Die Wahrheit ist höchst unerwünscht!

Mit wachsender Begeisterung las ich diesen Artikel hier auf welt.de, nach dessen Aussage die britische PermierministerIn David Cameron ganz offen mit Zensur der Presse droht, wenn weiter „schädliches Material“ über die Verbrechen der NSA veröffentlicht wird!
Und draus, so schließ ich messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf!
Bislang machte der Britenpremier auf mich schon länger den Eindruck, er sei Englands Antwort auf Hoast Seedoofer. Nun macht er sich selbst gleich noch zum doppelten Vollhoast, indem er ausgerechnet mit der Abschaffung der heiligen Kuh der westlichen Wertegemeinschaft droht, nämlich der Abschaffung der Pressefreiheit! Dabei ist die sowieso schon so gut wie am Arsch, weil große Medienkonzerne die Berichterstattung kontrollieren und die Meinung der Bürger zu bilden belieben, ganz wie es ihnen gefällt.

Denken wir an Murdoch, den Verbrecher in Gestalt eines Medienzar, der keine Ahnung hat, was die Journaille seiner Revolverblätter so treibt!

Denken wir an Berlusconi, der mit seinen Fernsehsendern nicht nur den italienischen Otto Normalverbraucher gezielt verblödet indem er den Äther mit Sex, Gewalt und hinrlosem Schwachsinn überflutet!

Denken wir an den Springer-Konzern, der die Meinung in Deutschland kontrolliert, beeinflusst und manipuliert, der Bundespräser ins Amt hebt und sie bei Bedarf wieder abserviert!

Frei ist die Presse schon lange nicht mehr, jedenfalls von dem Zeitpunkt an, ab dem die Konzentration der Medien in den Händen eines oder weniger mächtiger und reicher Unternehmer zur Regel wird! Und niemand sieht sich veranlasst, dagegen einzuschreiten! Schon garnicht eine Bundesregierung, die versucht sich eine gewogene Presse zu kaufen, indem sie artig Männchen macht, wenn die Redakteure mit der Peitsche knallen!

Was waren das noch für Zeiten, als der Spiegel die Spiegel-Affaire vom Zaun brach, als Franz-josef Strauß, der Meisterfilzer aus Bayern einen Proivatkrieg gegen den guten Herrn Augstein führte, weil der in seinen Augen ein Vaterlandsverräter war – ganz genauso, wie man es heute mit dem armen Edward Snowden treibt!

Was waren das für Zeiten, als die Apo auf die Straße ging und gegen die Hetzer von der BLÖD-Zeitung demonstrierte. Damals konnte man nicht so einfach Politik zum Wohle der Besitzenden machen und gegen das gemeine Volk! Heute ist man gemein und keine Sau merkelt es, weil gerade DSDS oder die Lindenstraße in der Glotze läuft. Früher gan es Alfred Tetzlaff, der die deutsche Spießigkeit gekonnt auf die Schippe nahm und die besonders miefigen piefiogen Aspekte der 50er und 60er Jahre.

Heute gibts das nicht mehr. Gesellschaftskritik ist volksschädlich und darum abgeschafft. Stattdessen darf man bequem vom Sofa aus die Figur einer Couchpotatoe annehmen und dabei chipsfressend und colasaufend Dschungelcamp reinziehen und/oder Big Brother!

Aber es hätte ja alles auch noch viel schlimmer kommen können. Zum Beispiel, wenn Prinz Charles Könich geworden wäre…

weiterführende Links:

Der ehrenwerte Herr Barilla will keine Schwulen an seine Nudel heran lassen…

Wie kommt es eigentlich, dass solch abgrundtief dumme Menschen so große Unternehmen führen (können/dürfen)? Bislang dachte ich, ein gewisses Mindestmaß an Intelligenz sei die Grundvoraussetzung dafür, aber nun muss ich einsehen, dass ich mich geirrt habe. Vermutlich, dieser Schluss liegt nahe, ist dieser abgehalfterte Schwachkopf, den sie den Cavaliere nennen, ein exzessiver Kunde des Herrn Barillo und seines berlusconischen Rumgenudels. Was das intellektuelle Niveau betrifft, schenklen sich beide nicht das Geringste!

weiterführende Links: 

Italiens Dilemma

Kann man Wahlergebnisse befehlen? Oder dafür sorgen, dass man von außen dem betreffenden Wahlvolk erklärt, was es zu wählen habe, bzw. welche Regierung die richtige wäre? Ist es denn überhaupt noch Demokratie, wenn die EU und ihre politischen Protagonisten den Italienern erklären, was und wen sie wählen sollen und diese täten dies dann auch wirklich?

