Alles Scheiße oder was?

Ach es ist ein Elend mit den Deutschen. Zuerst gibts keinen Ökodiesel für die Kampfpanzer, dann keinen Biosprit für die Kampfflugzeuge, dafür aber eine blendende Armaturenbrettbeleuchtung in den Eurofightern, die so hell strahlen wie die Atomruine in Tschernobyl und dann wird auch noch die ganze stinkende Kombination aus Scheiße und Pisse, die in der marktkonformen Massentierhaltung entsteht, einfach auf den Acker geschüttet. Hei was gäbe es für ein Gejaule im Hause Nestlé, wenn die ganzen Mineralwasserquellen und das Grundwasser nur schon privatisiert wären. Dann wäre das ja geschäftsschädigend für den größten „Lebens“mittelkonzern der Welt. Aber so…?

Schließlich ist, nach der unmaßgeblichen Meinung des Nestlé-Chefs Peter Brabeck, Wasser kein Menschenrecht! Auf der Homepage von Nestlé begann man nach dieser entlarvenden Aussage herum zu schwurbeln, wie das nun wirklich gemeint gewesen sein und behauptet, der Konzern-Boss habe damit nur sagen wollen, Wasser müsse einen Wert haben! Wenn wir genauer hinschauen wird klar, dass dies auch nichts anderes bedeutet. Nicht umsonst kauft Nestlé überall auf der Welt, vorwiegend in Staaten der Dritten Welt (zum Beispiel Algerien und Pakistan) die gesamten Wasserrechte auf, lässt die Quellen einzäunen und bewachen und verkauft das in Plastikpullen abgefüllte Wasser mit exorbitantem Profit an die Menchen, die auf das Wasser angewiesen sind und sich diese Preise nicht leisten können!

So übt man wahre Macht aus, zieht das Geld selbst aus den Kreisen, die zu den unterprivilegiertesten Schichten gehören und von Löhnen leben müssen, die nicht zum leben reichen!

Wie heisst es so schön im Kapitalismus? Der Preis regelt sich über Angebot und Nachfrage. Und wenn das nicht reicht, dann verknappt man eben das Angebot. Und das ist ganz einfach, wenn man das Monopol hat!

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Der Ausverkauf der Menschenrechte?

Heute ist der 22. März. Genauer gesagt, der 22. März 2013, wobei die Jahreszahl eher von untergeordneter Bedeutung ist, in diesem Fall immerhin. Warum dieses Datum von Bedeutung ist? Ganz einfach, es ist der Tag des Wassers!

Wasser, sauberes Trinkwasser, ist ein Menschenrecht! Sagen die UN – allerdings auch erst seit drei Jahren! Wasser ist überlebenswichtig für alle Menschen, für die Tiere auch und nicht zuletzt, für nahezu die gesamte belebte Natur! Trotzdem hat ein großer Teil der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!

Tausende Kinder sterben jeden Tag an Durchfallerkrankungen, Millionen Menschen leiden weltweit an Infektionserkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser übertragen werden. Sogar bei uns in den „zivilisierten“ westlichen Ländern Europas und Nordamerikas wird sauberes Wasser immer knapper, weil die Menschen es vergeuden, verschleudern, verdrecken und verschmutzen! Drogen, Medikamente, Psychopharmaka, Chemikalien, Schmutz und Unrat, all das findet sich in immer größeren Mengen in unseren Trinkwasserreservoiren und was noch an sauberen Quellen vorhanden ist, das wird, weltweit versteht sich, zur profitorientierten Ausbeutung einigen wenigen Großkonzernen überlassen!

Wasser ist ein Menschenrecht, so heisst es, trotzdem muss ein Großteil der Menschheit auf sauberes Wasser zum Trinken und zum Waschen verzichten, weil sich die wichtigsten Quellen bereits in den Händen großer Konzerne befinden. Und wie wir wissen, haben große Konzerne sicherlich sehr viel. Sehr viel Geld zum Beispiel, daraus folgernd noch mehr politischen Einfluss und einen unaufhörlich steigenden Profit aus dem sich verknappenden Gut Wasser!

Wer kein oder nicht genug Geld hat, um sich Wasser in Plastikflaschen von den Konzernen zu kaufen, der muss saufen, was so herum schwimmt, in den verdreckten Flüssen und Seen. Der kann sich am verschmutzten, salzigen Meerwasser laben, oder die Brühe aus Abwässern, Kläranlagen und Fäkalgruben trinken. Darin sehen viele Politiker, besonders wenn sie konservativ oder liberal sind, keinerlei Widerspruch. Für sie geht das wunderbar zusammen – Wasser als Menschenrecht, dass man sich kaufen muss, oder eben darauf verzichten!

