Neues vom „Tag der Bundeswehr“

Man sollte so eine Flinte nehmen und die VerteidigungsministrantIn von der Leyen damit verprügeln, bis sie keine Falten mehr im Gesicht hat! PR-Gau? Ja sicher, aber wer muss dafür wieder den Kopf hinhalten? Irgend ein paar dämliche Soldaten wird man wohl disziplinarisch massregeln, aber das war´s dann vermutlich auch schon! Oh Herr, lass endlich Hirn vom Himmel regnen und bitte, verschon auch die vertrocknete Uschi nicht damit! Nicht genug damit, dass die Bundeswehr schon in den Schulen Lust auf´s Verrecken machen will! Man sollte den Scheißladen wirklich dicht machen. Was könnte man da Geld einsparen, das sonst für misslungene Rüstungsprojekte vergeigt wird. Dann wär auch endlich Kohle für eine soziale Politik und Renten auf einem menschenwürdigen Niveau da und die olle Ursel könnte man über die Agentur für eine Anschlussverwendung im Pflegebereich fit machen – da werden noch viele Leute gesucht, nach wie vor! Aber offensichtlich scheint man bei der Bundeswehr den Standpunkt zu vertreten, dass man bei der Werbung um Nachschub für den Heldentod am Hindukusch garnicht früh genug beginnen kann. Am Besten schon im Kindergarten!

Nun kann man sich auch vorstellen, wie sich das Bundesverteidigungsministerium die Betreuung der Kinder von Soldateneltern in der Praxis vorstellen muss – einfach die Einrichtung von echten Frontkindergärten! Schon im Kleinkindalter Pulverdampf schnuppern lassen… -.-

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Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Nach allem, was man in den letzten Tagen so über die Einsatzfähigkeit von Bundeswehrmaterial gehört und gelesen hat, kann man den tapferen Kurden von Erbil nur eines raten:“ Schmeisst alles, was Euch die eifrige Frau von der Leyen so an Kriegsmaterial schickt am besten gleich auf den Müll!“ Wenn man sich betrachtet, dass das Flugzeug, mit dem die Ausbilder in den Irak fliegen sollten, um den kurdischen Kämpfern den Umgang mit deutschen Waffen beizubringen, wegen eines defekten Flugzeugs eine andere Maschine nehmen mussten, von der aber die irakische Regierung mehr als eine Woche offenbar keine Ahnung hatte und so den Soldaten einen mehrtägigen Erholungsurlaub in Bulgarien ernöglichte, konnte auch die zweite Maschine der Bundeswehr, nämlich die mit den Waffen, nicht starten. Und nun ratet mal warum? Richtig, wegen eines technischen Defektes! Und weil damit alle beiden Maschinen des Bundeswehrtransportgeschwaders ausgefallen waren, musste man um Unterstützung der mächtigen niederländischen Luftstreitkräfte bitten! Wir sind froh und dankbar, dass diese so großzügig gewährt wurde! Diese Vorkommnisse, die an Peinlichkeit wohl kaum noch zu überbieten sind und genau in das Bild passen, dass wir von der Amtsführung der Frau von der Leyen seit ihrem Amtsantritt zunächst als MinisterIn für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dann als MinisterIn für Arbeit und Soziales (kurz ASoziales) und schliesslich und endlich als MinisterIn der Verteidigung (und das ganze natürlich völlig ungetrübt von jedweder Eignung oder gar Befähigung) gemacht haben!
Zwar sieht unsere MinisterIn mit ihrem Dauergrinsen aus, als litte sie nach einem Schuss ins Knie an dauernder Gesichtslähmung, uns aber kann sie mit ihrem latent-debilen Auftritt nicht täuschen! Diese Frau ist eine Gefahr für alle, die mit ihr in Kontakt kommen, oder ihrer Unterstützung bedürfen.
Eines allerdings erfüllt uns mit noch größerer Sorge. Die Regierungsflugzeuge werden offenbar tiptop gewartet, und zwar auf Teufel komm raus. Denn entgegen aller Erwartungen, wurde das Flugzeug, mit dem sie sich schließlich höchstselbst und dann auch gleich noch persönlich nach Erbil verfügte, weder von einer verirrten russischen Rakete abgeschossen, noch fiel es wegen eines technischen Defektes vom Himmel…

