Wenn man Horst Drehhofer schon nicht mehr trauen kann…

…wem denn dann? Ach ja, ich liebe dieses Wort…“Finanzierungsvorbehalt“! Das hat so was Nichtssagendes, doch bisweilen reichlich Wohlklingendes, ähnlich wie verbale Hülsenfrüchte, die sich nach einiger Zeit mit einem großen Knall und mächtig viel Gestank in so einer grünlich qualmenden Wolke auflösen! Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen – Politiker wird jetzt nur noch, wer unter Intelligenzvorbehalt steht! Wenn sich also heraus stellen sollte, dass da eine/r gewählt wurde, der den Erwartungen zu entsprechen droht, oder gar darüber nachdenkt, wie er das, was er vor der Wahl versprochen hat, nach der Wahl tatsächlich in die Realität umsetzen kann, der wird automatisch aus dem Amt entfernt…

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Na dann! Wenn Goldman Sachs das will, wer sind wir, dass wir ihnen nicht willfahren könnten?

Wer mich kennt, mag ahnen welch ungeheure Begeisterung mich erfasste, als ich dieses Statement las – Goldman Sachs wünscht eine Große K(l)oalition? Ja, dann frage ich mich schon, warum wir uns die Mühe mit Wahlen machen, den ganzen Zinnober mit Wahlkampf der, zugegebenermaßen gar keiner wahr, sondern eher ein lauer Austausch mehr oder weniger nachvollziehbarer und meist an den Sackhaaren herbei gezogener Argumente.

Wieso plagens ich die Parteien damit, ihrer Wählerschaft zu erklären, warum sie vor der Wahl eine bestimmte K(l)oalition kategorisch ablehnen und nach der Wahl dann „widerstrebend“ doch eingehen müssen?

Wieso ist der Wähler so bescheuert und latscht am Sonntag zum Wahllokal, nur um mühselig mit einem Zimmermannsbleistift ein krakeliges Kreuz, oder zwei, auf seinen, den Intellekt der meisten konservativen Wähler deutlich übersteigenden Wahlzettel zu schmieren, wenn Goldman Sachs uns doch einfach sagen könnte, was ihr, der gigantischen Investmentbank, genehm ist?

Vielleicht sollte ich doch noch erwähnen, das ich gemeinhin nicht viel von Weltverschwörungstheorien, von NWO und dem ganzen Krempel halte, angefangen von den Chemtrails (es sei denn, man mag die aus den Flugzeugtoiletten im Flug abgelassene Scheiße als Chemtrail bezeichnen), über die Klimaänderungslüge, bis hin zu HAARP-Theorien und dergleichen anderer obskuren Dinge mehr. Aber wenn ich sowas in der Zeitung lese, frage ich mich schon, ob ich nicht doch auch einmal zum Thema Bilderberger (und wer wann warum daran teilnehmen durfte) recherchieren sollte, welche ja die Weltwirtschaft und die die Weltpolitik beherrschen sollen.

Ich möchte natürlich meine Freunde, die sich darüber viele Gedanken machen, nicht abqualifizieren, oder ihnen ihre Glaubwürdigkeit absprechen. Gewisse Dinge können bisweilen schon den Eindruck erwecken, als handele es sich dabei um ein abgekartetes Spiel, um eine konzertierte Aktion, gewissermaßen.

Aber dann, wenn ich so darüber nachdenke, komme ich immer wieder zu dem Schluß, dass das eigentlich nicht sein kann. Ein System, wie der Kapitalismus und seine große Anzahl von Protagonisten, haben sich einer materialistischen Ideologie hingegeben, die auf dem Grundgedanken des Egozentrismus ausbaut! Das bedeutet, jeder strebt für sich nach der Spitze, ohne jede Rücksicht auf andere und nur nach dem eigenen Vorteil strebend.

Konzerne stellen sich nicht unter die Regeln eines freien Marktes, der sich angeblich selbst reguliert. Sie streben nach Monopolen und Kartellen, nach marktbeherrschenden Stellungen, die es ihnen ermöglichen, die Preise zu diktieren. Sie wollen sich nicht dem Druck von Konkurrenten unterwerfen, was eine Senkung der Preise zur Folge hätte, sie wollen den Markt beherrschen und die Preise nach gutdünken festlegen!

Da in diesem sogenannten „freien“ Markt alle nach der Kontrolle dieses Marktes streben, mag es von außen so aussehen, als zögen die Konzerne alle an einem Strang, oder würden sich einer übergeordneten Instanz unterwerfen. Dem ist jedoch nicht so.

Genauso ist dies mit der Politik. Jeder will an die Fleischtöpfe der Macht und weil das so ist, einigt man sich auch immer relativ schnell auf einen Verteilungsschlüssel. Dabei spielen die Ziele der einzelnen politischen Partei, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb fällt es Politikern auch so leicht „Kompromisse“ zu finden, die eben jenen Verteilungsschlüssel darstellen!

