Und „BAMM“ hauen sie wieder unsere Steuergelder raus!

Das „ganze“ Geld soll in einen Fonds eingezahlt werden? Und wenn wir weiter so ein Glück haben, ist bei der aktuellen Niedrig- bzw. Null- bzw. Minuszinsphase nach einigen wenigen Jahren sowieso nichts mehr davon übrig. Die Energiekonzerne lachen sich den Ast ab und die Steuerzahler sind einmal mehr verarscht bis zum „Gehtnichtmehr“!

Und dann kommt noch der Wolle im Rollstuhl daher gefahren, mit Siggi Pop auf dem Schoß und schmeisst unser gutes Steuergeld den Autokonzernen hinterher, die ums verrecken keine vernünftigen Elektroautos bauen und erst recht keine massentauglichen und auf halbwegs akzeptable Reichweiten ausgelegten Akkus entwickeln wollen (es sei denn der Steuerzahler kommt in Form von Subventionen dafür auf und wagt es hinterher auch ja nicht, die Hand aufzuhalten). Mir geht diese ganze Scheiße aber sowas von auf den Sack, dass mir beinahe die Worte fehlen…

Kaum der Erwähnung wert, dass es bis heute keine flächendeckende, einheitliche und vor allem funktionierende Ladeinfrastruktur gibt. Da kommt dann noch der Herr Dobrinth ins Spiel und – damit er dazu überhaupt mal irgend etwas gesagt hat, verkündet frisch und froh, fröhlich und frei (von jeder Form von Intelligenz), „ja, ja, die Lademöglichkeiten müssten dann ja schon mal ausgebaut werden und dafür mache er sich ja auch stark…“ (ganz frei und aus dem Gedächtnis zitiert).

Na immerhin wird eine Kaufprämie für Elektroautos bezahlt. Die soll 4.000 € betragen und nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ auf jene verteilt, die mal eben so um die 30.000 oder 50.000 € für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug aus dem Ärmel schütteln können. Naja, wenn´s der Wahrheitsfindung dient? Tut es aber nicht. Man kann diese Prämie, wenn man ein Zyniker ist so wie ich,l auf einen einfachen Nenner bringen – außer Spesen nichts gewesen! Denn eines ist ja mal klar. Geld für Renten, von denen man leben kann, oder die womöglich Altersarmut verhindern können, das ist natürlich nicht da. Aber den Konzernen die Knete hinterher schmeissen, obwohl die seit Jahrzehnten märchenhafte Gewinne einsteckten und (am Beispiel der Automobilindustrie) das heute auch noch tun, da gibt es kaum Grenzen. Es trifft ja auch keine Armen!

Und selbst wenn die Energiekonzerne heute in der Krise stecken, vielleicht der schwersten Krise seit etlichen Jahrzehnten, so ist das einzig und allein auf ihr Unvermögen zurück zu führen. Fehlinvestitionen, und das gnadenlose Verpennen der regenerativen Energien sind nur ein Teil des Problems. Die wirklichen Probleme (die Problembären also) sitzen in den fein ausgestatteten Büros des Managements und der Aufsichtsräte. Und obwohl es doch eigentlich der Sinn des kapitalistischen Systems sein soll, nicht konkurrenzfähige Unternehmen zu Innovationen zu zwingen oder sie vom Markt zu fegen (das ist ja angeblich die selbstreinigende und wohltuende Wirkung des freien Marktes), Fangen die betroffenen Konzerne regelmäßig an Krokodisltränen zu heulen und ziehen sogar die Gewerkschaften auf ihre Seite, die plötzlich unisone zu Befürwortern der prähistorischen Kohleverstromung oder gar der Atomenergie mutieren – nur um ein paar Arbeitsplätze zu „retten“, die bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit dann doch wegrationalisiert werden!

