschinen und enormer Mengen an Kunstdünger, Pestiziden und Herbiziden, sowie den „Spitzenprodukten“ so „sozial“ eingestellter Gentechnikkonzerne wie Monsanto, Bayer, oder Pioneer. Nicht umsonst ist Südamerika der weltgrößte Produzent gentechnisch veränderter Soja, die wiederum in aller Welt zur Tiermast eingesetzt wird!
In den letzten 8.000 Jahren soll der gesamte Waldbestand unserer Erde um 1/3 geschrumpft sein. Davon dürfte der Großteil in den letzten 30 Jahren gefällt und/oder in Rauch aufgegangen sein. Jahrhundertealte Bäume und jahrtausendealte Wälder, geopfert für die Profite der Kapitalisten! Die Folgen tragen wir alle und wie wir heute mehr als deutlich sehen, kümmert sich die Wirtschaft einen Scheiß um die Menschheit und deren Recht zu Überleben! die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonasbecken, hat nach einer kurzen Phase der Erholung (und Erholung heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass sich der Waldbestand etwa erhöht hätte, sondern lediglich, dass die Geschwindigkeit der Abholzung über einen kurzen Zeitraum hinweg ein wenig gesunken ist!).
Im Parlament Brasiliens wird nun auch noch darüber diskutiert, ein neues Waldgesetz zu verabschieden, das diesen Namen sicher nicht verdient. Es müsste Abholzungsgesetz heißen und soll den „Wünschen“ und „Bedürfnissen“ der Agrarindustrie und der Holzkonzerne entgegen kommen und was das heißt, kann sich jeder selbst ausmalen – Abholzung, Rodung, Vernichtung, Zerstörung und Erosion. In besonderer Gefahr ist jetzt der letzte Rest des Küstenregenwaldes Brasiliens (Mata Atlantica), der einst nahezu die gesamte Küste säumte. Heute sind nur noch kärgliche 7% des einstigen Waldbestandes übrig geblieben und genau diese letzten Schutzgebiete sind den Konzernen ein Dorn im Auge. Zwar wollte Brasilien bis zum Jahr 2020 sowohl die CO2-Emissionen um 39%, als auch die Waldabholzung um 80% reduzieren, aber so wie es aussieht, wird sich die Geschwindigkeit der Entwaldung erst dann reduzieren, wenn der gesamte Wald vernichtet und nix mehr übrig ist! Von einer Verringerung der CO2-Emissionen braucht man in diesem Zusammenhang garnicht mehr reden.
Und so habe ich, als mich der Zorn gestern überkam, des ollen Goethens wunderbares Gedicht ein wenich umgeschrieben, scheint es mir doch in den erläuterten Zusammenhang so besser hiein zu passen…

Über allen Gipfeln ist Ruh´

Da, wo einst Wald war, spürest Du

Kaum einen Hauch;
Kein Vöglein im gerodetem Walde
Warte nur, balde verreckst Du auch.

weiterführende Links:

Bei den genannten Organisationen könnt Ihr Euch engagieren und an Aktionen teilnehmen, oder auch selber welche auf die Beine stellen. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Möglichkeiten, gegen den Mainstream und für Natur und Umwelt zu kämpfen! Jede Stimme hilft!

Überfischung – die Meere werden leergefressen!

Kaum zu glauben aber wahr und eigentlich war es nicht anders zu erwarten. Die Richtlinien für verantwortliche Fischerei (natürlich „freiwillig“ und schon von daher dafür prädestiniert, nicht eingehalten zu werden), werden von den 53 Staaten, die 96% der Meerestiere plündern, nicht eingehalten. Dies berichtet n-tv.de unter „Erschreckende Überfischung – Richtlinien nicht eingehalten“.

Deutschland findet sich auf der Liste der“ Meer-Schweine“ auf dem 20 Rang, was noch weit hinter einigen Drittweltländern liegt und eigentlich ein Grund sein sollte, sich zu schämen. Weit vorne liegen Norwegen, Australien und neben anderen sogar die USA und das will schon was heissen.

Was bringen freiwillige Vereinbarungen?

