Endlich – Wikia Green auch auf Deutsch!

Wie das fuereinebesserewelt-Blog meldet, wurde mein inständiges Flehen endlich erhört und jetzt gibt es Wikia Green, die Plattform für Nachhaltigkeit von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, auch auf Deutsch. Dieser grüne Wiki wird hoffentlich ein weiterer wichtiger Knotenpunkt im Netzwerk für Nachhaltigkeit in unserem Lande. Schaut gleich mal vorbei. Das ganze nennt sich Wikia Green Germany und macht schon mal einen ganz ordentlichen Eindruck, wie ich finde.

Bleibt abzuwarten, wie sich Wikia Green Germany weiter entwickelt, aber das liegt sicher zu einem nicht unerheblichen Teil an der Bereitschaft der Menschen, sich in dieses Projekt einzubringen! Daher meine Bitte, teilt Eure Erfahrungen und Euer Wissen zu allen Bereichen und Themen der Nachhaltigkeit, um es weiteren Kreisen zugänglich zu machen und unseren ökologischen Einsatz für eine bessere, saubere und lebenswerte Welt aus der Ecke der ökologischen Spinnerei heraus zu holen!

Kehrt in den USA endlich Vernunft ein?

Wer in Deutschland einen voller Verzweiflung ausruft: „Wann nimmt die regierung endlich Vernunft an“, der muss damit rechnen, dass man ihm antwortet“Wir sind Beamte, wir dürfen nichts annehmen!“ (und Vernunft am allerwenigsten!)

Nach dem grandiosen Wahlsieg Barrack Obamas bei den Präsidentschaftswahlen in den USA und seinem Versprechen des „Change“, scheint sich aber wirklich etwas zu bewegen.

Während in Deutschland angesichts der Finanzkrise und der sich daran anschließenden Rezession die Aktivitäten der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kniefall (man könnte auch sagen Kotau!) vor der Industrie und mit der Preisgabe der vielbeschworenen Klimaziele keine rechte Freude aufkommen mag, scheint es Obama mit seinem Wandel wirklich ernst gemeint zu haben. Erstaunlich für einen Politiker! Aber er ist ja angetreten, nicht nur als erster schwarzer Präsident des mächtigsten Landes der Erde, sondern als der erste, der es mit dem Umwelt- und Klimaschutz ernst zu meinen scheint!

Mit der Ernennung des 60 jährigen Steven Chu zum US-Energieminister (Meldung von n-tv.de am 16.12.2009), kommt ein waschechter Nobelpreisträger in die Regierungsmannschaft. Chu, ein Sohn chinesischer Einwanderer, ist Physiker und ein Spezialist für Klimaforschung und regenerative Energien. Das lässt doch hoffen!

Anders als in Europa, wo die Politik wie das Kaninchen auf die Schlange gelähmt in die USA schielt und sich nicht traut eigenständig irgend eine Entscheidung zu treffen, solange der neue Präsident noch nicht das Amt übernommen hat, macht man jenseits des großen Teiches bereits Nägel mit Köpfen. Obama hat erkannt, dass die USA sich aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern lösen müss. Auch die Gesellschaft müsse einen anderen Umgang mit Energie lernen – das ist ja immerhin mal etwas, man kann schon sagen, revolutionäres! George Dabbelju Bush währe nie auf solch fortschrittliche Gedanken gekommen, vertritt er doch bis zum heutigen Tage die Auffassung, die ganze Welt sei dazu verpflichtet, den Amerikanern ihren verschwenderischen Lebensstil zu ermöglichen, indem sie den USA die dafür benötigten Energiemengen zur Verfügung zu stellen habe. Und wenn dies nicht nach Wunsch läuft, sei zur „Wahrung der nationalen Sicherheit“ auch der Einsatz von Gewalt gerechtfertigt. Beispiel? Irak! Hier geht es weder um Menschenrechte (die treten die USA hier und woanders selbst mit Füßen!), oder Massenvernichtungswaffen (die hat man nämlich nirgends gefunden!), hier geht es um Öl und Geld, viel Geld! Seit Kriegsbeginn haben die Vereinigten Staaten 160 Milliarden $ in den „Wiederaufbau des zerstörten Irak“ gepumpt – Ergebnis gleich Null, denn nahezu das gesamte Geld landete natürlich in den Taschen amerikanischer Konzerne wie Halliburton (offizielle Homepage des Unternehmens. In dem Artikel bei Wikipedia sieht das Unternehmen nicht ganz so gut aus, wird hier doch deutlich, wie tief die Verquickung zwischen Wirtschaft und Politik in den USA ist).