Der Konzern, der sich neben sogenannten „Lebensmitteln“ auf die Kontrolle von Trinkwasserquellen und den Verkauf des abgefüllten Trinkwassers spezialisiert hat, ist das schweizerische Unternehmen Nestlé! Seine Strategie zielt eindeutig auf die Kontrolle sämtlicher verfügbarer Trinkwasserreserven ab! Und tatsächlich finden sich immer wieder genug Politiker, die nicht das Geringste dabei finden, die Trinkwasservorräte zu „privatisieren“ und sie der Gier der Konzernmanager zu opfern!

Wird das Trinkwasser priovatisiert, wird es immer und zwangsläufig teurer. Gleichzeitig sinken Qualität und Reinheit, denn Investitionen in das Leitungsnetz schmälern den Profit! Konzerne übernehmen also in der Regel Leitungsnetze, die mit dem Geld der Allgemeinheit durch den Staat gebaut wurden und verdienen sich damit dumm und dämlich! Die Politiker, die dies zulassen sind auch dumm und dämlich, weil sie behaupten zu glauben, Wasser würde erst dann maßvoll und sinnvoll konsumiert, wenn es einen kostendeckenden Preis habe!

Genauso wie Politiker, die für die Privatisierung sind, haben Konzerne und ihre Manager keinerlei Gewissen. Sie sind profitorientiert und belasten scih nicht mit so überflüssigen Dingen, wie sozialer Verantwortung.

Trinkwasser zu gewinnen und der Gesellschaft in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, ist eine DER wichtigen Aufgaben des Staates. ebenso wie die Kontrolle von Infrastruktur zur Versorgung der Menschen mit Energie, die Verkehrsinfrastruktur und dergleichen unverzichtbarer Dinge. Dies sind Aufgaben, die der Staat nie privatisieren und Profitinteressen opfern darf!

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Italian Job?

Wer die Pressemeldungen in den letzten Tagen mit Aufmerksamkeit verfolgt hat, der konnte nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, welch schreckliche Umweltkatastrophe sich in Italien gerade ereignet. Offenbar durch Sabotage, so jedenfalls die Meldungen, wurden zwischen 10 und 15 Millionen Liter Altöl aus den Tanks einer stillgelegten Raffinierie abgelassen. Mit voller Absicht haben irrsinnige Täter die Ablasshähne geöffnet und eine Umweltkatastrophe in Kauf genommen, deren ökologische Folgen noch kaum abzuschätzen sind!

Das Öl ergoss sich in den Fluss Lambro und von dort in den Po, den größten Fluss Oberitaliens und nun droht über das Wochenende eine Verseuchung der Strände, sowie der Flora und Fauna an und in der Adria! Die Folgen für die Landwirtschaft und das Grundwasser, sowie die langfristigen Auswirkungen auf die Nahrungserzeugung, sind ebenfalls kaum abzusehen. Während die umweltbewussten Europäer nördlich der Alpen verständnislos die Köpfe schütteln, ob des Ausmaßes der Verseuchung, sieht man das in Italien selbst nicht so eng. Dort findet die Katastrophe in den Medien nur geringes Interesse!

Während man in Norditalien mit Bangen in die Zukunft sieht, werden zugleich Stimmen laut, die dem italienischen Staat eine falsche Herangehensweise zum Vorwurf machen. Bisher hielt man es nicht einmal für nötig, den Ausnahmezustand für die Lombardei auszurufen. Außerdem sei zu spät und dann auch noch zum Teil falsch reagiert worden. Das verwundert in sofern nicht, als sich Berlusconi z. B. im Moment wohl lieber über Anti-Korruptionsrichter ereifert, die er als Taliban bezeichnet (Italien: Berlusconi bezeichnet Richter als Taliban; Artikel auf Focus.Online vom 26.2.2010). Unter solchen Umständen, hat man natürlich keine Zeit, sich um so unwichtige Dinge wie den Umweltschutz zu kümmern!

Überhaupt hinterlässt die italienische Reaktion auf die Katastrophe einen eher zwiespältigen Eindruck. Während die Helfer alles geben und teilweise bis zur Erschöpfung gegen die Verschmutzung ankämpfen. Dies verwundert, denn der italienische Katastrophenschutz gilt als einer der am Besten und modernsten ausgestatteten der Welt. Aber wenn die zuständigen Stellen nicht oder zu spät reagieren, nützt auch das beste Material nichts!