Heute wird wieder einmal das Hohelied auf die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten (bzw. Investitionen) gesungen und alle hauen sich vor Begeisterung auf die Schultern, am liebsten auf die eigenen. Was soll man dazu noch sagen? Nichts? Außer vielleicht, dass selbst das bisschen Kohle den Atomkonzernen noch zuviel ist? Wie n-tv schreibt, lehnen die Betreiber der Atommeiler die Einzahlung in einen Fonds auf Grund ihrer ähm begrenzten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab. „Soviel Geld könnten sie nicht aufbringen, sagen die Unternehmen.“ und „Sie könnten die Vorschläge daher nicht so akzeptieren, wollten diese aber vor einer abschließenden Bewertung genau analysieren.“ (Und nach verwertbaren Lücken suchen, versteht sich)

Natürlich brauchen wir uns nichts vorzumachen. Wenn die Unternehmen einem Deal final zugestimmt haben, dann sind sie ein für alle mal aus der Sache raus. Einschließlich der einst gemachten und mittlerweile längst verjubelten Gewinne. In ein paar Jahren werden die Unternehmen so aufgesplittet sein, dass nichts mehr übrig ist, dem man vielleicht doch noch eine Rechnung präsentieren wird können. Die Bestrebungen um eine Neuorganisation, inklusive Aufspaltungen und Auslagerungen sind ja bereits in vollem Gang!

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Zahlen für unseren Dreck? Da klagen wir uns einfach raus!

Irgendwie war das ja schon klar, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung verbrunzen werden. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen blassen Schimmer vom System des Kapitalismus, oder er will uns vorsätzlich für blöd verkaufen.
Der Abriss alter Atomanlagen und die Kosten für die „sichere Endlagerung“ radioaktiven Mülls, wird so sicher vom Steuerzahler zu bezahlen sein, wie das Amen in der Kirche. Diese Praxis des „aus-der-Verantwortung-stehlens“ wird sich nahtlos in die lange Reihe bisher schon durchgeführter Sozialisierungen von Altlasten, Schulden und Verlusten und Privatisierung von Gewinnen einfügen und zwar so glatt, dass nicht einmal ein Sackhaar dazwischen passen wird! Wir müssen uns der traurigen Erkenntnis stellen, dass die Politik den Primat über die Wirtschaft längst verloren hat, sollte sie ihn jemals besessen haben! Da kann Herr Gabriel noch so eifrig an einem Gesetz basteln, das verhindern soll, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung stehlen können. Wenn´s so nicht geht, dann geht´s eben anders! Wozu hat man denn diese unzähligen Fachleute für Juristerei angeheuert? Sicher nicht um Geld für alten Atomkrempel auszugeben, den niemand mehr haben will.
Ich Kann mich noch daran erinnern, wie die Atomkonzerne unter anderem argumentierten, man könne ihnen nicht die Kosten für die Entsorgung alter Atomanlagen und die Endlagerung aufhalsen. Das müsse der Steuerzahler übernehmen, der habe ja schließlich von den Segnungen „billigen“ Atomstroms jahrzehntelang profitiert. Natürlich hatte man bei dieser Gelegenheit verschwiegen, dass der Steuerzahler, mithin also der gemeine Verbraucher auch den „billigen“ Atomstrom nicht umsonst bekam, sondern dafür bezahlen musste! Und natürlich wollen die Konzerne dem Deppen von der Straße gern in dem Glauben lassen, sie hätten an der ganzen Sache nicht einen Pfennig/Cent verdient!
Es ist an der Zeit, den Energieriesen schon jetzt die Rechnung aufzumachen und ihnen einmal klar zu machen, um welche Summen es hier geht! Und wir müssen darauf verweisen, dass der Nutznießer der Atomtechnik auch für alles andere zu haften hat, was als Folgekosten zu erwarten ist. Und, dass darf man auch nicht außer Acht lassen – wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das, was die Konzerne als mutmaßliche Kosten „errechnet“ haben und angeblich in die Bücher eingestellt haben, eineSpekulation ist, die darauf baut, dass man niemals in die Pflicht genommen wird! Das ist das kapitalistische System. Deswegen dürfen wir auch nicht zulassen, dass Konzerne die Atomanlagen in neu gegründete Tochterunternehmen auslagern, nur um selbst nicht mehr belangt werden zu können.
Niemand garantiert dafür, dass die angeblich für den Rückbau und die Entsorgung zurück gestellten 38 Mrd. Euro überhaupt vorhanden sind! Das ist nicht mehr als Buchgeld und wenn man genau hinsieht, wird man garnichts sehen, weil es sich vermutlich sowieso um Luftbuchungen handelt! o.O

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Versucht mal Euer Geld zu zählen, während Ihr die Luft anhaltet…

Jahrzehntelang hat man bei RWE jedes Jahr hunderte Millionen und Milliarden von DM, später Euro eingesackt und sie nachhaltig in die Vorstandsgehälter und Managerboni investiert und nun sollen die Zeiten des Überflusses ein für alle mal vorbei sein?

