Fliegt er oder fliegt er nicht?

Ja, es ist unglaublich spannend zu erleben, wie der Kapitalismus funktioniert! (Natürlich stark vereinfacht und zum Zwecke der Erheiterung ein wenig überspitzt dargestellt. In Wirklichkeit ist alles noch sehr viel schlimmer als ich das hier niederschreibe!) Erst kommt die Bundeswehr daher und braucht einen neuen Militärflieger, warum auch immer. Gut, die alten Transall sind in die Jahre gekommen und wollen nicht mehr und die alte Tante Ju steht ja nu mal im Museum und ist auch nur noch für Rundflüge einsetzbar. Okay, denkt sich das Bundesverteidigungsministerium, wie auch immer, dann beschaffen wir eben ein neues Fluchzeug, wird schon nicht die Welt kosten. und dann geht es los. Die Bundeswehr in Gestalt der Luftwaffe sagt, was sie braucht. Die Luftfahrtindustrie sagt der Luftwaffe daraufhin, was sie eigentlich will. Die Luftwaffe ist begeistert. Der/die VerteidigungsministerIn nicht, weil das alles jede Menge Geld kostet. Die Luftfahrtindustrie sagt nun dem Verteidigungsministerium, dass mit der zwar sehr teuren, aber neuen Maschine die Luftwaffe die nächsten fünfzig Jahre problemlos würde fliegen können. So sind dann erst einmal alle glücklich.
Nach einiger Zeit kommt die Luftfahrtindustrie zum Verteidigungsministerium und erzählt dem Minister, das Geld reicht leider nicht aus. Es seien technische Probleme aufgetreten und die müsse man lösen, aber leider koste das eine Winzigkeit mehr. Das Verteidigungsministerium zahlt also, die Luftwaffe ist in gesteigerter Erwartung. Nun wird, leider einige Jahre später als zugesagt, der erste Prototyp ausgeliefert. Die Luftwaffe ist freudig erregt und beginnt einen riesen Wirbel zu machen. Der Erstflug verzögert sich einige Wochen zusätzlich, vielleicht auch ein paar Monate oder Jahre. Das Verteidigungsministerium grummelt schon, denn die alten Transall können nur noch mit viel Geld und Siemens-Lufthaken am Himmel gehalten werden. Aber das macht fast garnichts, denn das Budget ist schon wieder erschöpft und das nun endlich ausgelieferte Versuchsmodell sieht zwar geil aus, aber leider verfügt es weder über die zugesagten, noch über die der Luftwaffe aufgeschwatzten Fähigkeiten. Außerdem kann es eigentlich garnicht fliegen, weil weder die Triebwerke noch sonst irgend etwas für den Flugbetrieb tauglich sind. Schon erst garnicht im Militäreinsatz. Um das zu lösen, sei eben noch ein Nachschlag auf´s Budget nötig – und zwar ein kräftiger. Aber das ist mittlerweile schon vollkommen egal, weil die bislang aufgelaufenen Ausgaben so hoch sind, dass sich die Verantwortlichen eigentlich erschießen müssten, wenn das an die Öffentlichkeit käme. Nun stehen wir also kurz vor dem Punkt, wo es völlig egal geworden ist, wieviel Geld schon verblasen wurde. Während der gesamten Planungs- und Konstruktionsphase hat niemand jemals irgend eine Kontrolle vorgenommen, was da eigentlich läuft. Aber immerhin haben die Gelder ein paar hoch bezahlte Arbeitsplätze gesichert, wozu auch immer. Vorzugsweise im oberen Management. Und wenn die Luftwaffe nun wirklich in absehbarer Zeit fliegen will, und zwar mit etwas, das auch nur halbwegs dem entspricht, was man sich unter einem einsatztauglichen Militärtransporter allgemein vorstellt, dann wird man ein paar MIllionen Euro in die Hand nehmen müssen und ein paar durchkonstruierte und funktionsfähige Transportmaschinen bei den Russen einkaufen. Einige Antonov zum Beispiel. Oder man kauft bei den lieben Verbündeten ein paar schicke Hercules.
So etwas nennt man wohl ein echtes Affentheater. Und das Schöne ist, es scheint auch nicht ein einziges großes Projekt zu geben, dass von Staats wegen in Auftrag gegeben wurde und das entsprechend den zeitlichen, oder gar finanziellen Rahmenbedingungen abläuft! Aber das interessiert ja mittlerweile auch schon niemanden mehr. Herzlichen Glückwunsch, gut gemacht!
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Ungeschriebene Gesetze, oder die Mauer des Totschweigens!

