Und „BAMM“ hauen sie wieder unsere Steuergelder raus!

Das „ganze“ Geld soll in einen Fonds eingezahlt werden? Und wenn wir weiter so ein Glück haben, ist bei der aktuellen Niedrig- bzw. Null- bzw. Minuszinsphase nach einigen wenigen Jahren sowieso nichts mehr davon übrig. Die Energiekonzerne lachen sich den Ast ab und die Steuerzahler sind einmal mehr verarscht bis zum „Gehtnichtmehr“!

Und dann kommt noch der Wolle im Rollstuhl daher gefahren, mit Siggi Pop auf dem Schoß und schmeisst unser gutes Steuergeld den Autokonzernen hinterher, die ums verrecken keine vernünftigen Elektroautos bauen und erst recht keine massentauglichen und auf halbwegs akzeptable Reichweiten ausgelegten Akkus entwickeln wollen (es sei denn der Steuerzahler kommt in Form von Subventionen dafür auf und wagt es hinterher auch ja nicht, die Hand aufzuhalten). Mir geht diese ganze Scheiße aber sowas von auf den Sack, dass mir beinahe die Worte fehlen…

Kaum der Erwähnung wert, dass es bis heute keine flächendeckende, einheitliche und vor allem funktionierende Ladeinfrastruktur gibt. Da kommt dann noch der Herr Dobrinth ins Spiel und – damit er dazu überhaupt mal irgend etwas gesagt hat, verkündet frisch und froh, fröhlich und frei (von jeder Form von Intelligenz), „ja, ja, die Lademöglichkeiten müssten dann ja schon mal ausgebaut werden und dafür mache er sich ja auch stark…“ (ganz frei und aus dem Gedächtnis zitiert).

Na immerhin wird eine Kaufprämie für Elektroautos bezahlt. Die soll 4.000 € betragen und nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ auf jene verteilt, die mal eben so um die 30.000 oder 50.000 € für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug aus dem Ärmel schütteln können. Naja, wenn´s der Wahrheitsfindung dient? Tut es aber nicht. Man kann diese Prämie, wenn man ein Zyniker ist so wie ich,l auf einen einfachen Nenner bringen – außer Spesen nichts gewesen! Denn eines ist ja mal klar. Geld für Renten, von denen man leben kann, oder die womöglich Altersarmut verhindern können, das ist natürlich nicht da. Aber den Konzernen die Knete hinterher schmeissen, obwohl die seit Jahrzehnten märchenhafte Gewinne einsteckten und (am Beispiel der Automobilindustrie) das heute auch noch tun, da gibt es kaum Grenzen. Es trifft ja auch keine Armen!

Und selbst wenn die Energiekonzerne heute in der Krise stecken, vielleicht der schwersten Krise seit etlichen Jahrzehnten, so ist das einzig und allein auf ihr Unvermögen zurück zu führen. Fehlinvestitionen, und das gnadenlose Verpennen der regenerativen Energien sind nur ein Teil des Problems. Die wirklichen Probleme (die Problembären also) sitzen in den fein ausgestatteten Büros des Managements und der Aufsichtsräte. Und obwohl es doch eigentlich der Sinn des kapitalistischen Systems sein soll, nicht konkurrenzfähige Unternehmen zu Innovationen zu zwingen oder sie vom Markt zu fegen (das ist ja angeblich die selbstreinigende und wohltuende Wirkung des freien Marktes), Fangen die betroffenen Konzerne regelmäßig an Krokodisltränen zu heulen und ziehen sogar die Gewerkschaften auf ihre Seite, die plötzlich unisone zu Befürwortern der prähistorischen Kohleverstromung oder gar der Atomenergie mutieren – nur um ein paar Arbeitsplätze zu „retten“, die bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit dann doch wegrationalisiert werden!

Heute wird wieder einmal das Hohelied auf die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten (bzw. Investitionen) gesungen und alle hauen sich vor Begeisterung auf die Schultern, am liebsten auf die eigenen. Was soll man dazu noch sagen? Nichts? Außer vielleicht, dass selbst das bisschen Kohle den Atomkonzernen noch zuviel ist? Wie n-tv schreibt, lehnen die Betreiber der Atommeiler die Einzahlung in einen Fonds auf Grund ihrer ähm begrenzten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab. „Soviel Geld könnten sie nicht aufbringen, sagen die Unternehmen.“ und „Sie könnten die Vorschläge daher nicht so akzeptieren, wollten diese aber vor einer abschließenden Bewertung genau analysieren.“ (Und nach verwertbaren Lücken suchen, versteht sich)

Natürlich brauchen wir uns nichts vorzumachen. Wenn die Unternehmen einem Deal final zugestimmt haben, dann sind sie ein für alle mal aus der Sache raus. Einschließlich der einst gemachten und mittlerweile längst verjubelten Gewinne. In ein paar Jahren werden die Unternehmen so aufgesplittet sein, dass nichts mehr übrig ist, dem man vielleicht doch noch eine Rechnung präsentieren wird können. Die Bestrebungen um eine Neuorganisation, inklusive Aufspaltungen und Auslagerungen sind ja bereits in vollem Gang!

