Das Elend mit der Agenda 2010!

Tataaa, erstaunlicherweise hat es der Spiegel hier mal – entgegen sonstiger Gepflogenheiten seit der Übernahmen durch die BILD-Chefredaktion – auf den Punkt gebracht! Ob es wirklich so käme, wie es kam, wenn man die Zeit zurück drehte, weiss der Geier. Aber dass nahezu alle sogenannten „Reformen“ nichts weiter als schwachsinniger Aktionismus waren (und wie Andrea Nahles vorgestern eindrucksvoll auf´s Neue bewiesen hat auch immer noch sind) und denen in die Hände spielte, die der Unterstützung durch den Staat eigentlich nie bedurft hätten, wussten wir schon länger. Nur die SPD grübelt noch immer darüber, warum die einfachen Leute sie nicht mehr wählen wollen, nachdem die Spezialdemokraten unter der weisen Führung des überaus sozialen Gerhard Schröder doch alles, was der deutsche Staat zu bieten hatte, den Reichen, den Wohlhabenden und den Banken in die fetten Ärsche geschoben haben! Nur leider vermag das immer noch niemand von „denen da oben“ das einzusehen! Schade eigentlich…

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Spiegel, Spiegel an der Wand…

Oh ja, der Spiegel ist nicht erst seit gestern von seinem Weg abgekommen, die journalistische Speerspitze der linken Avantgarde zu sein, das haben wir schon vor ein paar Jahrzehnten bemerkelt. Nun, da das Hauptstadtbüro von einem echten, einem wirklichen BLÖD-Zeitungsmann geleitet wird, von Nikolaus Blome, bis vor kurzem noch „Bild“-Politik- und Vizechef, brauchen wir uns nicht wundern, wenn sich der einst so linke Spiegel heuer in einen Wunschspiegel verwandelt, in dem sich Muddi nebst ihrer arschkriechenden Speichellecker aus der Union die Frage nach der „Schönstem im Land“ wunsch- und erwartungsgemäß beantwortet bekommen werden! „Ihr, Muddi, Ihr seid die Schönste im ganzen Land“ Und keine Stimme wird sich erheben, die der FragestellerIn zum Abschluss noch reindrückt „Aber die Ilse Aigner, hinter den sieben Bergen, bei den kleingeistigen bayrischen CSU-Zwergen, ist tausendmal schöner als Ihr!“ (Ob das der Wahrheit entspricht, steht hier jetzt nicht zur Debatte). Der Spiegel himselfe singt das Hohelied der großen K(l)oalition!
Aber, als hätten wir es nicht schon geahnt, nachdem uns Andrea Nahles, nach ihrem Geständnis, dass Durst schlimmer als Heimweh und erst recht schlimmer, als eine trockene Sondierungsrunde sei, ziemlich verschwurbelt verkündet hat, dass die SPD es als ihre Aufgabe ansehe, etwas in diesem Land für die Menschen zu verbessern, predigt uns Sigmar Gabriel heute Bescheidenheit und weist uns auf diverse Dinge hin, die uns nun völlig überraschen:
Das die SPD ja nun doch reichlich wenige Stimmen bei der letzten Wahl erhalten habe und dass es für die Sozialsdemokraten nicht ganz einfach sei, sozialdemokratische Positionen durchzusetzen, wie z. B. den Mindestlohn.
Das hätten wir ihm vorher sagen können, nein wir haben es vorher gesagt. Aber entgegen aller Zweifel, war der gute Sigmar Gabriel der Meinung, der Union sein, bzw. ein sozialdemokratisches Profil aufdrücken zu können! Er hat es ja auch laut genug verkündet. Und nun kömmt die Rolle rückwärts schneller, als man ahnen konnte. Noch ist nicht klar, ob der Parteikonvent überhaupt für K(l)oalitionsverhandlungen stimmen wird, da wird schon zum Rückzug von den nicht verhandelbaren sozialdemokratischen Festungen geblasen, die einzig dazu angetan währen, der SPD wieder so etwas wie ein sozialdemokratisches Gesicht zurück zu geben!
Aber man wollte es ja nicht einmal drauf ankommen lassen und ausloten, ob man dieses sozialdemokratische Profil auch ohne die Union nicht erreichen könnte, mit rot-rot-grün nämlich!
Aber das wäre wirklich zuviel verlangt gewesen! Politik für die einfachen Leute, zusammen mit denen, die etwas ähnliches anstrebten, das wäre einfach zu schön gewesen!
Ja, lieber Spiegel, ich glaube Du hast recht. Wenn der Konvent die Aufnahme von K(l)olaitionsverhandlungen ablehnen würde und im Zweifelsfall die Basis dann eine GroKo, dann wäre die Parteispitze tatsächlich geliefert. Und wir können nur hoffen, dass dies lieber heute (bzw. morgen) als übermorgen geschieht. Denn erst dann wird es einen neuanfang in der SPD geben können, wenn diejenigen nichts mehr zu sagen haben, denen wir die Rente mit 67 und die unsäglichen Hartz-IV-Gesetze zu „verdanken“ haben!

