Was für Dreck als Nahrung verkauft wird!

Jeder hat sich schon aufgeregt, wenn in der Presse einmal mehr von Gammelfleisch, Gammelkäse und sonst irgendwelche Lebensmittelskandale die Rede war. Man kann den Eindruck gewinnen, in den Regalen der Supermärkte liegt nur der letzte Dreck, den noch nicht einmal mehr die Müllkippe zur Entsorgung annehmen will. Ja es ist keine Freude, zum Einkaufen in den Supermarkt zu gehen und mit der permanenten Ungewissheit seine Auswahl zu treffen, ob man auch das bekommt, was man haben will – qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zu einem, ich sage es mal ganz vorsichtig, angemessenen Preis!

Sicher spielt es eine Rolle, dass vor allem in Deutschland  eine „Geiz-ist-geil-Mentalität“ um sich gegriffen hat, deren Auswirkungen bis heute zu spüren sind. Die Deutschen gehören zu den Völkern, die nicht bereit sind, für ihre Lebensmittel einen Preis zu bezahlen, der den Erzeugern das wirtschaftliche Überleben ermöglicht. Es kann nicht billig genug sein und im Zweifel frisst man eben den letzten Dreck, hauptsache es ist billig! Wenn es dann zu Lebensmittelskandalen kommt, regen sich gerade die Deutschen ganz besonders darüber auf.

Jetzt kommt ans Tageslicht, dass viele Hersteller von sogenannten Lebensmitteln mittlerweile dazu übergegangen sind, die natürlichen Bestandteile, aus denen auch vorgefertigte Nahrungsmittel, oder Tiefkühlprodukte bestehen, durch künstlichen Stoffe zu ersetzen. Schinken auf Pizza, oder in Schinkennudeln werden durch Kunstschinken ersetzt, der zwar in Konsistenz und Aussehen dem üblichen Kochschinken gleicht, aber eben aus anderen  – künstlichen – Stoffen besteht und wesentlich billiger in der Herstellung ist („Lebensmittelimitate: Bauern geben Preisdruck Schuld an Mogelkäse“; Artikel auf WeltOnline vom 11.7.2009). Besonderes Augenmerk gilt im Moment dem sogenannten Analogkäse, der mit natürlichem Käse soviel gemeinsam hat, wie Atomstrom mit Windenergie – nichts! Diese künstlichen Bestandteile in Nahrungsmitteln sind Betrug am Verbraucher, wenn es nicht auf der Verpackung steht. Denn keiner will den Dreck aus dem Chemielabor freiwillig fressen. Und die Produzenten machen einen Reibach damit, dass sie die billigen Ersatzstoffe verwenden und den Verbraucher darüber im Unklaren lassen. So wir aus dem Analogkäse eine sprudelnde Geldquelle. Jedenfalls für den Hersteller. Und der Verbraucher merkt den Unterschied sowieso nicht, weil er zu dämlich ist, die komplizierten und verklausulierten Auflistungen auf der Rückseite der Lebensmittelverpackungen zu lesen (die dazu noch so klein geschrieben sind, dass man sie nur mit Lupe oder echten Adleraugen fehlerfrei entziffern kann) und außerdem nicht weiss, was z. B. Mononatriumglutamat ist.

Das hat natürlich Methode, denn in diesen Auflistungen der Inhaltsstoffe verbergen sich noch ganz andere, teilweise brisantere Informationen, von denen die Hersteller, allen voran die großen Lebensmittelkonzerne, am liebsten nicht wollen, dass der Verbraucher von ihrem Vorhandensein Kenntnis bekommt. Zum Beispiel davon, wenn Soja und Lezithin enthalten sind, was meist darauf schließen lässt, dass es sich um Produkte handelt, die mit gentechnisch veränderten Bestandteilen versetzt sind, denn auch die will kaum jemand freiwillig auf seinem Teller und anschließend in seinem Magen haben.

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Gerechtigkeit?