Auf Atomkraft gesetzt und Kohle verstromt, ohne Rücksicht auf die Umwelt und zu Lasten der Gesellschaft, den Ökostromboom verpennt und noch immer keinen Plan, wie man auch weiterhin den Energiemarkt beherrschen kann? Tja, ein fossiler Ideenträger (auch ich mag solche Wortspiele einfach) wie Peter Terium wird nie verstehen und akzeptieren, dass die sinnvollste und ökologischste Art der Energieerzeugung die dezentrale Energieerzeugung ist. Da muss er in Zukunft wohl kleinere Brötchen backen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Saftladen systemrelevant ist und deswegen von Staats wegen gerettet werden muss. Obwohl, was ist schon sicher in diesem Land? Die Vernunft wohl nicht!

Dennoch finde ich es immer wieder allerliebst, wenn Herr Terium mit feuchten Augen und tränenerstickter Stimme die „Planwirtschaft“ der Bundesregierungen geißelt und zugleich den Untergang des marktliberalen Abendlandes heraufbeschwört. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er nicht einmal im Ansatz verstanden hat, um was es geht und nicht einsehen will, dass auch Marktwirtschaft planen muss. Aber das ist natürlich etwas gaaanz anderes als Planwirtschaft?

Nun ja, wir können nun darüber rätseln, wie wir uns zu diesem Gejammer stellen wollen. Sind es tatsächlich die armen, von welcher Planwirtschaft auch immer, in ihren Entfaltungs-, Innovations- und Profitmöglichkeiten geknebelten und brutal eingeschränkten, ausschließlich auf soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Umwelt fokussierten Kapitalisten, die unter so unglücklichen Umständen ihre Konzerne durch die rauhe See der Zeitläuften steuern müssen? Oder sind es einfach nur Versager, die mit den eigenen, als ultima ratio gepriesenen, kapitalistischen Regeln nicht klar kommen und ganz offensichtlich zu doof sind, sich auf verändernde Märkte und Bedingungen zu reagieren und lieber andere für ihre Dummheit und Unfähigkeit verantwortlich machen? Denn schließlich ist ja der Staat noch ihrer Lesart nicht der bessere Unternehmer. Sie aber schon? Meine Fresse, wenn das stimmt…ich sag nur:“Nieten in Nadelstreifen!“

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Milliardenverlust: RWE meldet schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit (Artikel auf Spiegel Online vom 4.3.2014)

Immer wenn ich traurig bin…

 

…trink ich einen Korn. Wenn ich dann noch traurig bin trink ich noch´n Korn. Wenn ich dann noch traurig bin, trink ich noch´n Korn. Wenn ich dann noch traurig bin, fang ich an von vorn!

So meisterhaft brachte es Heinz Erhardt auf den Punkt, wie man ruckzuck zum Alkoholiker werden kann, in unserem Lande. Und Gründe dafür, sich dem Suff zu ergeben, findet man allenthalben. Einer der Gründe wäre zum Beispiel unsere Bundesregierung, allen voran Muddi, eine kaum zu ertragende tägliche Folter für Augen und Sinne, eine auf Dauer psychisch krankmachende Belastung aus geistigem Tieffluglärm und bodenloser Dummheit, aus Ignoranz und Käuflichkeit!

Aber es wäre keine wirkliche wertkonservative Regierung, mit einigen kleineren (wenn auch ziemlich lästigen, ähnlich einem anständigen Fußpilz) liberalen Infektionsherden, wenn sie sich nicht versuchte äußerlich und auch verbal den Anschein zu geben, sie sei auch ein ganz klein wenig sozial eingestellt und alles, was man zum Wohle der darbenden Wirtschaft tue, sei letztlich nur zum Besten der Bürger, die ja leider auch die Wähler sind!

Soziale Wohlfühlpolitik mit schwarzgelbem Anstrich, aber ohne jeden Inhalt, das ist genau das, was man von dieser Bundesregierung erwarten kann. Und wer noch nicht zum Säufer geworden ist, der kann es spätestens nach der Bundestagswahl am 22. September werden, wenn Muddi ihre aparten Hängebäckchen für weitere vier Jahre durch die Nachrichtensendungen der Republik schleppen darf.