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Die Hölle? Haiti ist die Hölle!

Im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, in Haiti, wo Korruption, Vetternwirtschaft, Gewalt, Kriminalität, Prostitution und unbeschreibliche Armut die einzigen Dinge sind, auf die man sich verlassen kann, ist es zu einer Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes gekommen – ein verheerendes Erdbeben hat große Teile der Hauptstadt, aber auch weite Gebiete im Innern des Landes, wurden von dem Beben mit der Stärke 7,0 verwüstet.

Kaum ein Land ist derart von Korruption und Gewalt zerfressen, wie Haiti und nun stehen die Menschen buchstäblich vor dem Nichts. Ganze Slumviertel in der Hauptstadt Port-au-Prince, wie Vogelnester an die Hänge der Berge geklebt, die die Hauptstadt umgeben, sind durch das Erdbeben offenbar einfach zu Tal gerutscht – zusammen mit den darin hausenden Menschen. Die Schätzungen der Opferzahlen sind sehr ungenau, weil es keinerlei Katastrophenhilfe in diesem Staat gibt. Auch eine nennenswerte Infrastruktur gibt es kaum und das, was noch vorhanden und noch nicht zerfallen war, wurde von dem Erdbeben zerstört. Es gibt kein sauberes Trinkwasser, keine Nahrungsmittel, Strom- und Telefonnetze sind zerstört, eine staatliche Gewalt existiert ebenfalls nicht mehr. Neben dem Präsidentenpalast sind auch viele Krankenhäuser einfach in sich zusammen gefallen. Das UNO-Gebäude soll dem Beben ebenfalls zum Opfer gefallen und viele Menschen unter sich begraben haben. Man geht von bis zu 100.000 Toten aus, ein genaueres Bild wird aber erst in den nächsten Tagen von den eintreffenden Hilfsorganisationen geliefert werden.

Schnelle Hilfe tut Not, sonst sterben noch viel mehr Menschen an Hunger, Seuchen und Infektionen, die sie sich durch ihre meist schweren Verletzungen zugezogen haben, oder noch zuziehen! Ich bitte Euch, helft den Menschen und spendet, soviel Ihr könnt. Jede noch so kleine  Spende hilft!!!

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Lasst es Euch schmecken – Asseln im Trinkwasser!

Heute fand ich diesen unappetitlichen Artikel auf sueddeutsche.de. Unter der Überschrift „Trinkwasser – Wenn Assel-Kadaver aus dem Hahn sprudeln“, kann der interessierte und nach kurzer Lektüre durchaus ein wenig angeekelte Leser erfahren, was so alles in seinem Trinkwasser rumschwimmt. Merkwürdigerweise nehmen die Wasserversorger allerdings gerne für sich in Anspruch, das sauberste Lebensmittel zu erzeugen. Naja, wer´s glaubt.

War man in der Vergangenheit schon schockiert, wenn da Rost aus den Leitungen kommt, sobald man den Hahn öffnet, kann man bei der sueddeutschen nun erfahren, dass es sich bei dem vermeintlichen Rost oft um Asselkot (also schlichtweg Scheisse von kleinen Krabbeltieren handelt). Besonders schlimm sei das Problem in den neuen Bundesländern, da sei das Leitungsnetz marode und die Bevölkerung zieht aus den ländlichen Gegenden weg, um näher an den Antragsstellen für Hartz IV Arbeitsplätzen zu leben. Dadurch veröden die Gegenden und es wird vielerorten nur noch selten der Wasserhahn aufgedreht, um die Leitungen mal wieder ein bisschen durchzuspülen.

Ganz unbekannt ist das Problem auch im Westen nicht. Allerdings hängt man dieses Hygieneproblem verständlicherweise nicht gern an die große Glocke. Wo man sein Geschäft mit „sauberem“ Trinkwasser macht, kann man solchen Dreck in den Leitungen und in der Tagespresse nicht gebrauchen. Bekanntlich sind private Konzerne gerade dabei, die öffentliche Wasserversorgung in die Hand zu bekommen. Private Konzerne aber müssen Gewinne machen, wenn sie rentabel arbeiten und die Gier ihrer Aktionäre und Manager befriedigen wollen. Also wird weiter Trinkwasser durch alte und marode Leitungen zu den Kunden gepumpt. Wasservergeudung, und nichts anderes ist in meinen Augen das regelmäßige Durchspülen von Rohrleitungsnetzen, soll dann dafür sorgen, dass die Leichen der darin gestorbenen Asseln und die von ihnen quasi als Erbschaft hinterlassene Scheisse hinfortgespült werden. Da kommt doch richtig Freude auf und lässt in mir die Frage keimen:“Ist unser Trinkwasserverteilsystem wirklich das Nonplusultra?“