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Grinsen für den Weltfrieden

Ach ja, das ist so richtig schön! Muddis Vergeltungswaffe schlägt in Afghanistan ein wie eine Splitterbombe. Nicht genug damit, dass die Soldaten während ihres Einsatzes bereits 14 Mal von dem Taugenichts de Maizière belästigt wurden, nun kommt auch die eherne Ursel höchstselbst und dann auch noch persönlich vorbei! Sie drückt hier und herzt dort und hat sicher eine Menge erfreulicher Dinge in ihrem handlichen Sturmgepäck dabei – zum Beispiel geht das Gerücht, dass die oft bemängelte Verpflegung der Soldaten im Feldlager endlich auf bundesdeutsches Niveau angehoben werden soll. Erreichen will sie das durch eine Zusammenlegung der Feldküchen mit den Tafeln e.V. um den SoldatInnen fern der Heimat ein bisschen mehr menschliche Wärme und das Gefühl von „Wie Daheim“ angedeihen zu lassen! Schön, dass es noch so etwas gibt…

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Das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens!

Heute vor 20 Jahren schlugen die chinesischen Sicherheitskräfte die junge Demokratie-Bewegung, die sich auf dem Tian’anmen-Platz (dem Platz des himmlischen Friedens – was für eine beispiellose Ironie des Schicksals) aus Studenten gebildet hatte. Die wollten eine Entwicklung ihres Mutterlandes hin zu einer echten Demokratie anstossen und demonstrierten friedlich für ihr Anliegen. Die Regierung in Peking, bakannt für ihr rigides Vorgehen gegen jedwede Kritik, entsandte schwer bewaffnete Truppen zum Tian’anmen-Platz. Daraufhin kam es zu Übergriffen der Studenten gegen die mit Panzern vorrückenden Soldaten – von einer Barrikade aus wurden Steine geworfen!

Die Antwort darauf war an Rücksichtslosigkeit und Brutalität nicht zu überbieten – die Soldaten schossen mit scharfer Munition in die Menge der Studenten und jungen Menschen, die sich den Demonstranten angeschlossen hatten und walzten mit Panzern den letzten Widerstand platt. Im Anschluss wurden etliche Studentenführer zum Tode verurteilt und hingerichtet. Obwohl die Vorgänge als Tian’anmen-Massaker in die Geschichte einging, fand die Niederschlagung der Bewegung nicht direkt auf diesem Platz statt. Das chinesische Rote Kreuz meldete am 4. Juni den Tod von 2.600 Zivilisten. In Wahrheit könnten die Zahlen durchaus noch höher liegen. Auf Grund der Weigerung der chinesischen Regierung, unabhängige Untersuchungen zuzulassen, wird wohl nie das ganze Ausmaß ans Licht der Öffentlichkeit kommen!

Die Demokratie-Bewegung brachte aber auch Helden hervor, wie zum Beispiel den sogenannten Tank Man, einem unbekannten Mann, der sich allein einer Panzerkolonne in den Weg stellte und so für kurze Zeit deren Vorrücken behinderte. Seine Identität ist unbekannt. Auch sein weiteres Schicksal ist nicht klar. Während einige Berichterstatter melden, er sei nach der Niederschlagung der Demokratie-Bewegung exekutiert worde, behaupten andere, er lebe heute auf Taiwan. Auf jeden Fall hat dieser einsame Streiter für die demokratische Freiheit seines Volkes einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Bild, welches ihn allein vor den heranrollenden Panzern stehend zeigt, bezeugt seinen selbstlosen und bewundernswert mutigen Einsatz für die Freiheit. Das ist ziviler Ungehorsam, wie man es sich sogar hier im „freien Westen“ nur wünschen kann!

