Rechtskonservativer Staatsstreich in Polen?

Ach ja, alle regen sich auf über den rechtskonservativen Staatsstreich in Polen. Jedenfalls ein bisschen. Ist fast so wie in Ungarn. Alles jammert laut und zeigt sich ein wenig empört, weitere reaktionen oder gar Sanktionen gibt es nicht! Wenn ich mich da im Vergleich an das Geschrei erinnere, mit dem der Wahlsieg von Syriza in Griechenland aufgenommen wurde. Da sah und sieht auch noch heute den Untergang des Abendlandes. Denn Syriza ist links und das passt den rechtskonservativen Politgenies in Europa nicht so richtig.

Nein, das passt ihnen überhaupt nicht! Aber sagen kann man auch nichts, denn es sind ja die eigenen Parteifreunde, wenn man´s genau betrachtet und mal ganz im Vertrauen – wer von dem rechten konservativen Pack feixt nicht heimlich voller Freude über die Chuzpe, mit der die christlich-abendländisch orientierten Wertkonservativen für alle Zeiten verhindern wollen, dass es jemals wieder linke Politik gibt, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der arbeitenden Menschen orientiert? Ich seh den Seedoofer und seine Entourage quasi vor meinem trüben geistigen Auge. Und sicher wird man schon überlegen, welche staatsstreichartigen Massnahmen man in Bayern ergreifen kann, um die Linksterroristen von der SPD von der Macht fern zu halten!

Einzig Spanien hat sich deutlich gegen den Trend gestellt und dem Ministerpräsidenten Rayoj, ebenfalls ein Rechtskonservativer und in dieser Situation als eher wirtschaftsfreundlich-korrupt, denn als Revolutionär im Namen des Volkes einen anständigen Schlag in die Fresse verpasst. Hat knapp zwanzig Prozent weniger als bei den letzten Wahlen und gibt sich dennoch als Wahlsieger. Natürlich habe ich bislang kaum einen Politiker erlebt, der „sein“ Wahlergebnis so akzeptiert hätte, wie es ist, besonders, wenn´s sich um eine ssaftige Niederlage handelte. Aber gerade in der Politik beginnt Realitätsverweigerung meist immer dann, wenn sie für jeden anderen schon nicht mehr zu ignorieren ist!

Andererseits muss man sich über den allgemeinen Rechtsruck in Europa auch nicht wirklich wundern. Wo sind denn die linken Alternativen? Ich meine gut, was sich wirklich links darstellt, wird verteufelt, verleumdet, verunglimpft und mit Hilfe großzügig von der Wirtschaft finanzierter sogenannter Aufklärungskampagnen propagandistisch ermordet! Das ergebnis ist, dass gerade die Menschen, die eigentlich auf eine linke Regierung angewiesen wären, diese gerade nicht wählen, weil man ihnen eingeredet hat, die Linke würde ihnen ihr bisschen Wohlstand weg nehmen wollen. Statt dessenwählt man die Konservativen, die mit der Wirtschaft und den Kirchen eng verknüpft sind und ergo auch nur deren Interessen vertreten.

Und dann sind da noch die linken Parteien, die früher einmal links waren. Solche Vereine wie die SPD beispielsweise. Irgendwann Mitte der achziger Jahre beschlossen sie dann unter dem Einfluss von Spendengeldern aus der Industrie, den Gang durch die Institutionen gehen zu müssen. Allerdings in die falsche Richtung, nämlich in die sogenannte „Mitte der Gesellschaft“! Dort mögen sie mittlerweile angekommen sein. Allerdings haben sie auf dem Wege dorthin nicht nur ihre Wurzeln vergessen und sämtliche Ideale, für die sie einst standen, verraten. Nein, sie haben auch ihre Wählerschaft verloren. Ich sage nur „Genosse der Bosse“!

Was für jeden aufrechten Sozialdemokraten eine übelste Beleidigung sein sollte, wird von einem gewissen Gerhard Schröder und seinen Seeheimern wie eine Monstranz vor sich her getragen. Bedauerlicherweise merkelt noch immer nur eine MInderheit, dass man diese Monstranz auf dem Weg in den Abgrund vor sich her trägt.

