Radioaktivität ist (h)armlos?

Na is das nich toll? Vögel können nich nur nich lesen, dass der Luftraum über Tschernobyl gesperrt is, sie sind (dank der Radioaktivität) auch noch größér und gesünder als ihre Artgenossen, die ohne die segensbringende radioaktive Strahlung auskommen müssen! Wir warten gespannt auf den ersten Siedlertreck schwerkranker Menschen die, gesponsort von der ukrainischen Regierung, zur Genesung und zum Wiederaufbau in die einstens viel zu vorschnell verlassene vermeintliche Todeszone turückkehren! Radioakivität ist harmlos! Atomenergie ist sauber und sicher! Weg mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg, aus dem Ausstieg…

Dank der freien und unabhängigen Presse wissen wir ja auch schon, dass die atomare Katastrophe in Fokuhila/Japan keinen Anstieg der Krebserkrankungen zur Folge hat. Kein Grund also, die sowieso schon arg gebeutelten Kraftwerksbetreiber auch noch mit den horrenden und völlig überflüssigen Kosten für die Stilllegung, Sanierung und den Rückbau der Atomruinen zu belasten!

Und während man in Japan die übrigen stillgelegten Meiler wieder ans Netz nehmen will, sorgt man sich schon garnicht mehr über die radioaktive Verseuchung des Pazifik, des Grundwassers und der ständig woanders leckenden Sammelbecken für die strahlende Brühe in Fukushima! In Tschernobyl hingegen freut man sich über gesunde, wenn auch leicht überdimensionierte Vögel am Himmel! Wir sind ja so bescheiden geworden. Oder war das richtige Wort doch „bescheuert“?

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Wann, wenn nicht jetzt?

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aus der Atomkraft auszusteigen?

Eigentlich hätte man niemals diese Büchse der Pandora öffnen dürfen. Welches Leid wäre den Opfern erspart geblieben, die ungefragt der Meinung der „Experten“ vertauen mussten, die Atomkraft sei sicher? Besonnene und besorgte Menschen, die schon immer auf die Gefahren und die nicht beherrschbare Technologie hingewiesen haben, wurden jahrzehntelang als Öko´s, Spinner und Traumtänzer verunglimpft. Ihre Sorgen vor atomaren Katastrophen als Panikmache hingestellt!Viel lieber glaubte man den Beteuerungen der Wissenschaft und vor allem der Atomkonzerne, es könne nichts passieren, die Risiken seien zu vernachlässigen und ein GAU (der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk) derart unwahrscheinlich, dass man das sogenannte „Restrisiko“ eben einfach zu tragen habe!

Mit Wahrscheinlichkeiten ist das aber so eine Sache. Selbst wenn man beispielsweise das Auftreten eines GAU alle 10.000 oder auch 100.000 Jahre für wahrscheinlich hielte, so sagt diese Zahl nichts darüber aus, wann innerhalb dieses Zeitraumes die Katastrophe eintreten kann. Der Betrieb kann also über den gesamte Zeitraum unfallfrei ablaufen, muss er aber nicht! Genauso gut kann der Betrieb aber auch schon im ersten Jahr zur verheerenden Katastrophe führen! Der Grund dafür mag möglicherweise nicht in der Technik der atomaren Energiegewinnung liegen, aber er liegt mit Sicherheit in Bedingungen begründet, auf die der Mensch nur sehr begrenzt Einfluss auszuüben vermag!

Im Gegensatz zum Universum ist die menschliche Dummheit grenzenlos
(sehr frei nach Albert Einstein) und menschliches Versagen ist einer der Hauptgründe für das Versagen der „perfekt“ durchdachten und redundant (das heisst mehrfach) abgesicherten Technik der Atommeiler! Gleichwohl gibt es keine Möglichkeit ein Atomkraftwerk zu bauen, dass absolut sicher ist, nicht gegen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Brände und erst recht nicht gegen menschliche Dummheit und Fanatismus! Und trotzdem ignoriert man geflissentlich seit Jahrzehnten die Gefahren, weil sich im Betrieb eines Atommeilers ungeheure Profitmöglichkeiten eröffnen! Bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Vernunft. Dafür ist die Politik der vergangenen Jahrzehnte ein Beispiel, das uns als Fanal dienen sollte, Profitinteressen niemals über die Sicherheit der Menschen zu stellen! Genau das aber wird getan!Die Risiken des Einsatzes der Atomkraft tragen nicht die Konzerne, die sich über märchenhafte Gewinne freuen, diese Risiken trägt die Gesellschaft, tragen die Menschen, besonders diejenigen, die gezwungenermaßen in unmittelbarer Umgebung atomarer Anlagen leben müssen. Keine Versicherung ist bereit, dieses Risiko zu tragen, so „undenkbar“ und statistisch unwahrscheinlich das Eintreten eines GAU oder Super-GAU angeblich ist! Die Folgen eines gravierenden Störfalles tragen nicht die Konzerne, es ist die Gesellschaft, sind die Bürger, die dafür aufkommen müssen!!!