Eines jedoch wird deutlich, wenn man sich die Ergebnisse einer Untersuchung betrachtet, die die Umweltorganisation WWF gemeinsam mit einer Gruppe der University of British Columbia in Vancouver durchgeführt hat. Freiwillige Vereinbarungen sind Scheiße! Will man wirksame Massnahmen ergreifen, die die Vielfalt des Lebens auf unserer Mutter Erde erhalten und schützen, weil diese Vielfalt unabdingbar ist, um die Menschheit auch in Zukunft ausgewogen und gesund ernähren zu können, muss es rechtlich bindende Vorschriften geben! Diese bindenden Vorschriften sind von überstaatlichen Organen zu kontrollieren, Verstöße dagegen hart zu ahnden. Um Gaia lebendig zu erhalten, müssen die Staaten gezwungen werden, sich an Regeln zu halten – ohne Wenn und Aber!

Freiwillige Vereinbarungen der Industrie haben noch nie zu den versprochenen Effekten geführt – siehe das Beispiel der deutschen Automobilindustrie, die die „freiwillige Verpflichtung“ den CO2-Ausstoss der von ihr produzierten Fahrzeuge bis zum Jahr 2012 auf einen Wert von 120g/km zu senken, nicht nur nicht eingehalten, sondern eine spürbare Senkung des CO2-Ausstosses sogar auf das Jahr 2015 verschieben konnte, indem sie sich auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise berief. Solche freiwilligen Beschränkungen haben immer nur und ausschließlich das Ziel, Zeit zu gewinnen, keinesfalls sind sie geeignet der Natur oder Umwelt zu dienen!

Was ist zu tun um die Meere zu retten?

Wenn man sich das erst einmal klar gemacht hat, versteht man auch den Sinn hinter solchen Vereinbarungen. Warum werden sie getroffen, wo doch jeder weiss, dass sich keiner dran hält?

  1. Die Politiker sonnen sich im Glanz eines Erfolges, wenn der Industrie solch eine  Vereinbarung abgerungen wurde – man kann dem Wähler zeigen, dass man was tut für sein Geld.
  2. Die Industrie kann behaupten, sie würde sich für die Umwelt engagieren und nicht nur an ihren Profit denken – nun kann sie weiter ihre Lobbyisten mit Taschen voller Geld in die Ministerien und zu Veranstaltungen schicken, auf denen sich das Who-is-Who der Politik trifft und diese dafür belohnen, dass sie es der industrie so leicht gemacht und diese vor rechtlich verbindlichen Vorschriften geschützt hat.
  3. Der Wähler wiederum wundert sich, weil die Industrie keine günstigen, verbrauchsarmen Fahrzeuge herstellt. Also kauft er weiter die Porsche Cayenne, VW Tuareg, Mercedes ML/GL oder was auch immer, den BMW X3/5/6 und fährt allradgetrieben seinen Nachwuchs in die 300 m entfernte Schule. Allen wohl und keinem Wehe! Aber weil die Regierung bei der Umweltpolitik so versagt und weil die Industrie wissentlich die umwelt zerstört, geht er eben beim nächsten Mal nicht zur Wahl und fertig!

Das sind die Fakten. Aber zum Glück ist es nicht so, dass man sich nur darauf verlassen muss, dass die Regierung endlich ihren Arsch bewegt und die Industrie und die Großkonzerne in den selbigen tritt. Denn wenn die Politiker ehrlich wären (aber das sind sie nicht, behaupte ich jetzt einfach mal), müssten sie sich selber in den Arsch treten. Politik und Wirtschaft sind derartig eng miteinander verzahnt und verwoben, dass eine Trennung der Interessen nicht mehr möglich erscheint. Also muss man sich darauf verlassen, dass sich andere, unabhängige Organisationen darum kümmern, was in punkto Umwelt- und Naturschutz so abläuft.

Greenpeace ist immer für eine Aktion gut, aber auch Robin Wood und WWF. Der Schutz der Meere und insbesondere die Rettung der Wale aber ist das Spezialgebiet der Organisation Sea Shepherd, die mit ziemlich robusten Mitteln gegen schwimmende Fischfabriken und Walfänger vorgeht, die ohne jede Rücksicht und ohne sich um internationale Vereinbarungen zu kümmern, die Meere ausplündern und regelrechte Unterwasserwüsten hinterlassen. Whale Wars heisst das dann (Wal-Krieg!) und wenn es nach meiner bescheidenen Meinung geht, ist die Sprache der Gewalt die einzige Sprache, die diese Umweltverbrecher vertehen. Darum ist gerade diese Organisation jeden Cent an Spendengeldern wert, den sie erhält. Sogar Seine Heiligkeit der Dalai Lama unterstützt Sea Shepherd.

Was tut Sea Shepherd für den Schutz der Meere?