Italien hat nicht das getan, was man von ihm erwartet und erst recht nicht das, was die EU für richtig erachtet hat. Niun, die Italiener taten das, was sie wollten. Sicher nicht, weil sie es für richtig gehalten haben, sondern weil sie sich nicht gern von irgendwelchen hergelaufenen Europäern sagen lassen wollen, was richtig ist für sie und was falsch. So, wie das vermutlich jedes andere Volk auch getan hätte, dem eine Horde EU-Bürokraten sagen will, wo der Hammer hängt…

Und so kam das Ergebnis heraus, dass zu erwarten war – Berlusconi, der alte geile Sack, der Italien schon mehrfach „regierte“ und dabei so dicht an den Rand des wirtschaftlichen und politischen Abgrundes manövriert hat, wo es nun steht, hat vom Volk die Macht bekommen, eine ihm nicht genehme Regierung zu blockieren, bzw. nach seiner Pfeife tanzen zu lassen! Der hetzende „Komiker“ Beppe Grillo hat jeden 4. Italiener/ItalienerIn davon überzeugt, dass Politik und Demokratie (nicht nur in Italien) zum schlechten Witz verkommen ist. Und so wählten sie ihn. Der Rest der Stimmen fand sich auf den Stimmzetteln bei den Sozialdemokraten des Pier Luigi Bersani.

Monti, den sie den Technokraten nennen und auf den die EU so große Stücke hält, der sich aber nicht frühzeitig genug dazu durchringen konnte, für die Wahlen zu kandidieren, nachdem er ohne jede demokratische Legitimierung ins Amt des Miniterpräsidenten gelangt war. Er war es auch, der nach bewährtem europäischem Vorbild eine Sparpolitik zu verantworten hat, die ausschließlich zu Lasten der Arbeiter und Angestelltn, der kleinen Leute also, geht und er ist ebenso dafür verantwortlich, dass die Jugendarbeitslosigkeit bei 37 % stabilisierte! Eine Jugend ohne Zukunft, Menschen, die Angst um ihre Jobs haben und eine Steuerbelastung, die lediglich die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen trifft, da freuen sich korrupte und populistische Politschweine wie Berlusconi. Die haben zwar auch keine Lösung, aber dafür umso mehr saudummes Geschwätz parat, mit dem sie verunsicherte Wähler fangen, obwohl denen mehrheitlich klar sein müsste, dass die Versprechungen solcher Mumien wie dem sog. Cavaliere ebenso weit von der Realität entfernt sind, wie der Mond von der Erde.

Nun stehen alle begossen da. Nur Grillo lacht sich ins Fäustchen, kann seine Bewegung doch nun im Parlament Fundamentalopposition treiben, wie er es schon angekündigt hat.

Vermutlich wird es deshalb bald Neuwahlen geben müssen, wenn keine handlungsfähige Regierung zustande kommt. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein!

Warum aber, so fragt man sich unwillkürlich, verlangt die EU von den verschuldeten Staaten Europas eine Politik, die einseitig zu Lasten der einfachen Menschen geht und verschont die Reichen und die großen Vermögen, behelligt keine Großunternehmen und Konzerne mit Steuern und schiebt den Bankstern in alles Staaten die Euroscheine milliardenweise in die breiten Ärsche? Weil die Banken und ihre kriminellen Kasinos systemrelevant sind, die Konzerne die Macht besitzen, die Politik in der EU und in jedem einzelnen EU-Staat zu bestimmen (mit Ausnahme vielleicht von Island) und weil die Reichen die Politiker auf die ein oder andere Weise eingekauft und korrumpiert haben. Woher soll denn da sozial verantwortungsvolle Politik kommen? Woher Nachhaltigkeit und woher anständig bezahlte Arbeitsplätze?