Eigentlich ist es ja fast nicht meine Art, sich über die körperlichen Unzulänglichkeiten gewisser Politiker lustig zu machen. Aber was gibt es sonst, worüber man bei der Teflonmuddi herziehen könnte? Außer einer erlesenen Kollektion grässlicher Hosenanzüge, ihrer in der Art eines Fruchtbarkeitssymbols zusammen gelegten Hände und eben ihre Backen, die ihr, zusammen mit ihrer Ein“faltigkeit“ das Aussehen einer Bauchrednerpuppe geben, hat sie nicht viel zu bieten. Inhaltsleeres, ja sogar sinnentleertes Reden. Eine Politik ohne jede Richtung, dafür aber in jedem Falle alternativlos und eine Regierungsmannschaft, die außer ihren persönlichen Egoismen nichts weiter herzuzeigen hat! Die Behauptung, diese Regierung leide an Auszehrung, ist eine schlichte, aber doch starke Untertreibung.

Während die meisten Kabinettsmitglieder in erster Linie durch ihre Lustlosigkeit auffallen, gibt es aber auch ein paar Ausnahmen, die sich so richtig den Arsch aufreißen – jedenfalls für die Lobbyinteressen, die ihnen von den entsprechenden Leuten nahegebracht und schmackhaft gemacht werden. Und weil man ja sowieso die Meinung vertritt, das es den Menschen nur dann gut gehe, wenn die Wirtschaft brummt, vertritt man eben die Interessen der Wirtschaft und das mit einem Elan, der schon ans wunderbare grenzt!

Der Eifer beispielsweise, mit dem sich der Wirtschaftsminister Rösler gegen jedweden Schutz der Umwelt einsetzt und die Chuzpe, mit der er regenerative Energien schlechtredet, um den Energiekonzernen in den Analkanal zu kriechen, sucht schon seinesgleichen. Ebenfalls der beispiellose Einsatz des Herrn Bahr, der ja quasi im Hauptnebenjob die Pharmaindustrie vertritt, oder Nirk Diebel, der aus der Entwicklungshilfe für die Ärmsten der Armen in den Ländern der Dritten Welt ein (zugegebenermaßen recht effektives) Tool zur Förderung deutscher Wirtschaftsinteressen gemacht hat, bieten einen kleinen Überblick über die Fähigkeit liberaler Politiker, ihre Ministerien unmittelbar in den Dienst großer Konzerne zu stellen! Zwischen deutscher Wirtschaftspolitik und deutschen Wirtschaftsinteressen passt kein Blatt Papier, soviel ist mal sicher!

Den Rest dieses Ensembles an Knallchargen und nichtsnutzigen Trantüten, bilden der fröhliche Reigen unbedeutender und beliebig austauschbarer Ja-Sager aus CDU und CSU, die ihr christlich Weltbild wie eine Monstranz vor sich hertragen, aber ansonsten nicht in der Lage sind ein Loch in den Schnee zu brunzen!

Ursel von der Leyen, die einst als NachfolgerIn der Muddi gehandelte erfolglose Ex-Familien- und jetzt ebenso erfolglose ArbeitsministerIn unter deren weiser Führung sich die Arbeitsagentur als ein einziges Lügeninstrumentarium entpuppt, dass sich seine Erfolge aus den Bemühungen der Arbeitslosen um einen Arbeitsplatz selbst zusammenbastelt. Man muss ja zeigen, wie wichtig man ist…

Finanzminister Sch(r)äuble, der Gollum der deutschen Finanz- und Steuerpolitik…

Frau Schröder, die ebenso nichtssagende, wie ahnungslose FamilienministerIn, die an „das“ Gott glaubt, oder was auch immer und deren Charisma in etwa dem einer verstorbenen Miesmuschel entspricht…

Der Innenfriedrich, dem Recht(e) und (Un)Ordnung über alles geht, vielleicht auch noch Deutschland über alles, der aus unserem Land einen Überwachungsstaat machen möchte, den noch nicht einmal Orson Wells für möglich gehalten hätte…

Thomas de Maiziére, der Kriegsminister, dem die Aufklärungsdrohnen reihenweise vor die Füße fallen und dessen persönliches Lieblingsprojekt, die unbezahlbare Drohnemit Namen Euro-Hawk zur Bruchlandung gezwungen wurde, möchte demnächst Deutschlands Freiheit und Demokratie am Olympus Mons auf dem Mars verteidigen…