Freilich finden sich heute auch Menschen, die sich gerne selbst als Atomkraftgegner bezeichnen, denen der jetzt aufflammende Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland, Europa und weltweit nicht passt! Sie sind der Meinung, es wäre „pietätlos“, wenn man jetzt, angesichts der Katastrophe in Japan, die Abschaltung der Atommeiler in Deutschland verlange!

Aber wann, wenn nicht jetzt, soll man aus der Atomkraft aussteigen? Wie könnte man jetzt schweigen, wo doch für alle, die sehen wollen, so offensichtlich geworden ist, welch unberechenbare Risiken in der Nutzung der Atomkraft liegen? Die Folgen dieser atomaren Katastrophen sind nicht beherrschbar! Größere Gefahren birgt nur die hemmungslose Gier der Konzerne, denen die Folgen ihres Tuns völlig egal zu sein scheinen!

Ob Tepco, E.on, RWE, ENBW oder Vattenfall, die Namen sind verschieden, das Streben nach Profit ist dasselbe! Die kriminelle Energie ihrer Manager, das Kartell der gekauften Politiker, das alles zerstört die mühsam aufgebauten demokratischen Strukturen dort, wo sie noch vorhanden sind! Ein Atomstaat kann kein demokratischer Staat sein, er entwickelt sich in dem Bestreben, die Sicherheit „seiner“ Atomanlagen zu garantieren zu einer parlamentarischen Diktatur, die die Menschenrechte per Gesetz aushebelt und den Ausnahmezustand zur Normalität erklärt!

Wir müssen jetzt aussteigen, auch wenn die meisten anderen Staaten dem Einfluss und den Einflüsterungen der Atomlobby zu erliegen scheinen und lieber das Geld einstecken, dass man ihnen hinterher schmeisst, als logisch zu denken und kritisch zu urteilen! Einmal nur, wenigstens einmal, will ich es erleben, dass Deutschland das Richtige tut und zwar als erster und von mir aus auch als einziger Staat!

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und hier noch für die, welche es interessiert, die oben genannten Atomkonzerne so, wie sie sich selber sehen und natürlich auch nach außen hin präsentieren:

  • Tepco (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Chiyoda, Tokio – wer sich das zu Gemüte führen will, sollte des Japanischen mächtig sein, sonst wird es ein wenich kompliziert).
  • E.ON AG (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf).
  • RWE (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Essen).
  • ENBW (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Karlsruhe).
  • Vattenfall (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Stockholm, Schweden).

Der Bauernkrieg!

Gewöhnlich sieht man die Bauern in unserem Lande ja gern als ein unzeitgemäßes Relikt einer alten Zeit, das nur noch am Subventionstropf der Bundesregierung und der EU hängt. Da gibt es die konventionellen Bauern, die mit Macht an den „überlieferten“ Anbaumethoden festhalten (riesige Maschinen, viel Energieeinsatz, ordentlich Kunstdünger und noch mehr Pestizide…), oder aber die anderen, die nahezu sektiererisch mit natürlichem Landbau oder gar Permakultur experimentieren. Aber eines haben sie gemeinsam – die Hoffnung, die Atomkonzerne in ihre Schranken zu weisen und am Ende aus unserem Lande zu jagen!

Und sie haben ganz schön was zu bieten, unsere Bauern und Bäuerinnen, doch seht selbst

Sie kämpfen nicht nur für ihr eiogenes Land, sondern auch für die Menschen in Deutschland und für eine lebenswerte und gesunde Zukunft, ohne die latente Angst vor radioaktiver Strahlung, die man nicht riecht, nicht sieht, nicht schmeckt, aber die furchtbare Krankheiten auslöst. Besonders die Bauern des Wendlands, deren Heimat von der Bundesregierung und den Atomkonzernen zum Paradies der Endlagerfetischisten erkoren wurde, sind mit großem Eifer und vorbildlich motiviert bei der Sache – eine verlässliche Stütze für diejenigen, die sich ebenfalls dem Kampf gegen die atomare Idiotie widmen.

Wo immer es gegen die Atomkraft zu demonstrieren gilt, sind sie dabei und rollen mit ihren Treckern an

Nachdem das Interesse der Naturschützer an der Problematik seit Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre nachließ weil der „unumkehrbare Atomausstieg “ proklamiert worden war, steht nun eine Renaissance des Anitatomkampfes bevor. Die Bauern und mit ihnen immer mehr Menschen aus den Städten wollen sich nicht mehr einfach von den Interessen der Atomindustrie und deren gekaufter Politiker überrollen und bevormunden lassen. Die Protestwelle wächst erneut mächtig an

Vielleicht wird aus dem belächelten Widerstand im Wendland eine gewaltige Woge, ein Tsunami der Empörung, der den Verantwortlichen ein für allemal klar macht, woher der Wind (diese wunderbare regenerierbare Energiequelle) weht. Die Menschen auf den Strassen und in den Städten, die Bauern auf dem Land, sie alle wissen, dass man radioaktiven Müll nicht zehntausende von Jahren „sicher endlagern“ kann. In den bis heute als „sicher“ geltenden Salzstöcken von Asse II und in Gorleben, funktionierte die Endlagerung noch nicht einmal 30 Jahre reibungslos!