Eine Antwort auf diese Frage fällt mir auch gleich ein:“Nein! Es ist nicht das Nonplusultra.“ Aber die Sanierung der Netze ist extrem teuer und weil der Staat und die Kommunen das nicht bezahlen können oder wollen (vielleicht ist ihnen die Gesundheit ihrer Bürger ja auch egal), verkauft/vermietet man die Wasserwerke und Netze an sogenannte private Investoren (die in der Regel im Ausland sitzen) und least sie dann für teueres Geld zurück (ein besonders beliebtes Modell bei Kommunen war und ist das sogenannte Cross-Boarder-Leasing, hier die Erläuterungen auf Wikipedia. Wenn man das mal genau durchliest, wird zumindest mir schlecht und nicht umsonst sind viele Gemeinden mit solchen Geschäften mächtig auf die Schnauze gefallen!).

Dazu muss man neben den Mietkosten auch noch den Unterhalt und die Instandhaltung der vermieteten und zurückgeleasten Anlagen tragen. Nicht schlecht – jedenfalls für den Investor! Und so kommt es, wie es kommen muss. Dem kurzfristigen Segen für die geplagten öffentlichen Kassen, steht eine erhöhte Belastung durch die laufenden Kosten der Folgejahre gegenüber. Also werden weiter die alten Leitungen geflickt, wird Wasser vergeudet, indem man Unmengen davon durch die Leitungsnetze jagt, um die Asseln und ihre Scheisse hinauszuspülen! Und die „Investoren“? Die investieren nichts, die kassieren nur. Von wegen, die Wasserversorgung könne so verbessert werden!

Zwar soll, so behauptet man, die Asselscheisse im Trinkwasser ungefährlich sein und die darin herumschwimmenden (an Altersschwäche?) gestorbenen und verwesenden Asselkadaver würden wohl Bakterien freisetzen, aber wenn man nicht gerade eine offene Wunde unter einem nach zwei Wochen zum ersten Mal wieder geöffneten Wasserhahn auswaschen würde, könne vermutlich nichts passieren. Wie tröstlich, wenn auch sehr unappetitlich. Da bleibt mir nur eins zu sagen:“Prost!“ Und wenn´s Hahnwasser zu sehr nach Leiche schmeckt, dann trinken wir eben Mineralwasser. Das bringt den Konzernen zwar auch Gewinn und einen noch höheren, denn das Mineralwasser ist wesentlich teurer – aber wenigstens ist es sauber. Hoffentlich!

Pisse zu Wasser!

Wer schon mal die Bibel gelesen hat, der weiss vermutlich auch, warum Jesus bei seinen Leuten so überaus beliebt war. Nun, wenn Ihr jetzt passen müsst, dann helfe ich euch ein bisschen auf die Sprünge. Es lag nicht nur daran, dass er durch Handauflegen Krankheiten heilen konnte. Er konnte aus Wasser Wein machen – angeblich. Und das grenzt schon an ein Wunder, denn der Mensch ist für gewöhnlich nur in der Lage, Wein in Wasser zuverwandeln. Damals wie heute war also die Fähigkeit des Jesus für viele Leute sicher eine Eigenschaft, die dafür sorgte, dass er mehr Freunde hatte, als ihm vielleicht lieb war.