Alles gelogen und aus den Fingern gesaugt? Wer sieht, wie Berlusconi „Politik“ macht, der kann sich vorstellen, wie es überall in der Politik zugeht, nur nicht immer ganz so auffällig. Nicht jeder ist derartig unverschämt wie Botox-Silvio und macht den Staat zu einem Selbstbedienungsladen, schustert sich die Gesetze so zurecht, dass ihm vermeintlich kein Ungemach von der Justiz dräuen kann.

Oder nehmen wir Spanien als weiteres Beispiel? Die gesamte politische „Elite“, die jetzt an der Macht ist, angetreten mit dem hehren Versprechen, Spanien aus der Schuldenkrise zu führen, ist vermutlich ebenso korrupt, wie die Regierungen vorher. Sogar der Ministerpräsident Mariano Rajoy soll sich, neben regelmäßigen Zahlungen aus schwarzen Parteikassen, ausgerechnet in der schlimmsten Krise und ganz nebenbei eine satte Gehaltserhöhung gegönnt haben, während auf sein Geheiß hin den einfachen Menschen die Renten gekürzt, die Gesundheitsversorgung zusammen gestrichen und auch sonst der gesamte Sozialstaat nach bewährtem kapitalistischen Muster rasiert und eingedampft worden ist. Die Arbeitslosigkeit ist exorbitant hoch und hunderttausende Spanier sind aus ihren Wohnungen geworfen worden, für die sie die Raten nicht mehr zahlen konnten. Die Arbeitslosigkeit ist enorm! Das ist der Stoff, aus dem gewöhnlich Revolutionen gemacht sind!

Überall ist es das gleiche Spiel! Über die Situation in Griechenland brauchen wir uns nicht weiter auslassen. Jedem sind die Fakten bekannt. Armut, Hunger und Not sind die Folge – nicht bei den Wohlhabenden, Reichen, Schönen und Korrupten, nein, es sind die einfachen Leute, die für die Fehler der Politik büßen müssen, die sterben müssen, weil die Politik versagt und nicht bereit ist, dafür die verantwortung zu übernehmen. Es ist die Politik, die nicht bereit ist, diejenigen an den Kosten der Krise zu beteiligen, die deren Gewinner sind und nun in aller Ruhe ihre illegalen Gewinne ins Ausland schaffen können, bevor der Staat irgendwann doch noch unter dem Druck der Wähler halbherzig versucht, ein paar der unrechtmäßig ergaunerten Euros abzuschöpfen.

Europa ist zu einer Pfründe des Kapitals geworden. Politiker agieren nur noch im Interesse der Konzerne und des Kapitals, was sie jedoch für gewöhnlich mit dem Allgemeinwohl begründen. Davon kann aber solange keine Rede sein, wie die Interessen der Wirtschaft die alleinigen Massstäbe sind, an denen Politik sich orientiert. Der grassierende Neoliberalismus ist die Pest des 21. Jahrhunderts und dagegen müssen wir mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen. Allzu wählerisch dürfen wir dabei nicht sein!

weiterführende Links:

 

Zwei Grad…

…soll die Grenze des Temperaturanstiegs auf diesem Planeten sein, gegenüber der Durchschnittstemperatur vor der Industrialisierung. Während unsere Bundeskanzlerin strahlend und bester Laune vor die Kameras und ins Blitzlichtgewitter der versammelten Journalisten trat und mit hörbarem Stolz (warum auch immer) verkündete, die G8-Staaten und die Schwellenländer hätten einen Durchbruch im Klimaschutz errungen, widersprach China, moserte Rußland herum und wollten sich die anderen Schwellenländer wie Indien, Brasilien und Mexiko nicht festlegen in welchem Zeitraum dieser Temperaturanstieg verhindert werden solle.