Politik wird nicht für die kleinen Leute genmacht, die am Wahltag brav in die Wahlkabine eilen, um ihr Kreuzchen zu machen. Politik wird von wirtschaftlichen Interessen bestimmt und die Wirtschaft übt massiven Druck auf die Politik aus, was in der regel zu politischem Wohlverhalten gegenüber der Wirtschaft führt, weil man sonst damt rechnen muss, dass die Konzerne der jeweiligen regierung den, wie man so schön sagt, „Stecker rausziehen“…

Wenn also Goldman Sachs sagt, eine Große K(l)oalition sei wünschenswert, dann ist das eben so!

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Wieso wird alles immer schlimmer?

Ich muss jetzt mal philosophisch werden. Geht es eigentlich nur mir so, oder liegt es einfach nur in der Natur der Dinge, dass sich das Leben so anfühlt, als würden die Zustände immer schlimmer, anstatt sich zu bessern?
Wenn ich so die letzten Jahre und Monate Revue passieren lasse, gewinne ich den Eindruck, die Dinge werden nicht besser, sondern immer schlechter. Woran liegt das? Mit der Einführung des Euro hatte ich das unbestimmte Gefühl, die Preise seien über Nacht in den Himmel geschossen, sozusagen Verdoppelung der Preise im Zuge der Euroeinführung. Die Politiker behaupten zwar, dies sei lediglich eine „gefühlte“ Verteuerung und versuchen mit Hilfe von Statistiken zu beweisen, dass dieses Gefühl trügt. (Bei dieser Gelegenheit möchte ich an einen Ausspruch von Winston Churchill erinnern, der da passenderweise sagte: „Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe!“)
Oder die rasante Steigerung der Energiepreise? Ist das nur eine Einbildung, oder steigt der Preis von Gas, Strom, Heizöl und Benzin bzw. Diesel nicht tatsächlich unverhältnismäßig an? Wie kann es sein, dass die Bürger bei ihren Einkommen unter Berücksichtigung auf die wirtschaftliche Lage des Staates und der Wirtschaft auf Zuwächse verzichten sollen, um die Konjunktur nicht abzuwürgen und gleichzeitig die Preise für die lebensnotwendige Energie in astronomische Höhen steigen?
Ist es wirklich so, dass früher Unternehmer mehr Verantwortung für die bei ihnen beschäftigten Mitarbeiter hatten und diese auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten weiter beschäftigten, während heute die Manager großer Konzerne (ich nenne sie hier jetzt der Einfachheit halber Nieten in „Nadelstreifen“) ausschließlich um der schnellen Gewinnmaximierung auf dem Wege des Costcutting immer weniger Mitarbeiter immer mehr arbeiten zu lassen?
Ist die Arbeitslosigkeit, nach ihrem Höchststand von über 4 Mio. wirklich gesunken, oder wurde die Zahl nur durch statistische Tricks und Gesetzesänderungen auf etwas über 3 Mio. „gesenkt“ (schöngerechnet also!)? Menschen, die aus irgendeinem Grunde keine Zuwendungen mehr vom Arbeitsamt erhalten, werden auch nicht mehr als arbeitslos geführt. So brauchte man von Staats wegen nur dafür zu sorgen, dass die Ehepartner und Lebensgefährten der Empfänger von Arbeitslosengeld mit ihren Einkommen plötzlich über der Bemessungsgrenze lagen und schon konnten die Zahlungen an die Arbeitslosen eingestellt werden! So kann man die Arbeitslosigkeit natürlich auch senken. Von den Arbeitslosen in Weiterbildungsmaßnahmen, die deshalb nicht mehr in der Statistik auftauchen, will ich gar nicht erst reden.
Und wieso um alles in der Welt habe ich den Eindruck, die Politiker lügen das sich die Balken biegen? Bin ich wirklich der Einzige, dem das so geht oder ist es nicht doch Realität?
Vielleicht liegt es, wie gesagt, in der Natur der Sache. Vielleicht kommt mir das als Bürger auch einfach nur so vor, dass es schlechter wird und in Wahrheit wird es tatsächlich alles besser, wie die Regierung das behauptet!
Bisher hielt ich mich für einen im Grundsatz optimistischen Menschen. Aber möglicherweise entspricht das nicht der Wirklichkeit. Oder ist es so, dass es zwei oder auch noch mehr Wirklichkeiten gibt? Anders ist es doch nicht zu erklären, dass z. B. Politiker grundsätzlich der Meinung sind, sie hätten die Wahlen gewonnen, unabhängig von den tatsächlichen Stimmverlusten. Wer nach einer Wahl davon ausgeht, Stimmverluste und „Niederlagen“ seien nur darauf zurückzuführen, dass die Wähler nicht erkannt hätten, was für eine „hervorragende Arbeit“ die jeweilige Regierung geleistet habe, der glaubt vermutlich auch, dass die vom Wähler als sich verschlechternd empfundene wirtschaftliche Lage nur eine „gefühlte“ Verschlechterung ist! Ein Schelm, der böses dabei denkt!