Bei Treehugger habe ich jetzt gelesen, dass es offenbar eine Möglichkeit gibt, aus der eigenen Pisse Wasser zu machen. Vermutlich heisst es deshalb, man müsste Wasser lassen, wenn einen der Druck überkommt und man eine Stange an den Baum stellen muss, oder seinen Namen in den Schnee pinkeln. Der Artikel „Pee-to-Water Converter is Neat and Kinda Gross“ (vom 26.5.2009 auf Treehugger). Mein Englisch ist zwar nicht so berauschend, aber das dürfte soviel bedeuten wie:“Der Pisse-zu-Wasser Umwandler is ne tolle Sache“ (wer´s genauer weiss, der kann mir gern ne Email schreiben!). Angesichts der Tatsache, dass trinkbares, sauberes Wasser in Zukunft nicht nur immer knapper, sondern auf Grund der zunehmenden Monopolisierung der kostbaren Ressource, unter der Herrschaft einiger weniger großer Konzerne, auch immer teurer werden dürfte, scheint dies eine Möglichkeit zu sein, das Überleben der Menschheit zu sichern. Warum nicht auf dem Planeten nutzen, was in der Raumstation ISS schon praktiziert wird (Green Your Pee, NASA-Style, Artikel auf GreenPlanet vom 18.211.2008)?
Mal abgesehen davon, dass man im Allgemeinen eine gewisse Abneigung gegen den eigenen Urin hat, besonders wenn es darum geht, ihn zu trinken, ist dies an sich aber eine Flüssigkeit, die neben den weniger edel duftenden Beimengungen einen ganzen Haufen wertvoller Mineralien und Salze enthält, die gewöhnlich in der Toilette verschwinden. Mit jeder Menge Trinkwasser verdünnt, führt man sie in der Kanalisation der Kläranlage zu – oder auch nicht, je nachdem in welcher Gegend der Welt man zu Hause ist – und versucht die Brühe dann mit Hilfe von Hochtechnologie und Bakterien unschädlich zu machen. Anschließend wird sie dann dem Wasserkreislauf wieder zugeführt. Da der Mensch aber nach spätestens 3 Tagen dermaßen ausgetrocknet ist, dass er vor dem Exitus steht, muss er seinen Flüssigkeitsanteil im Körper immer relativ konstant halten und so verwandelt jeder von uns täglich 3 – 5 Liter Wasser in Urin. Ein niemals versiegender Strom, den man ungenutzt im Orkus verschwinden lässt. Sollte sich diese Idee durchsetzen, könnte man sehr viel Trinkwasser sparen – denn in der Toilette wird in den allermeisten Fällen reinstes Trinkwasser zum Spülen verwendet! Angeblich soll das Endprodukt sehr wohlschmeckend sein, wobei nicht ganz klar zu sein scheint, ob das Gerät auch in der Lage ist, das zarte und doch unvergleichliche Aroma nach dem Genuss von 2 kg Spargel zu neutralisieren.
Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit den Urin, sei er nun menschlichen oder tierischen Ursprungs, sinnvoll zu nutzen. Britta & Rebecca, die schon die Idee des Window Garden aus meinem letzten Artikel entwickelt haben, bieten in Seminaren das KnowHow an, das man braucht, um aus seinem eigenen Urin Dünger zu gewinnen. drink.pee.drink.pee nennen sie das Ganze passenderweise und auch das heisst nicht mehr und nicht weniger als:“Trink.Pisse.Trink.Pisse!“ Naja, wenn´s denn so sein soll!

und noch eins

Wasser! So kostbar wie Gold?

Nein, Wasser ist kostbarer, viel kostbarer. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben! Und was macht der Mensch? Er verseucht, verschmutzt, verschwendet das Wasser, macht es von einer Ressource, auf die jeder Mensch ein Menschenrecht hat, zu einer Ware, die meistbietend verkauft wird. Die Wasserwirtschaft in den Industrieländern wurde bereits zu weiten Teilen privatisiert und damit den Gewinninteressen der Konzerne geopfert. Wasserleitungsnetze und Kanalisation verfallen und werden immer undichter, ungeheure Mengen besten Trinkwassers gehen verloren und die Preise steigen immer weiter.

„Der UNESCO-Bericht 2009 – Trinkwasser wird knapp“ (Artikel auf n-tv am 12.3.2009) legt nahe, dass sauberes Wasser durch die Dummheit der Menschen, durch ihre Ignoranz, die Profitgier der Konzerne und nicht zuletzt durch die Klimaerwärmung immer knapper, immer kostbarer. Millionen von Menschen haben überhaupt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Überall, wo Wasser knapp ist, wird ein Geschäft daraus gemacht, dass so lukrativ ist, dass sogar die Mafia einsteigt. Wer nicht zahlen kann, muss eben aus den allerorts vorhandenen Kloaken saufen und wenn er dann an der Cholera, Typhus oder irgendeiner anderen Durchfallerkrankung verreckt, hat er eben Pech gehabt. Besonders leiden unter diesen Bedingungen Kinder und Kleinkinder, die jährlich zu Hunderttausenden, ja Millionen, Opfer der unsäglichen hygienischen Bedingungen und des Mangels an sauberem Trinkwasser werden!

