Auch wenn das Auto qualmt und stinkt, den Bossen stets ihr Bonus winkt!

Also bitte ja? Wenn die Autokonzerne sich freiwillig zu etwas selbst „verpflichten“, vor allem wenn´s Geld kostet, dann muss man das ja auch erstmal irgendwo her nehmen. Am besten man lässt ihnen so viel Zeit wie sie eben brauchen, bis sie der Politik klar gemacht haben, dass die Kosten nur dann zu stemmen sind, wenn man dafür die Produktivität deutlich erhöht, die Lohnnebenkosten senkt, die dadurch überzähligen Mitarbeiter dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt und den Aktienkurs konsolidiert hat! Man muss ja auch mal sehen, dass die ganzen Fahrzeuge mit den überhöhten Abgaswerten schließlich auch nicht an einem Tag verkauft wurden! Und weil man ja immer noch nicht weiss, wer Schuld an dem Desaster ist, weder bei Opel, noch bei VW, oder sonstwo, kann man die Schuld auch niemandem in die Schuhe schieben. Also bleibt nur eins: Mitgehangen, mitgefangen! Was bedeutet, die Belegschaft muss eben ausgedünnt werden, damit die Manager weiter ihre fetten Boni nach Hause tragen dürfen! Das, liebe Freunde, nennt sich Kapitalismus. Ich glaube ich hatte das schon mal erwähnt. Aber man sollte ruhig noch öfter darüber sprechen!

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Ein bisschen dicke Luft

Ach es ist ein Graus. Niemanden interessieren die Abgaswerte in der Realität und damit sie auf dem Prüfstand wenigstens halbwegs stimmen, wird halt einfach beschissen, betrogen und gelogen, dass sich die Abgassonden biegen! Nur bei VW? Aber nein, keine Spur, es dürfte nicht einen Autohersteller geben, der reale Werte ermitteln ließ – von wem auch immer. Nun haben externe Tester verschiedene Autos geprüft und dabei zum Teil erhebliche Abweichungen festgestellt. Und die Hersteller sagen natürlich, die Tests seien nicht miteinander vergleichbar. Das stimmt natürlich, schließlich fand der eine Test auf dem Prüfstand statt, der andere auf der Straße. Nun fragt sich der unbedarfte Autofahrer freilich, wieso für die Zulassung seines schadstoffarmen, steuerbegünstigten, oder gar -befreiten Diesel, die Messdaten des Prüfstandes massgeblich sind und nicht die auf der Straße erhobenen Daten. Schließlich fährt man nach der Zulassung meist mehr auf öffentlichen Straßen und eher weniger auf Prüfständen. Vor allem, wenn die Prüfstände irgendwo fest installiert sind. Das würde die viel gepriesene Mobilität schon sehr empfindlich einschränken!
Aber wenn man die Messwerte der Straßentests zur Berechnung der Steuern heran zöge, würde man vermutlich keine Steuern sparen können. Sicherlich erreichte auch kaum noch ein Fahrzeug die Euro-6-Norm. Wahscheinlich nicht einmal Euro 5. Und das wirft dann wieder die Frage auf, wie wollen denn die klimabesorgten Fachidioten in der Politik die CO2-Emmissionen reduzieren, die zwar nur auf Basis freiwilliger Selbstbeschränkung (oder war es Selbstüberschätzung?) fest gelegt wurden und unsere Welt und ihr Klima retten sollen?
Sollten wir nicht viel eher davon ausgehen, dass bei den Emmissionen der Kraftwerke, insbesondere der kohlebefeuerten, genauso und noch viel schlimmer beschissen wird? Und ich fräge mich auch, und wenn ich falsch liege, möge man mich korrigieren, ob die Veröffentlichung gefälschter Messwerte den gleichen positiven Einfluss auf unser Klima und die Erdtemperatur haben könnten, wie reale Massnahmen zur CO2-Reduktion? Was dann aber gleich wieder bedeutet, dass es eigentlich vollkommen egal ist ob und was wir gegen die Erderwärmung unternehmen, weil wir sowieso kein belastbares Zahlenmaterial haben und unsere Klimarettung mehr oder weniger auf unbewiesenen Vedrmutungen und Annahmen fußen.
Man erkennt aber bei kritischer Betrachtung, dass es ein fataler Fehler ist, der Industrie Vertrauen zu schenken und davon ausgehen, sie würden schon auch nicht die Zerstörung der Welt und der Lebensgrundlagen wollen. Entgegen aller Behauptungen aus Politik und Wirtschaft ist es vielmehr so, dass lediglich der Profit von irgend einem Interesse für die Wirtschaft ist. Und wenn die Wirtschaft profitiert, profitiert auch die Politik, keine Frage!
Vielleicht sollten wir Industrie, Wirtschaft, und besonders Konzerne einfach uter dem Aspekt betrachten, dass es sich bei ihnen um legalisierte kriminelle Organisationen handelt, die sicher auf Kosten der Gesellschaft agieren, niemals aber zu ihrem Gunsten!