Und zu guter-, oder schlechterletzt, der Herr Altmaier, Deutschlands Antwort auf Oliver Hardy (der wenigstens tiefgründig witzig war), im Amt des Umweltministers, der so gerne auf eine Strompreisbremse treten möchte, die es nie geben wird. Sein eigentlicher Job scheint der des Pausenclowns zu sein. Immer wenn die Bundesregierung, in Gestalt von Muddi, mal nichts zu sagen hat, tritt er herfür, ergeht sich in haltlosen Ankündigungen und verteidigt eine Energiepolitik, die aus dem Businessplan von Eon oder RWE zu stammen scheint…

Und als wenn das noch nicht genug wäre, sollen wir am 22. September erneut zur Wahlurne schreiten und unsere Stimmen abgeben, damit Muddi weiter ihr Süppchen kochen kann? Vor der Wahl wird uns nun von der Union das Blaue vom Himmel herunter gelogen – unter Finanzierungsvorbehalt versteht sich – und nach der Wahl wird eifrig weiter den Konzernen in den Arsch gekrochen!

Besonders beunruhigend finde ich das merkwürdige Schweigen der Sozialdemokratie zu all diesen eigentlich herrlich offenen Flanken der Union. Aber wahrscheinlich hat man einfach zu viel Respekt vor Muddi und ihrem alternativlos nichtssagendem Gewäsch. Wer will es sich schon mit seinem zukünftigen Kloalitionspartner verderben, wenn man als Juniorpartner in Merkels Katastrophen-Kabinett einsteigen will, als Ersatzspieler für die hoffentlich an ihrer eigenen Lobbyhörigkeit scheiternden FDP! Vorausgesetzt, man kommt überhaupt über die 5%-Hürde!

Wann, wenn nicht jetzt?

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aus der Atomkraft auszusteigen?

Eigentlich hätte man niemals diese Büchse der Pandora öffnen dürfen. Welches Leid wäre den Opfern erspart geblieben, die ungefragt der Meinung der „Experten“ vertauen mussten, die Atomkraft sei sicher? Besonnene und besorgte Menschen, die schon immer auf die Gefahren und die nicht beherrschbare Technologie hingewiesen haben, wurden jahrzehntelang als Öko´s, Spinner und Traumtänzer verunglimpft. Ihre Sorgen vor atomaren Katastrophen als Panikmache hingestellt!Viel lieber glaubte man den Beteuerungen der Wissenschaft und vor allem der Atomkonzerne, es könne nichts passieren, die Risiken seien zu vernachlässigen und ein GAU (der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk) derart unwahrscheinlich, dass man das sogenannte „Restrisiko“ eben einfach zu tragen habe!

Mit Wahrscheinlichkeiten ist das aber so eine Sache. Selbst wenn man beispielsweise das Auftreten eines GAU alle 10.000 oder auch 100.000 Jahre für wahrscheinlich hielte, so sagt diese Zahl nichts darüber aus, wann innerhalb dieses Zeitraumes die Katastrophe eintreten kann. Der Betrieb kann also über den gesamte Zeitraum unfallfrei ablaufen, muss er aber nicht! Genauso gut kann der Betrieb aber auch schon im ersten Jahr zur verheerenden Katastrophe führen! Der Grund dafür mag möglicherweise nicht in der Technik der atomaren Energiegewinnung liegen, aber er liegt mit Sicherheit in Bedingungen begründet, auf die der Mensch nur sehr begrenzt Einfluss auszuüben vermag!

Im Gegensatz zum Universum ist die menschliche Dummheit grenzenlos
(sehr frei nach Albert Einstein) und menschliches Versagen ist einer der Hauptgründe für das Versagen der „perfekt“ durchdachten und redundant (das heisst mehrfach) abgesicherten Technik der Atommeiler! Gleichwohl gibt es keine Möglichkeit ein Atomkraftwerk zu bauen, dass absolut sicher ist, nicht gegen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Brände und erst recht nicht gegen menschliche Dummheit und Fanatismus! Und trotzdem ignoriert man geflissentlich seit Jahrzehnten die Gefahren, weil sich im Betrieb eines Atommeilers ungeheure Profitmöglichkeiten eröffnen! Bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Vernunft. Dafür ist die Politik der vergangenen Jahrzehnte ein Beispiel, das uns als Fanal dienen sollte, Profitinteressen niemals über die Sicherheit der Menschen zu stellen! Genau das aber wird getan!Die Risiken des Einsatzes der Atomkraft tragen nicht die Konzerne, die sich über märchenhafte Gewinne freuen, diese Risiken trägt die Gesellschaft, tragen die Menschen, besonders diejenigen, die gezwungenermaßen in unmittelbarer Umgebung atomarer Anlagen leben müssen. Keine Versicherung ist bereit, dieses Risiko zu tragen, so „undenkbar“ und statistisch unwahrscheinlich das Eintreten eines GAU oder Super-GAU angeblich ist! Die Folgen eines gravierenden Störfalles tragen nicht die Konzerne, es ist die Gesellschaft, sind die Bürger, die dafür aufkommen müssen!!!

