Rolling Strom!

Ja Donnerwetter! Elektroautos werden in Zukunft ein „E“ im Kennzeichen tragen? Das wird den Markt revolutionieren, denke ich! Wen interessiert es da schon, dass sich die Reichweite bislang so gut wie überhaupt nicht zum Positiven hin entwickelt hat?

Da kommt die Möglichkeit zum kostenlosen Parken gerade Recht. Schließlich muss man ja sein Auto irgendwo abstellen können, wenn der Akku im unpassendsten Moment in die Knie geht und da wäre es ja wirklich unangenehm, wenn man dafür auch noch Parkgebühren zahlen müsste, nicht wahr? Subventionierung von Elektroautos durch die Regierung kommt aber wohl nicht in Frage.

Man will das, was die Regierung in Norwegen erreicht hat, nämlich einen regelrechten Boom auszulösen, indem sie deftige Zuschüsse für die Fahrzeuge bezahlt, mit der bekannten schwäbischen Knickerigkeit und ein paar ebenso überflüssigen wie absurden Gimmicks erreichen. Denn als „schwäbische Hausfrau“ ehrenhalber, möchte Muddi verhindern, dass ihr rollender Wolfgang mit Geld um sich schmeisst. Wer weiss schon, wann die nächste Bank gerettet werden muss?

Und mal im Ernst. Die Automobilindustrie, besonders die Deutsche, hat doch nicht das geringste Interesse an der Elektromobilität. Alle anders lautenden Behauptungen sind nicht viel mehr als Lippenbekenntnisse. Oder sieht irgendwer irgendwo den Willen, ein Speichermedium für Elektrofahrzeuge zu entwickeln oder gar zu bauen? Nein, im Gegenteil.

Die Autoindustrie will sich nur ein klein bisschen engagieren, wenn die Bundesregierung mit kräftigen Subventionen die Entwicklungen bezahlt. Vermutlich sind schon unzählige Milliarden in diesem Bereich verpulvert worden. Messbare Ergebnisse oder serienreife Produkte haben die Konzerne nicht vorzuweisen. Das ist bezeichnend.

Daneben gibt es so gut wie kein Modell, mit einem halbwegs brauchbaren Elektroantrieb und einer akzeptablen Reichweite. Wäre ja auch schade, wenn die ganzen Verbrenner, hochentwickelt wie sie heute sind, nicht mehr verkauft werden könnten, weil die Kunden sich auf umweltfreundliche Technologien einließen.

Was passiert also? Die großen, vorzugsweise die deutschen Premiumhersteller, werfen jetzt ein paar Hybridmodelle auf den Markt, um den Flottenverbrauch zu senken und wenigstens so zu tun, als seien sie fleissig am forschen und entwickeln. Stattdessen werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf Hybrid umgestellt, was den rein elektrischen Betrieb für etwa 50 km, vielleicht auch 60 km sicher stellt. Das Ganze wird mit einem deutlich höheren Gewicht erkauft und konterkariert damit den  Trend hin zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck. Aber auch das interessiert wohl nur am Rande.

Auch die Verbrennungsmotoren, die immer stärker werden, wenn sie auch derzeit weniger Hubraum haben und auf den ein oder anderen Zylinder verzichten, müssen sich mittlerweile deutlich mehr mit den immer schereren Autos abmühen. Und natürlich will heute keiner mehr ein Auto fahren, das nicht wenigstens 220 km/h auf der Autobahn schafft. Und damit die eitlen Käufer dieser ökologischen Wahnsinnsmobile  ein bisschen was gegen ihr schlechtes Gewissen tun können, lügen die Autokonzerne den Verbrauchern die Hucke voll mit an den Haaren herbei gezogenen Verbräuchen, die kein Menssch im normalen Fahrzyklus erreichen kann. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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BMW´s Oberklasse rettet die (Um)Welt?

Da lacht mal wieder die Koralle und die BMW-Händler reiben sich die Hände! Bei einem Einstiegspreis von mehr als 81.000 € für das Basismodell wird man wohl froh sein müssen, wenn für das Lenkrad kein Aufpreis fällig wird! Denn die Aufpreisliste umfasst sagenhafte 88 Seiten. Aber es trifft ja ganz offensichtlich keine armen Leute, die hier Kunden werden wollen. Gleichwohl wundert es mich schon ein wenig, wie man einem solchen Geschoss, mit 265 PS einen Verbrauch von sage und schreibe 4,5 Litern auf hundert Kilometer andichten kann. Das dürften wohl nicht einmal die bayrischen Werbestrategen glauben, denn immerhin müssen 1,8 Tonnen Auto bewegt werden. Bekanntermaßen wird bei den Verbräuchen gelogen, dass sich die Balken biegen, nur um auf dem Papier die Flottenverbräuche zu senken! Was das der Umwelt bringt? Nichts, ist doch klar. aber die Bundesregierung kann behaupten, sie hätten das menschen- und technisch Mögliche getan, mehr sei der notleidenden Autoindustrie einfach nicht zuzumuten gewesen. Es geht ja hier schliesslich um (gut bezahlte) Jobs und wenn auch schon die Mehrzahl der Arbeitnehmer von solchen Einkommen nur träumen kann, wie sie in der Branche bezahlt werden, sind ja auch noch regelmäßig, trotz der wirtschaftlichen Notlage allenthalben, auch noch jährlich fette Prämien drin. Wer kann dazu schon nein sagen?
Der automobile Wahnsinn greift immer weiter um sich. Die Autos werden jedes Jahr größer und schwerer, die Motoren immer stärker. Wenn die technische Entwicklung wirklich in der Lage sein sollte, solche Verbräuche zu erzielen, wie angeblich hier bei diesem fetten Oberklassewagen, dann würden sie vermutlich, wenn denn diese Motoren in einen Oberklasse-BMW von 1970 eingebaut würden, mit jedem Kilometer den Tank füllen, anstatt ihn leer zu saufen! Aber wer solche Werbemären glaubt, wie sie die Industrie erzählt, der zieht sich auch die Unterhosen mit der Kneifzange an…

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