Was jedoch für die Politiker der Konservativen gilt, die eine Wahlniederlage nicht als Wahlniederlage erkennen wollen und schon garnicht als ihre eigene, gilt erst Recht für die SPD. Kein Ergebnis, wie sehr es sich auch der 20%-Marke nähern möge, ist schlecht genug, um das eigene Versagen einzugestehen. Es sind immer die andern, die nicht erkennen, welch wirklich „großartige Politik“ die SPD in den letzten dreißig Jahren gemacht hat. Als Juniorpartner der Union…

Und so wundern wir uns weiter, warum in so weiten Teilen Europas die Konservativen das Sagen haben und die Sozialdemokratie (manche nennen sie aus naheliegenden Gründen auch Spezialdemokratie), bzw. der Sozialismus zu einem unbedeutenden Teil des politischen Spektrum schrumpft und die eigentlichen Entscheidungen nicht in den Parlamenten, sondern in den Konzernzentralen getroffen werden!

Es kann nicht gut sein, wenn man die Interessen und Bedürfnisse des größten Teils der Bevölkerung vollkommen außer Acht lässt und die Wirtschaft, insbesondere die Industrie derart ungerecht fertigt bevirzugt, weil man von der durch Wirtschafts- und Lobbykreisen gern verbreiteten Behauptung ausgeht, „wenn´s der Wirtschaft gut geht, geht´s auch den Menschen gut!“

Gernau das Gegenteil ist der Fall. Wenn´s der Wirtschaft nämlich gut geht, beginnt sie sofort nach Wegen zu suchen, wie´s ihr noch besser gehen kann! Und das geht dann immer und zuerst zu Lasten der Menschen!

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Die Hetzer!

Ach mir ist so zum Kotzen zumute! Die SPD, jene Partei also, die sich bis vor nicht allzu langer Zeit noch für die Partei der kleinen Leute hielt, hat sich jetzt auch noch vom allerletzten Rest Sozialdemokratie verabschiedet und tutet nun in dasselbe rassistische Nebelhorn, wie AfD, NPD, der rechte Flügel der Union und sogar der Hoast Drehhofer, der sich in einer „Notwehr-Situation“ wähnt (neben diversen anderen Wahnideen, aber lassen wir das jetzt). Weil´s wohl gerade opportun erscheint, warnen jetzt auch Steinmeier und sein Genosse Gabriel vor unbegrenzter Zuwanderung und nehmen, man höre und staune, die „Sorgen und Ängste“ der Menschen ernst, mithin also jener „besorgten Bürger“, die Sichmar noch vor garnicht langer Zeit als rechtes Pack zu bezeichnen beliebte! Womit einmal mehr die unbedingte Wahrheit der weisen Worte des großen alten Konrad Adenauer (den ich wegen seiner klerikal-faschistischen Neigungen in etwa so sehr verabscheue, wie die Syphillis) bewiesen wäre, der da einstmals verlautbarte:“Wat kümmert mich mein Jeschwätz von jestern?“

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Sichmar der Zerstörer!

Ach Du meine Fresse? Gabriel zertrümmert die deutsche Kriegsindustrie? Nachdem er erst die Sozialdemokratie so erfolgreich zertrümmert hat? Der Typ ist wahrlich unaufhaltsam! Vielleicht sollte er in die Union eintreten, dann könnte er die auch gleich noch vernichten äh zertrümmern. Aber das wird sein Job nicht sein. Man möchte fast meinen, er sei ein U-Boot der CDU/CSU, das plötzlich inmitten der SPD auftauchte und alles zerstört, was noch an Sozialdemokratie vorhanden war. Gut, okay, das war eh nicht mehr viel seit Schröder und den Analarbeitern, aber wir wollen mal nicht zu kleinlich sein…

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Die KanzlerIn und die Zeugen Angelas!

Einmal mehr zeigt sich, dass die CDU lediglich aus Merkel besteht, die gemeinsam mit Angla und Muddi ein Triumvirat über die Union errichtet hat und nun nach der Alleinherrschaft greift! Schade nur, dass sie dabei auf die Hilfe unfähiger Nulpen angewiesen ist, die ihr nicht nur nicht das Wasser reichen können, sondern dies auch garnicht wollen. Natürlich wollen sie auch nicht rebellieren. regierngen vielleicht, wenn Muddi sie denn mal lassen würde. Aber wer etweas entscheidet, oder gar Profil zu zeigen versucht, der wird sofort abgesägt und entsorgt. Es gibt nichts anderes als Muddi in der CDU. Muddi ist das Programm, vertritt dies auch (oder wenn dies opportun erscheint, eben auch nicht). Muddi führt die Regierung (mal hierhin, mal dorthin, am liebsten aber doch besser nicht). Muddi hat kein Konzept, das aber mit Nachdruck! Muddi will Krieg führen für die Demokratie und die Freiheit (aber ohne Soldaten, na jedenfalls ohne Waffen, oder besser noch ohne Verantwortung und erst recht ohne Ideen). Muddi ist die bessere Wahl, weil sie alternativlos ist (sagt sie). Muddi führt die wohl beste Regierung seit langem (glaubt vermutlich nur sie selbst). Muddi hat einen spitzen Kandidaten für die EU (der nicht reden darf, außer mal kurz „Hallo“ sagen!). Muddi ist wie die Akne auf dem Arsch der deutschen Gesellschaft…