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…und alle hassen die arme FDP!

Hier schreibt Jan Fleischhauer einen sehr bemerkelnswerten „Abgesang“ auf den Untergang der FDP bei den Bundestagswahlen und zwar dergestalt, dass mir der Spiegel aus der Hand gefallen wäre, wenn ich ihn denn als Druckerzeuchnis in der Hand gehalten hätte. Hab ich aber nich und sicher werd ich mir auch keinen kaufen, wenn ich damit rechnen muss, dass wir auch fürderhin in dem einstigen linken politischen Avantgardemagazin mit solchen Kolumnen erfreut werden. Natürlich war die FDP an nichts schuld. natürlich hat sie nur ein bisschen arschgegkrochen und ebenso natürlich sind alle andern mehr schuld am Dilemma des deutschen Sozialstaates, als ausgerechnet das gute liberale Gewissen der Wirtschaft. Sieht man einmal vom völligen versagen aller Minister ab, die die FDP stellte, haben sie wirklich brillante Arbeit geleistet – ich weiss nur nicht worin und womit! Aber das is mir auch völlich egal. Wenn die Spiegel Redaktion nun direkt dem Focus auf dessen eigenem Terrain Konkurrenz machen will, dann kann ich ihm nur Bonne Chance wünschen und werde mir ansonsten vielleicht eher den Blick in dessen Artikel verkneifen müssen.

Es wird wohl einen Grund gehabt haben, außer dem, dass der Wähler mal wieder völlich uninformiert über die famosen Leistungen der FDP gewesen is und dass er einfach nich zu schätzen weiss, was da hinter den Kulissen geschoben und bewecht wird. Ein solches Bohai hätte ich aus berufenem Munde ma gern zu den Wahlniederlagen der SPD gehöert, die sich mit großem Schritt und Seit´ an Seit´ in Richtung der 20%-Marke bewegen. Aber danach kräht kein Hahn, wie mir scheint.

Und auch, wenn Herr Fleischhauer das nich einsehen will, ich bin froh, dass die FDP das zeitliche gesegnet hat und ich bin froh, dass neoliberales Gedankengut vielleicht doch eine Spur weniger das politische Tagesgeschäft bestimmen wird, als bisher! Marktradikalismus darf keine Zukunft haben in einem reichen Lande, dessen Wohlhabende mit der Staubzuckspritze verwöhnt werden, während das untere Drittel der sozialen Leiter bereits so tief in der Scheiße steckt, dass es besser ist, sich an den Geruch zu gewöhnen, statt sich der trügerischen Hoffnung hinzugeben, sich aus eigener Kraft jemals daraus befreien zu können…

Nun mag mach einer vielleicht behaupten, man rede nicht schlecht über Tote. Aber dem muss man entgegen halten, dass die FDP ja (leider) noch nicht ganz tot ist – in den einigen Bundesländern zuckt sie ja noch ein wenig in der Agonie ihres furchtbaren Todeskampfes. Wie dem auch sei. Die FDP ist (fast) tot, es lebe der institutionalisierte Wirtschaftslobbyismus!

 

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