Freilich finden sich heute auch Menschen, die sich gerne selbst als Atomkraftgegner bezeichnen, denen der jetzt aufflammende Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland, Europa und weltweit nicht passt! Sie sind der Meinung, es wäre „pietätlos“, wenn man jetzt, angesichts der Katastrophe in Japan, die Abschaltung der Atommeiler in Deutschland verlange!

Aber wann, wenn nicht jetzt, soll man aus der Atomkraft aussteigen? Wie könnte man jetzt schweigen, wo doch für alle, die sehen wollen, so offensichtlich geworden ist, welch unberechenbare Risiken in der Nutzung der Atomkraft liegen? Die Folgen dieser atomaren Katastrophen sind nicht beherrschbar! Größere Gefahren birgt nur die hemmungslose Gier der Konzerne, denen die Folgen ihres Tuns völlig egal zu sein scheinen!

Ob Tepco, E.on, RWE, ENBW oder Vattenfall, die Namen sind verschieden, das Streben nach Profit ist dasselbe! Die kriminelle Energie ihrer Manager, das Kartell der gekauften Politiker, das alles zerstört die mühsam aufgebauten demokratischen Strukturen dort, wo sie noch vorhanden sind! Ein Atomstaat kann kein demokratischer Staat sein, er entwickelt sich in dem Bestreben, die Sicherheit „seiner“ Atomanlagen zu garantieren zu einer parlamentarischen Diktatur, die die Menschenrechte per Gesetz aushebelt und den Ausnahmezustand zur Normalität erklärt!

Wir müssen jetzt aussteigen, auch wenn die meisten anderen Staaten dem Einfluss und den Einflüsterungen der Atomlobby zu erliegen scheinen und lieber das Geld einstecken, dass man ihnen hinterher schmeisst, als logisch zu denken und kritisch zu urteilen! Einmal nur, wenigstens einmal, will ich es erleben, dass Deutschland das Richtige tut und zwar als erster und von mir aus auch als einziger Staat!

weiterführende Links:

und hier noch für die, welche es interessiert, die oben genannten Atomkonzerne so, wie sie sich selber sehen und natürlich auch nach außen hin präsentieren:

  • Tepco (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Chiyoda, Tokio – wer sich das zu Gemüte führen will, sollte des Japanischen mächtig sein, sonst wird es ein wenich kompliziert).
  • E.ON AG (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf).
  • RWE (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Essen).
  • ENBW (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Karlsruhe).
  • Vattenfall (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Stockholm, Schweden).

Leck im Atommeiler Biblis B…

…meldet am 19.1.2009 Greenpeace in seinen Nachrichten unter „Leck im AKW Biblis B – na und?“. Das passt den Atomkonzernen natürlich ganz und gar nicht ins Konzept, jubeln sie doch die Atomenergie gerade mal wieder in den höchsten Tönen zur „saubersten“ und „sichersten“ und natürlich „umweltfreundlichsten“ Form der Energieerzeugung hoch! Und weil ja alles so sicher und technisch auf dem neuesten Stand ist, wartet man einfach ab, bis die im Januar sowieso fällige Revision ansteht. Vom Herunterfahren des Reaktors zur Behebung des Schadens keine Spur!

Und weil man alles so schön im Griff hat, inspiriert das Leck die  „besonders zuverlässigen“ Betreiber zu einer (passt auf, jetzt kommt ein geniales Wortspiel!) Leck-mich-am-Arsch Einstellung, nach dem Motto: Wird schon nix passier´n und wenn doch, isses nich uns´re Schuld! Versichert gegen die Folgeschäden eines Super-Gau ist sowieso niemand, weil das keiner bezahlen könnte, von wollen kann eh keine Rede sein.

