G8-Gipfel geht zu Ende!

Was ist das Fazit des G8-Gipfels im japanischen Toyako? Wenn Ihr meine persönliche Meinung hören und lesen wollt, so hätte man sich dieses Theater mal locker sparen können. Ihr kennt ja mittlerweile meine Einstellung zu solchen Veranstaltungen! Eine nette Videokonferenz per Satellit hätte unserer Mutter Erde eine ganze Menge CO2-Emissionen aus den Triebwerken der Düsenjets erspart, mit denen die Teilnehmer aus allen Ecken der Welt angereist sind. Und was man an Kosten hätte sparen können und vielleicht dem Umwelt- und Naturschutz zukommen lassen, versuche ich erst garnicht zu beziffern.

Vielleicht wäre Renate Kühnast dann auch der Anblick von George Dabbelju`s Männlichkeit erspart geblieben, deren Qualitäten sie – dem Gesichtsausdruck nach zu deuten – wohl nicht gerade überzeugt haben dürften.

Aber Spass beiseite. Wer ein klein wenig mit den Gepflogenheiten der Politik vertraut ist, dem schwant schon was es heisst, wenn Angela Merkel von fruchtbaren Diskussionen sprich, die in einem kontruktiven Klima stattgefunden hätten.
Natürlich weiss der Kenner, dass dies soviel heisst wie: „Es gab heftige Meinungsverschiedenheiten und keiner war bereit zu Gunsten der Natur und unseres Planeten nachzugeben!“ Das will natürlich niemand offen zugeben. Man könnte ja sein Gesicht verlieren, wenn sich heraus stellte, dass man selbst der Quertreiber ist, nicht wahr?
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es viel blabla gegeben hat. Man ist sich einig, dass bis zum Jahr 2050 (in Worten zweitausenfünfzig!) der CO2-Ausstoss halbiert werden soll (keiner weiss von welchem Wert dabei ausgegangen wird, oder welches Jahr die Basis für die Berechnung bildet!) und dass zur Rettung des Weltklimas auf keinen Fall auf die „sichere“ Atomernergie verzichtet werden kann. Was für ein merkwürdiger Zufall, dass ausgerechnet jetzt eine Havarie im französischen Atommeiler Tricastin zeigte, wie „sicher“ die Atomenergie tatsächlich ist (ich will ja nicht gehässig sein, aber der Zeitpunkt hätte günstiger kaum sein können!). EU-Kommissionspräsident Barroso hat Geld an Hungernde verteilt, dass ihm garnicht gehört, was sofort die Kritik unserer Kanzlerin Merkel zur Folge hatte. Aber im Großen und Ganzen ist man sich einig. Worüber, das bleibt das Geheimnis der Teilnehmer am G8-Gipfel.
Hauptsache ist, man hat sich gut amüsiert!

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G8-Gipfel in Toyako – das Blockflötenkonzert!

Die acht mächtigsten Industrienationen der Erde – wie großartig sich das doch anhört – haben sich im japanischen Toyako versammelt, um über Biosprit, Lebensmittelpreise und Hunger, aber auch über die künftige Energie- und Klimapolitik zu „beraten“. Greenpeace hat einige Infos unter dem Artikel „G8-Gipfel: Lösungen statt Irrwegen gefragt“
Betrachtet man es realistisch, findet hier eine lustige Informationsveranstaltung der Atomlobby statt, die sich der redlichen Dienste sämtlicher Regierungschefs der G8 sicher sein kann, außer Angela Merkel, die aus Gründen der Koalitionsdisziplin zwar nicht ins selbe Horn stoßen kann, aber es doch sehr gern würde (so zumindest ihre eigene Aussage). Also haut alles, was Rang und Namen und vermutlich ein paar Scheinchen der Atomindustrie in den prall gefüllten Taschen hat, nun heftig auf die bescheuerten Deutschen ein, die die Atomenergie nicht für das Allheilmittel gegen den Klimawandel halten.
Interessiert sich eigentlich irgend jemand für das, was die Bürger der G8-Staaten wollen? Scheinbar ist ausschließlich das relevant, was die Industrie für gut befindet weil sie daran verdient! Was die Menschen wollen und was gut fürs Klima ist, bleibt dabei völlig egal.
Eine andere bemerkenswerte Äußerung von Angela Merkel im Zusammenhang mit dem Hunger in den Ländern der Dritten Welt, ist ihr „Wunsch“, das Nahrungsproblem mit Hilfe der Gentechnik zu lösen. Freilich will man auch die bäuerliche Landwirtschaft in den betroffenen Ländern fördern und entwickeln, jedoch nach altbewährtem Muster: Kunstdünger, Hybridsaatgut, Maschineneinsatz, Energie (alles Dinge, an denen die Konzerne in den G8-Staaten richtig gutes Geld verdienen!).
Während sich die Verbraucher in Deutschland mit Händen und Füßen gegen den Einsatz von Gentechnik wehren, entscheidet Frau Merkel dass genau diese das Nahrungsproblem in der Dritten Welt lösen wird! Vielleicht glaubt sie aber auch, dass die Menschen dort so unterentwickelt und rückständig sind, dass man ihnen das gefährliche Zeug einfach unterschieben kann, ohne dass sie das merke(l)n.
Wenn man sagt, jedes Volk habe die Regierung, die es verdient, dann drängt sich einem förmlich die Frage auf, womit wir solche Ignoranz verdient haben? Haben wir sie gewählt, oder haben wir uns einlullen lassen von Wahlversprechen, von denen wir nie erwartet haben, dass sie eingehalten würden? Warum meinen Politiker immer, sie müssten der Industrie willfahren und nicht den Willen der Wähler respektieren? Ich werde es wohl nie begreifen – wahrscheinlich ist eben doch jeder käuflich, es kommt nur auf den Preis an!