Auch wenn sich heute westliche Politiker in belanglosen Floskeln verlieren, wie z. B. unsere vielgeliebte Bundeskanzlerin Angela Merkel, oder die US-Aussenministerin Hillary Clinton, wird dies bei der Regierung in Peking kaum bleibenden Eindruck hinterlassen. Chinas Bürger die über einen Internetzugang verfügen, sind durch die Zensur von Twitter, mySpace und anderen SocialNetworks kurzerhand abgeschnitten worden, damit sie nichts davon mitkriegen, wie man sich im Westen in „Protest“noten ergeht und an das Massaker erinnert. Wenn morgen alle zu ihren üblichen Geschäften zurückkehren, ist das Gejaule sowieso vergessen und das Geldverdienen mit den roten Turbokapitalisten aus China wichtiger als alles andere. Auch wenn China noch ein wenig angesäuert sein dürfte, herrscht wieder business as usual. Dollar und Euronen sind eben allemal wichtiger als Demokratie und Freiheit. Das merkt man ja auch hier im goldenen Westen. Wer die Knete hat, bestimmt, was Demokratie ist. Das war schon immer so und daran wird sich so bald auch nichts ändern!

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Deutschland, mein Heimatland!

Was ist es eigentlich, was mich glauben lässt, meine Heimat sei das beste Land der Welt? Zumindest für mich. Eine einfache Frage, die nur sehr schwer zu beantworten ist. Das merkte ich spätestens, als ich ein wenig darüber zu grübeln begann warum ich hier gerne lebe. Um es vorweg zu nehmen. Ich fand keine Antwort, sondern nur Fragen und immer wieder neue Fragen!

Die eingangs erwähnte Frage aller Fragen treibt mich schon seit einer ganzen Weile um. Zuerst hielt ich sie für eine Lapalie, die einen Mann im besten Alter (ja ich weiss, so redet „mann“ sich sein faltenzerfurchtes Gesicht schön attraktiv!) plagt, wenn er sonst mit seinem Leben nix anzufangen weiss. Dann dachte ich mir, es betrifft doch auch andere Menschen. Ich bin doch nicht der Einzige, der seine Heimat liebt – meist so wie sie einmal war, aber nicht mehr ist und die daraus resultierende Nostalgie führt dann zu den schönen Gedanken an früher (als alles noch viel größer und breiter und die alten Frauen noch jünger waren). Vermutlich geht es jedem Menchen in jedem Land der Welt so, oder zumindest so ähnlich.

Bitte versteht mich nicht falsch. Es ist sicher nicht mein Bestreben, die Zeiten des Dritten Reichs und der NS-Herrschaft mit einem Glanz und einer Aura von Mythos zu umgeben und darüber das unendliche Leid, den millionenfachen Mord an unschuldigen Menschen (Kinder, Frauen, Männer, Alte und Junge, Soldaten und Zivilisten) weg zu diskutieren oder im Nebel der Legenden verschwinden zu lassen!

„Meine Zeit“ ist eine ganz andere Zeit. Es ist die Zeit meiner Kindheit und Jugend, also die sechziger und siebziger Jahre. Damals hatte es den Anschein, die Welt sei noch in Ordnung. Die Wirtschaft brummte, wie man es heute nur noch von China und einigen wenigen Tigerstaaten kennt. Es gab Vollbeschäftigung und die Leute freuten sich über ihr neu erworbenes Auto und das Häuschen im Grünen, dass sie ein Leben lang abbezahlten. Probleme gab es nur in der Ferne, ganz weit weg am Horizont und sie betrafen nciht uns, sondern immer andere.

Damals glaubte ich, es würde ewig so weiter gehen. Wir würden uns nie Sorgen um die Zukunft machen müssen. Benzin war für 50 oder 60 Pfennig zu haben und man für jedes Jahr im Urlaub nach Südtirol oder Österreich. Es waren einfach schöne Zeiten. Und ich behielt sie im Gedächtnis. BIs heute! Und nun, drei Ausbildungen, zwei Arbeitslosigkeiten und 40 Jahre später, muss ich mir nicht nur um Meine Zukunft, meine Rente, meine Gesundheit, nein, muss ich mir auch noch Sorgen um die Zukunft meiner Kinder machen! Werden sie eine Ausbildung bekommen, wenn sie die Schule beendet haben? Werden sie ihre Häuser und Wohnungen noch heizen können, bei den Öl- und Gaspreisen? Werden wir jemals wieder eine Regierung haben, deren charismatische Führungspersönlichkeiten den Karren, den ihre farblosen Vorgänger in den 80er und 90er Jahren so massiv und tief in die Scheisse den Dreck gefahren haben, souverän herausziehen.