Habt Ihr Euch auch bisweilen schon gefragt, wie es in unserem Land mit der vielbeschworenen Gerechtigkeit aussieht? Nun, ich möchte hierzu ein paar Worte verlieren. Wer bisher der Meinung war, in unserem Land – einer Demokratie – seinen die Menschen vor dem Gesetz gleich, nur manche seien eben etwas gleicher, der kann sich ob dieses Urteils bestätigt fühlen. „Urteil im Fall Barbara E. Kündigung wegen 1,30 Euro rechtens“, titelt am 24.2.2009 die sueddeutsche.de!

So weit so gut, oder nicht gut, jedenfalls für die betroffene Dame, die damit bereits in zweiter Instanz gescheitert ist. In diesem speziellen Fall ging es um zwei angeblich unterschlagenen Pfandwertbons im Gesamtwert von 1,30 Euro. Dabei konnte der Arbeitgeber, die Kaiser´s Supermarktkette, den Diebstahl garnicht beweisen. Er kündigte Fristlos und berief sich dabei auf eine sogenannte Verdachtskündigung. Die Gerichte gaben dem Arbeitgeber Recht mit der Begründung…

…über die fristlose Kündigung hinaus seien auch die Voraussetzungen einer „Verdachtskündigung“ erfüllt gewesen, teilte das Gericht mit. Voraussetzung dafür sei das Vorliegen eines „dringenden“ Verdachts einer Straftat, der sich auf objektive Tatsachen, nicht aber auf bloße Unterstellungen des Arbeitgebers gründe. Dies sei hier der Fall gewesen. Ein Zusammenhang mit der Teilnahme der Kassiererin an Streikaktionen sei nicht erkennbar, betonte das Gericht. Eine Revision ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu…

…denn…

Eine Kassiererin müsse „unbedingte Zuverlässigkeit und absolute Korrektheit“ zeigen, begründete das Gericht am Dienstag in Berlin sein Urteil. Kündigungsgrund sei der Vertrauensverlust, nicht aber der Wert der Sache.

Dies ermöglicht es mir jetzt die Kurve zu kriegen und ein wenig auf die Banker einzudreschen, denn die haben es wirklich verdient! eine einfache, schlichte, vielleicht etwas einfältige Kassiererin hat für ihren Job Voraussetzungen mitzubringen, die man eigentlich gerade in einer Bank ebenfalls und in verstärktem Masse erwarten würde: Absolute Korrektheit und unbedingte Zuverlässigkeit! Das Thema greift auch Andrea vom Blog andreame unter dem Titel „Die Großen lässt man laufen, die Klienen hängt man“ – Supermarktkassiererin wegen € 1,30 gekündigt, auf.

Wieviele Banker wurde bitteschön bis heute im Zuge der von diesen mit krimineller Energie herbeigeführten Finanzkrise per Verdachtskündigung fristlos aus ihrem Job entfernt? Keiner! Wie hoch ist der Schaden, den die Banker durch ihren Hang zum Glücksspiel (wäre das ihr eigenes Geld gewesen, hätte es kein Schwein gekümmert, wenn sie am Ende pleite gegangen wären, aber es war das Geld ihrer Kunden und nun ist es das Geld der Steuerzahler!), durch ihre bewusst verschleierten Finanztransaktionen, mit denen sie ihre Kreditinstitute nahezu in den Abgrund getrieben haben? Wäre der Staat nicht (der merkwürdigerweise jedes Kreditinstitut als systemrelevant einstuft und damit begründet, den schlechten, verlorenen Milliarden, noch mehr gute Milliarden Euros hinterher zu werfen), sie alle wären schon längst im Orkus verschwunden. Der Bankensektor hätte sich „gesund geschrumpft“, wie es unsere Wirtschaft schon seit fast 30 Jahren tut und in der Hand einiger weniger Großbanken konzentriert, damit auch globalisiert und sozusagen zwangsweise „fit gemacht für eine erfolgreiche Zukunft in einer kleiner werdenden Welt“ (ich weiss, das klingt echt sch..sse, aber ich hab das mal irgendwo in einer Werbebroschüre gelesen).