Zwar bin ich immer der Meinung gewesen, entweder is Muddi Schuld, oder aber von der Leyen, aber nun muss ich auch mal meine Meinung zu Seedoofer und seinen ungeschriebenen Gesetzen sagen! „Herr Seedoofer, leider gibt es bei mir ein ungeschriebens Gesetz, welches besagt, dass der Name Seehofer als Seedoofer zu interpretieren sei! Natürlich kann und muss das nicht jedem gefallen, das ist mir vollkommen klar. Allerdings frage ich mich, wie Sie auf das schmale Brett kommen konnten und die Verteidigungs- und/oder KriegsministerIn ihrer eigenen Union mit ungesschriebenen Gesetzen zu konfrontieren, die vermutlich nur Sie allein kennen, da Sie diese ganz nach Gutdünken aus dem Hut zaubern!

Ich glaube aber, mir ist der Grund für Ihr Handeln bereits klar geworden, noch bevor ich diesen Artikel zu Ende gelesen habe. Der Vorvorgänger der Ursel war ja einer Ihrer eigenen Parteigenossen, der gute, nicht so alte und, was die Intelligenz angeht, Ihnen vermutlich in jeder Hinsicht ebenbürtige, Karl-Theodor von und zu Guttenberg, der sich nicht nur durch seine Parteizugehörigkeit, sondern ganz besonders durch den Drang nach Höherem dazu berufen fühlte, sich mit fremden Federn zu schmücken und sich einen Doktorgrad zu ergaunern! War er nicht einer derjenigen, welcher mit der Reformitis der Bundeswehr begann und sich sogleich dabei vergallopierte und im Anschluss daran beschloss, einfach nur noch gut aussehen zu wollen (denn wer gut aussieht, muss garnichts können und/oder wissen)? Leider, oder Gottseidank, ist ihm dies genausso misslungen, wie seine Bundeswehrreform und Ihr Versuch, intellektuell zu wirken!

Ein kleiner Tipp am Rande. Schreiben Sie doch diese ungeschriebenen Gesetze einfach mal auf. Dann fällt es jenen leichter sich daran zu halten, oder auch nicht, von denen Sie das verlangen! Aber am Ende müssten Sie sich womöglich auch noch selber daran halten, was? Schöne Scheisse ist das!“

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Wo ist der Maulwurf?

Ja ist es denn die Möglichkeit? Es gibt Gesprächsbedarf zwischen den USA und Deutschland? Das geht jetzt aber schon eine Winzigkeit zu weit, oder?

Aber sei´s drum. Eines allerdings macht mich schon etwas stutzig – eine gewisse Jen Psaki (was auch immer das sein mag) und hier zitiere ich den Spiegel Online >wies die Darstellung zurück, dass die USA ihre Verbündeten bespitzelten. Außerdem erinnerte sie an die „intensive Überprüfung“ der Geheimdienstarbeit, die Präsident Barack Obama nach den Enthüllungen zu den Überwachungsprogrammen der NSA im vergangenen Jahr angeordnet habe. Dabei seien „neue Prinzipien“ eingeführt worden<. Nun stellt sich mir die bohrende Frage, wem wurden die neuen Prinzipien wo eingeführt und was hoffte man damit zu erreichen?

Vollkommen aus der Fassung bringt mich auch, dass die Bundesregierung ihre Zurückhaltung aufgegeben habe und den obersten Repräsentanten der US-Geheimdienste zur Ausreise aufgefordert hat. Ein Schritt, der an Rücksichtslosigkeit kaum zu überbieten und für den betreffenden Mitarbeiter, der in der Rangliste vermutlich nur unwesentlich unter der hauptberuflichen Reinigungskraft stehen dürfte, bestimmt mit aller Härte treffen wird! Eine steile Karriere, abrupt und ohne Vorankündigung beendet. Wir dürfen gespannt sein auf die folgenden Schritte, mit denen sich die Bundesregierung weiter und ohne jede Hemmung der Lächerlichkeit preisgeben wird!

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