Er will doch nur ernten!

Naja, wenn er soviel gesät hat, dann muss er irgendwann auch mal ernten. Dafür habe ich natürlich vollstes Verständnis. Das es allerdings in erster Linie Unfrieden ist, den er gesät hat, aus dem sich dann durch Unfähigkeit und Schlamperei, Dummheit und Arroganz ziemlich viel Scheisse entwickelt hat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Er will sicher keine Scheisse ernten. Also stellt sich die Frage, WAS er dann ernten will? Eine fette Pension? Einen gut dotierten Posten im militärisch-industriellen Komplex? Dieser Bilanzbuchhalter konservativen Politikversagens sollte eigentlich die Kröte sein, an der sich Muddi final verschluckt…

Jeder noch so dämliche Bauer (und die haben ja angeblich immer die größten Kartoffeln) ist sich im Klaren darüber, dass die Ernte, unabhängig, von der Menge des Saatguts, durchaus noch von anderen Faktoren beeinflusst wird. Zum Beispiel, ob man die Saat ordentlich gießt, ob man jätet, oder ob man ihr mit Roundup (made by Monsanto) den Rest gibt. Nur bis zu unserem Herrn Minister sind selbst diese Binsenweisheiten noch nicht vorgedrungen, was womöglich ein paar tiefgreifende Schlüsse auf seine persönliche Einstellung zulässt!

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Sind wir alle Feiglinge?

Weil wir, als umweltbewußte VerbraucherInnen, nicht nur ein gesundes Misstrauen gegen jede Form gentechnischer Veränderung von Lebewesen (egal ob Pflanze, Teir oder Mensch) haben, sondern auch noch darauf bestehen, gentechnikfreie Nahrung zu uns zu nehmen? Diese Meinung vertritt die Nobelpreisträgerin Christine Nüsslein-Volhard in dem in der Welt-Online-Debatte unter der Überschrift „Warum diese Furcht vor Gentechnik?“ am 30.1.2009. Und dann fängt sie eifrig an drauflos zu fabulieren, wie harmlos doch alles sei und das die bis heute gebräuchlichen konventionellen Zuchtmethoden keinesfalls sicherer als die Gentechnik seien.

Beim Lesen drängt sich sofort die Frage auf, wer Frau Nüsslein-Volhard eigentlich dafür bezahlt, hier ihren Senf dazu zu geben? Sie schwelgt in den höchsten Tönen von den Gutmenschen in den Chefetagen der Genkonzerne, die doch nichts anderes beabsichtigten, als den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Und das ginge eben nur mit Gentechnik!

  • Warum, so muss man fragen, gibt es dann überhaupt noch Hunger auf der Welt, müssen Menschen, vor allem Kinder verhungern? Sind doch die meisten Flächen auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, außerhalb Europas? – Weil diese Menschen nicht genug Geld haben und darum als Verbraucher uninteressant sind!
  • Warum kostet das gentechnisch veränderte Saatgut, dass ja den Hunger und die Armut bekämpfen soll, dann eigentlich Geld? Und die dafür notwendigen Spritzmittel (z. B. Roundup usw.) ebenso? – Weil die Genkonzerne daran verdienen!
  • Warum muss der Bauer, der gentechnisch veränderte Hybridpflanzen anbaut eigentlich jedes Jahr neues Saatgut kaufen und kann nicht einen Teil der Ernte für die nächste Aussaat aufbewahren? – Weil die Genkonzerne daran verdienen!
  • Warum wollen die Genkonzerne die Terminator-Technologie zu erforschen und etablieren, wenn sie die Menschen vom Hunger befreien wollen? – Weil die Genkonzerne damit die Nahrungsmittelproduktion kontrollierne können!

Alles im Namen der Menschlichkeit und der Armutsbekämpfung? Das ist lächerlich. Gentechnik ist nicht mehr und nicht weniger als der Versuch die Nahrungmittelproduktion der gesamten Welt in die Hände zu bekommen und zu kontrollieren. Dabei sind die Genkonzerne bereit jedes, absolut jedes Mittel einzusetzen, das auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg verspricht!

Warum sie das tun? Ganz einfach: Geld ist ein guter Grund für die viele Menschen und die meisten – ja alle – Konzerne, über Leichen zu gehen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes!Und hier geht es um Geld, um sehr viel Geld, denn wer hungert, der ist bereit jeden Preis für Nahrung zu bezahlen und zwar jeden Tag!!

Nichts ist so einfach, wie über etwas zu referieren, das einen selber kaum berühren dürfte, wenn man einen sozialen Rang wie Nüsslein-Volhard bekleidet. Oder die Damen und Herren in den oberen Etagen der Genkonzerne. Die würden ihren eigenen Gendreck vermutlich nicht mal mit der Kneifzange anfassen – wozu gibt es schließlich biologisch-dynamischen Landbau für die etwas betuchteren Gesellschaftsschichten, die sich das leisten können? Und der Normalbürger? Otto oder Emma Normalverbraucher? Wenn die nicht auf gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zurückgreifen wollen, warum haben sie nicht das Recht dazu? Sie müssen Gendreck essen, ob sie wollen oder nicht, denn die Lobbyisten der Genkonzerne haben bei der Politik durchgesetzt, dass ohne Gentechnik eben nicht heisst Gentechnikfrei (Artikel bei heise.de Telepolis vom 25.1.2008)! Und das ist gerecht, Frau Nüsslein-Volhard? Wenn Ihnen egal ist, wo Ihre Nahrungsmittel herkommen und mit welchen Chemikalien sie gespritzt wurden, wenn Sie es für richtig halten, dass auf unseren Äckern nur noch gentechnisch veränderte Nahrungspflanzen angebaut und auf den Verbraucher losgelassen werden, ganz nach gutdünken, dann sollten Sie diesen Mist allein fressen essen und zwar zusammen mit den Leuten in den Genkonzernen, die Sie vermutlich auch für Ihr Statement bezahlt haben! – Guten Appetit!

Nicht ohne Grund wird unter anderem die Gentechnik und damit verbunden der Einsatz hochgezüchteter Turbosorten in der industriellen Landwirtschaft für die beängstigende Abnahme der Biodiversität verantwortlich gemacht! Und Sie beklagen allen Ernstes die zunehmende Verarmung und Auslaugung der Ackerböden, die Erosion und den Hunger der Menschen vor allem in der Dritten Welt? Dafür ist die Chemieindustrie und die Genkonzerne verantwortlich und nicht die Bauern, die voller Bescheidenheit und Gottvertrauen nach jahrhundertealten Traditionen ihr eigenes Stückchen Land beackern!

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