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Zahlen für unseren Dreck? Da klagen wir uns einfach raus!

Irgendwie war das ja schon klar, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung verbrunzen werden. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen blassen Schimmer vom System des Kapitalismus, oder er will uns vorsätzlich für blöd verkaufen.
Der Abriss alter Atomanlagen und die Kosten für die „sichere Endlagerung“ radioaktiven Mülls, wird so sicher vom Steuerzahler zu bezahlen sein, wie das Amen in der Kirche. Diese Praxis des „aus-der-Verantwortung-stehlens“ wird sich nahtlos in die lange Reihe bisher schon durchgeführter Sozialisierungen von Altlasten, Schulden und Verlusten und Privatisierung von Gewinnen einfügen und zwar so glatt, dass nicht einmal ein Sackhaar dazwischen passen wird! Wir müssen uns der traurigen Erkenntnis stellen, dass die Politik den Primat über die Wirtschaft längst verloren hat, sollte sie ihn jemals besessen haben! Da kann Herr Gabriel noch so eifrig an einem Gesetz basteln, das verhindern soll, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung stehlen können. Wenn´s so nicht geht, dann geht´s eben anders! Wozu hat man denn diese unzähligen Fachleute für Juristerei angeheuert? Sicher nicht um Geld für alten Atomkrempel auszugeben, den niemand mehr haben will.
Ich Kann mich noch daran erinnern, wie die Atomkonzerne unter anderem argumentierten, man könne ihnen nicht die Kosten für die Entsorgung alter Atomanlagen und die Endlagerung aufhalsen. Das müsse der Steuerzahler übernehmen, der habe ja schließlich von den Segnungen „billigen“ Atomstroms jahrzehntelang profitiert. Natürlich hatte man bei dieser Gelegenheit verschwiegen, dass der Steuerzahler, mithin also der gemeine Verbraucher auch den „billigen“ Atomstrom nicht umsonst bekam, sondern dafür bezahlen musste! Und natürlich wollen die Konzerne dem Deppen von der Straße gern in dem Glauben lassen, sie hätten an der ganzen Sache nicht einen Pfennig/Cent verdient!
Es ist an der Zeit, den Energieriesen schon jetzt die Rechnung aufzumachen und ihnen einmal klar zu machen, um welche Summen es hier geht! Und wir müssen darauf verweisen, dass der Nutznießer der Atomtechnik auch für alles andere zu haften hat, was als Folgekosten zu erwarten ist. Und, dass darf man auch nicht außer Acht lassen – wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das, was die Konzerne als mutmaßliche Kosten „errechnet“ haben und angeblich in die Bücher eingestellt haben, eineSpekulation ist, die darauf baut, dass man niemals in die Pflicht genommen wird! Das ist das kapitalistische System. Deswegen dürfen wir auch nicht zulassen, dass Konzerne die Atomanlagen in neu gegründete Tochterunternehmen auslagern, nur um selbst nicht mehr belangt werden zu können.
Niemand garantiert dafür, dass die angeblich für den Rückbau und die Entsorgung zurück gestellten 38 Mrd. Euro überhaupt vorhanden sind! Das ist nicht mehr als Buchgeld und wenn man genau hinsieht, wird man garnichts sehen, weil es sich vermutlich sowieso um Luftbuchungen handelt! o.O

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Wann, wenn nicht jetzt?

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aus der Atomkraft auszusteigen?

Eigentlich hätte man niemals diese Büchse der Pandora öffnen dürfen. Welches Leid wäre den Opfern erspart geblieben, die ungefragt der Meinung der „Experten“ vertauen mussten, die Atomkraft sei sicher? Besonnene und besorgte Menschen, die schon immer auf die Gefahren und die nicht beherrschbare Technologie hingewiesen haben, wurden jahrzehntelang als Öko´s, Spinner und Traumtänzer verunglimpft. Ihre Sorgen vor atomaren Katastrophen als Panikmache hingestellt!Viel lieber glaubte man den Beteuerungen der Wissenschaft und vor allem der Atomkonzerne, es könne nichts passieren, die Risiken seien zu vernachlässigen und ein GAU (der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk) derart unwahrscheinlich, dass man das sogenannte „Restrisiko“ eben einfach zu tragen habe!

