Rechtskonservativer Staatsstreich in Polen?

Ach ja, alle regen sich auf über den rechtskonservativen Staatsstreich in Polen. Jedenfalls ein bisschen. Ist fast so wie in Ungarn. Alles jammert laut und zeigt sich ein wenig empört, weitere reaktionen oder gar Sanktionen gibt es nicht! Wenn ich mich da im Vergleich an das Geschrei erinnere, mit dem der Wahlsieg von Syriza in Griechenland aufgenommen wurde. Da sah und sieht auch noch heute den Untergang des Abendlandes. Denn Syriza ist links und das passt den rechtskonservativen Politgenies in Europa nicht so richtig.

Nein, das passt ihnen überhaupt nicht! Aber sagen kann man auch nichts, denn es sind ja die eigenen Parteifreunde, wenn man´s genau betrachtet und mal ganz im Vertrauen – wer von dem rechten konservativen Pack feixt nicht heimlich voller Freude über die Chuzpe, mit der die christlich-abendländisch orientierten Wertkonservativen für alle Zeiten verhindern wollen, dass es jemals wieder linke Politik gibt, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der arbeitenden Menschen orientiert? Ich seh den Seedoofer und seine Entourage quasi vor meinem trüben geistigen Auge. Und sicher wird man schon überlegen, welche staatsstreichartigen Massnahmen man in Bayern ergreifen kann, um die Linksterroristen von der SPD von der Macht fern zu halten!

Einzig Spanien hat sich deutlich gegen den Trend gestellt und dem Ministerpräsidenten Rayoj, ebenfalls ein Rechtskonservativer und in dieser Situation als eher wirtschaftsfreundlich-korrupt, denn als Revolutionär im Namen des Volkes einen anständigen Schlag in die Fresse verpasst. Hat knapp zwanzig Prozent weniger als bei den letzten Wahlen und gibt sich dennoch als Wahlsieger. Natürlich habe ich bislang kaum einen Politiker erlebt, der „sein“ Wahlergebnis so akzeptiert hätte, wie es ist, besonders, wenn´s sich um eine ssaftige Niederlage handelte. Aber gerade in der Politik beginnt Realitätsverweigerung meist immer dann, wenn sie für jeden anderen schon nicht mehr zu ignorieren ist!

Andererseits muss man sich über den allgemeinen Rechtsruck in Europa auch nicht wirklich wundern. Wo sind denn die linken Alternativen? Ich meine gut, was sich wirklich links darstellt, wird verteufelt, verleumdet, verunglimpft und mit Hilfe großzügig von der Wirtschaft finanzierter sogenannter Aufklärungskampagnen propagandistisch ermordet! Das ergebnis ist, dass gerade die Menschen, die eigentlich auf eine linke Regierung angewiesen wären, diese gerade nicht wählen, weil man ihnen eingeredet hat, die Linke würde ihnen ihr bisschen Wohlstand weg nehmen wollen. Statt dessenwählt man die Konservativen, die mit der Wirtschaft und den Kirchen eng verknüpft sind und ergo auch nur deren Interessen vertreten.

Und dann sind da noch die linken Parteien, die früher einmal links waren. Solche Vereine wie die SPD beispielsweise. Irgendwann Mitte der achziger Jahre beschlossen sie dann unter dem Einfluss von Spendengeldern aus der Industrie, den Gang durch die Institutionen gehen zu müssen. Allerdings in die falsche Richtung, nämlich in die sogenannte „Mitte der Gesellschaft“! Dort mögen sie mittlerweile angekommen sein. Allerdings haben sie auf dem Wege dorthin nicht nur ihre Wurzeln vergessen und sämtliche Ideale, für die sie einst standen, verraten. Nein, sie haben auch ihre Wählerschaft verloren. Ich sage nur „Genosse der Bosse“!

Was für jeden aufrechten Sozialdemokraten eine übelste Beleidigung sein sollte, wird von einem gewissen Gerhard Schröder und seinen Seeheimern wie eine Monstranz vor sich her getragen. Bedauerlicherweise merkelt noch immer nur eine MInderheit, dass man diese Monstranz auf dem Weg in den Abgrund vor sich her trägt.