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Spiegel, Spiegel an der Wand…

Oh ja, der Spiegel ist nicht erst seit gestern von seinem Weg abgekommen, die journalistische Speerspitze der linken Avantgarde zu sein, das haben wir schon vor ein paar Jahrzehnten bemerkelt. Nun, da das Hauptstadtbüro von einem echten, einem wirklichen BLÖD-Zeitungsmann geleitet wird, von Nikolaus Blome, bis vor kurzem noch „Bild“-Politik- und Vizechef, brauchen wir uns nicht wundern, wenn sich der einst so linke Spiegel heuer in einen Wunschspiegel verwandelt, in dem sich Muddi nebst ihrer arschkriechenden Speichellecker aus der Union die Frage nach der „Schönstem im Land“ wunsch- und erwartungsgemäß beantwortet bekommen werden! „Ihr, Muddi, Ihr seid die Schönste im ganzen Land“ Und keine Stimme wird sich erheben, die der FragestellerIn zum Abschluss noch reindrückt „Aber die Ilse Aigner, hinter den sieben Bergen, bei den kleingeistigen bayrischen CSU-Zwergen, ist tausendmal schöner als Ihr!“ (Ob das der Wahrheit entspricht, steht hier jetzt nicht zur Debatte). Der Spiegel himselfe singt das Hohelied der großen K(l)oalition!
Aber, als hätten wir es nicht schon geahnt, nachdem uns Andrea Nahles, nach ihrem Geständnis, dass Durst schlimmer als Heimweh und erst recht schlimmer, als eine trockene Sondierungsrunde sei, ziemlich verschwurbelt verkündet hat, dass die SPD es als ihre Aufgabe ansehe, etwas in diesem Land für die Menschen zu verbessern, predigt uns Sigmar Gabriel heute Bescheidenheit und weist uns auf diverse Dinge hin, die uns nun völlig überraschen:
Das die SPD ja nun doch reichlich wenige Stimmen bei der letzten Wahl erhalten habe und dass es für die Sozialsdemokraten nicht ganz einfach sei, sozialdemokratische Positionen durchzusetzen, wie z. B. den Mindestlohn.
Das hätten wir ihm vorher sagen können, nein wir haben es vorher gesagt. Aber entgegen aller Zweifel, war der gute Sigmar Gabriel der Meinung, der Union sein, bzw. ein sozialdemokratisches Profil aufdrücken zu können! Er hat es ja auch laut genug verkündet. Und nun kömmt die Rolle rückwärts schneller, als man ahnen konnte. Noch ist nicht klar, ob der Parteikonvent überhaupt für K(l)oalitionsverhandlungen stimmen wird, da wird schon zum Rückzug von den nicht verhandelbaren sozialdemokratischen Festungen geblasen, die einzig dazu angetan währen, der SPD wieder so etwas wie ein sozialdemokratisches Gesicht zurück zu geben!
Aber man wollte es ja nicht einmal drauf ankommen lassen und ausloten, ob man dieses sozialdemokratische Profil auch ohne die Union nicht erreichen könnte, mit rot-rot-grün nämlich!
Aber das wäre wirklich zuviel verlangt gewesen! Politik für die einfachen Leute, zusammen mit denen, die etwas ähnliches anstrebten, das wäre einfach zu schön gewesen!
Ja, lieber Spiegel, ich glaube Du hast recht. Wenn der Konvent die Aufnahme von K(l)olaitionsverhandlungen ablehnen würde und im Zweifelsfall die Basis dann eine GroKo, dann wäre die Parteispitze tatsächlich geliefert. Und wir können nur hoffen, dass dies lieber heute (bzw. morgen) als übermorgen geschieht. Denn erst dann wird es einen neuanfang in der SPD geben können, wenn diejenigen nichts mehr zu sagen haben, denen wir die Rente mit 67 und die unsäglichen Hartz-IV-Gesetze zu „verdanken“ haben!