Captain Paul Watson, der Kopf von Sea Shepherd, führt auch ein Blog auf der Homepage seiner Organisation. Hier kann man sich als Member registrieren lassen und wird dann 2-mtl. mit einem Newsletter informiert, kann Spenden loswerden usw. Schaut´s Euch selbst mal an! Und hier noch ein paar Videos, damit ihr mal sehen könnt, was auf dem unendlich weiten Ozean so abgeht, wenn Captain Paul Watson mit seinem gut ausgerüsteten Kriegsschiff  „Steve Irwin“ auf japanische Walmörder trifft:

Dieser Mann, Paul Watson und Sea Shepherd sind für mich mehr als beeindruckend. Es sollte mehr solche mutigen Männer und Frauen und Organisationen geben, die sich derart massiv und aktiv für unserer Mutter Erde einsetzen!

Und hier noch was Musik. Auch nicht schlecht!

Ich vermute wieviele andere auch, der Krieg der Zukunft wird nicht zwischen Staaten und Bündnissen stattfinden, auch nicht zwischen verschiedenen Kulturen und/oder Religionen. Die Kriege werden toben um Nahrungsmittel und Ressourcen, um Wasser und fossile Brennstoffe, um das Überleben unserer wunderbaren, so zerbrechlichen Mutter Erde!

Die armen Stromkonzerne!

Da kann einem doch echt das Herz bluten! Die Stromkonzerne wehren sich im Verein mit den Konzernen der Schwerindustrie gegen die fürchterliche Bedrohung durch die einführung von Verschutzungszertifikaten für die CO2-Emission (gegen Geld!), weil sie sonst den Untergang des Abendlandes – also von uns – herauf dräuen sehen! Allen voran die „Klimaretter“ von Vattenfall, schaut mal hier:

Und dann kommt doch wirklich etwas in den Nachrichten hereingeflattert, was mir – gelinde gesagt – die Sprache verschlagen hat. Obwohl ich das ja eigentlich schon immer vermutet und das auch ausgesprochen habe. Die verkaufen uns nicht nur für blöd, die Stromkonzerne, die kassieren auch  noch ohne jeden Grund richtig heftig ab. „Gewinne verdreifacht – Stromkonzerne langen zu“ titelt n-tv.de am 29.12.2009, die netzeitung schreibt ebenfalls am 29.12. 2009 „Grüne kritisieren Energiekonzerne: Strompreiserhöhung nicht gerechtfertigt“ und das fuereinebesserewelt-Blog meldet „Stromkonzerne haben Gewinne mehr als verdreifacht!“.

Weil es nach wie vor ein von der Bundesregierung gestütztes Stromkartell gibt! Wettbewerb auf dem Strommarkt? In weiten Teilen unseres Landes nicht mehr als ein schöner Traum. Seine Glühbirnen ohne den Einsatz von Atomstrom heizen? Mit den großen Konzernen nicht machbar! Die verstehen unter Umwelt-, und insbesondere dem Klimaschutz nämlich ausschließlich den Bau von Atomkraftwerken (Endlagerproblematik nach wie vor ungelöst, aber aus dem Blickwinkel der Atomindustrie wohl auch völlig uninteressant!) – und die Bundesregierung tutet voller Begeisterung ins gleiche Horn und erwartet, dass die dämlichen Wähler den doppelten Salto rückwärts vom „unumkehrbaren Atomausstieg“ hin zum „Klimaschutz durch den massiven Aus- und Neubau von Atomkraftwerken“ einfach hinnehmen und diese „hervorragende politische Arbeit“ bei den nächsten Wahlen auch  noch honorieren – durch Wiederwahl!

Wir können nur hoffen, dass die Halbwertszeit des Wählergedächtnisses in etwa der Halbwertszeit von Plutonium entspricht, dann werden sich Merkel und Co. wohl nach der Wahl einen neuen Job suchen müssen. Aber ich glaube, den haben sie schon so gut wie in der Tasche. Mit ihrer Arbeit zu Gunsten der Konzerne und im Interesse der Industrie, haben sie alles dafür getan, um nach dem Ende ihrer politschen Karrieren einen gut bezahlten und bequemen Posten in irgendeinem Aufsichtsrat irgendeines Großunternehmens zu bekommen – wie sie es sich verdient haben! Zwar schwört ein Bundeskanzler oder Bundesminister, wenn er/sie den Amtseid (Artikel bei Wikipedia) ablegen, er/sie wolle…

…seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Der liebe ehemalige Bundestagspräsident und seit 2005 Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat jedoch im Gegensatz zu diesem Eid erklärt, der Amtseid habe keinerlei rechtliche Bedeutung. Gegen eine Verletzung des Amtseides kann nicht juristisch vorgegangen werden!