Wenn ich an den Spruch denke, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient, dann muss ich mich schon fragen:“Oh ihr Götter, was haben wir verbrochen, dass wir diese Regierung haben?“ Dabei glaube ich, die Politiker, die uns heute regieren, haben wir ja nicht nur irgendwann einmal gewählt, auch wenn das nach der Wahl meist niemand zugeben will. Viel mehr ist es ja so, dass die Politiker, beneso wie die geschmähten Wirtschaftsbosse, Manager und sonstiges Gesocks geradezu gezüchtet worden sind. Das fängt schon ganz klein in der Schule an. Hier „bringt man es nur zu etwas“, wenn man früzeitig lernt sich anzupassen, die Ellenbogen einzusetzen und „stark“ genug ist, um mit dem enormen Drcuk fertig zu werden, der schon in der Grundschule auf die Kinder ausgeübt wird. Ich sage nur:“Turbo-Abi!“ Wer da nicht mitziehen will oder kann, der wird rasch als Versager abgestempelt und ist am Arsch (wie man so schön zu sagen pflegt).

An der Uni bekommen unsere „Helden“ dann den Rest! Hier wird gelehrt und gelernt, dass es nur um Profite geht. Menschen spielen dabei als sog. Human Ressources nur noch eine untergeordnete Rolle. Sharholder Value ist das Maß aller Dinge. Niemand übernimmt Verantwortung für sein tun und will in der kürzest möglichen Zeit den höchst möglichen Gewinn für sich und nur sich erzielen. Wir sind zu einer Gesellschaft verkommen, die das Ego vollkommen überbewertet und die Gemeinschaft und die Menschlichkeit an den Rand drängt. Menschlichkeit und Mitgefühl, soziale Verantwortung und Mitleid ist nur noch etwas für Versager. Wer Erfolg hat im Leben und wer es zu etwas bringen will, der kann auf so banale Dinge gut verzichten.

Und genau so wie die Wirtschaftsführer ihre riesigen Unternehmen und Konzerne führen – ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, ohne jedes soziale Gewissen, so versuchen die Politiker den Staat zu führen. Selbst kaum jemals am Hungertuch nagend, entscheiden sie mit einem Federstrich über die Sätze von Hartz IV (und damit über das Leben und die Gesundheit der Menschen, die davon leben müssen – und Hartz IV wurde von Peter Hartz „erfunden“, einem Wirtschaftsführer und ehemaligen VW-Vorstand, der wegen seiner Verwicklung in die Lustreisen-Affäre zu 2 Jahren Haft – leider auf Bewährung – verurteilt wurde!), über die Erhöhung von Steuern, Nullrunden bei Renten, Herunterfahren der Krankenversorgung usw. Der Dinge sind gar viele, die ich nicht alle aufzählen kann und will, da ich sonst in tiefste Depression verfallen würde.

Hartz darf nun übrigens seine schmierigen Finger in den saarländischen Arbeitsmarkt stecken und will Langzeitarbeitslose „motivieren“ – zu was eigentlich? Zum Besuch einer knackigen Hure auf Kosten des Staates oder eines großen Unternehmens? Wohl eher nicht.

Ach ja, waren das damals noch Zeiten, in den Sechzigern und Siebzigern! Aber es ist wohl immer so, dass mit zunehmendem Alter die Vergangenheit immer verklärter erscheint, als sie in Wirklichkeit gewesen. Aber was bleibt einem noch im Alter, wenn die Rente in zwanzig Jahren nur mehr gerade noch für die Miete, aber nicht fürs Essen, gechweige denn für etwas anders reicht. Dann kann man wenigstens mit einem verklärten, seligen Lächeln um den Mund und umsäuselt von billigem Aldi-Fusel dem Ende des Lebens entgegen dämmern!

