Guerillagärtnern leicht gemacht!

Habe eine nette Seite aus Österreich (guerillagaertner.com) gefunden, die sich dem Thema Guerilla Gardening widmet und handfest Informationen bietet. Die Seite ist nicht sehr umfangreich, aber das kann ja noch werden. Hier findet Ihr auch eine Download-Sektion, wo das Banner, das Logo, Rezepte für Samenbomben (also Seedbombs) oder sogar selbstgemachtes Moosgraffiti. Die pdf-Dateien sind knapp gehalten und leicht verständlich geschrieben und können downgeloaded werden!

Es ist ja schön und gut, wenn die Städte ein paar Grünanlagen anlegen. Das heisst, nein, es ist weder schön, noch gut, weil diese Flächen eigentlich nur als Hundetoiletten für die Anwohner genutzt werden können. Die Bepflanzung ist so angelegt, dass sie möglichst wenig Arbeit macht und besteht deshalb zumeist aus Rasenflächen und einigen Bäumen und Büschen. Gerade in Karlsruhe, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dienen diese Anlagen dem Unterschlupf von Ratten, die ganz erstaunliche Ausmaße haben können. Wer sehr früh morgens durch die Stadt geht, kann sie rascheln hören unter den bodendeckenden Gewächsen, die sich fast überall finden. Und hin und wieder, sieht man das ein oder andere Exemplar über eine Strasse oder Gehwege huschen. Bisweilen hat man den Eindruck, das wären kleine Katzen (um einen Größenvergleich zu haben).

Schaut Euch da mal um und fangt dann gleich mit der Produktion von Seedbombs an, um die Betonwüsten der Städte zu begrünen! Ich frage mich natürlich auch, warum man keine Obstbäume in die Grünanlagen pflanzt. da findet sich vielleicht ein Hebel, um mit der Umgestaltung des städtischen Raumes zu beginnen. Blumen säen, Gemüse anpflanzen, Obstbäumchen setzen und schon wird die Stadt zu einem Garten Eden für die Menschen – jedenfalls ein kleines Stückchen! Und Pflanzen, besonders Bäume binden CO2 und was wäre wichtiger als diese wunderbare Eigenschaft der Bäume, gerade in der heutigen Zeit? Es gibt so viele herrliche Nutzpflanzen (Verein zur erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt VEN)  die nicht nur in ihrer Eigenschaft als Pflanze das CO2 binden und Schmutz aus der Luft filtern, oder das Mikroklima positiv beeinflussen, man kann sich mit ihren Früchten, Nüssen oder Beeren auch noch gesund ernähren! Na wenn das nicht Grund genug ist, sich mit dem Guerillagardening zu befassen?

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Guerilla Gardening – der Kampf gegen die Betonwüsten der Städte

Wer sich die Seiten von Green Guerilla und Guerilla Gardening anschaut, den müsste, wenn er nur einen Funken Umweltbewusstsein in seinem Herzen trägt, sofort ungehemmter Tatendrang ergreifen. Er oder Sie müsste sich ein Säcklein Wildblumenwiesensamen, selbst gesammelte bzw. selber vermehrte Gemüsesamen, oder Obstkerne schnappen, eine kleine Schippe, Rechen und `ne Gießkanne, um dann den Krieg gegen den Beton in der Stadt starten!
Die Städte gehören den Menschen! Darum sollen sie sich das Recht nehmen und die öden Grünflächen mit bunten Blumen, Gemüse und Bäumen zu bepflanzen! Lasst euch nicht mit ein paar einsamen Bäumen in der Fußgängerzone abspeisen, deren Baumscheiben als Hundeklo missbraucht werden. Sät eine kleine Wiese auf jeder Baumscheibe. Wo nur Einheitsrasen mehr schlecht als recht grünt, da pflanzt Obstbäume. Nur so werden unsere Städte wieder lebenswert und schön! Leben in der Betonwüste ist wie Leben hinter Gefängnismauern. Macht euch frei davon und gestaltet eure Umwelt nach menschlichen Bedürfnissen, in der auch Platz für Tiere und wilde Pflanzen ist.
Träumt nicht euer Leben – lebt euren Traum!