Bezeichnenderweise wollen ausgerechnet die Bundesländer, die am eifrigsten der Atomlobby in die rosaroten Arschlöcher kriechen, unter keinen Umständen ein Atomendlager auf ihrem Gebiet dulden. Dabei sind deren Gebirgsstöcke mindestens so „sicher“ wie die Asse II oder Gorleben! Ich kann jeden verstehen, der ein ungutes Gefühl hat, wenn er auf oder in unmittelbarer Nähe eines solchen Endlagers leben muss. Darum erkläre ich mich hier und heute solidarisch mit den Demonstranten gegen die Nutzung der Atomkraft

Auch an meinem Haus fährt der Castor hin und wieder vorbei auf seinem Weg durch Deutschland, kurz nachdem er die deutsch-französische Grenze bei Wörth passiert hat. Jedesmal hoffe ich inständig, es möge das letzte Mal gewesen sein.

Steht auf gegen das Unrecht und den Wahnsinn der Atomkraft! Tretet ein für das Recht der Menschen auf eine saubere, lebenswerte und gesunde Umwelt, ohne gefährliche Strahlung!

Atomkraft und kein Ende…

…aus gegebenem Anlass möchte ich wieder einmal darauf hinweisen – ich weiss schon noch, dass meine letzten lästerlichen Meldungen zu diesem Thema noch nicht all zu lange her sind – wie sicher die Atomkraft ist.
Bei einer Havarie auf dem russischen Atom-Uboot „Nerpa“ (FocusOnline vom 9.11.2008) im Japanischen Meer haben bedauerlicherweise 20 Menschen ihr Leben verloren (tagesschau.de vom 9.11.2008. An Bord hatte sich in mehreren Sektionen des Schiffsrumpfes die Feuerlöscheinrichtung aktiviert und die betreffenden Bereiche mit Freon geflutet. Diese Chemikalie, eigentlich heisst sie Difluordichlormethan, soll bei einem Feuer an Bord den Sauerstoff entziehen und die Flammen löschen. Das Uboot war noch nicht einmal in Dienst gestellt und befand sich auf einer Testfahrt.
Aus diesem Grunde hier ein Link zu einem Artikel auf FocusOnline vom 9.11.2008, der eine Chronik ähnlicher Vorfälle in der Vergangenheit enthält.
Nun hilft es weder den ums Leben gekommenen Menschen, noch deren verzweifelten Angehörigen, dass keine Radioaktivität ausgetreten zu sein scheint. Angeblich wurde auch keine erhöhte Strahlung gemessen. Aber Fakt ist: Wenn ein konventionelles Uboot mit ebenso konventioneller Bewaffnung brennt und/oder anschliessend im Meer versinkt, geht von diesem nur eine „relativ“ geringe Gefahr für die Umwelt aus. Was aber passiert, wenn ein mit einem oder zwei Atomreaktoren bestücktes Uboot havariert, kann sich jeder halbwegs vernünftige Mensch selbst ausmalen. Eine Katastrohe für die Umwelt unabhängig davon, ob der Reaktor nun birst oder nicht!

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Wer hätte das gedacht?

Da sind wir gerade mal froh gewesen, dass die neueste Handygeneration besonders strahlungsarm ist und nun das – die verdammte Handystrahlung, die Krebs auslösen kann, die gibt es gar nicht. Sie wurde erfunden von einer übereifrigen Laborassistentin, die sich vermutlich gut mit ihrem Prof. stellen wollte. So heißt es jedenfalls!
Naja, man sollte das den Leuten sagen, die an Gehirntumoren gestorben sind, weil sie zu lang und zu oft mit dem Handy telefoniert haben sollen. Oder den Männern, denen die Hoden verdorrt sind, weil sie das Handy in der Hosentasche mit sich herum getragen haben! Böse Welt, oder sollte man sagen Placebo-Effekt rückwärts?
Jedenfalls haben diese Studien dazu geführt, dass energiesparende Handys mit geringerer Strahlenemission entwickelt und auf den Markt gebracht wurden. Und Energie sparen ist ja immer wünschenswert, egal aus welchen Gründen.
Übrigens habe ich aus berufenem Munde diese interessante Meldung erfahren, die ich hier zitieren möchte:

„Rauchen ist absolut ungefährlich, erhöht Ihre erotische Ausstrahlung und macht sie für das andere Geschlecht – oder das gleiche – oder wie auch immer, unwiderstehlich!“

gez. Prof. Dr. Marlboro