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Mindestlohn! Und dann?

Wie verkaufe ich einen Misserfolg zunächst bei der Bundestagswahl, dem Parteivolk  als einen Triumph? Nun, zunächst muss ich versuchen, den Leuten klar zu machen, dass ein Stimmenplus von 2,5% ein grandioser Erfolg ist, im Gegensatz zu dem historischen Wahldebakel von vor 4 Jahren, als die SPD mit nur 23% der Stimmen sang- aber doch nicht ganz klanglos unterging!

Okay,  2,5% mehr sind 2,5% mehr. Daran gibt es nichts zu deuteln. Aber nach dem schlechtesten Wahlergebnis in der Geschichte der guten alten Tante SPD, gab es diesmal das zweit schlechteste Ergebnis und das ist ja nun wahrhaftig kein Grund um ausgelassen zu feiern und Jubelgesänge oder Hymnen anzustimmen!

Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um so etwas als Erfolg zu verkaufen. Aber an Phantasie mangelte es den Genossen noch nie. Genausowenig wie allen anderen Wahlverlierern, die aus einer krachenden Niederlage einen prachtvollen Erfolg zu zaubern versuchten, welcher politischen Richtung auch immer sie angehören mochten! Da machen auch die Spezialdemokraten keine Ausnahme.
Nichts ist so alt. wie die Zeitung, oder das Wahlergebnis von gestern!

Und nichts ist so nervig wie nörgelnde Mitglieder oder Wähler überhaupt, die mit nichts zufrieden sind. Zwar hat man vor der Wahl vollmundig verkündet, mit den Grünen koalieren zu wollen, auf keinen Fall aber mit der Union, mit der es ja so gar keine Schnittmengen gäbe. Jedoch nach der Wahl wird alles nicht mehr so heiss gegessen, wie es vor der Wahl lauwarm gekocht wurde. Aus den 25,7%,  die  ihre Stimme deshalb der SPD gegeben haben, weil man auf eine Koalitionszusage mit den Grünen vertraute, wird plötzlich eine Kloalition mit der Union gebastelt, mit der man ja nie wollte, aber auf Grund des Wählerwillens eben nun doch koitieren müsse.

Und  so  wird  aus einem absoluten „nogo“ mit der CDU/CSU ein bescheidenen, aber dennoch staatstragendes „mustgo“, weil man ja eine gesellschaftliche Verantwortung zu tragen habe, die sich jedoch bedauerlicherweise nicht in hammerharter und unbequemer Oppositionsarbeit erschöpft, oder sogar in rot-rot-grünen Sondierungs-, vielleicht auch Koalitionsgesprächen, sondern im Verschachern von Pöstchen, Sicherung von Pfründen und dem Bestreben, den eigenen Arsch gesellschaftspolitisch an die Wand zu drücken!

Was der Wähler davon hält, wird sich gelegentlich bei Neuwahlen zeigen, die irgendwann unweigerlich  kommen, ob es der SPD und/oder der CDU/CSU nun passt oder nicht!

Und mal ganz ehrlich! Dieses Geschwätz von wegen „wir haben die verantwortung, dem Land eine stabile Regierung zu geben“, völlig egal, wie der Wille des Souveräns, auch Wähler genannt, auch aussehen mag, kann ich nicht mehr hören! Man könnte mit Fug und Recht behaupten, der Wählerwille sei die große Kloalition gewesen, wenn man das vorher angestrebt hätte, also offen gesagt:“Ja, wir wollen mit der Union in ihre schwarzen Bettlaken steigen und es wie die Spechte miteinander treiben, als gäbe es kein morgen!“

Das wäre dann okay gewesen – wenn diese Konstellation eine Mehrheit bekommen hätte.

Aber dem war nicht so. Ganz im Gegenteil, man schrie nach den Grünen und band sich an sie, unterstützte sie und fuhr dann zwar ein beschissenes Wahlergebnis ein, aber dies nicht ohne die zumindest theoretische Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition! Und nun kommt die SPD, in Gestalt der immer durstigen Andrea Nahles anmarschiert und sagt ganz unverfroren, der Wille des Wählers sei die GroKo gewesen? Bei einer solchen Logik, inklusive einer Verdrehung der Tatsachen, fallen mir echt die Eier ab!

