In Bayern dreht si ois um´s Moos, drum is a der Filz so riesengroß!

Ein Bundesland, ja noch nicht mal ein gewöhnliches Bundesland, ein Freistaat gar, Bayern genannt, befindet sich quasi im Familienbesitz! Einzige Voraussetzung, bzw. Qualifikation zur Teilhabe an der Vetterleswirtschaft Marke Bayrisch-Filz, sind engste verwandtschaftliche Beziehungen zu den „Würden“trägern der Staatspartei CSU. Erich Honnecker hätte ob soviel verseilschaftetem Familiensozialismus seine helle Freude gehabt!

Wer sich wundert, hat keine Ahnung von der neoliberalen Marktwirtschaft, die in Bayern schon immer eine ganz besondere, sehr eigene Ausprägung erfahren hat. In Bayern ist nicht nur alles viel größer und breiter, die alten Weiber sind nicht nur viel älter, als anderswo im Bundesgebiet, hier gehen auch die Uhren etwas anders. So etwa Mittelalterzeit und zwar finsterstes. Damals war es absolut üblich, die gesamte Verwandtschaft in die Regierungsgeschäfte einzubinden, weil man ja die Macht erhalten wollte, in den Händen derer, die als die einzig Zuverlässigen gelten.

Aber in Bayern sieht man das heute noch gaaanz genauso. Und wenn man´s genau betrachtet, gibt der „Erfolg“ den Bajuwaren ja auch Recht! Alles läuft in geordneten Bahnen, die wenigsten Arbeitslosen, das höchste Prokopfeinkommen usw. und so fort. Aber, das sollte nicht unerwähnt bleiben, mit Demokratie hat das alles nichts zu tun…

Nun ist alles ruchbar geworden! Frau Merk und zwei weitere Minister gschaftlhubern ebenfalls, als gäbe es kein Morgen. Und der feine Herr Drehhofer, der seine unveränderbar und fest in der Brandung der Zeitläuften stehende Meinung ebenso schnell zu ändern vermag, wie sich die Meinung der Wähler ändert, kann sich garnicht so schnell drehen und wenden, wie er das gern möchte! Mittlerweile rotiert er wie das Bohrfutter einer Hilti!

Und weil alles so schön funktioniert, in Bayern, sind auch noch zwei SPD-Abgeordnete dabei, ein Grüner und der Chef der Freien Wähler, die sich und ihren Angehörigen ein kleines Zubrot gönnen! Das ist nicht schön, aber bei 17 (in Worten siebzehn) bayrischen CSU Abgeordneten, die in der Disziplin der Vetternwirtschaft wirklich respektable Leistungen erbracht haben, wird mehr als deutlich dass richtiger bayrischer Filz schwarz sein muss!

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Es gibt keine Ehre in der Politik

Na? Da hat der ehemals präsidiale Kotzbrocken aus dem Élyseé wohl ein wenich Dreck am stecken, hm?

Man kann wohl getrost behaupten, dass Ehrenhaftigkeit und Unbestechlichkeit nicht gerade die Stärken konservativer Politik sind. Überall in Europa scheinen sich die klebrigen Spinnfäden eines Netzes aus Korruption und Bestechung zu erstrecken und immer wieder tauchen neue Gestalten aus dem Dunkel auf, bei denen man eine ähm sagen wir mal empfängliche Haltung für gewisse pekuniäre Vorteile, oder einfach mal das ein oder andere Geschenk, schon immer vermutet hat.

Ich will auch nicht verhehlen, dass Politiker anderer Parteien ganz und gar unempfindlich gegen die Gewährung diverser Vorteile seien. Es scheint aber tatsächlich so, dass ausgerechnet solche Politiker, die den Konservatismus und mit ihm das, was sie gemeinhin nach außen als Ehre, Moral, und Tugendhaftigkeit bezeichnen, wie einen Schild vor sich her und als eine Aureole der Scheinheiligkeit gegenüber ihren Kritikern tragen!

Und gerade bei konservativen, aber auch liberalen Politikern, die oft auf die Bibel und bei Gott den Amtseid abgelegt haben, findet man häufig besonders wenig Skrupel, wenn es um den eigenen Vorteil geht! Dafür aber umso weniger Schuldbewusstsein!

Und die Konzerne spielen dieses Spiel gerne mit, bestechen, gewähren Vorteile, verteilen Geschenke und erwarten dafür natürlich die ein oder andere Gegenleistung. Diese äußern sich in Form von Gesetzen, deren herausragende Eigenschaft die Sozialisierung von Verlusten und die Privatisierung von Gewinnen ihrer kapitalistische Ideologie zu Grunde legen, ebenso, wie die Gewährung von steuerlichen Vorteilen, staatlichen Subventionen und die Abschaffung von Arbeitnehmerrechten.

Mit großem Interesse beobachten wir nun die Vorgänge um diesen rachitischen Gnom Sarkozy, dessen Bestreben, sich mit dem Geld anderer, vorzugsweise reicher Leute, die Präsidentschaft zu sichern und gegen Ausländer hetzt, obwohl er selber ausländische Wurzeln hat. Man sagte ihm ja auch, und nicht ganz ohne Grund nach, er betriebe Vetternwirtschaft, protegiere Freunde und schanze ihnen hochdotierte Jobs zu. Zugleich hat er soziale Leistungen geschleift, während er seinen reichen Freunden in die gebleachten Arschlöcher gekrochen sei.

Wir wissen nicht, ob das alles der Wahrheit entspricht, aber die Chancen stehen ganz gut, dass die Durchsuchungen etwas ans Tageslicht bringen, was er lieber im Dunkel seiner miefenden Matrazen versteckt gehalten hätte. Harren wir also mit Spannung der Dinge, die da noch ans Tageslicht kommen mögen – und schauen wir unseren eigenen Politikern genau auf die klebrigen Pfoten und bringen wir Licht in das undurchsichtige Gebaren der Konzerne und Großunternehmen.

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