Das von der noch amtierenden US-Regierung hauptsächlich die Interessen der Öl- und Rüstungsindustrie vertreten werden, mag daran liegen, dass der „Noch-Vizepräsident“ Dick Cheney von 1995 bis 2000 Vorstandsvorsitzender von Halliburton war. Oder ist das alles nur ein Zufall? Vielleicht auch nur üble Nachrede? Schließlich will Cheney immer nur das Beste – für sich und seinen ehemaligen Arbeitgeber!

Welcher Methoden sich Halliburton bei seiner weltweiten Expansion zu bedienen gedenkt, zeigt dieser „nette“ Artikel, den ich bei heise online (vom 12.11.2008) gefunden habe.

weiterführende Links:

  • Halliburton Watch Blog (Kämpft gegen die ungesunde Verquickung von Politik und Wirtschaft in den USA).
  • ASTM Action Solitarite Tiere Monde (Homepage der Organisation ASTM, die nach eigenen Angaben seit 1969 für die wirtschaftliche und soziale Emanzipation der Völker des Südens kämpft!).

Wikia Green

Durch das fuereinebesserewelt-Blog wurde ich auf dieses neue Projekt des Wikipedia-Erfinders Jimmy Wales aufmerksam. In einem Artikel vom 22.9.2008 schreibt ilona über das Wikia Green-Projekt. In dieses Lexikon sollen nur Artikel Eingang finden, die sich mit ökologischen Themen befassen und den Menschen den naturgemäßen Anbau von Nahrungsmitteln, Energiegewinnung und Umweltschutz. Es sollen Methoden aufgezeigt werden, wie man der Umwelt und den Menschen praktisch helfen kann. Alles vom grünen Standpunkt aus betrachtet sozusagen.

Jeder der mag kann dazu Artikel schreiben und auf dem Portal einstellen. Es bleibt zu hoffen, dass sich zahlreiche Menschen finden, die ihre Erfahrungen an andere weiter geben möchten und dies in Form von interessanten und lehrreichen Beiträgen fassen.

Bedauerlicherweise gibt es das Portal bislang nur in den Sprachen Englisch und Französisch und etwas, das ich als Japanisch bezeichnen würde. Da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher!

Wie üblich gibt’s so was nicht in Deutsch, jedenfalls noch nicht. Ein Portal zu diesem Thema hat bislang im Netz gefehlt, vor allem im deutschsprachigen Raum. Mal schauen wie sich das Ganze entwickelt.

Atomsicherheit in den besten Händen!

Wie der Spiegel-Online am 04.08.2008 berichtete, kam es in einem Labor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Seibersdorf, ca. 35 km südlich von Wien, zu einem Unfall, bei dem eine Flasche mit hochgefährlichem Plutonium platzte, die dort gelagert wurde. Selbstverständlich bestand – wie immer in solchen Situationen – zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr für irgend jemanden. Die Flasche sei vermutlich geplatzt, weil das Plutonium Gase gebildet habe und dadurch ein Überdruck entstanden sein soll.
Es ist doch beruhigend zu wissen, dass die Sicherheit „unserer“ Atomanlagen in der Hand echter Experten liegt, die mit „modernstem“ Equipment ausgestattet sind!

Wer wissen will, wie gefährlich Plutonium ist, sollte sich den Artikel „Plutonium – was ist das?“ von Greenpeace durchlesen.
Weitere Informationen gibt es bei Wikipedia.

Transition Towns

Was solln das sein, dachte ich, als ich das erste Mal davon hörte. Wieder son neuenglisches Modewort? Dann habe ich mich mal näher damit beschäftigt und gesehen, dass ist eigentlich ne ganz coole Sache. Eigentlich heisst es „Transition Town Movement“ und bedeutet einen planmässigen Übergang einer Stadt in eine postfossile Wirtschaft, wie es Wikipedia so schön beschreibt. Momentan ist diese Bewegung in angelsächsischen Ländern wie Großbritannien, Irland aber auch den USA aktiv und strebt vor allem die sogenannte Energiewende an.
Niemand, der das Gezerre um den Ölpreis mitverfolgt, kann noch ernsthaft glauben, dass wir weitere 50 Jahre so wirtschaften können wie bisher. Es wird Zeit, dass eine ähnliche Bewegung wie Transition Town auch in Deutschland aktiv wird und die Kommunalen Verwaltungen zum Handeln zwingt. Einige Anregungen kann man dem oben verlinkten Energiewende-Blog von Bernd Ohm. Schaut es euch mal an!