Aber wir sollten uns nicht verschaukeln lassen von den Betreibern. denen sind nicht sie Energieversorgung zu günstigen Preisen, oder gar der Umwelt- und Naturschutz wichtig. Schon garnicht der schutz unserer Mutter Erde. Ich will euch sagen, was denen wichtig ist – der Gewinn ihrer Unternehmen und die Dividenden der Aktionäre, sonst nix. Auch wenn mir wohlmeinende zeitgenossen jetzt wieder vorwerfen werden, ich sei technikfeindlich (was nicht stimmt, sonst säße ich nicht hier vor meinem PC und schriebe an meinem Blogpost) oder ich inge irgendwelchen Weltverschwörungstheorien nach. Nein, das stimmt absolut nicht. Ich weise nur darauf hin, dass der Sinn eines Unternehmens nicht der Schutz der Umwelt oder der Menschen ist, sondern die Gewinnmaximierung! Und Atommeiler sind nun mal echte Geldmaschinen, solange sie laufen. Wenn man sie herunterfahren muss, weil eine revision ansteht, oder irgend so ein lästiger, unbedeutender Schaden repariert werden muss, kosten die Teile aber richtig viel Geld (nämlich das Geld, das verloren geht, wenn man den Strom nicht teuer verkaufen kann, weil er nicht erzeugt werden kann!). Also lässt man es eben. So ein kleines Leck wird schon nicht so schlimm sein, oder?

Problem ist aber folgendes: Meist führt eine kleine und „unbedeutende“ Störung, die falsch eingeschätzt wurde und „eine  Verkettung unglücklicher Umstände“ zu den großen bis katastrophalen Havarien. In der Regel werden Störfälle von den verantwortlichen Betreibern absichtlich als ungefährlich eingestuft, weil sie befürchten müssen, unerwünschten Besuch von Kontrolleuren zu erhalten. Die könnten dann „unglückliche Umstände“ entdecken, die man getrost als Fahrlässigkeit, Nachlässigkeit oder sogar Dummheit einstufen kann. Und das macht sich in den Leitständen eines Atommeilers nun garnicht gut. Homer Simpson, das Sinnbild für den verantwortungslosen, weil dummen und zudem mangelhaft ausgebildeten Mitarbeiter am falschen Ort, ist offensichtlich überall anzutreffen. Vor allem in den Zentralen der Atomkonzerne! Da hilft auch das feigenblatt nicht wirklich viel, wenn sich beispielsweise RWE „intensiv“ und mit viel Staatsknete (das versteht sich von selbst) an Projekten für regenerative Energien beteiligt.

Zur Wiederauffrischung hier einige Links, die zeigen, welche Folgen der leichtsinnige Umgang mit den Gefahren der Atomenergie hat:

  • „Konzernspielchen mit AKW-Laufzeiten“ (Artikel auf Greenpeace vom 20.10.2008).
  • „Chronik: Störfälle in Atomkraftwerken“ (Artikel auf stern.de vom 5.6.2008). Hier sind nur die gravierendsten Störfälle aufgelistet.
  • Das Reaktorunglück von Tschernobyl (Planet Wissen vom 12.4.2006).
  • Strahlenkrankheit (auf MSN Encarta).
  • kernenergie.de (eine Propagandaplattform der Atomkonzerne und hier, beispielhaft der Abschnitt über die Endlagerung des radioaktiven Drecks – die Kosten dafür tragen die Abfallversursacher: im Wesentlichen die Energieversorgungsunternehmen, aber auch die öffentliche Hand (warum eigentlich auch die öffentliche Hand, wenn die Gewinne die Energieversorger für sich behalten?).
  • Hier ein Flyer der zeigt, wie sich die Atomkraftwerksbetreiber selber sehen – als „ungeliebte Klimaschützer“ (das Pamphlet ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten!).

Das Risiko für die Nutzung der Atomenergie ist einfach zu groß, als dass man sie als zukunftsträchtig und umweltfreundlich einstufen könnte. Wenn Störfälle auftreten, können die Folgen derart katastrophal und verheerend sein, dass kein Versicherer bereit wäre, diese Schäden zu versichern – aber wir sollen den Energiekonzernen gestatten, ihre Meiler überall im Land zu bauen, damit mit sie auf Kosten unserer Gesundheit und der Gesundheit unserer Kinder und Enkel und ungezählter Generationen nach uns ihre Gewinne einfahren können? NIEMALS!