Was haben sie den Indianern nur angetan?

In einer sehr bewegenden und emotionalen Rede hat der Ministerpräsident von Kanada, Stephen Harper, bei den Ureinwohnern seines Landes für die an ihnen begangenen Misshandlungen und Verbrechen entschuldigt.
Zwischen 1870 und etwa 1970 wurden wohl mehr als 150.000 Kinder ihren indianischen Eltern fortgenommen, um sie in christlichen Internaten mit Gehirnwäsche und Umerziehungsmassnahmen zu malträtieren! Es war an der Zeit, dass sich die kanadische Regierung ihrer Verantwortung den Indianern gegenüber endlich bewußt wurde und diesen bemerkenswerten schritt getan hat.
Fehlt nur noch das Eingeständnis der christlichen Kirchen, die an der Misshandlung massgeblich beteiligt waren, um „den Indianer im Kind zu töten“! Getötet wurden jedoch nur die Seelen der misshandelten und missbrauchten Kinder, die ein Leben lang unter den Folgen von Vernachlässigung, Demütigung und Vergewaltigung litten, wenn sie nicht bereits in den Internaten an Tuberkulose oder anderen schrecklichen Krankheiten zu Grunde gegangen waren.

Wir sollten uns in diesem Zusammenhang die Situation der Tibeter in China vor Augen führen, die einen solchen „Prozess der Umerziehung zu guten Chinesen“ nach Auskunft der Regierung in Peking noch vor sich haben. Seit sie sich erdreistet haben, für kulturelle Autonomie auf die Strasse zu gehen, droht ihnen heute das selbe Schiksal wie den Indianern Kanadas und der USA vor rund 150 Jahren!

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Die Möglichkeiten der Permakultur! (3.Teil)

Gemeinhin ist es ja so, dass man einen Menschen, der sich zum Thema Permakultur, oder nachhaltiges Wirtschaften äußert, gerne als einen Träumer (im günstigsten Fall) oder aber als einen Öko-Spinner (im ungünstigsten Fall) hinstellt. Mir persönlich ist das allerdings völlig egal, um in diesem Zusammenhang nicht das Wort sch..ßegal zu verwenden. Obwohl das „Sch..ß“wort ein ziemlich hartes für eine so weiche Masse ist, passt es doch eigentlich auch wieder hervorragend zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. Aber lassen wir das.
Wie gesagt. Vertritt man die Meinung, das Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht wirklich ernst genommen werden und das man nicht nur mehr tun könnte, sondern mehr tun muss, wird man ruckzug diffamiert und in eine Ecke gestellt, aus der herauszukommen nicht ganz einfach ist. Da stehe ich nun, in besagter Ecke und muss zugeben, dass ich mich da selber hingestellt habe, bevor ich von anderen dort hineingedrängt wurde!
Um ein bekanntes Wort in etwas abgewandelter Form zu gebrauchen: „Hier steh‘ ich nun, ich armer Tor, doch bin ich schlauer als zuvor!“ Dabei frage ich mich aber auch ,ob ich der Einzige bin der nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass es so nicht weitergehen kann wie bisher? Ich bin bei weitem nicht der Meinung, ich sei eine „Intelligenzbestie“. Nein, im Gegenteil, ich bin nur ein Durchschnittsmensch. Aber ich habe aufgehört mich von dem Gesülze der Politiker einlullen und von der täglichen Werbe- und Medienflut überschwemmen zu lassen. Ich habe beschlossen, eine eigene Meinung zu haben und diese auch nach außen hin zu vertreten.
Das Gaia, unsere Mutter Erde ein lebendiger Organismus ist, mag man glauben oder auch nicht. Aber es gibt nichts darüber zu diskutieren, dass Gaia unter den Menschen und ihrer grenzenlosen Gier leidet! Als ich gesehen habe, wie Rinder, infiziert mit BSE, zusammengebrochen und elend verendet sind, habe ich aufgehört Rindfleisch zu essen. Die Schweinepest hat mir den Appetit auf Schinken, Kotelets und schweinerne Würste verdorben, der H5N1-Vogelgrippevirus den Genuß von Geflügel. Natürlich ist mir klar, wenn ich so weiter mache, kann ich in Kürze garnichts mehr essen und sterbe dann an Unterernährung. Das möchte ich nicht. Möglicherweise würde mich der ein oder andere aus meiner Familie vermissen. Andere, über die ich im Rahmen meines Blog herziehe, wären vielleicht froh darüber, aber denen tue ich diesen Gefallen sicher nicht!
Nein, ich werde so lange schreiben gegen die Zustände in der Massentierhaltung, die perverse Haltung von Lebewesen in viel zu engen, verdreckten Ställen und unter unwürdigen Umständen, bis sich etwas daran ändert! Ich werde hart arbeiten, bis ich mir und meiner lieben Frau unseren Traum von einem kleinen Bauernhof erfüllen kann, auf dem wir dann Permakultur praktizieren und im Einklang mit Gaia leben können. Bis dahin dauert es noch einige Jahre, dass ist mir klar, aber solange ich eine Stimme habe, werde ich sie erheben!
Jeder, der an den hier behandelten Themen zu einer nachhaltigen Lebensweise und zur Permakultur interessiert ist, kann ich nur empfehlen, sich mit der entsprechenden Literatur einzudecken. Fangt an zu lesen, zu schmökern und zu träumen. Macht Pläne und lebt eure Träume. Nur so verändern wir die Welt.
Es sind immer einge wenige, die mit einer Veränderung in ihrem Verhalten beginnen. Sie ändern ihr Konsumverhalten, fahren kleinere, spritsparendere Autos, legen Wert auf Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren und Nahrungsmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau. Sie setzen sich für die Armen, Kranken und Schwachen ein, die es nicht nur bei uns, sondern auch und gerade in den Entwicklungsländern. Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit, nicht nur in Deutschland, auch in Tibet, oder in Darfur, in Kurdistan oder wo auch immer! Das Recht auf Freiheit ist nicht relativ, es ist überall gleich und Unrecht wird nicht dadurch zu Recht, weil es in China stattfindet!
Freiheit muss jeden Tag neu errungen werden. Freiheit von Beeinflussung durch die Medien. Freiheit von Krankheit durch gesunde Nahrung, die nachhaltig erzeugt wurde. Kinder die in einer intakten Umgebung aufwachsen können sind nicht nur glücklich, sondern auch gesund!