Ach was muss man oft von bösen…

…Winterkörnern höern und lesen?

Wie zum Bleistift hier von dem,

Den wir auf dem Bilde sehn!

 

Einst war er der Held von Volkswagen, dann aber, ahnunglos wie ein neugeborenes Kind, riss ihn der Dieselskandal mit sich hinfort, der von einem Tag auf den anderen über das verrußte Antlitz dieser Erde fegte.
Gestern noch auf stolzen Rossen, heut´ schon durch die Brust geschossen! Zwar gar nicht einmal so schlecht bezahlt, aber doch die Verantwortung scheuend, für Vorgänge in seinem Konzern die, bei aller Liebe, nicht ein übereifriger Hausmeister, oder ein paar verwirrte Ingenieure mal so eben beschliessen und durchführen konnten, versprach er eben noch volle Transparenz, nur um morgen schon seinen Hut zu nehmen und sich in Harm und Altersarmut zu verabschieden! Und nun will man ihn auch noch ans Kreuz des Transaxleprinzips nageln und ihn seiner ganzen Macht berauben? All seiner automobilen Penisverlängerungen mit hunderten und aberhunderten von PS?
So wird er wohl dahin gehen. Mit zitterndem Unterkiefer und leise sabbernd. Und wenn in hundert Jahren eine neue Religion entsteht, von picklig-pubertierenden Polo-Tunern aus der Taufe gehoben, dann wird er ihr Heiland sein!
Heute aber ist es nicht mit einem Winterkorn getan, um diese Schmach von Volkswagen abzuwaschen. Da ist schon ein Doppelkorn nötig!
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Porsche nagt am Hungertuch…

…und wir sollen jetzt Mitleid haben mit diesem arroganten Gesindel?

Das ist ein klein wenig zu viel des Guten, finde ich. Was Josef Ackermann bei der Deutschen Bank, ist Wendelin Wiedeking bei Porsche, ein großspuriges Großmaul, dass sich die eigenen Taschen derart großzügig füllte, dass jedem Normalsterblichen die Augen übergehen würden, wenn er solche Zahlen auf seinem Kontoauszug entdecken würde. Nur damit das niemand vergisst. Dieser Herr hat im Jahr 2008 das durchaus stolze Sümmchen von 100 Millionen Euronen eingesteckt (Artikel „Der Durchstarter“ vom 28.12.2008 auf tagesspiegel.de)! Porsche machte 2008 einen Gewinn von 8,7 Milliarden Euro, bei einem Umsatz von lediglich 7,5 Milliarden. Wie das geht fragt Ihr Euch? Ganz einfach. Man nehme einen als genial bezeichneten und ziemlich skrupellosen Finanzchef namens Holger Härter und lasse ihn machen. Dank der lauthals angekündigten Übernahme von VW durch Porsche, waren die VW-Aktien, von denen Porsche bereits ein sattes Kontingent besaß, plötzlich einen Wert von über 1.000 Euro – pro Stück! So einfach ist dass, reich werden durch Spekulation.

Leider ist es aber nun mal so, dass sich nicht nur die Banker in nahezu sämtlichen deutschen Geldhäusern (ein krasses Beispiel: „Finanzmarktkrise: Die HRE und das 900-Milliarden-Risiko“, Artikel auf spiegel.de vom 5.10.2008)  mit ihren hochriskanten Anlagen und Schrottpapieren verzockt und einen großen Teil der Konzern- und nach den milliardenschweren Rettungspaketen und Hilfsaktionen auch des Steuerzahlers durchgebracht haben. Auch Porsche, mit seinen hochkarätigen und über jeden Zweifel erhabenen Spezialisten an der Spitze, steht nun im neuen Jahr mit leeren Händen da. Nein, ich lüge! Porsche steht sogar mit mehr als 9 Milliarden Euro Schulden da, weil man nicht nur die Übernahme von VW gründlich vergeigt, sondern sich vollkommen überhoben hat. Für mich sieht das aus der Ferne schlicht und einfach so aus, dass die Manager jedes Maß und jede Kontrolle – vor allem über sich selbst – verloren haben. Und jetzt halten sie allen ernstes die Hand auf? Ganz so, wie Opel, BMW („Porsche und BMW – Autokonzerne spekulieren auf Staatshilfe“, Artikel auf sueddeutsche.de vom 17.5.2009), General Motors, Chrysler, sämtliche Banken, Schaeffler („Hoffen auf Staatshilfe: Schaeffler erkauft sich Stütze mit Stellenabbau“, Artikel auf WeltOnline vom 12.5.2009) und was weiss ich noch wer?