Bescheidene Frage von mir: „Für was soll dieser Schwachsinn dann eigentlich überhaupt gut sein?“

So muss es einen nicht wundern, wenn sich niemand, aber auch wirklich niemand dazu bemüßigt fühlt, wirklich Schaden vom Deutschen Volk ab zu wenden. Man hat als Politiker wohl schon genug damit zu tun, schaden von sich selbst ab zu wenden und Vorsorge für die Zeit nach der Politik zu treffen. Man sehe sich nur das Beispiel unseres frisch lackierten Altkanzlers Schröder (Artikel bei Wikipedia) an, der als Politiker schon die Geschäfte eingefädelt hat, für die er von dem Konsortium NEGP Company unter Beteiligung von Gazprom (Artikel bei Wikipedia), BASF (Artikel bei Wikipedia) und E.ON (Artikel bei Wikipedia) nun großzügigst bezahlt wird!

Geht es nun um den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten, trifft es – wie man an den Meldungen deutlich sehen kann – wie immer nur die Bedürftigen, die Großkonzerne. Und die Umwelt? Die kann warten! So schnell geht die Welt nicht unter, oder doch? Vielleicht ist die Meldung der netzeitung (29.12.2009 ) „Verschärfte Prognose: Klimakatastrophe beschleunigt sich“ ja auch nichts weiter als Panikmache.

Bildet Euch selber eine Meinung und zieht dann die Konsequenzen. Zieht den Energiekonzernen den Stecker raus! Geht zu einem Ökostrom-Anbieter (Infos dazu findet Ihr hier bei Greenpeace-energy oder beim Ökostromvergleich von Robin Wood!) und zeigt den großkotzigen Managern, die unser Klima und Gaia sehenden Auges ins Verderben treiben, was Ihr von ihnen und ihrem Tun haltet! Nichts!

Und wieder ein Zwischenfall in französischer Atomanlage!

Wie sicher die Atomenergie wirklich ist, davon konnten sich 15 Mitarbeiter einer Atomanlage im südfranzösischen Saint Alban persönlich überzeugen – sie wurden verstrahlt, nachdem sie eine Baustelle inspiziert hatten. Selbstverständlich bleibt die Kontamination ohne gesundheitliche Folgen für die Betroffenen. Warum und wieso die Verstrahlungen auftraten ist noch nicht klar. Man sucht noch nach den Ursachen.
Damit sind innerhalb von nur 2 Wochen 3 Zwischenfälle in französischen Atomanlagen bekannt geworden!

Um Euch selbst ein Bild zu machen und dann zu entscheiden, wie Ihr zur Nutzung der Atomenergie steht, habe ich hier einige Links aufgelistet, über die Ihr Euch informieren könnt:

  • kernenergie.de – der „Informationskreis KernEnergie (IK) informiert sachlich und zielgruppenorientiert……“ (Auszug aus der Seite: Wer wir sind). Wer sie sind, ist schnell aufgezählt: AREVA NP GmbH; EnBW Baden Württemberg AG; E.ON Kernkraft GmbH; RWE Power AG; Siemens AG; Vattenfall Eurpoe AG; Westinghouse Electric Germany GmbH.
  • Kernenergie Online – schöne neue Welt, versorgt mit sicherer und sauberer Atomkraft. Die Artikel und ebenso die „Leserkommentare“ lesen sich wie die Glaubensbekenntnisse von Sektenanhängern. Bezeichnenderweise gibt es kein Impressum, aus dem hervorgeht, wer dahinter steht!
  • Kernenergie-Portal – Informationsseiten der Hochschulinstitute, die im Rahmen ihrer Ausbildung Kerntechnik als Studienfach anbieten (soweit der erste Satz auf der Startseite). Unterstützt wird die Homepage – in welcher Form auch immer – durch die Kerntechnische Gesellschaft e. V. die, Wunder über Wunder, ebenfalls hinter kernenergie.de steht. Wer sich dort engagiert, könnt Ihr den Links zu diesem Punkt entnehmen
  • Greenpeace – Umweltschutz-Organisation, weltweit tätig und sehr aktiv, vor allem mit gut recherchierten News.
  • Robin Wood – Umweltschutz-Organisation, 1982 ursprünglich zum Schutz der Wälder gegründet.