Irgendwie bin ich schon echt froh, dass ich mich rechtzeitig von der alten Tante abgesetzt habe. Denn die Verantwortung für das, was jetzt kommt, die wollte ich nicht mittragen!

Ein deutscher Traum?

 

Man fragt sich oft, was wir eigentlich wollen, wir Deutschen. Und diese Frage ist durchaus berechtigt in einer Zeit, in der es noch nicht einmal mehr politische Utopien zu geben scheint, die anzustreben sich die Parteien auf die schwarze, gelben oder roten Fahnen geschrieben hätten.

 

Aber das ist ja auch kein Wunder. Niemand will sich etwas ans Bein binden, das er hinterher so leicht nicht mehr los wird.

 

Die Union hat sich von ihrem sprichwörtlichen Konservatismus losgesagt und lauert auf Ideen aus der SPD, derer sie sich unter Muddis Vorsitz bemächtigen kann, gleich einem Pfaffen, der sich der Moral bemächtigt und sie nach eigenem Gusto zurecht biegt und vergewaltigt!

 

Die SPD, die sich längst davon verabschiedet hat, mit ihren „Brüdern (und emanzipierten Schwestern) zur Sonne, zur Freiheit“ zu marschieren, oder gar für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit einzustreten, behauptet munter, dass es die Arbeiterklasse nicht mehr gäbe und wirft sich, mit einem „Genossen der Bosse“ an der Spitze dem Kapital an den Hals, wie die Nutte dem besoffenen Freier. Und anschließend wundert man sich doch tatsächlich, wenn man bei Wahlen bereits mehrfach an der 20%-Hürde bedrohlich nahe gekommen ist – und zwar von oben!

 

Die Grünen freilich haben alle Skrupel über Bord geworfen, ihre einstigen Ziele und Ideale ebenso verraten wie die Genossen von der SPD und sind von einem Sammelbecken linker, umweltbewegter Revoluzzer zu einer grünen CDU metamorphiert, die teilweise deutlich konservativer ist, als das schon längst verknöcherte Original!

 

Einzig die FDP ist ihren Idealen treu geblieben, wenn es so etwas in der Politik überhaupt gibt. Freiheit, freiheit, Freiheit, heißt das Credo und meint die Freiheit der Reichen, der Besitzenden, des Kapitals, noch reicher zu werden und den lumpigen rest der Gesellschaft nach Lust und Laune auszuplündern und auszubeuten und auf dessen Kosten ein behütetes Leben in Luxus, Sicherheit und Saus und Braus zu führen.

 

Freie Märkte ohne Schranken und vor allem ohne jede Regel und Kontrolle sind ihre liberale Litanei! Sogenannte „Eigenverantwortung“ für die Bürger sind das Halleluja, das nichts anderes besagt, als das jeder allein seine Lebensrisiken zu tragen habe und sich auf eigene Kosten dagegen absichern muss. Wer das nicht kann hat nach den ehernen Gesetzen des Sozialdarwinismus eben Pech gehabt und soll dafür niemand anderen in die verantwortung nehmen dürfen, als sich selbst. Und zu Guter letzt folgt noch das Amen der liberalen Weltanschauung in einer hemmungslosen Bevorzugung von großen Konzernen gegenüber kleinen Handwerkern und dem normalen Pöbel!

 

Das ist nicht viel, aber immerhin etwas. Und die FDP macht zumeist auch überhaupt keinen Hehl daraus, dass sie genau dess´ Liedchen zu singen pflegt, dess´ Brot sie auch frisst. Dieses Handeln zieht sich wie ein roter Faden durch die liberale Politik, seit das sozialliberale Modell der 60er und 70er Jahre in rücksichtslosem Opportunismus über Bord ging. Nun herrscht in den reihen der Liberalen das archaische Recht des Stärkeren und das ist immer das Recht der Reichen.

 

Wir haben also vom Grundsatz her eine Politik, die sich den gesellschaftlichen Belangen der Bürger und den sozialen Notwendigkeiten in einer Art und Weise verschließt, deren Konsequenz schon irgendwie beeindruckend ist. Man erkennt Ignoranz an allen Orten und an den Schaltstellen der Macht, die zum herrschenden Prinzip einer Scheindemokratie erhoben wurde!

 

Beispiele? Okay!