So und nun könnt Ihr Euch auch die Frage nach der Gerechtigkeit in unserem Land selbst beantworten. Es gibt natürlich Gerechtigkeit! Aber auch bei uns sind einige gleicher als andere. Während Barbara E. als Kassiererin vermutlich keinen Fuss mehr auf den Boden bekommt – dafür spricht die Arbeitslosenstatistik für Berlin – klagen die Banker nun der Reihe nach ihre Millionenboni ein, denn das was sie im Laufe des Jahres auf ihren Kontoauszügen als Gehalt stehen haben, reicht wahrscheinlich weder zum Leben, noch zum Sterben. Und so sind sie auf die Bonuszahlungen dringend angewiesen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Dafür habe ich natürlich vollstes Verständnis und Barbara E. sicher auch. Immerhin, wenn sie nun bald Hartz IV-Empfängerin sein wird, braucht sie keine Kürzung ihrer Bezüge zu befürchten, wenn sie nicht bereit ist für einen Dumpniglohn zu arbeiten („Hartz IV-Kürzung aufgehoben – Lohnwucher ist unzumutbar“ n-tv.de am 24.2.2009) und das ist ja auch schon mal was wert!

Wann wird das Rauchen endlich verboten?

Als ich heute einige Lebensmittel einkaufen ging, war der Supermarkt relativ voll. Naja, dachte ich bei mir, andere brauchen halt auch irgendwelche Dinge und Zeit hast du auch ein wenig, also reihe dich ohne zu brummen in die Schlange an der Kasse ein und harre der Dinge, die da kommen mögen. Natürlich ist es wie immer so gewesen, dass die Schlange an meiner Kasse sich am langsamsten vorwärts bewegte.

Das alles wäre an sich nicht schlimm gewesen, wenn sich nicht plötzlich hinter mir ein Mensch angestellt hätte, der eine Aura von wochenlang nicht geleertem und dann versehentlich umgestossenem Aschenbecher um sich verbreitete. Mir blieb schlicht die Luft weg und ich versuchte ihn zu ignorieren – vergebens! Dann probierte ich die Luft an zu halten – angesichts einer grob abgeschätzten Wartezeit von ca. 10 Minuten ein sinnlos Unterfangen! Mir lag auf der Zunge diesen meinen Mitmenschen freundlich darum zu bitten, er möge für die nächsten 10 Minuten einfach mit dem Stinken aufzuhören. Ich entschloss mich dann aber doch, einer zu erwartenden Schlägerei und dem Erstickungstod aus dem Weg zu gehen und verfügte mich darum wieder ins Innere des Ladens, um mir noch ein wenig die Zeit zu vertreiben.

Zeit genug, sich ein paar Gedanken zum Thema Rauchen zu machen!

Mal abgesehen von den zu erwartenden Spätfolgen des Rauchens (Lungen- und Kehlkopfkrebs, Zungenkrebs, Atemwegserkrankungen, Raucherbeine und, und, und…) über die seit Jahrzehnten anhaltend diskutiert wird, frage ich mich, wie eigentlich die Auswirkungen auf unsere Umwelt sind. Diesen Aspekt sehe ich ein klein wenig zu kurz gekommen in der ganzen Diskussion. Darum und in meiner Eigenschaft als Blogger von „tempeldergaia“ möchte ich mir einige Gedanken zu den Auswirkungen des Tabakkonsums auf diesen Planeten und damit auf unsere Mutter Erde machen.