Na also, mal wieder viel Wind um nix. Mit solchen „weltbewegenden“ Klimaschutzvereinbarungen, die diesen Namen nicht verdienen, retten wir das Klima sicher nicht. Aber für die Politik ist selbst sowas immer ein Grund sich selbst zu beweihräuchern und sich im strahlenden Glanz dieser vermeintlichen Erfolge zu sonnen. Besonders gern gibt sich offensichtlich unsere Kanzlerin dafür her. Und daheim setzt man derweil fleissig auf Atomernergie (gesponsort von der Atomlobby und den großen Atomkonzernen) und lässt Vattenstörfall schalten und walten wie es denen gut dünkt. Und wer es denn trotzdem wagt, die Sicherheit der deutschen Atomanlagen anzuzweifeln, oder sogar die Lauterkeit und die Zuverlässigkeit der Atomkraftwerksbetreiber, der macht sich nicht nur bei der Union, sondern erst recht bei der FDP unbeliebt!

Aber ich schweife ab. Bringt das die Welt wirklich weiter? Etwa eine solche Vereinbarungen (hier wird das Wort Minimalismus völlig neu definiert!), von denen a) keiner weiss, wie man sie einhalten, b) wie man sie kontrollieren und c) in welchem Zeitraum man sie umsetzen kann? Etwa solche wachsweichen Zusagen, die weder die Treibhausgasemissionen  begrenzen, noch überhaupt festlegen, wie viel Treibhausgas in welchem Zeitraum eingespart werden soll?

Und während man wenigstens dem Anschein nach versucht ein wenig Aktivismus zu zeigen, um die daheimgebliebenen Wähler in Sicherheit zu wiegen, setzt Berlusconi den Neubau von Atomreaktoren in Italien durch (Artikel auf spiegelonline vom 9.7.2009; „Kernkraft: Italien kehrt zur Atomenergie zurück“). Aber wir können beruhigt sein, auch in Italien hat niemand eine Ahnung, wie und vor allem wo der Atommüll endgelagert werden soll.

Ein Tipp von mir: Der Mafiaboss ihres Vertrauens kümmert sich sicherlich gern um die Entsorgung ihrer radioaktiven Müllmassen – gegen einen entsprechenden Obolus versteht sich (genauso, wie sich die schweigenden Herren schon in der Vergangenheit um die „fachgerechte“ Entsorgung von Giftmüll nach Afrika oder sonst wohin gekümmert haben).

Außer heisser Luft hat das G8-Gipfeltreffen nicht viel gebracht. Und heisse Luft gibt es bereits genug. Bedauerlich, dass man nicht versucht hat, die Erwärmung des Klimas bei diesem Pseudo-Umwelt-Klimaschutzgipfel zu vermeiden. Das hätte der Welt sicher gut getan!

weiterführende Links:

Der Dummschwätzer schlägt wieder zu!

Ministerpräsident Silvio Berlusconi (Artikel auf tagesschau.de am 26.1.2009 unter dem Titel „Italiens Premier sorgt für Empörung – das gefürchtete Berlusconi in concert“), noch nie um einen – sei er auch noch so dämlich – blöden Spruch verlegen gewesen, hat mal wieder richtig hingelangt und dadurch höchste Empörung ausgelöst. Eine Vergewaltigung, die den mit dem Fall betrauten Untersuchungsrichter gerade mal zur Verhängung von Hausarrest nötigte, musste er zu allem Überfluss mit einem ziemlich blöden Spruch kommentieren.

Um jede Vergewaltigung zu verhindern, müsse man neben jede hübsche Italienerin einen Soldaten stellen und das schaffe niemand!

Obwohl man schon das eine oder andere Mal an der geistigen Frische dieses Vorzeigemachos zweifeln konnte, zeigt diese Äußerung nun mehr als deutlich, was in den wenigen Gehirnwindungen vorgeht, die er sein eigen nennen kann (ich weiss, sowas soll man nicht sagen, aber ich kann mich einfach nicht zügeln, wenn ich so ein Geschwafel höre!). Vermutlich ist er auch der Meinung, die betroffenen Frauen seien selber Schuld an den Vergewaltigungen? Sie hätten ja zu Hause bleiben können, dann wäre das vielleicht nicht passiert – oder doch? Vergewaltigung in der Ehe ist ja auch in Italien nicht gerade eine Seltenheit!