Was jedoch für die Politiker der Konservativen gilt, die eine Wahlniederlage nicht als Wahlniederlage erkennen wollen und schon garnicht als ihre eigene, gilt erst Recht für die SPD. Kein Ergebnis, wie sehr es sich auch der 20%-Marke nähern möge, ist schlecht genug, um das eigene Versagen einzugestehen. Es sind immer die andern, die nicht erkennen, welch wirklich „großartige Politik“ die SPD in den letzten dreißig Jahren gemacht hat. Als Juniorpartner der Union…

Und so wundern wir uns weiter, warum in so weiten Teilen Europas die Konservativen das Sagen haben und die Sozialdemokratie (manche nennen sie aus naheliegenden Gründen auch Spezialdemokratie), bzw. der Sozialismus zu einem unbedeutenden Teil des politischen Spektrum schrumpft und die eigentlichen Entscheidungen nicht in den Parlamenten, sondern in den Konzernzentralen getroffen werden!

Es kann nicht gut sein, wenn man die Interessen und Bedürfnisse des größten Teils der Bevölkerung vollkommen außer Acht lässt und die Wirtschaft, insbesondere die Industrie derart ungerecht fertigt bevirzugt, weil man von der durch Wirtschafts- und Lobbykreisen gern verbreiteten Behauptung ausgeht, „wenn´s der Wirtschaft gut geht, geht´s auch den Menschen gut!“

Gernau das Gegenteil ist der Fall. Wenn´s der Wirtschaft nämlich gut geht, beginnt sie sofort nach Wegen zu suchen, wie´s ihr noch besser gehen kann! Und das geht dann immer und zuerst zu Lasten der Menschen!

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Die Armen sind Schuld! Die Griechen auch!

Ja nun, was sagt man dazu? Die Armen zahlen die Zeche für die Reichen? In den Krisenstaaten, besonders in Griechenland wächst die Kluft zwischen arm und reich, wegen der Extrem-Sparpolitik? Als ob das in Deutschland anders wäre. Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher und wenn jemand den Mindestlohn befürwortet, oder gar Lohn- und Gehaltserhöhungen, dann droht der Untergang des Abendlandes! Wenn es um Erbschaftssteuern geht, dann bricht die Wirtschaft zusammen, weil die notleidenden Erben mit ihren notleidenden Betrieben die Steuern nicht aufbringen können! Wenn der Ölpreis sinkt, dann ist das nur zum Teil gut für die Wirtschaft. gerne nimmt man die niedrigen Energiekosten als Konjunkturpaket für sich in Anspruch, bedauert aber gleichzeitig, dass die Aktionmärkte und die Energiekonzerne darunter litten. Für die Umwelt ist das auch schädlich, weil der Pöbel meint, er könne bei niedrigen Spritpreisen mir nichts dir nichts mehr Auto fahren und die Umwelt verpesten! Gelobt seien die Nutzer von Dienstwagen. Die zahlen nur marginale Steuern auf die private Nutzung der Fahrzeuge und egal ob der Sprit billig ist oder teuer, sie fahren immer zwei- oder dreihundert tausend Kilometer im Jahr! Wenn die Immobilienpreise sinken, dann heulen die Investoren, die Grundbesitzer und vor allem die Spekulanten und Miethaie. Wenn die Mieten durch die Decke schießen, dann heulen nur die Mieter und bitte, mit welchem Recht eigentlich? Mietwohnungen sind nun mal zum Abkassieren gedacht, nicht zum drin wohnen und wohl fühlen! Da kann man auch schonmal einfach die Mietpreisexplosion einfach leugnen oder gleich ganz weglügen, kann mit einem Rückgang der Neubauten drohen und weinend auf die vollkommen überflüssige (weil leider wirkungslose) Mietpreisbremse hinweisen. Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder Mieter angemessenen Wohnraum leisten könnte? Das wäre ja Sozialismus…

Und den Sozialismus versucht man ja in Griecheland gerade wieder einzuführen. Durch die Hintertür und mit Hilfe der Rechtsradikalen. Aber das wird man dem fauen Pack im Süden Europas schon austreiben. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, die BLÖD-Zeitung hetzt, was das Zeug hält und Sch(r)äuble fühlt sich mal wieder beleidigt – wobei man sich bei der Gelegenheit vielloeicht mal daran erinnern sollte, wie der Herr Minister mit seinen Mitarbeitern umzugehen pflegt! Wer nicht passt, wird passend gemacht, indem man ihn zusammen faltet. Und zwar vor versammelter Mannschaft. Was sein muss, muss schließlich sein und dient der Disziplinierung unbotmäßiger Schwachköpfe in den eigenen Reihen!