Vom Größenwahn getriebene und offenbar völlig beratungsresistente Großunternehmer und Manager versuchen die Kassen des Staates zu plündern, dessen Einmischung sie sich bis vor kurzem mit der Begründung verbeten hatten, der Staat sei nicht der bessere Unternehmer! Das ist wohl wahr. Aber besonders gut waren die Unternehmer ja auch nicht, sonst würden sie heute nicht finanziell auf dem Zahnfleisch kriechen, oder? Und, das kommt noch erschwerend hinzu, wenn der Staat schon das Geld seiner Bürger in marode Unternehmen stecken sollte, dann hat er nicht nur das verdammte Recht, sondern auch die Pflicht, Einfluss auf die Entscheidungen zu nehmen, die für die Zukunft gefällt werden müssen! Die einzigen, die – neben dem steuerzahlenden Bürger – Opfer werden bringen müssen, um den in der Scheisse steckenden Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, sind die Beschäftigten. Leider/Gott sei dank liegen sie nach der Entlassung nicht mehr den Unternehmen auf der Tasche, sondern ebenfalls dem Staat und den Bürgern.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell aus den eifrigsten Verfechtern des Kapitalismus und der sogenannten freien Marktwirtschaft arschkriechende und um Geld bettelnde Bittsteller werden können. Warum machen wir jetzt nicht mal richtig einen auf Kapitalismus? Porsche kann seine 9 Milliarden Schulden nicht Schultern? Pech gehabt, so ist das nun mal. Hypo Real Estate braucht nochmal 110 Milliarden frisches Geld? Na und, macht den Laden dicht! Zu viele Autokonzerne produzieren zu viele Autos, die der Kunde nicht will und die Umwelt nicht braucht? Tja Leute, das war´s dann ja wohl! Der Markt bereinigt sich schon selbst – so die Auffassung der Erzkapitalisten aus der Wirtschaft. Der Staat aber hat Angst vor noch mehr arbeitslosen Wählern. Die Manager dagegen fürchten um ihre fetten Bankkonten. Aber warum eigentlich? Wo Unternehmen kaputt gehen, entstehen gleichzeitig neue – sagt der Kapitalismus. Aber die Pfeifen aus der Wirtschaft sehen das etwas anders – Kapitalismus ja, aber nicht mit uns und nicht in diesem Fall, schließlich sind wir systemrelevant!

Bis heute vermisse ich eine Presseerklärung vom scheinheiligen Wendelin, in der er die Rückerstattung von 100 Millionen Euro wegen eigener Unfähigkeit ankündigt. Schade! Aber da ist wohl mal wieder der Wunsch der Vater des Gedankens, wie so oft!

weiterführende Links:

  • Finanzkrise (Artikel auf Wikipedia)
  • Porsche: Wenn Luxus um Stütze bettelt (Artikel auf FAZ.NET vom 18.5.2009; Porsche stellt, umwelttechnisch gesehen, die größten Dreckschleudern in ganz Europa her. Was mit einem einzigen Porsche Cayenne in die Luft geblasen wird, reciht für einen kompletten Fuhrpark knuffiger Fiat 500 aus. Allein aus diesem Grunde haben Fahrzeuge vom Schlage eines 911er, Cayenne, oder gar dem neuen Panamera eigentlich keine Daseinsberechtigung mehr. Dienen sie doch vorzugsweise als Schwanzverlängerung für impotente Pseudodynamiker vom Typ „was-bin-ich-doch-für-ein-toller-Hengst-und-schau-mal-was-ich-mir-alles-leisten-kann“).
  • Autobauer in Not – Porsche und das Gespenst der Insolvenz (Artikel auf sueddeutsche.de vom 23.5.2009; so was nennt man wohl „an die Wand gefahren!“).

Manchmal kommt es anders…

…als man denkt! Utopia.de hat am 28.1.2009 unter der Überschrift „Smart vs. VW vs. Greenpeace“ unter anderem zwei Filmchen eingestellt, die zeigen wie es einem Konzern ergehen kann, wenn er sich mit einem Thema übernimmt, von dem er keinerlei Ahnung hat, z. B. dem Umweltschutz. Ich versuche das Ganze mal kurz sinngemäß zusammen zu fassen. Aber Ihr solltet nicht vergessen, den gesamten Artikel bei Utopia durchzulesen, der geht nämlich auch ganz schön ab!

Zuerst der Videoclip, mit dem Smart sich sowohl über VW, als auch den Umweltschutz lustig machte:

Und weiter gings. VW fühlte sich getroffen und fing sofort an zurück zu bellen, mittels einer Anzeige die den Vorwurf der Spritschluckerei widerlegen sollte:

Prompt folgte die Antwort auf diese Anmassung in Form einer Gegenanzeige:

Naja, aber der Hammer kam dann zum Schluß und zwar von Greenpeace höchstselbst, mit einem Videoclip der besonderen Art:

Wer zuletzt lacht, lacht eben immer am Besten!