Mit Wahrscheinlichkeiten ist das aber so eine Sache. Selbst wenn man beispielsweise das Auftreten eines GAU alle 10.000 oder auch 100.000 Jahre für wahrscheinlich hielte, so sagt diese Zahl nichts darüber aus, wann innerhalb dieses Zeitraumes die Katastrophe eintreten kann. Der Betrieb kann also über den gesamte Zeitraum unfallfrei ablaufen, muss er aber nicht! Genauso gut kann der Betrieb aber auch schon im ersten Jahr zur verheerenden Katastrophe führen! Der Grund dafür mag möglicherweise nicht in der Technik der atomaren Energiegewinnung liegen, aber er liegt mit Sicherheit in Bedingungen begründet, auf die der Mensch nur sehr begrenzt Einfluss auszuüben vermag!

Im Gegensatz zum Universum ist die menschliche Dummheit grenzenlos
(sehr frei nach Albert Einstein) und menschliches Versagen ist einer der Hauptgründe für das Versagen der „perfekt“ durchdachten und redundant (das heisst mehrfach) abgesicherten Technik der Atommeiler! Gleichwohl gibt es keine Möglichkeit ein Atomkraftwerk zu bauen, dass absolut sicher ist, nicht gegen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Brände und erst recht nicht gegen menschliche Dummheit und Fanatismus! Und trotzdem ignoriert man geflissentlich seit Jahrzehnten die Gefahren, weil sich im Betrieb eines Atommeilers ungeheure Profitmöglichkeiten eröffnen! Bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Vernunft. Dafür ist die Politik der vergangenen Jahrzehnte ein Beispiel, das uns als Fanal dienen sollte, Profitinteressen niemals über die Sicherheit der Menschen zu stellen! Genau das aber wird getan!Die Risiken des Einsatzes der Atomkraft tragen nicht die Konzerne, die sich über märchenhafte Gewinne freuen, diese Risiken trägt die Gesellschaft, tragen die Menschen, besonders diejenigen, die gezwungenermaßen in unmittelbarer Umgebung atomarer Anlagen leben müssen. Keine Versicherung ist bereit, dieses Risiko zu tragen, so „undenkbar“ und statistisch unwahrscheinlich das Eintreten eines GAU oder Super-GAU angeblich ist! Die Folgen eines gravierenden Störfalles tragen nicht die Konzerne, es ist die Gesellschaft, sind die Bürger, die dafür aufkommen müssen!!!

Freilich finden sich heute auch Menschen, die sich gerne selbst als Atomkraftgegner bezeichnen, denen der jetzt aufflammende Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland, Europa und weltweit nicht passt! Sie sind der Meinung, es wäre „pietätlos“, wenn man jetzt, angesichts der Katastrophe in Japan, die Abschaltung der Atommeiler in Deutschland verlange!

Aber wann, wenn nicht jetzt, soll man aus der Atomkraft aussteigen? Wie könnte man jetzt schweigen, wo doch für alle, die sehen wollen, so offensichtlich geworden ist, welch unberechenbare Risiken in der Nutzung der Atomkraft liegen? Die Folgen dieser atomaren Katastrophen sind nicht beherrschbar! Größere Gefahren birgt nur die hemmungslose Gier der Konzerne, denen die Folgen ihres Tuns völlig egal zu sein scheinen!

Ob Tepco, E.on, RWE, ENBW oder Vattenfall, die Namen sind verschieden, das Streben nach Profit ist dasselbe! Die kriminelle Energie ihrer Manager, das Kartell der gekauften Politiker, das alles zerstört die mühsam aufgebauten demokratischen Strukturen dort, wo sie noch vorhanden sind! Ein Atomstaat kann kein demokratischer Staat sein, er entwickelt sich in dem Bestreben, die Sicherheit „seiner“ Atomanlagen zu garantieren zu einer parlamentarischen Diktatur, die die Menschenrechte per Gesetz aushebelt und den Ausnahmezustand zur Normalität erklärt!

Wir müssen jetzt aussteigen, auch wenn die meisten anderen Staaten dem Einfluss und den Einflüsterungen der Atomlobby zu erliegen scheinen und lieber das Geld einstecken, dass man ihnen hinterher schmeisst, als logisch zu denken und kritisch zu urteilen! Einmal nur, wenigstens einmal, will ich es erleben, dass Deutschland das Richtige tut und zwar als erster und von mir aus auch als einziger Staat!

weiterführende Links:

und hier noch für die, welche es interessiert, die oben genannten Atomkonzerne so, wie sie sich selber sehen und natürlich auch nach außen hin präsentieren:

  • Tepco (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Chiyoda, Tokio – wer sich das zu Gemüte führen will, sollte des Japanischen mächtig sein, sonst wird es ein wenich kompliziert).
  • E.ON AG (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf).
  • RWE (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Essen).
  • ENBW (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Karlsruhe).
  • Vattenfall (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Stockholm, Schweden).