Und dann kommt da ein Griechenlümmel mit Namen Varoufakis daher, der nicht mal eine anständige Krawatte trägt und will dem rollenden Wolfgang erklären, wo der Bartel den Most holt? Ey, von was träumt ihr denn des nachts?

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Griechenland und kein Ende

Ja, es scheint Fakt zu sein. Politik in Griechenland wird derzeit nicht nur von und in der EU gemacht und zwar unter Aufsicht und Befehl der Troika der EZB, sondern auch und besonders in Berlin. Von Muddi! Und von Schäuble! Und von ihren Spiessgesellen und Erfüllungsgehilfen in den Vorstandsetagen der großen Bank- und Versicherungskonzerne und natürlich auch von den Großkoalitionären, die sich zur Zeit allerdings als Griechenlandversteher präsentieren.

Aber jeder weiss, dass sie es in Wirklichkeit garnicht so meinen! Genauso, wie sie es mit der Wahrheit nicht so ernst meinen und schon gar nicht mit der Realität! Denn selbst die früher mal „linke“ SPD mag kein Linksbündnis Syriza unter Tsipras, weil ihnen das zu ähm links wäre. Womöglich steckt dahinter ja so etwas wie Sozialismus, oder gar Kommunismus im Tarnanzug und von Ersterem hat sich die Sozialdemokratie schon vor langer, langer Zeit verabschiedet.

Ebenso von den Idealen des Klassenkampfes. Spätestens seit Gerhard Schröder Bundeskanzler und „Genosse der Bosse“ in Personalunion wurde, gibt es den einst propagierten Klassenkampf nicht mehr als Ziel der SPD.

Bestenfalls in Gestalt des umgekehrten Klassenkampfes, wenn man das unter der Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben verstehen will.

Es wird sogar so sehr klassengekämpft, das es auch dem schon reichlich neoliberalen Nuschelorakel der SPD, Altkanzler Helmuth Schmidt, zu bunt wird und er sich genötigt sieht, den moralischen Zeigefinger zu erheben und auf die drohende Spaltung der Gesellschaft hinzuweisen. Und das will dann schon mal etwas heissen!

Derweilen bewegt sich Muddi mit der Grazie einer Tunnelfräsmaschine und dem Charme einer oft benutzten Klobürste durch das lästige Dickicht der politischen EU-Kleinstaaterei und beschwört den finanziellen Untergang des Abendlandes herauf, wenn Griechenland den Euro verlässt! Nach aussen jedenfalls.

Hinter vorgehaltener Hand mauschelt man freilich schon, wie man den Schaden für die Konzerne, im Fall der Fälle, möglichst gering halten könnte. Im Zweifel stehen ja die deutschen und europäischen Steuerzahler für die Ausfälle gerade und voilá! Gerettet! Die Konzerne und ihre Profite jedenfalls!

Natürlich muss man dann im Gegenzug an der ein oder anderen Stelle ein paar Einsparungen vornehmen und. Ein, zwei Kürzungen vielleicht. Aber das liegt dann daran, dass „wir“ eben viel zu lange über „unsere“ Verhältnisse gelebt haben!

Meanwhile sind die Bürger, besorgt und verunsichert, wie das so ihre Art ist, erst einmal mit Pegida und der AfD beschäftigt und abgelenkt, so dass man sich eher darum zu sorgen scheint, ob man seinen Regenschirm zur montagabendlichen Patridiotendemo gegen die Islamisierung des Abendlandes mitnehmen sollte, oder eine Taschenlanpe, um sich selbst heim zu leuchten, wenn die Semperoper, das Brandenburger Tor, oder der Kölner Dom durch Abschalten der Beleuchtung in ein Dunkel getaucht werden, wie es dunkler selbst in den dunkelsten Analkanälen der ebenfalls sehr besorgten konservativen Politprominenz nicht sein könnte!

Die CSU versucht die AfD rechts außen zu überholen. Die CDU rauscht links an der SPD vorbei, die darob leicht indigniert darüber nachzusinnen scheint, wo sie nun eigentlich in diesem wirren Spektrum verwirrter Schwachköpfe überhaupt genau steht. Und die FDP präsentiert sich in der Zwischenzeit als Alternative zur Alternative für Deutschland zu etablieren. Obgleich sie das nicht nur ohne Sinn und Verstand, sondern auch ohne Gesicht und Profil versucht.