Man hat ja schon vor Jahren zu Recht damit begonnen Autos mit Katalysatoren auszustatten und arbeitet auch heute noch daran, den Feinstaub besonders bei Dieselmotoren aus dem Abgas zu filtern. Nun frage ich mich: „Warum gibt es keine Initiative, die die umweltpolitischen Aspekte des Rauchens hervorhebt und damit ein weiteres Argument (neben dem gesundheitlichen Aspekt) in die Waagschale der Nichtraucher wirft?“ Bedenkt man, das im Jahr 2001 allein in Deutschland ca. 142 Mrd. (142.000.000.000) Zigaretten geraucht wurden, wird vermutlich nicht nur mir übel. Eine einzige Zigarette verpestet 3.000 Kubikmeter Luft. (bei einer Bevölkerung von 80.000.000 Millionen Menschen in Deutschland sind das statistisch gesehen 1.775 Zigaretten pro Jahr). Das wären dann – vorausgesetzt, meine Rechnung stimmt, 4,26 hoch 14 Kubikmeter verschmutzte Luft nur durchs Rauchen! Und das zusätzlich zu den Verschmutzungen, die uns die Industrie und der Strassenverkehr bescheren. Also, ich hielte es für sinnvoll, wenn nicht nur die Industrie und die Energieerzeuger CO2-Zertifikate kaufen müssten, sondern auch die Raucher. Schließlich muss ja in unserer kapitalistischen Gesellschaft alles einen Wert in Valuta haben, sowohl der Dreck, als auch die natürlichen Ressourcen.

Neben der Verschmutzung unserer Luft entsteht beim Rauchen aber auch eine ganze Menge hochgiftiger Sondermüll. Ich würde mal vermuten, dass die Zigarettenfilter besonders viele der Schadstoffe enthalten, die durch die Verbrennung des Tabaks entstehen. Der gewöhnliche Feld-, Wald- und Wiesenraucher schmeisst diese aber üblicherweise wo er geht und steht um sich und führt diese so unkontrolliert der Umwelt zu. Damit Mutter Erde quasi auch noch was davon hat. 142.000.000.000 verseuchte Zigarettenfilter und das jedes Jahr. Kaum vorstellbar, was das für ein Berg an Sondermüll ist!

Das einzige, was der Raucher dafür bezahlt, ist der Preis für seine Zigaretten. Und natürlich die darauf liegenden Steuern, womit er sich aber das Recht erkauft zu haben glaubt, die Folgekrankheiten des Rauchens auf Kosten der Allgemeinheit und der Krankenkassen behandeln lassen zu können. Natürlich hat der Raucher damit Recht. Die Krankenkassen sind schließlich Solidargemeinschaften, die auch für die Behandlungskosten derjenigen Menschen aufkommen müssen, die durch bewußten Raubbau an ihrer Gesundheit erkrankt sind! Jedenfalls ist es jetzt noch so.

Vermutlich wird es aber zu einem totalen Rauchverbot nie kommen. Nicht in diesem unserem Lande. schließlich hat die Tabak-Industrie, genauso wie die Spetzl von der Chemie-, der Gentechnik- und der Automobil-Industrie beizeiten vorgesorgt und sich die notwendigen Parlamentarier eingekauft. Aber wir sollten die Gelegenheit nicht ungenutzt vorüberziehen lassen, auf diesen wichtigen Punkt wieder und wieder hinzuweisen. Vielleicht erleben wir noch den Tag, an dem das Rauchen Bundesweit in allen Kneipen einheitlich verboten wird. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben!

Aber Ihr, Ihr könnt das Rauchen aufgeben! Ich habe es auch geschafft, nachdem ich 20 Jahre gequalmt habe wie ein Schlot und irgendwann derartig unter nächtlichen Wadenkrämpfen litt, dass ich schon dachte, bis zum Raucherbein könne es nicht mehr allzu weit hin sein! Und dann habe ich einfach aufgehört. Ohne Nikotinpflaster, ohne Hypnose, ohne Raucherentwöhnungskurs usw. Das könnt ihr auch. Voraussetzung ist allerdings, dass Euer Kopf es auch will, dann klappt das schon! Ich wünsche Euch viel Erfolg dabei!