Ich weiss wirklich nicht, warum ich dieses Land und seine Menschen liebe. Vielleicht nur deshalb, weil ich hier geboren bin. Vielleicht aber auch darum, weil ich glaube, des es doch mehr Vernunft und Mitgefühl in den Herzen der Deutschen gibt, als Egoismus und Gewinnstreben. Man muss diese verschütteten Seiten nur freilegen und darum blogge ich hier – als Anstoß zum Nachdenken und als Knoten im Taschentuch des Lebens, dass einen daran erinnert, dass man was vergessen hat, was man nicht vergessen darf:“Die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel, die wir nicht um kleinkariertes Gewinndenken verspielen dürfen.“

Schwerreiche Militärs!

Fühlt Ihr Euch ab und zu auch etwas unsicher? Habt Ihr auch Angst vor den bösen Terroristen und den Russen und dem Islam, der rechten und der linke Szene, der armenischen Volksfront oder dem Leuchtenden Pfad, sowie den Maoisten in Nepal? Dann könnt Ihr Euch jetzt ganz beruhigt zurücklehnen, denn die Militärausgaben 2007 sind soeben bekannt geworden.
Wie man sieht, steigen jährlich die Ausgaben für Waffen, Munition und andere Technologien, mit denen man problemlos in der Lage ist, die Menschheit auszurotten. Was soll da noch passieren? Steigende Energiepreise? – die Soldaten sind sicher die letzten, denen der Sprit ausgeht!
Umweltverschmutzung? – wen interessieren schon solche Lapalien, wenn es so einen Spass macht mit dem Panzer durchs Gelände zu heizen! Das Vergnügen ist einen Verbrauch von 200 oder 300 Litern auf 100 km allemal wert!
Sicherheit für die Menschen in den Industrienationen hat eben ihren Preis. Was bedeutet schon die Verseuchung unserer Ozeane durch atomgetriebene U-Boote, was die Zerstörung unserer Atmosphäre durch Militärflugzeuge im Vergleich zu unserer Freiheit?
Ich kann mir vorstellen, nur 10% dieser gigantischen Summe in Projekte gesteckt, die dem Wohl der Menschheit dienen und nicht dem Wohl der Rüstungsindustrie und alle Probleme, wie der Hunger in der Welt, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Versorgung der Menschheit mit regenerativer Energie wäre binnen 10 Jahren vom Tisch!
Aber weit gefehlt. Während sich die Industrienationen mit immer mehr hochtechnisierten Rüstungsgütern eindecken und damit ihrer Bevölkerung eine Sicherheit vorgaukeln, die es nicht geben kann, beschaffen sich die Entwicklungs- und Schwellenländer atomare, biologische und chemische Kampfstoffe (sogenannte ABC-Waffen), weil sie sich etwas anderes nicht leisten können und machen die Hochrüstung in den Industrienationen zu nutzlosem Kriegsspielzeug. Aber auch daran verdienen die Rüstungskonzerne.
Tief in meinem Inneren hege ich die schwache Hoffnung, dass irgendwann die Vernunft in einigen Menschen obsiegen möge und sie sich darauf einigen, das ganze Waffemarsenal wegzuschmeissen und der Welt nicht nur Frieden, sondern auch Wohlstand zu schenken. Aber wahrscheinlich bleibt das ein Traum, denn einfach wegwerfen, dass geht auch nicht, dazu ist der Mist der Militärs viel zu gefährlich. Nein, auch da macht die Rüstungsindustrie ein großes Geschäft, denn wer seine Waffen wieder loswerden will, weil sie veraltet sind oder nicht mehr gebraucht werden, der muss sie wieder in ihre Einzelteile zerlegen und diese dann entsorgen lassen. Das das eine Stange Geld kostet, versteht sich von selbst. Meist ist das Entsorgen viel teurer als die Beschaffung und darum verkauft man den alten Krempel an die Dritte Welt, die ihn dann auf ihre Weise „entsorgt“ – sie setzt ihn ein, oft sogar gegen die eigene Bevölkerung und wir können weiterhin ein ruhiges Gewissen haben!