…und dabei ist auch radioaktives Wasser ins Meer gelangt

So lautete die etwas lapidare Meldung zu den Folgen des verheerenden Taifuns Etau der sich über Japan austobt. Bislang sind wohl drei Tote zu beklagen, etliche Menschen werden noch vermisst. Bis zu 170.000 Menschen flohen vor dem Sturm. Die Behörden seien alarmiert, heisst es. Daneben, man kann es kaum glauben, ist der sind die Katastrophenmeiler von Fukushima durch die Wassermassen geflutet wurden und Tepco, die ja bekanntlich seit Jahren die Kernschmelze in den havarierten Reaktoren unter Kontrolle haben (wollen) mussten eingestehen, dass die Wasserpumpen überschwemmt wurden und nunmehr wieder (oder immer noch, wer weiss das schon so genau?) radioaktives Wasser ins Meer gelangt.

Nun sollte man sich nicht allzu viele Sorgen über die Verschmutzung mit strahlendem Wasser machen, oder den radioaktiven Fallout, der die Gegend in großem Umkreis verseucht hatte, denn schließlich will die fürsorgliche Regierung in Tokio in Kürze Teile der Sperrzone öffnen und wieder besiedeln!

Derweil schwimmen die Menschen in dem Katastrophengebiet die Häuser davon, auf deren Dächern sich teilweise noch Menschen befinden, die mit Hubschraubern gerettet werden müssen. Wenigstens der Schutz und die Hilfe bei Naturkatastrophen funktioniert eingiermaßen in Japan. Andererseits zeigen uns die unabsehbaren Folgen dieses Sturms, wie klein im Vergleich zur Gewalt der Natur doch der Mensch mit all seinen technischen Möglichkeiten ist. Die Naturgewalten kann er nicht kontrollieren. Er vermag vielleicht mit großem Aufwand die Folgen von Naturkatastrophen zu bewältigen und die Zerstörungen beseitigen, aber kontrollieren kann er die Natur nicht.

Er vermag ja nicht einmal die von ihm geschaffenen Technologien zu kontrollieren…

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Mit der Dummheit ist es so – selber merkt ma nix davo!

Beim Lesen der Google-News sprang mir der Artikel „Iran: Atomprogramm wird fortgesetzt“ ins Auge. Offensichtlich gab es Gespräche zwischen dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana, Vertreter der 5 ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und erstmalig auch mit Staatssekretär Burns ein ranghoher Diplomat der US-Regierung auf der einen Seite und dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili auf der Anderen. Natürlich kam man zu keiner Einigung, wie nicht anders zu erwarten war.
Während der Iran auf seinem „Recht“ besteht sein, vorgeblich zivilen Zwecken dienendes, Atomprogramm weiter zu führen, bieten ihm die Verhandlungspartner alle möglichen und unmöglichen „Hilfen“ an, wenn das Programm gestoppt wird. Die Gegner des iranischen Atomprogramms, allesamt selber in der zivilen, wie in der militärischen Nutzung der Atomkraft sehr aktiv, wollen einem anderen Staat das „Recht“ auf die Fähigkeit zur Zerstörung der Erde per Knopfdruck vorenthalten. Was für ein Schwachsinn!
Das ist genauso logisch, gerecht und sinnvoll, wie die Schwellenländer Indien und China wegen ihres ständig steigenden Hungers nach Erdöl zu verurteilen und mehr Umweltschutzmaßnahmen zu verlangen. Freilich sind die Industrienationen aber selber nicht bereit, regenerative Energien mehr zu fördern oder den Schwellenländern die gleichen Rechte zuzugestehen, wie sie sie für sich als selbstverständlich in Anspruch nehmen. Wie kann man so vermessen sein und anderen Völkern das Recht auf Entwicklung absprechen, bloß weil man selber zu arrogant und vielleicht auch zu dumm ist, um einen Weg in die Zukunft zu finden, der unsere Umwelt und Mutter Erde vor der Vernichtung durch Verschmutzung, Vergiftung und Klimawandel bewahrt?
Die größte Angst der Industrienationen besteht aber in der Einstufung des Iran als „Schurkenstaat“ und die potenzielle Gefährdung der sogenannten „freien Welt“ durch iranische/islamische Atomwaffen. Weil man weder Willens noch in der Lage ist, sich ernsthaft mit dem Islam auseinander zu setzen, geht man davon aus, dass der Iran seine zivilen Atomanlagen und die Urananreicherung konsequenterweise zur Entwicklung von Atomwaffen nutzen will. Möglicherweise ist diese Furcht vor islamischen Atombomben nicht unbegründet, wenn man den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad so reden hört. Aber natürlich wird auch hier wieder mit zweierlei Maß gemessen, denn eine islamische Atombombe gibt es schon – und zwar in Pakistan! Dieses Land hat aber im Moment den „Vorteil“, dass es den USA nützlich erscheint. Darum gab es bei den Tests von Mittelstreckenraketen im Jahre 2005 – die sich für die Bestückung mit Atomsprengköpfen eignen – in der Wüste von Belutschistan auch nur verhaltenen Protest von Seiten der Industrienationen und vor allem der Amerikaner.

Meiner persönlichen und unmaßgeblichen Meinung nach, ist der größte Schurkenstaat der Erde allerdings die USA. Sie sehen sich als Moralapostel der gesamten Welt, nehmen sich das Recht heraus, alle irdischen Rohölreserven als ihre eigenen zu betrachten und greifen immer dort in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten ein, wo sie ihre strategischen Interessen bedroht sehen – und das ist eigentlich immer der Fall, wenn es um Rohöl geht! Wer wundert sich darüber, dass die meisten islamischen Länder die Industriestaaten hassen, ihren Einfluss begrenzen und sie mit allen Mitteln bekämpfen wollen?
Gewiss bin ich kein islamischer Fundamentalist. Mein Kampf am Keyboard und in meinem Blog gilt dem Schutz der Natur, unserer Mutter Erde, Gaia. Aber genauso wenig wie ich eine islamische Machtübernahme in Mitteleuropa hinzunehmen bereit bin, verbitte ich mir die ständigen Einmischungen der Amerikaner in die Angelegenheiten der Völker und Staaten dieser Welt. Es ist keineswegs so, dass die ganze Welt sich dem Willen der USA zu unterwerfen haben, um dem amerikanischen Konsumenten auch weiterhin ihren verschwenderischen Lebensstil zu ermöglichen! Ein Land, dass dermassen viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat und immer noch begeht, hat kein Recht, sich zum Lehrer der Welt aufzuschwingen und anderen den drohend erhobenen Zeigefinger entgegen zu halten!