Hier in Europa hat sich der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé eine ganze Reihe von Mineralwasserquellen unter den Nagel gerissen (darunter sind wie Nestlé Waters, Perrier, Vittel, Aquarel, San Pellegrino, Contrex, Aqua Panna, Neuselters, Frische Brise, Kloster Quelle, Fürst Bismarck Quelle, Nestlé Aquarel, Nestlé Wellness, Henniez). Wer glaubt, er tue dies nur aus sozialer Verantwortung heraus und um die Versorgung der Menschen in Europa mit sauberem Trinkwasser sicher zu stellen, der irrt, der irrt ganz gewaltig. Nestlé versucht ein Monopol zu schaffen, dass es ihm ermöglicht, die Preise zu diktieren. Die Folgen liegen für jeden klar sichtbar auf dem Tisch – Kontrolle der Ressource bedeutet: Kontrolle der Preise bedeutet: Kontrolle der Menschen!

Damit nicht genug. Private Anbieter steigen in ganz großem Massstab in das Geschäft mit der Wasserversorgung ein, überall auf der Welt. Und überall wo das geschieht, steigen zuerst einmal die Preise. Das sei auch gut so, sagt die Politik, denn Wasser müsse einen angemessenen Preis haben und den habe es zur Zeit noch nicht! Steigt der Preis, würde man anfangen Wasser zu sparen und nicht mehr vergeuden. Soweit hört sich das auch ganz logisch an. Aber an dem Punkt, wo ich feststelle, dass die Mehrkosten sich nicht und in keinster Weise in der Modernisierung der Rohrleitungsnetze niederschlagen, oder in modernen technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung, sondern einzig und allein in den Taschen der Konzerne landen (und zwar als Gewinne), beginne ich die Privatisierung öffentlicher Aufgaben zu bekämpfen, weil ich sie nicht für richtig und schon garnicht für gerechtfertigt halte. Ein Staat, der alle seine hoheitlichen Aufgaben privatisiert (und in den USA ist man ja schon soweit, sogar den Krieg zu privatisieren) verliert erstens sein Existenzrecht und zweitens das Recht, Steuern zu kassieren! Denkt mal darüber nach!

Große Konzerne wie ABB, Bilfinger & Berger und MVV Energie steigen mit dem Gemeinschaftsunternehmen Aquamundo weltweit in die kommunale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ein, genauso wie die französischen Unternehmen Vivendi oder Suez Lyonnaise des Eaux. Glaubt wirklich jemand das Geschwätz, dies geschehe nur aus dem einzigen Grund, die Wasserversorgung zu sichern? Welche Kommune verkauft ihr Wasser- und Abwassernetz, weil und damit es in Privathand besser und billiger (im Unterhalt, dem Neubau und der Wartung, nicht im Wasserpreis) wird? Wasser ist ein riesen Geschäft und die Kommunen verkaufen die Wasserverteilnetze, die wir mit unseren Steuern bereits einmal finanziert und auch unterhalten haben, an private Unternehmen. Die Gewinne teilen sie jedoch nicht mit uns, den Bürgern, sie schaufeln sie in ihre eigenen Taschen. Und dann müssen wir diese bereits bezahlten Netze von den Unternehmen wieder zurück leasen, oder den Unterhalt auch weiterhin mit unserem Geld bezahlen, allerdings in Form höherer Preise. Aber – wer hätte das gedacht – die Gelder sind plötzlich Gewinne und werden keineswegs in den Unterhalt der Netze gesteckt, sondern wiederum in die eigenen Taschen, diesmal der Konzerne. Ist es nicht fantastisch, dass die Menschen in diesem Land und auch in allen anderen Ländern bei solchen Geschäften immer die Dummen sind?

Konzerne sind nur und ausschließlich da, wo es Geld zu verdienen gibt und zwar viel Geld. Konzerne dienen niemals den Menschen. Sie dienen nur sich selbst ud ihr einziger Zweck ist es, Geld zu machen! Alles Geschwafel von Nachhaltigkeit und Verantwortung, von sozialem Engagement ist nichts weiter als hohles und leeres Geschwätz. Aber die Politiker glauben es gern, nimmt ihnen die Industrie doch das ab, was der Politik zu teuer, zu lästig und vielleicht auch unangenehm ist, die Verantwortung für die Bürger. Die stören sowieso nur beim Regieren und sind so dämlich, dass sie nicht mal merken, „was für eine hervorragende Arbeit in der Politik geleistet wird“. Das glaube ich gern!

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