Gerechtigkeit und Freiheit fürTibet!

Seit Tagen beherrschen Chaos und Gewalt die Strassen der tibetanischen Hauptstadt Lhasa. Chinesische Truppen gehen brutal gegen Tibeter vor, die für die Freiheit ihrer Heimat demonstrieren. Es soll bereits über hundert Todesopfer gegeben haben.
Ausgerechnet im Jahr der Olympischen Spiele, die China mit viel Tamtam zu inszenieren trachtet, regt sich der Widerstand in Tibet gegen die seit 49 Jahren dauernde Besetzung des Landes durch die Chinesen. 49 Jahre, die geprägt sind von Unterdrückung, Repressionen und Zwangsmaßnahmen, sowie gezielter Ansiedlung hunderttausender von Chinesen, um die Tibeter im eigenen Land zu einer Minderheit zu machen. Kaum ein Mensch wird behaupten wollen, das die Besetzung Tibets im Jahr 1959 durch chinesische Truppen rechtmäßig gewesen ist und trotzdem erhebt sich von Seiten der Regierungen der westlichen Staaten so gut wie keine Stimme, die das chinesische Vorgehen in Tibet verurteilt. Zu eng sind die wirtschaftlichen Verflechtungen zu dem Riesenreich im fernen Osten, zu verlockend die Aussichten auf lukrative Geschäfte mit den Machthabern in Peking. So wird einmal mehr der Freiheitskampf der Tibeter den wirtschaftlichen Interessen der „freien Welt“ geopfert! Die USA hat China sogar von der Liste der Staaten gestrichen, die zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzern gehören „weil in der letzten Zeit deutliche Verbesserungen bezüglich der Menschenrechte zu erkennen seien“.
Man fragt sich, wo jetzt der Aufschrei der Empörung aus berufenem Politikermund bleibt. Angela Merkel schaffte es nicht über einen halbherzigen Aufruf zum Dialog zwischen der chinesischen Regierung in Peking und dem Dalai Lama als dem Vertreter des tibetischen Volkes hinaus. Keine Rede von wirtschaftlichen Sanktionen gegen China.
Das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung ist eben abhängig von der wirtschaftlichen und militärischen Macht desjenigen, der die Menschenrechte missachtet, das war schon immer so und so wird es wohl auch bleiben. Tibet wird nie eine Chance auf Freiheit haben. Dazu ist es viel zu unbedeutend und zu unwichtig!