Aber so etwas ist in unserer heutigen Zeit sowieso nur überflüssiger Ballast und Eigenschaften wie Stromlinienförmigkeit, Gleitfähigkeit und Widerstandslosigkeit sind eindeutig mehr gefragt denn je. So kann man nämlich leichter da eindringen, wo´s warm (und braun) rauskommt, bei den Reichen und Mächtigen.

Widerstandsloses gleiten ist auf dem politischen Karrieresprungbrett zur alternativlosen Alternative für den dynamischen Egomanen und damit zur wichtigsten Disziplin geworden! Viel Spass dabei!

Die Konjunkturlok dampft und zischt, weil Deutschland sozialistisch ischt?

Was soll denn jetzt die blöde Debatte darüber, ob Deutschland, bzw. seine Wirtschaft, die Konjunkturlokomotive für Europa ist? Natürlich ist sie das. Man muss sich das nur mal etwas genauer anschauen! Beispiel? ICE – im Sommer wenn´s warm ist, funktionieren die Klimaanlagen nicht. Ergo müssen die Züge stehen bleiben und oft auch gleich ganz evakuiert werden! Im Winter, wenn´s kalt ist, frieren die Weichen ein und die schicken ICE´s können auch nicht fahren. Und wenn gerade mal alles funktioniert, dann werden die Fahrdienstleiter krank, gehen in Urlaub oder feiern ihre Überstunden ab und der Bahnhof wird abgesperrt! Seht ihr und genau so läuft das auch mit der deutschen Wirtschaft! Jetzt endlich kapiert???

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Die Kloalition der Ahnungslosen

Ja, da bleibt einem echt die Spucke weg! Der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, hat von den Abhöraktionen der NSA erst aus der Zeitung erfahren? Gibt es eigentlich etwas, dass noch überflüssiger ist, als ein Geheimdienst, der keine Ahnung hat, was um ihn herum, in ihm drin und auch sonst noch so vor sich geht? Jetzt mal abgesehen von der BLÖD-Zeitung oder so.
Ich meine, was zum Geier machen diese Idioten vom BND mit unseren Milliarden Euro, die ihnen die Bundesregierung in den Arsch steckt? Wen bespitzeln die überhaupt, außer ein paar linken Aktivisten, die mit ihren sozialistischen oder kommunistischen Ideen, höchstens den Kapitalismus entlarven könnten? Diese NSU-Nazis konnten sie nicht finden, von rechten Idioten lassen sie sich an der Nase herum führen und das Geld aus der Tasche ziehen und was die „befreundeten“ Dienste so treiben, davon haben sie keinen blassen Schimmer? Von den wirklichen Bedrohungen in- und ausländischer Terrororganisationen wollen wir erst gar nicht anfangen…
Und was sagt Muddi dazu? Nunja, nun ist sie ja auch ein bisschen gegen die Vorratsdatenspeicherung, aber das sagt sie natürlich nicht so offen. Das denkt sie nur (falls das mit einem solchen Kopf überhaupt möglich ist) und lässt den Vollhorst Drehhofer ein wenig Scheiße reden…

Für den ganzen üblen Rest gibt es dann den Innenfritz, der macht was er will, der die Überwachung ausbauen möchte, so weit es nur geht und noch ein Stückchen darüber hinaus!, Ja, Herr Friedrich ist ein Mann ganz nach dem Geschmack der NSA und man darf sich wohl fragen, ob die ihn nicht in seiner Stellung installiert hat, um das durchzudrücken, was man gemeinhin als „Law-and-Order-Mann bezeichnet, einen Menschen, dem das Gesetz scheißegal ist, Hauptsache man kann es zu eigenem Nutz und Frommen verbiegen und mißbrauchen!

Wir brauchen allerdings nicht weniger Demokratie und mehr Überwachung, sondern mehr Demokratie und weniger Überwachung und wir brauchen ganz sicher keine solchen psychopatischen Spacken wie den Innenminister Friedrich!

Aber eines können wir aus diesem ganzen Affentheater um die NSA-Abhörskandale lernen – die zuständigen Stellen, Behörden und Politiker wussten nicht nur von nichts, sie wollen es bis heute überhaupt nicht wissen und das wiederum ist mehr als bedenklich…

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