 

 

  1. Man fuhr die Gesundheitsfürsorge herunter und führte die Selbstbeteiligung der Patienten je Rezept und für jeden Tag Aufenthalt im Krankenhaus aus eigener Tasche ein und bis vor kurzem auch noch die Praxisgebühr einmal je Quartal! In der Folge gehen Menschen mit geringem Einkommen seltener zum Arzt, weil sie sich das nicht leisten können. Arme Menschen kann man in der Regel am Zustand ihrer Zähne erkennen, bzw. Auf ihr Einkommen an Hand fehlender Zähne schließen!

  2. Das Renteneintrittsalter wurde deutlich ehruaf gesetzt auf derzeit 67 Jahre. Da die Menschen aber in sehr vielen Fällen schon arbeitslos sind, oder krank, bevr sie das Renteneintrittsaklter erreichen, kann man dies als probaten Weg zur Rentenkürzung betrachten. Denn während er Arbeitslosigkeit werden auch keine Beträge merh in die Rentenkasse gezahlt, so dass es de facto zu deutlich niedrigeren Renten kommt. Gleichzeitig erfand man die rentenlücke, die dem gewöhnlichen Feld-, Wald- und Wiesenrentner droht, wenn er nicht fleissig riestert (von was auch immer!) und damit die vermeintliche Rentenlücke, die sich aus Rentenkürzung (Absenkung des Rentenniveaus) und fehlender Einzahlungen in die Rentenkasse im Fall von Arbeitslosigkeit ergibt. Das nennt man dann „Eigenverantwortung“ und man überträgt die verantwortung für die Sicherheit der teilweise über Jahrzehnte eingezahlten Beiträge für eine private Rentenversicehrung an die Bürger, obwohl nicht einmal der Staat in der Lage ist, beispielsweise Währungs- und Spekulationsrisiken abzusichern. Und genau das ist es, womit die Versicherungen Geschäfte machen – Spekulation! Geht dann eine Versicherung pleite und wie man sieht ist so ein Fall alles andere als unwahrscheinlich, sind die privaten Sparer ihre Kröten los und haben also Pech gehabt! Treten Währungsrisiken auf, oder wie bei der EU-Krise Zisnsätze für Staatsanleihen, die nicht einmal das Inflationsrisiko abdekcne, hat der provate Sparer…richtig…Pech gehabt. Sein Geld hat er in den Sand gesetzt, weil er nicht den Hauch eines Einflussen auf das Geschäftsgebahren der Versicherungen und Banken hat, denen er gezwungen ist, sein Geld anzuvertrauen, damit er im Alter die böse „Rentenlücke“ schließen kann (immer vorausgesetzt, er hat überhaupt die finanziellen Möglichkeiten, einen Riestervertrag abzuschließen)!

 

 

Walter Riester jedoch, der Erfinder der Rentenlücke und einstmals 2. Vorsitzender der IG Metall, tritt heute (Zitat Wikipedia Walter Riester) als Referent bei verschiedensten Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche in Erscheinung und ist Aufsichtsratsmitglied von ArcelorMittal Bremen.[2] Zum 1. Oktober 2009 wurde Walter Riester Aufsichtsrat des Finanzdienstleisters Union Asset Management Holding. Die geschäftlichen Verbindungen Riesters (und Bert Rürups) zum Finanzdienstleister AWD kritisierte Transparency International als „Beispiel für politische Korruption“[3].

 

Dem ist nichts, garnichts hinzu zu fügen!

 

Der deutsche Traum ist ausgeträumt! Das Wirtschaftswunder lange vorbei! Heute muss sich nur noch der wundern, der sich zu den Reichen zählt, wie es sein kann, dass seine Einkünfte immer schneller immer höher steigen und die Steuern im Gegenzug immer weiter sinken, während der Rest des dämlichen Wahlvolkes immer ärmlicher lebt, sich mit immer weniger bescheiden muss und dann, wenn es ihm endlich gelungen ist, das Renteneintrittsalter einzuholen, das vor ihm mit riesengroßen Schritten davon zu eilen scheint, von der Hand in den Mund und der Großzügigkeit des Staates zu leben gezwungen wird, anstatt den Lebensabend genießen zu können, wie man es sich einst erträumte!

 

Ausgeträumt! Alles zu teuer für den „Sozial“staat! Nach dem Eintritt in die Rente gibts oft noch fünf, sechs halbwegs unbeschwerte Jahre, bevor sich die Demenz bemerkbar zu machen beginnt…

 

Aber einen Vorteil hat sogar das – wir vergessen dann schneller, wie sehr man uns betrogen und ausgebeutet und um unseren wohl verdienten Ruhestand beschissen hat!